KAMAIKA – DIE HELDEN DER INSEL – Premiere auf der Berlinale
Der sehr spezielle Dokumentarist Kosta Rapadopoulos reist in sein Heimatland um den Anfängen des Massentourismus in Griechenland nachzuspüren. Und wer in Griechenland etwas über die Vergangenheit erfahren möchte – so viel weiß der informierte Journalist – geht nicht in die Bibliothek, sondern ins Kafenio. Jeden Tag treffen sich hier die alten Männer, trinken ihren Kaffee und reden über dieses und jenes. Und wer sie höflich fragt, dem erzählen sie vielleicht ihre Geschichte. Und Höflichkeit ist Kosta Rapadopulos erste Tugend.
Griechische Männer sind angenehme Gesprächspartner wenn sie in die Jahre kommen. Und wie sie erzählen können! Von damals, als sie noch jung waren, wild und ungezähmt, als sie mit ihren Motorrädern über den Strand jagten, um die jungen Touristinnen zu beeindrucken.
Über wilde amouröse Abenteuer gealterter Adonisse hinaus lauschen wir einer Geschichte der Annäherung zweier unterschiedlicher Kulturen. Hier der griechische Mann, der in den klassisch griechisch-orthodoxen und patriarchalisch geprägten Strukturen aufwuchs, dort die zunehmend emanzipierte, aufgeklärte West- und Nordeuropäerin. Hier der „griechische Macho“, von seiner Mutter bekocht bis zur Heirat, dort die selbstbewusst auftretende Urlauberin, in ihrer Handtasche immer dabei- die Pille… Ein Aufeinandertreffen, das nicht ohne Folgen blieb.
Fasziniert von den Ausführungen seiner Informanten macht sich der Filmemacher auf die Suche nach den sagenumwobenen „Kamakia“, den Helden der Inseln die sich hingaben, um den speziellen Bedürfnissen der „fremden“ Frauen gerecht zu werden. Eine Suche, die Kosta Rapadopoulos fast an seine Grenzen bringen soll…
Ähnliche Beiträge:
KAMAIKA – DIE HELDEN DER INSEL – Premiere auf der Berlinale wurde bearbeitet von Patrick Fiekers • Permalink • Kommentar schreiben »













