KHADAK von Peter Brosens und Jessica Woodworth
Der 17jährige Bagi lebt mit seiner Familie und einigen Tieren in der eisigen mongolischen Steppe. Als er sich damit konfrontiert sieht, dass auch er – genau wie sein Vater – die Gabe eines Schamanen besitzt, will er dieses Schicksal zuerst nicht annehmen. Nach einer mysteriösen Tierseuche werden die Nomaden vom Land in ungastliche Bergarbeiterstädte zwangsumgesiedelt Der Schock über diese Veränderung weckt Bagis mystische Fähigkeiten: Er kann die Tiere hören, die angeblich tot sind, und findet mit Hilfe einer Schamanin und einer hübschen Kohlediebin heraus, dass die Seuche nur ein Vorwand war, um das Nomadenleben auszurotten. Bagi versucht, unter den Umsiedlern eine Revolution anzuzetteln.
Das Weiß der kalten Steppe, das Schwarz von Bagis Augen, das Blau des Halstuchs, das er seinem Pferd umbindet, bevor es erschossen wird: Die Bilder in Peter Brosens und Jessica Woodworths “KHADAK” sind zum Weinen schön und von eindringlicher Intensität.. Die beiden Regisseure, die für ihre Mongolei-Trilogie „CITY OF THE STEPPES“ (1993), „STATE OF DOGS“ (1998) und „POETS OF MONGOLIA“ (1999) bereits jede Menge Auszeichnungen erhielten, komponierten mit ihrem neuen Film eine mystische Reise in das Innere eines Schamanen, der keiner sein will, und erzählen dabei ein von gewaltigen Bildern getragenes mongolisches Märchen über die Vertreibung aus der Natur und die Zerstörung einer Kultur.
Neben vielen Preisen, unter anderem beim Toronto Film Festival und dem International Film Festival Bratislava, gewann “KHADAK” bei den Filmfestspielen von Venedig 2006 den Nachwuchspreis „Löwe der Zukunft“.
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