Soundtrack von Hans Zimmer: Frost/Nixon
Herzlichen Glückwunsch! Hans Zimmers Soundtrack „Frost/Nixon“ ist für die diesjährigen Golden-Globe-Awards nominiert worden. Überraschend ist das freilich nicht, denn mit „Frost/Nixon“ hat „unser Mann in Hollywood“ endlich einmal wieder einen eher leisen und eindringlichen Score produziert. Und genau das brauchte Ron Howards politisches Kammerspiel auch. War man in den letzten Jahren von Zimmer eigentlich nur noch Action-Bombast („Fluch der Karibik“, „The Da Vinci Code“, „The Dark Knight“) und beschwingte Animation-Unterhaltung bzw. Comedy gewohnt („Liebe braucht keine Ferien“, „Die Simpsons“, „Kung Fu Panda“, „Madagascar 2“), so zeigt sich der gebürtige Frankfurter hier eher von seiner subtilen Seite. Düster und leise ist „Frost/Nixon“ geraten, das Klavier steht im Vordergrund (einige Male von mächtigen Streichern begleitet) und Melodien und Motive schleichen sich nur ganz vorsichtig in den Mittelpunkt. Klar, das einfühlsame Kammerspiel ist nicht gerade das Paradegenre Zimmers, aber Einiges erinnert dennoch an frühere Arbeiten wie „The Pledge“, „Invicible“ oder „The Thin Red Line“. Es gibt sicherlich bessere und ergreifende Zimmer-Scores als „Frost/Nixon“, aber auch wesentlich uninspiriertere. Als isoliertes Stereoanlagen-Erlebnis ist „Frost/Nixon“ für Fans möglicherweise auch in Zukunft zweite Wahl, für den bewegenden Film ist er aber wohl die ideale Ergänzung. Was dann auch die eingangs erwähnte Nominierung noch einmal unterstreichen würde.
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