PM: Dokumentarfilm über die Kinder der Intifada – KINDER DER STEINE – startet in den deutschen Kinos
Am Samstag, den 22. Januar 2011 um 20 Uhr findet die Premiere in Anwesenheit des Oberbürgermeisters der Stadt Köln Jürgen Roters sowie der Regisseure Robert Krieg und Monika Nolte im Filmforum NRW Köln, statt. Eine Veranstaltung von WDR/Redaktion Dokumentarfilm, WORLD TV und Verein zur Förderung der Städtepartnerschaft Köln-Bethlehem e.V.
Der Film feierte seine Weltpremiere am 15.10.2010 im Offiziellen Wettbewerb des internationalen Abu Dhabi Film Festivals mit sehr positiver Resonanz sowohl in den amerikanischen als auch arabischen Presserezensionen. Die palästinensische Premiere des Films folgte im Dezember in Bethlehem im Rahmen des Besuchs einer Bürger- und Ratsdelegation der Stad Köln in Anwesenheit von Oberbürgermeister der Stad Köln Jürgen Rotes. (Köln hat als einzige deutsche Stadt eine Doppelstätdepartnerschaft mit einer israelischen und einer palästinänsischen Stadt, Tel Aviv und Betlehem).
Kinder der Steine – Kinder der Mauer
Ein Schwarz-Weiss-Foto, sechs Jungen, um die zehn Jahre alt, posieren spritzig mit Victory-Zeichen für die Kamera. Das war in Bethlehem im Jahr 1989 während des ersten palästinensischen Volksaufstands und der Dreharbeiten zu Robert Kriegs Dokumentarfilm „Intifada – Auf dem Weg nach Palästina“. Zwanzig Jahre später sind die Gebiete, die damals befreit werden sollten, von einer Mauer umschlossen. Wer waren die Kinder auf dem Bild? Wie leben sie heute? Leben sie noch? Mit dem Foto in der Hand kehrt das Filmteam nach Bethlehem zurück, um die Jungen zu suchen und kennen zu lernen. Die sechs Kinder, heute Väter, waren zu jung, um die Intifada mit zu gestalten; sie haben weder politischen Analysen noch Rechtfertigungen. Sie leben bis heute in der Altstadt von Bethlehem, ihre Verbindung zueinander ist nicht abgerissen. Das Filmteam ist eins von unzähligen, die die besetzten palästinensischen Gebiete seit Jahrzehnten täglich belagern – und vielleicht das einzige, das je zurückgekehrt ist. Aus Sorge, aus Interesse und Anteilnahme. Die kurze Begegnung zwischen Pose und Auslöser sowie die Rückkehr des Filmteams spannt ein fast zauberhaftes Band aus Fremdheit und Vertrauen. Die Männer erinnern, ulken, nehmen die Gäste mit auf ihre Arbeit und nach Hause. Sie diskutieren die Zerstrittenheit ihrer Gesellschaft und werden für kurze Zeit wieder zur Gang, deren Streifzüge unweigerlich an einer Mauer enden.
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