Veränderungen tun gut – Lebe wie Larry und finde Dein Glück!
In seinem neuen Film „Larry Crowne“ (Kinostart: 30. Juni) spielt Tom Hanks einen Mann in der Mitte seines Lebens, der aus heiterem Himmel seinen Job verliert. Doch er lässt sich nicht entmutigen und startet ein Studium, um seinem Leben eine neue Richtung zu geben. Dass er dabei die attraktive Dozentin Mercedes Tainot (Julia Roberts) kennenlernt, versüßt ihm das Studium und bringt ihn erst richtig in Fahrt.
Wie gehen wir mit den Möglichkeiten unseres Lebens um? Verharren wir bei Schicksalsschlägen in Selbstzweifel gefangen oder sehen wir die Chance und machen uns auf zu neuen Ufern wie Larry? Folgende Beispiele aus dem realen Leben zeigen, was möglich ist, wenn man den Mut hat weiterzumachen.
Chris Gardner
Aufgewachsen in ärmlichen Verhältnissen in einem Pflegeheim, lernte Chris Gardner früh, was es heißt, kein wohlbehütetes Elternhaus zu haben. Seine Karriere als Verkäufer von medizinischen Geräten war kurz und erfolglos. Eines Tages begegnete er dem Börsenmakler Bob Bridges und fragte ihn beim Blick auf seinen Ferrari: „Was tun Sie? Und wie tun Sie es?“ Dieser antwortete ihm, dass er sein Geld an der Börse verdiene. Ab diesem Zeitpunkt verlief sein Leben in eine völlig neue Richtung: Gardner hatte ein Ziel, um sein Leben zu verbessern und setzte alles daran, dies zu erreichen. Er machte ein unbezahltes Praktikum in Bridges Firma. Er hatte dadurch aber kaum Geld und arbeitete daher tagsüber, um die Nächte mit seinem kleinen Sohn Christopher in Obdachlosenheimen und U-Bahnhöfen zu verbringen. Chris Gardner bekam nach der Broker-Ausbildung einen Job und wurde später, mit seiner eigenen Firma Gardner Rich, zum Millionär. Seine Lebensgeschichte wurde 2009 unter dem Titel „Das Streben nach Glück“ verfilmt.
James Blunt
James Blunt, heute bekannt als gefühlvoller Schmusesänger, der mit seinen Balladen die Herzen der Frauen zum Schmelzen bringt, stammt ursprünglich aus einer Familie mit langer Militärtradition. In seiner Jugend verbrachte James Blunt 10 Jahre in Soest, wo sein Vater als Mitglied des British Army Air Corp bei der Rheinarmee stationiert war. Schon damals schien sein Weg in die Armee vorbestimmt. Er absolvierte eine harte Ausbildung an der Royal Military Academy Sandhurst, wurde Offizier der Life Guards und diente schließlich mit seinem Regiment im Rahmen der KFOR im Kosovo. In dieser Zeit keimte in ihm bereits der Wunsch, das Gewehr gegen ein Mikrofon zu tauschen. Er realisierte, dass die Musik seine wahre Liebe war und trat aus den tiefen Fußstapfen heraus, die die Männer seiner Familie so lange geprägt hatten. Ein Jahr nach Verlassen der Army unterschrieb Blunt seinen ersten Plattenvertrag und machte sich in der Folge als Sänger und Songwriter einen Namen und ist nun einer der begehrtesten Barden des Britpop.
Rudi Speiser
Sein neues Leben begann mit einer Anzeige: Werden Sie Bananenbauer! Heute lebt der Oberbayer Rudi Speiser in Südamerika und bringt der Bevölkerung Paraguays das Boxen bei. Aber wie kam es dazu? Mit 17 Jahren fing Speiser zu boxen an. Später besuchte er die Sportschule der Bundeswehr in Sonthofen und wurde 1974 oberbayerischer Box-Meister. Als ihn der damalige Europameister Miko Popovic in einem Kampf k.o. schlug, entschloss er sich die Boxhandschuhe an den Nagel zu hängen. Er hatte gemerkt, dass er in der Welt des Boxens nicht viel erreichen würde und wechselte in die Speditionsbranche. Als er mit 48 Jahren und 25.00 Euro Abfindung in Rente geschickt wurde, erfüllte sich einen Kindheitstraum: Er wanderte aus. Da er mit seinem wenigen Ersparten im europäischen Ausland keinen Neuanfang hätte starten können, sah er sich nach Möglichkeiten in Südamerika um.
Schließlich stieß er im Wochenblatt “Feld und Wald” auf ein Angebot: 64000 Dollar für 500 Hektar, auf denen man Bananen anpflanzen könne. Er flog umgehend nach Paraguay, schaute sich das Land an, und stellte fest, dass dies nicht für den Anbau von Bananen geeignet war. Speiser kaufte schließlich elf Hektar für 33.000 Dollar an der wichtigsten Überlandstraße Paraguays, östlich der Hauptstadt Asunción, baute sich dort ein Haus und gründete einen Box-Club. Inzwischen trainiert er dort die erfolgreichsten Boxer des Landes. “Die Nationalmannschaft besteht aus sechs Boxern”, sagt Speiser, “und vier davon sind von mir.“
Das Leben ist kein Wunschkonzert, und doch können wir Schicksalsschläge positiv annehmen und neue Wege beschreiten. Das beweisen diese und viele andere Beispiele. In uns allen steckt ein Larry Crowne, den wir bei Zeiten entdecken sollten. Wie das geht, ist ab dem 30. Juni im Kino zu sehen, wenn Tom Hanks und Julia Roberts erneut auf der großen Leinwand die Herzen der Kinofans rühren.
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Veränderungen tun gut – Lebe wie Larry und finde Dein Glück! wurde bearbeitet von Patrick Fiekers • Permalink • Kommentar schreiben »













