FAUST – Goldener Löwe Filmfestspiele Venedig 2011
Der Goldene Löwe der diesjährigen Filmfestspiele in Venedig ging an FAUST, die Verfilmung und radikale Neuinterpretation
von Johann Wolfgang Goethes Klassiker.
In seiner Laudatio sagt Jurypräsident Darren Aronofsky (Black Swan, The Wrestler):
„Es gibt Filme, die dich zum Träumen, zum Weinen, Lachen und Nachdenken bringen, und es gibt Filme, die dein Leben für immer verändern.
Dies ist einer dieser Filme.“
In deutscher Sprache mit deutschen, österreichischen und russischen Schauspielern, u.a. Johannes Zeiler (Wiener Schauspielhaus) als Faust,
Isolda Dychauk ( BORGIA) als Gretchen, Anton Adassinsky (DEREVO-Theater) als Wucherer/Mephisto und Hanna Schygulla, gedreht,
schuf Russlands Regiestar Alexander Sokurow einen magischen und zugleich verstörenden Film. Einen Faust, wie man ihn kennt, aber doch
nie mit solcher Wucht auf der Leinwand gesehen hat.
Faust ist die letzte Folge von Alexander Sokurows Kino-Tetralogie über die Beschaffenheit der Macht: Die Protagonisten der ersten drei Filme waren
historische Figuren: Adolf Hitler ( Moloch, 1999), Wladimir Lenin ( Taurus, 2000), Kaiser Hirohito ( Die Sonne, 2005). Die symbolische Figur des Faust
schließt diese Reihe großer Hasardeure ab, die alles auf eine Karte setzten und verspielten.
Sokurows FAUST, gedreht in Tschechien und Island ist mit einem Budget von ca 10 Mio Euro einer der aufwendigsten Filme in Russlands Filmgeschichte.
Ein Film wie ein Trip, mit Sicherheit eines der außergewöhnlichsten Filmwerke des Jahres.
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