Freude am Blechschaden – Die spektakulärsten Verfolgungsjagden der Filmgeschichte
Kann es ein Zufall sein, dass sowohl Auto- als auch Filmindustrie nahezu simultan am Ende des 19. Jahrhunderts entstanden sind? Anscheinend liegt tief im Menschen der Wunsch begraben, motorisierten Vehikeln dabei zuzusehen, wie sie sich gegenseitig verfolgen. Denkt der Durchschnitts-Filmfreund mal darüber nach, wie viele Minuten er schon damit verbracht hat, sich Verfolgungsjagden anzusehen, dann reibt er sich schon mal verwundert die Nase. Gleichzeitig stellt er aber wahrscheinlich fest, dass er sich während dieser Zeit fast nie gelangweilt hat. Am 6. Oktober erschien der Liam-Neeson-Film „Unknown Identity“ auf DVD und Blu-ray und der Thriller sollte die Augen von allen Verfolgungsjagd-Freunden aus Deutschland zum strahlen bringen, denn hier kann man großartige Auto-Action direkt vor heimischer Kulisse erleben. Diese denkwürdige Tatsache ist ein guter Anlass, um zurückzublicken und die schönsten Verfolgungsjagden der vergangenen Dekaden nochmal vor dem geistigen Auge Revue passieren zu lassen.
Bullitt (1968)
Jene 10 Minuten aus Bullitt sind das Sgt. Pepper Album unter den Verfolgungsjagden. Eine unwiderstehliche Mixtur aus Mustang, Dodge, Steve McQueen und San Francisco, ergab einen Klassiker, an dem sich auch heutige Actionszenen noch messen lassen müssen.
Blues Brothers (1980)
Unter dem Motto „viel hilft viel“ inszenierte Regisseur John Landis die Actionszenen im Kultfilm Blues Brothers. Die Menge an Polizeiautos, die hier in die ewigen Verfolgungsjagdgründe eingingen, suchte bis dato ihres gleichen. Immer begleitet vom einmaligen Humor des Films, fliegen hier so viele Dodge Monacos durch die Gegend, dass man auch heute noch das Bedürfnis verspürt, mit der Hand auf den Oberschenkel zu schlagen, dass die Schwarte kracht.
Ronin (1998)
Enge Straßen, sperrige Lastwagen und ein zerberstender Obstladen: Ronin liefert all das, was man sich für diese Art Szenen wünscht und Regisseur John Frankenheimer garniert das Ganze mit dem Schuss an Genialität, der die Hatz zu etwas Einzigartigem werden lässt. Sogar ein ehemaliger Formel-1-Fahrer war als Stuntman mit von der Partie, um das Spektakel zu realisieren.
Nur noch 60 Sekunden (2000)
Das Remake des Klassikers aus dem Jahre 1974 war ein großer Film, der mit Stars wie Nicolas Cage und Angelina Jolie um die Gunst der Zuschauer warb. Trotzdem fiel die große Verfolgungsjagd im Remake bedeutend kürzer aus als im Original, denn dort dauerte sie ca. 40 Minuten. Das heißt natürlich nicht, dass das Remake nicht auch für kleine Action-Freudentränen sorgen kann. Aber wer eine wirklich lange Verfolgungsjagd sehen möchte, riskiert einen Blick auf das Original.
Was eint nun all diese großartigen Filme mit ihren nervenaufreibenden Verfolgungsjagden? Sie spielen nicht in Deutschland und die Schauplätze bieten daher für die meisten von uns wenig Wiedererkennungswert. Und genau da kommt „Unknown Identity“ ins Spiel. Man mag es kaum glauben, aber der zusätzliche Spaßfaktor, den eine bekannte Kulisse bei Actionszenen hervorrufen kann, ist wirklich beachtlich. So stellt man beispielsweise fest, dass es einen um einiges mehr emotional berührt, wenn ein Berliner Bier-Transporter im Zuge einer Verfolgungsjagd seine köstliche Fracht verliert. Daher sollte jeder, der gute Action mit einer spannenden Story zu schätzen weiß, „Unknown Identity“ (Seit 6. Oktober auf DVD und Blu-ray) in seinen Film-Fokus rücken.
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Freude am Blechschaden – Die spektakulärsten Verfolgungsjagden der Filmgeschichte wurde bearbeitet von Patrick Fiekers • Permalink • Kommentar schreiben »













