Neu im Kino: die Goldenen Zitronen und ein japanischer Pilgerweg…
Am kommenden Donnerstag startet ein langerwartetes Porträt über die Goldenen Zitronen mit dem “grandios sperrigen, und für die Band damit sehr typischen Titel” (SZ) ÜBRIGGEBLIEBENE AUSGEREIFTE HALTUNGEN.
Regisseur Peter Ott hat Interviews mit aktuellen und ehemaligen Zitronen sowie ihrer Wegbegleiter geführt & darstellen lassen, alte Fernsehaufnahmen gesammelt und die Studioaufnahmen zu LENIN mitgefilmt. Dieses Material hat er nicht als langweilige, distanzlose ‘Rockumentary’ aufbereitet, sondern “auf eine intelligente, unterhaltsame und manchmal auch selbstironische Weise montiert. Er verdeutlicht damit durchaus das Selbstverständnis der Zitronen als Gesellschaftskritiker und lässt schließlich einleuchtend erklären, warum der Weg in den Kommerz, wie ihn etwa die Freunde von den Toten Hosen beschritten haben, nie in Frage kam: ‘Das wäre mit diesen Typen gar nicht gegangen.’” (Lars Penning im tip) Film des Monats in der KONKRET (11/2008).
ÜBRIGGEBLIEBENE AUSGEREIFTE HALTUNGEN läuft ab dem 6.11. in Berlin (Eiszeit und Lichtblick), Hamburg (3001) und Köln (Filmpalette), ab 17. 11. außerdem in München (Werkstattkino).
Am Mittwoch, 5.11., gibt es eine SPEX-Preview des Films im Berliner Kino Arsenal. Es werden Zitronen anwesend sein, außerdem der Regisseur Peter Ott – und es gibt sogar noch Karten! (www.arsenal-berlin.de/de/arsenal/programmtext-anzeige/article/1369/194.html?cHash=4ab795793c)
In der Woche darauf, am 13.11., startet ein anderes Dokumentarfilm-Highlight: der kürzlich bei den Intenrationalen Filmtagen in Hof vorgestellte 88 – PILGERN AUF JAPANISCH.
Wem zum Thema Pilgern nur Mekka und der Jakobsweg einfallen, sollte den ältesten und längsten Pilgerweg der Welt kennen lernen: den hachijuhakkasho (Weg der 88 heiligen Orte).
Er umkreist die japanische Insel Shikoku. Wegen der vielen Tempel, Schreine und Mönche nennen Japaner sie die „heilige Insel“. Dort pilgern Menschen seit zwölfhundert Jahren, entlang einer Route von 1.300 Kilometern, markiert durch 88 Tempel.
Der Filmemacher und Journalist Gerald Koll ging als einer der wenigen nicht-japanischen Pilger im Frühjahr 2007 diesen Weg – allein, mit einer Kamera. Ohne Buddhist zu sein und ohne japanisch zu sprechen. Auf der Suche nach dem eigentümlichen Zustand des Pilgerns, „henro boke“…
http://www.88-pilgern-auf-japanisch.de
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