Heimat vs. Weite Welt – Wo ist es schöner?
Nicht jeder stürzt wie Pitschi Greulich in RESTURLAUB (ab 11. August im Kino) Hals über Kopf in den nächsten Flieger, um der Heimat zu entfliehen – denn so ein Trip in die Ferne will wohl überlegt sein… Hier eine kleine Entscheidungshilfe für alle, die nicht sicher sind, ob sich eine Flucht à la RESTURLAUB wirklich lohnt oder ob es zu Hause doch am schönsten ist!
In der weiten Welt unterwegs zu sein ist großartig, denn dort…
…begegnet man ständig interessanten Leuten, die immer für eine Überraschung gut sind (wie z. B. Pitschis argentinischem Mitbewohner, einem Hundefriseur, der seine Badewanne als Hundewaschstraße benutzt).
…kann man live und in Farbe eine neue Sprache lernen (und mit etwas Glück sogar mittels eines äußerst attraktiven Lehrers).
…ist das Wetter meistens schöner als zu Hause (es sei denn, man ist über das Klima falsch informiert und schlägt wie Pitschi bei 3 Grad Außentemperatur in kurzen Hosen auf).
…gehen einem die deutschen Nachbarn mit ihrer ständigen Meckerei nicht auf die Nerven (was ist dagegen schon ein Argentinier, der ein Lama im eigenen Schlafzimmer parkt!?).
…kann man viele unbekannte Gerichte kosten (und sich an ihren gleichsam unbegreiflichen, weil illuster ins Deutsche „übersetzten“ Bezeichnungen erfreuen).
…ist zum Glück nicht alles so strikt geregelt wie in Deutschland („Des kannst net machen, weil des geht echt net“).
Zu Hause ist es doch am schönsten, denn hier…
…ist einem wohlbekannt, welche dunklen Ecken man in der Stadt eher meiden sollte (obwohl man ja munkelt, es sei sogar in Nürnberg am Flughafen gefährlich…).
…kennt man seine Pappenheimer (und die einen auch – was natürlich NICHT heißt, dass sie beim Strafzettel-Verteilen ein Auge zudrücken).
…weiß man im Laden immerhin, was man gerade gekauft hat, weil es genau drauf steht (zum Beispiel: Chili-Sauce).
…ist das Wetter immer noch wesentlich besser als in manch anderen Regionen (wie etwa in Sibirien oder in Argentinien, wenn in Deutschland der Sommer eingekehrt ist).
…braucht man keine Angst zu haben vor zufälligen Begegnungen mit Klapperschlangen, Vogelspinnen oder Killerbienen (oder Lamas im eigenen Schlafzimmer).
…ist zum Glück alles ganz klar geregelt („Des kannst net machen, weil des geht echt net“).
RESTURLAUB
Das kann doch noch nicht alles im Leben gewesen sein… Pitschi Greulich (MAXIMILIAN BRÜCKNER) steckt tief in der Midlife-Crisis: Sein Job frustriert ihn. Das fränkische Kaff, in dem er wohnt, ödet ihn an. Und das kleinbürgerliche Leben seiner Freunde, samt Reihenhaus und Kiesauffahrt, findet er einfach nur spießig. Als auch noch sein bester Kumpel (STEPHAN LUCA) unter die Haube kommt und seine langjährige Freundin Biene (MIRA BARTUSCHEK) das Thema „Kinder“ anspricht, bekommt es Pitschi mit der blanken Angst zu tun. Er will nur noch eins: So schnell und so weit weg wie möglich! Kurz entschlossen, besteigt er heimlich einen Flieger nach Buenos Aires. Dort will er ein neues, spannendes und gar nicht spießiges Leben beginnen! Pitschi träumt vom High Life in einer internationalen Metropole, an der Seite einer sexy Argentinierin. In Sprachlehrerin Luna (MELANIE WINIGER), die ihm mehr als nur Spanisch und Tango beibringt, scheint er seine Traumfrau gefunden zu haben. Doch die Realität sieht leider ganz anders aus. Pitschi wird bewusst, dass er in der fränkischen Provinz genau das hatte, was er in Argentinien sucht. So schnell wie möglich will er nun zurück nach Hause, bevor Biene von dem kleinen „Ausflug“ ihres Mausbär Wind bekommt…
RESTURLAUB ist nach FRIENDSHIP! das zweite Projekt der Deutschen Columbia Pictures Filmproduktion und basiert auf dem gleichnamigen Bestseller von Tommy Jaud, der auch das Drehbuch schrieb. Die Hauptrollen in dieser spritzigen Komödie spielen Maximilian Brückner („Tatort“, „Schwere Jungs“, „Wer früher stirbt, ist länger tot“),Mira Bartuschek, Stephan Luca („Keinohrhasen“), Martina Hill („Switch Reloaded“) und Antoine Monot Jr. („Männerherzen“, „Der Wixxer“). Die Schweizerin Melanie Winiger verdreht als heißblütige Argentinierin Pitschi gehörig den Kopf. Regie führte Gregor Schnitzler („Die Wolke“, „Soloalbum“, „Was tun, wenn’s brennt?“).
Kinostart: 11. August 2011
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