KRABAT – Brief von Otfried Preußler
Es kommt nicht oft vor, dass man als Filmemacher kurz nach Fertigstellung einer großen Romanverfilmung Post von seinem wohl wichtigsten Kritiker erhält: dem Autor.
Kürzlich wurde Marco Kreuzpaintners Verfilmung von KRABAT erstmals auch Otfried Preußler und seiner Familie vorgeführt. Der Autor, der am 20. Oktober 2008 – also wenige Tage nach Filmstart – seinen 85. Geburtstag feiert, wollte es sich nicht nehmen lassen, den Produzenten des Films höchstpersönlich in Form eines Briefes für die gelungene Umsetzung seines berühmten Jugendromans zu danken.
Zum Film:
Der Waisenjunge Krabat (DAVID KROSS) beginnt eine Lehre in einer abgelegenen Mühle. Doch schon bald kommt Krabat hinter ein dunkles Geheimnis: Die Mühle ist ein Hort der unseligen Schwarzen Magie. Anfangs ist er fasziniert von dem geheimnisvollen und mächtigen Meister (CHRISTIAN REDL), der Gesellschaft der elf Müllersburschen (darunter DANIEL BRÜHL und ROBERT STADLOBER) und besonders von der Magie. Der Meister lehrt seine Gesellen, sich durch Zeit und Raum zu bewegen. In Raben verwandelt fliegen sie nachts über Wälder und Landschaften. Als Krabat auf einem seiner Ausflüge dem Bauernmädchen Kantorka (PAULA KALENBERG) begegnet, verliebt er sich auf den ersten Blick in sie. Doch der unerbittliche Meister hat andere Pläne mit ihm. Um Krabat auf seine Seite zu ziehen, bietet er ihm seine Nachfolge auf der Mühle an. Das Angebot ist verführerisch, doch nach und nach erkennt Krabat, wie hoch der Preis dieser Macht ist und dass nur die Kraft der Liebe ihn retten kann.
Kurzbiographie zu Otfried Preußler:
Otfried Preußler wurde 1923 im böhmischen Reichenberg geboren. Nach seinem Kriegsdienst im Zweiten Weltkrieg geriet er fünf Jahre lang in sowjetische Gefangenschaft. Nach seiner Entlassung fand er mit viel Glück seine Angehörigen im bayerischen Rosenheim wieder, wo er sich auch niederließ. Er wurde Volksschullehrer und begann Geschichten zu schreiben. Zu Preußlers berühmtesten Kinder- und Jugendbüchern gehören “Die kleine Hexe” (1957), “Der Räuber Hotzenplotz” (1962), “Das kleine Gespenst” (1966) und “Krabat” (1971). Preußler ist einer der bekanntesten Kinder- und Jugendbuchautoren Deutschlands, seine Bücher wurden millionenfach verkauft, in etliche Sprachen übersetzt und mit unzähligen Preisen bedacht. “Krabat” hat 1972 den deutschen Jugendbuchpreis verliehen bekommen und wird seit über 20 Jahren im deutschsprachigen Raum an Realschulen und Gymnasien im Deutschunterricht als Schullektüre genutzt. Weltweit wurden schätzungsweise über 2,1 Millionen Exemplare des Romans “Krabat” verkauft. Das Buch wurde in 31 Sprachen übersetzt. Zu den unzähligen Preisen, mit denen Preußler ausgezeichnet wurde, zählen der Deutsche Jugendbuchpreis für “Krabat”, die Verleihung des Bundesverdienstkreuzes 1. Klasse, die Verleihung des Bayerischen Verdienstordens, der Sudetendeutsche Kulturpreis für das Gesamtwerk, der Andreas Gryphius-Preis für das Gesamtwerk, der Eichendorff-Literaturpreis für das Gesamtwerk und viele mehr. Zu seinen internationalen Auszeichnungen gehören der Europäische Jugendbuchpreis für “Krabat”, der Polnische Jugendbuchpreis für “Krabat”, der Silberne Griffel von Rotterdam (der holländische Jugendbuchpreis) für “Krabat”, die Auszeichnung Notable Book of 1973 der American Library Association für “Krabat”, die Ernennung zum Titularprofessor der Republik Österreich und viele mehr.
Kinostart: 9. Oktober 2008
http://www.krabat-derfilm.de
KRABAT wurde von der Claussen+Wöbke+Putz Filmproduktion (JENSEITS DER STILLE, 23, ANATOMIE, CRAZY, LICHTER) gemeinsam mit der Krabat Filmproduktion und in Co-Produktion mit SevenPictures Film und B.A. Produktion hergestellt. Gefördert wurde das Projekt von der Filmstiftung Nordrhein-Westfalen, dem FilmFernsehFonds Bayern, der Filmförderungsanstalt FFA, dem Medienboard Berlin-Brandenburg, der MFG Filmförderung Baden-Württemberg, dem Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien sowie dem Kuratorium junger deutscher Film. Entwickelt wurde KRABAT mit Hilfe des Media Plus Programms der Europäischen Union.
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KRABAT – Brief von Otfried Preußler wurde bearbeitet von Patrick Fiekers • Permalink • Kommentar schreiben »














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Montag, 20 Oktober 2008 @ 7:47pm
inga zu dem Thema:
super
Dienstag, 21 Oktober 2008 @ 4:35pm
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Also mir gfällts!
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