Angelo Badalamenti Music for Film and Television
Einer der ganz großen Film-Komponisten, dieser Angelo Badalamenti: Er nennt die Welt seiner Musik selbst als dunkel, tragisch und schön. Seine Musik zu Twin Peaks wurde ein Kult-Megahit und Badalamenti einer der bedeutendsten Film- und TV-Kreativköpfe in Amerika. Dies ist auch deutlich zu hören auf der „Music For Film and Television in Verbindung mit Dirk Brossé und den Brüsseler Philharmonikern. So sind beispielsweise die Motive aus Blue e Velvet, Twin Peaks, Inside The Actors Studio, Mulholland Drive, A Very Long Engagement gelister. Abwechslungsreich, wuchtig, dann wieder leise, aber authentisch und herrlich zu vernehmen. Angelo Daniele Badalamenti, geboren am 22.03.1937 in New York ist ein US-amerikanischer Komponist italienischer Abstammung. Weltbekannt wurde dieser kompositorische Kreativkopf italienischer Abstammung durch seine grandiosen Kompositionen für den Meisterfilmer David Lynch, für den er nicht nur den bedrohlichen und schwebenden Synthesizer-Score der berühmt-berüchtigten „Twin Peaks“-Serie erschuf. Schon für „Blue Velvet“ oder „Wild At Heart“ betonte dieser Allrounder die meisterliche Syntagmen der lynchesken Filmbilder. Diese enge und fruchtbare Zusammenarbeit führte sogar zu einigen Kurzauftritten des Maestros selbst, so als Mafia-Bossin Luigi Castigliane in dem verstörenden Thriller Mulholland Drive – Straße der Finsternis, oder auch schon wesentlich früher als allwissender Barpianist für Isabella Rossellini in Blue Velvet.
Doch Badalamenti, der schon als achtjähriger Knabe am Flügel hockte, hat bedeutende Stücke abseits seines Freundes arrangiert, sein Repertoire ist dabei unerschöpflich und reicht von Komödien, Krimis bis hin zu Horrorepen. Fans von ihm erkennen den arttypischen Badalamenti – Sound sofort, sie sind keinerseits komplett synthetisch am Computer entstanden, oder auch orchestral, so dass Dirk Brossé in der Brüsseler Philharmonie eben auf der erwähnten „Music for Film and Television“ eingängige, verträumte und auch vertrackte Melodien daraus arrangieren konnte. Keine Frage, Badalamenti ist trotz seines Alters ein ewiger, avantgardistischer Jungbrunnen geblieben, das bewies er 1996, indem er gemeinsam mit Tim Booth, Sänger der Britpop -Truppe namens James das peppige und softpoppige Album „Booth and the Bad Angel” edierte. Erstaunlich, der Mann ist mittlerweile weit über 70 Jahre jung und er bleibt stets up to date, reüssiert sogar in für ihn artfremden Universen, wie eben ein Videospiel oder eine wavige Neuerscheinung auf DVD und CD. Das Geheimnis seines Erfolges ist dabei seine rührige, mentale Bewegung und harte Arbeit. Wie auch bei den Musikern der Brüsseler Philharmonie – des Orchesters von Flandern. Es wurde 1935 auf Initiative der öffentlichen Rundfunkanstalt Belgiens gegründet. Das Orchester ist seit dieser Zeit mit großen Dirigenten und Solisten aufgetreten und hat neue Kompositionen von namhaften Komponisten wie Strawinsky, Messiaen und Francesconi uraufgeführt. Die Brüsseler Philharmonie spult zwar das gesamte symphonische Repertoire professionell ab, ist jedoch sehr stark auf Kompositionen des 20. Jahrhundert sowie zeitgenössischer Musik, darunter insbesondere Filmmusik, spezialisiert. Und das hört man hier nur zu deutlich.
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Angelo Badalamenti Music for Film and Television wurde bearbeitet von Jean Lüdeke • Permalink • Kommentar schreiben »













