Alf im Portrait
Wer kennt und liebt ihn nicht? ALF ist der Hauptcharakter in der gleichnamigen 102-teiligen US-amerikanischen Sitcom; ein Außerirdischer, der vor den Behörden und Nachbarn versteckt im Haus der Familie Tanner lebt, in deren Garage sein Raumschiff bruchgelandet ist. Die Bedeutung der Abkürzung „ALF“ wurde in der ersten Folge genannt: (engl.:) „Alien Life Form“ oder in der deutschen Übersetzung „Außerirdische Lebensform“.
In den USA wurde die Serie das erste Mal am 22. September 1986 mit anfänglich großem Erfolg auf dem Sender NBC ausgestrahlt. Nach vier Staffeln lief am 24. März 1990 die letzte Folge, „Consider Me Gone“, im amerikanischen Fernsehen. In Deutschland strahlte das ZDF von 1988 bis 1991 insgesamt 100 Episoden aus; die beiden übrigen Teile (die Doppelfolge „Tonight, Tonight“, in der ALF die Moderation von Johnny Carsons „Tonight Show“ übernimmt) wurden bislang – vermutlich wegen der Unbekanntheit der Show – nicht in Deutschland gezeigt. Es folgten zwei Zeichentrickserien für Kinder und ein Spielfilm, der Merchandisingerfolg der Figur ALF ließ aber flugs nach. Die Serie wurde mit einigen Jahren Pause im deutschen Fernsehen: Am 21.06.1998, hatte “ALF – Der Film” TV-Premiere bei RTL. Zur Prime Time, um 20.15 Uhr, versteht sich. Der Film ist damit übrigens auch in Deutschland (wie in den USA) auf einem ganz anderen Sender gezeigt worden als die Serie. Im Fernsehen wurde “Project: ALF” dann endlich auch ein Erfolg. 3,19 Millionen Zuschauer sind (gegen ein zeitgleiches WM-Spiel) schon eine ganze Menge. Auch der 12%ige Marktanteil konnten sich sehen lassen. Zum Vergleich: Am selben Abend beglückte auf PRO7 der Kinofilm “Kaffee, Milch & Zucker”. Ebenfalls eine Free-TV-Erstausstrahlung, kam aber über ca. 2,1 Millionen und 8% MA nicht hinaus. Insgesamt gesehen war es sogar der meistgesehene Spielfilm der ganzen Woche.
Er wurde mehrfach wiederholt, etwa auf Sat.1, ProSieben, Junior, kabel eins und RTL 2.. Neben den Zeichentrickserien „Alf – Erinnerungen an Melmac“ („ALF: The Animated Series“, 1987) und „Alf im Märchenland“ („AlfTales“, 1988) wurde 1996 der Fernsehfilm „ALF – Der Film“ („Project: ALF“) produziert, der in Deutschland als Kinofilm anlief. Im Film kommt die Familie Tanner nicht vor, womit ein wichtiger Bezugspunkt zur Fernsehserie fehlt.
„ALF – Der Film” hingegen hat schon etwas kurioses: Die deutschen Fans konnten den Film als einziges Land auf dem Globus im Kino bestaunen. Denn eigentlich ist “Project: ALF” ein TV-Film, der nur für’ das TV gedreht wurde. Interessant daher:: ALF wurde deshalb im TV-Format gedreht (4:3), nicht in einem 16:9-Kinofilm-Format Außerdem wurden in Deutschland auch mehrere Hörspiele herausgebracht.
Die erste Wiedererweckung erfuhr Alf 2002 in Werbespots für einen amerikanischen Telefonanbieter, in welchen er mit bekannten amerikanischen Schauspielern auftrat. 2004 war ALF in den USA in seiner eigenen Talkshow „ALFs Hit Talk Show“ zu sehen.
Sofern ALF komplett zu sehen ist und herumläuft, wurde er von einem Kleinwüchsigen in einem entsprechenden Kostüm dargestellt. Meist ist nur sein Oberkörper zu sehen, da es sich um eine Menschenhandpuppe handelt. Gesprochen wurde er im amerikanischen Original vom Produzenten der Serie. Die Szenen, in denen die Puppe oder das Kostüm verwendet wurden, können auseinander gehalten werden, da beispielsweise die Köpfe leicht unterschiedliche Proportionen aufweisen.
Die Dialoge wurden aus dem Englischen von Siegfried Rabe fürs deutsche Fernsehen übersetzt. Schräg: Es wurde darauf geachtet, in Deutschland unbekannte Fernsehsendungen und Personen durch bekannte zu ersetzen. Dabei gingen auch einige Witze verloren. So weist beispielsweise Kate ALF in der Episode “Der Kammerjäger und die Kakerlake“ darauf hin, dass sie keinen Kammerjäger sondern eher Sly Stallone benötigten.
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Alf im Portrait wurde bearbeitet von Jean Lüdeke • Permalink • Kommentar schreiben »













