Stasi 2.0 – Überwachungsmethoden auf dem Arbeitsmarkt – “Wer rettet Dina Foxx?
Wie viele virtuelle Identitäten haben Sie? Internet-Plattformen, auf denen man sich mit Freunden, Bekannten und Geschäftspartnern vernetzen kann, gibt es viele: Xing, Facebook, Flickr – und überall ist ein anderes „Ich“ von Ihnen zu sehen: Hier der engagierte Businessmann, dort der ausgelassene Partylöwe? Das sieht sich auch so mancher Arbeitgeber genau an und zieht daraus seine ganz eigenen Schlüsse. Und das ist nur eine Möglichkeit, wie moderne Chefs ein wachsames Auge auf ihre Mitarbeiter werfen…
Stasi 2.0 – Überwachungsmethoden auf dem Arbeitsmarkt
Bespitzelung, Kontrolle von Telefongesprächen, Ausspionieren privater Daten – Klingt nach den Überwachungsmethoden aus grauer DDR-Zeit? Stimmt. Doch in den Chefetagen deutscher Unternehmen greift man gern auf Altbewährtes zurück. Dabei zaubern moderne Chefs immer neue Möglichkeiten zur Mitarbeiterüberwachung aus der Internet-Trickkiste. Stasi 2.0 sozusagen. Dina Foxx alias Datagrrl deckt auf, mit welchen Tricks Arbeitgeber ihre Angestellten ausspionieren:
Schon vor Jobantritt sind pfiffige Chefs oft bestens über ihre neuen Mitarbeiter im Bilde: Private Fotos auf Facebook und Co., detaillierte Angaben zu Vorlieben und Schwächen, Gruppenzugehörigkeiten und Statusmeldungen halten nämlich nicht nur die eigenen Freunde stets auf dem Laufenden über das, was man gerade tut und wie es einem dabei geht. Auch für Personalentscheider sind derartige „Online-Tagebücher“ äußerst aufschlussreich. Vor allem dann, wenn sie bislang ungeahnte Facetten der Belegschaft zum Vorschein bringen.
Den Angestellten heimlich über die Schulter schauen, in der Hoffnung, diese endlich mal auf frischer Tat beim Rumdaddeln im Internet zu erwischen… Dank moderner Spionage-Software ist dieser Arbeitgeber-Traum längst wahr geworden: „Spector Pro“, „Orvell Monitoring“ und ähnliche Programme laufen unbemerkt im Hintergrund mit und zeichnen sämtliche Netzaktivitäten der Beschäftigten auf. Egal ob die Geburtstags-Mail an Mutti oder die fix bei Ebay ersteigerte Markenjeans – jeder Tastaturanschlag wird protokolliert und durch Screenshots festgehalten. Anschließend werden die gespeicherten Daten automatisch an die Vorgesetzten weitergeleitet.
Doch der Überwachungswahn macht auch jenseits des Schreibtischs nicht Halt. Immer mehr Unternehmen missbrauchen firmeneigene Mobiltelefone und Smartphones ihrer Mitarbeiter, um die jederzeit und überall aufspüren zu können. Glaubt ihr nicht? Dann passt mal auf. Datagrrl verrät, wie das geht:
Also Augen auf am Arbeitsplatz, denn: Big Boss is watching you… Mehr dazu auf freidaten.org.
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