Jane Eyre – literarischer Klassiker
Ein literarischer Klassiker bestechend neu verfilmt: Eher unattraktiv, arm und völlig verschüchtert tritt die 18-jährige Jane Eyre (Mia Wasikowska) ihre neue Stelle als Hauslehrerin im ominösen Herrenhaus Thornfield an, dessen Haushalt von der gutmütigen Mrs. Fairfax (Judi Dench) geführt wird. Aufgewachsen als Waisenkind war Janes bisheriges Leben geprägt von harschem verzicht auf Liebe. Umso mehr fühlt sie sich von der ersten Begegnung an magisch hingezogen zum abweisenden, jedoch faszinierenden Hausherrn Edward Rochester (Michael Fassbender). Doch trotz seines offenkundigen Interesses freit er auch um die begüterte und hübsche Blanche Ingram (Imogen Poots). Jane glaubt nicht mehr daran, ihn für sich gewinnen zu können – bis Rochester ihr völlig überraschend einen Heiratsantrag macht. Ihr Glück scheint perfekt. Doch am Tag der geplanten Hochzeit nehmen die Dinge plötzlich eine dramatische Wendung. Brontës Roman von 1847 zählt zu den Klassikern der Weltliteratur und visualisiert die ergreifende Vita einer Heroin, und Frühemanze, die gegen alle Widerstände um die Liebe ihres Lebens kämpft. Unzähliger Verfilmungen hat es seither gegeben,, Regisseur Cary Fukunagas markanter Filmstil in düsteren Hochglanzbildern beeindruckt furch seine einzigartige Atmosphäre, insbesondere mit intensiver schauspielerischen Interpretation, ihre Physis und Psyche. Ein Film, der haften bleibt und bei weitem nicht nur für die weibliche Klientel gedacht ist Interessant ist vor allem die Symbiose aus Psychodramas und Sozialkrimi, wobei die Intention des Romans gewahrt bleibt. Der autobiographisch verbrämte Roman von Charlotte Brontë erschien erstmals 1847und gilt als wegweisend in der viktorianischen Romanliteratur des 19. Jahrhunderts. Brontë (21. 04 .1816 – 31. 03. 1955) veröffentlichte ihre Romane unter dem Pseudonym Currer Bell. Der literarische Durchbruch erfolgte eben mit Jane Eyre. Zeitgenossen wähnten zuerst einen männlichen Autor. Als sie ihre Identität preisgab, wurde sie in die Londoner literarischen Kreise eingeführt und genoss eine kurze Zeit des Ruhms. Ihre Bücher erschienen dennoch weiterhin unter eben erwähntem Namen. Ihr letztes Werk Emma blieb unvollendet und erschien 1860 postum zusammen in einer Ausgabe mit ihrem Erstlingswerk The Professor. Nur drei Jahre nach Charlotte Brontës Tod kam der ihr Erstlingswerk, The Life of Charlotte Brontë, verfasst von ihrer Freundin Elizabeth Gaskell. Charlotte Brontë war eine der ersten erfolgreichen Frauen, die eine postume Ehrung durch eine Monographie über ihr Leben und Wirken erhielten. Sie hatte aber auch eine berühmte Schwester namens Emily Jane Brontë (30. 07.1818 – 19. 2 1848) die durch ihren einzigen Roman Wuthering Heights (deutsch: Sturmhöhe) weltbekannt wurde. Emily Brontë publizierte ausschließlich unter dem Pseudonym Ellis Bell. Das Buch fokussiert die fatale Liebe zwischen Cathy, der Tochter des Landadeligen Mr. Earnshaw, und dem Waisenkind Heathcliff. Diese Beziehung treibt Cathy in den Wahnsinn und Tod.
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