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Heartless-Darsteller Jim Sturgess – der neue Stern am Hollywood-Himmel

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Heartless-Darsteller Jim Sturgess – der neue Stern am Hollywood-Himmel

Es wird ja gerne über viele Namen behauptet, aber diesmal sind sich Filmkenner und Kinogänger einig wie selten: Jim Sturgess ist einer der heißesten Newcomer in Hollywoods Traumfabrik. Dort wird er längst als eines der neuen, frischen Gesichter gehandelt, die den alten Filmhelden künftig den Rang ablaufen werden. Zu Recht, denn der smarte Brite mit dem sympathisch-zerzausten Out-of-Bed-Look ist nicht nur etwas fürs Auge: Auf der Leinwand überzeugt er vor allem auch durch sein enormes Talent, das er bereits in diversen Genres unter Beweis stellen konnte.

Die ganz frühen Jahre
Dabei fing auch seine Karriere mal ganz klein an. Lange bevor der 29-Jährige auszog, um mit seinem britischen Charme Hollywood zu erobern, hatte er vor allem ein Ziel: Irgendetwas Kreatives wollte er machen. Kein Wunder, denn ein kreativer Kopf war der kleine James „Jim“ Sturgess schon als Kind. Er entdeckte nicht nur seine Lust am Schauspielern, sondern dachte sich sogar selbst kleine Theaterstücke aus und überredete seine Schwester und Kinder aus der Nachbarschaft, darin mitzuspielen. In einem seiner frühen Werke waren alle Charaktere Bakterien, die in einem menschlichen Mund lebten, wie Jim einmal in einem Interview verriet.

Vom Tellerwäscher zum Hollywood-Star
Zu seiner Leidenschaft für die Darstellende Kunst gesellte sich schon bald eine zweite Passion: die Musik. In Manchester versuchte er, beides unter einen Hut zu bringen. Er besuchte die School of Media, Music und Performance an der University of Salford und musizierte nebenbei in verschiedenen Bands. Der ersehnte musikalische und finanzielle Erfolg als Rockstar blieb allerdings aus. Und so musste er seinen Lebensunterhalt vorerst mit kleineren Jobs bestreiten. Als Tellerwäscher, Zeitungsausträger, Kellner, ja sogar als Schuhverkäufer. Jahre nach seinem kafkaesken Bakterien-Stück aus Kindertagen schrieb Jim dann erneut ein Bühnenwerk, in dem er selbst eine Rolle übernahm. Diesmal wurde es sogar aufgeführt und in einem kleinen Theater Manchesters zum Besten gegeben. Doch damit nicht genug: Seine Darbietung brachte Sturgess eine Empfehlung an eine Londoner Agentur ein. Dass dies der erste Schritt in Richtung Traumfabrik sein sollte, ahnte der schnuckelige Brite damals wohl noch nicht.

Zwischen Musik-Karriere und Schauspiel-Talent
Seine ersten Rollen hatte Sturgess in verschiedenen Fernsehproduktionen und in Kurz- und Independent-Filmen. Darunter zum Beispiel die Quest-Trilogie. Nebenher machte er weiterhin Musik mit den „Dilated Spies“, einer siebenköpfigen Indie-Rockband. Doch irgendwann kamen deren Mitgliedern wohl Zweifel am großen Durchbruch, und die musikalische Truppe löste sich auf. Für Bedauern und Wehmut blieb dem Briten allerdings wenig Zeit: Kurz nach dem Aus seiner Band ergatterte der charismatische Jim seine erste Hauptrolle in dem Kino-Musical „Arcoss the Universe“. Obwohl er weder eine professionelle Gesangs- noch eine richtige Schauspielausbildung vorweisen konnte, überzeugte er in der Beatles-Hommage als zynischer Hafenarbeiter Jude, der in den USA der 60er Jahre der Liebe begegnet. Für Jim, der alle Songs selbst einsingen durfte, war dies die perfekte Gelegenheit neben seinem musikalischen auch sein schauspielerisches Talent in einem einzigen Film unter Beweis zu stellen.

Britischer Charme erobert Hollywood
Nachdem Sturgess erst einmal einen Fuß in der Tür zur Traumfabrik hatte, ging es mit seiner Filmkarriere rasch voran. 2008 war er als George Boleyn an der Seite von Hollywood-Schönheiten Natalie Portman und Scarlett Johansson in dem Historiendrama „Die Schwester der Königin“ auf der Kinoleinwand zu bewundern. In „21“ durfte er in der Rolle eines schüchternen Studenten, der sich vom Mathematik-Nerd zum coolen Black-Jack-Zocker mausert, die schöne Kate Bosworth küssen. Seine Darbietung als mathematisch hochbegabter Kartenzähler überzeugte nicht nur das Kinopublikum, sondern erfreute auch Jims Eltern, weil es dort so aussähe, als habe ihr Sohn tatsächlich Ahnung von den Künsten der Mathematik – zumindest, wenn man dieser Behauptung des Newcomers mit dem schelmischen Grinsen Glauben schenken darf. In jedem Fall dürften Mr. Und Mrs. Sturgess keinen Grund zur Sorge haben, was die Karriere ihres Sohnes angeht. Die ging nämlich weiter steil bergauf. Für „Fifty Dead Men Walking“ stand er gemeinsam mit Sir Ben Kingsley vor der Kamera, 2009 war er in „Crossing Over“ mit Sean Penn und Harrison Ford zu sehen. In dem dramatischen Horrorthriller „Heartless“, in dem er einen blutigen Pakt mit dem Teufel schließt, präsentiert der hinreißende Jungschauspieler nun endlich auch seine düstere Seite.

Ein Star mit Bodenhaftung
Bei so viel Erfolg wirkt es fast ein bisschen unheimlich wie bodenständig der smarte Leinwandstar geblieben ist. In Interviews entzückt er immer wieder mit seiner Bescheidenheit. So betonte er zum Beispiel mehrfach, dass er in „Crossing Over“ zwar mit Sean Penn und Harrison Ford zu sehen sei, er aber nicht einen gemeinsamen Drehtag mit den beiden hatte. Von Prahlerei und Arroganz keine Spur, und auch sonst ist Sturgess auf dem Teppich geblieben. Statt auf edlen Glamour-Look setzt er auf lässigen Britpop-Style, statt Gourmetküche kommt bei ihm Shepherd`s Pie auf den Teller, und statt die Klatschspalten der Boulevard-Presse mit amourösen Liebschaften und Sexskandalen zu füttern, gibt’s seit sieben Jahren nur eine Frau an seiner Seite: Mickey O’Brien, Keyboarderin der Band La Roux. Und auch seiner europäischen Heimat ist der Inselbewohner bisher treu geblieben statt sie gegen die glitzernde Glamourwelt der Traumfabrik einzutauschen.
Kurzum: Der schnuckelige Brite ist so uneitel und cool, dass er sich in dem Psychothriller „Heartless“ sogar hässlich macht – und die Frauen trotzdem dahinschmelzen. Wer sich selbst ein Bild machen will, sollte sich den düsteren Horror-Streifen nicht entgehen lassen. Seit 7. Januar gibt’s den überall auf DVD und Blu-Ray Disc.

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