Rise of the Planet of the Apes – Soundtrack
Planet der Affen: Prevolution. Die Überraschung des Kinosommers 2011 schlechthin. Nachdem groß angekündigte Blockbuster, wie etwa „The Green Lantern“, „Captain America“ oder „Cowboys and Aliens“ von der Fachpresse mehr zerpflückt, als gelobt worden sind, schaffte es doch das Preboot der Saga, um den von Affen Eroberten Planeten, zu positiver Resonanz, sowohl von Seiten der Kritiker, als auch des Publikums. Komponist Patrick Doyle wurde die Aufgabe übertragen zu dem Film die stimmige Musik zu komponieren. Der gebürtige Schotte, der erst vor ein paar Monaten mit seinem Score zu dem Comic-Actioner „Thor“ auf der großen Leinwand zu hören war, ist vor allem durch seine Kompositionen des vierten Harry Potter-Abenteuer bekannt. Dort löste er Altmeister John Williams ab und knüpfte mit deutlich düsteren Klangwelten an die vorherigen Scores an. Besonders die Abwandlung von Williams „Hedwig’s Theme“ erlangte große Bekanntheit. Sein Talent die Musik zu einem großen Blockbuster durchzukomponieren beweist Doyle auch in seinem Score zu „Planet der Affen: Prevolution“.
Aufgeteilt in 24 Titel ist Doyles Score auf den ersten Blick klassische Blockbuster-Untermalung. Es gibt die üblich lauten und leisen Themen, sowie deren stets paraphrasierender Einsatz. Doch Doyles Werk ist kein 08/15-Produkt, sondern vielmehr eine eigenständige Komposition, die „Planet der Affen: Prevolution“ erst zu dem einmaligen Action-Drama macht, der sich deutlich über dem aktuellen Blockbusterniveau hält. Die im Film erzählten Beziehungen zwischen dem Affen Ceasar und den menschlichen Charakteren werden von Doyles ruhigen Stücken hervorragend untermauert. Genau diese eigenartig ruhigen Töne sind es ebenfalls, die den Film mehr zu einem Drama, als zu einem Actionfilm machen. Ebenso gelingt Doyle der Sprung zu rasanten, bombastischen und archaischen Stücken, die sich besonders zum Ende des Films häufen. Der gekonnte Klang, der durch kraftvolle Trommeln vorangetrieben wird, verlieht dem Film in den passenden Momenten den richtigen Zug und trägt maßgeblich für das Tempo von „Planet der Affe: Prevolution“ bei. Doyle verfällt in keine Widerholungsschleife und variiert seine Musik abwechslungsreich. Dabei trägt der Score ebenfalls zum Spannungsbogen des Films bei. Das Zusammenspiel zwischen den Bildern und der Musik bildet ein dynamisches Grundgerüst, welches Hand in Hand mit der optischen Gestaltung der großartigen Aufnahmen geht. Egal ob es eine Kamerafahrt ist, die Ceasar durch die Bäume folgt oder das spektakuläre Finale auf der Golden Gade Bridge. Obwohl Doyle das Rad nicht neu erfindet, gelingt es ihm mit klassischen und eigenen Tönen die „Prevolution“ zu untermalen und den Bogen zwischen Drama und Actionfilm zu spannen. (Matthias Hopf)
Ähnliche Beiträge:
Rise of the Planet of the Apes – Soundtrack wurde bearbeitet von Patrick Fiekers • Permalink • Kommentar schreiben »












