House Bunny – Shelley macht pink
Wenn man einem Film sein Herkunftsland ansieht, dann diesem – amerikanischer könnte ein Leinwandwerk eigentlich nicht sein! Und das kann man nicht nur an der Thematik, sondern auch am Inszenierungsstil und am Handlungsaufbau festmachen. Angesiedelt ist die von Adam Sandler („Leg Dich nicht mit Zohan an!“) produzierte Komödie im Highschool-Milieu, das in den Vereinigten Staaten von Bruder- und Schwesternschaften dominiert wird. Die Studenten leben oft unter einem Dach in den Häusern ihrer Vereinigungen, und damit diese nicht dicht gemacht werden, müssen sie eine bestimmte Anzahl von Neuzugängen vorweisen können. Die Zeta-Verbindung steht nicht nur im Alphabet an letzter Stelle, sondern ist auch an Erfolglosigkeit zum zu unterbieten. Als mit Shelley ein Beinahe-Playboybunny auf die weiblichen Loser und freakigen Außenseiter trifft, wendet sie ihren naiven Sexappeal an, um den Zetas zu Erfolg und neuen Mitgliedern zu verhelfen.
Wie weiland „Ferris macht blau“ ist auch Fred Wolfs Film eine kleine Ode an die Individualität, auch wenn es zunächst eigentlich nicht diesen Anschein hat. Die beiden Extreme, die der Film aufeinander treffen lässt, werden sich im Laufe der Spielzeit gegenseitig ergänzen, die unliebsamen Elemente abstoßen und die positiven Eigenschaften herauskehren lernen. Diese Läuterungsmentalität ist dann eben auch wieder typisch amerikanisch bzw. typisch für Hollywood und deswegen schon recht früh bis in die Details vorhersagbar. Dass „House Bunny“ als anspruchslose Unterhaltung dennoch überzeugen kann, liegt an der wieder einmal gut funktionierenden physischen Komik von Hauptdarstellerin Anna Faris („Scary Movie“), die in der ihr zugedachten Rolle des naiven Blondchens einmal mehr sämtliche Register zieht. Zwar gibt es auch hier wieder allerhand schlüpfrige Zweideutigkeiten, die aber größtenteils zur liebenswerten Sorte zu zählen sind.
USA 2008 (The House Bunny) Regie: Fred Wolf. Buch: Karen McCullah Lutz, Kirsten Smith. Musik: Waddy Wachtel. Schnitt: Debra Chiate. Kamera: Shelly Johnson. Produktion: Happy Madison, Relativity Media, Alta Lorna Entertainment. Mit: Anna Faris, Colin Hanks, Emma Stone, Kat Dennings, Katharine McPhee, Christopher McDonald, Beverly D’Angelo. 97 Min. Sony ab 9.10.08.
House Bunny – Shelley macht pink wurde bearbeitet von Frank Brenner • Permalink • Kommentar schreiben »













