Sonntag, 19 Oktober 2008 @ 9:51am • Kino - News
Bewegender Einblick in ein Tabuthema. ANONYMA feiert Premiere in Köln und Berlin.
Lange war über das Thema geschwiegen worden, doch jetzt ist es in aller Munde: Nach Köln am 14. Oktober feierte gestern Abend ANONYMA auch in Berlin Premiere (Kinostart: 23. Oktober), die Verfilmung des vieldiskutierten Tagebuchs einer bis zu ihrem Tod anonym gebliebenen Autorin. Sie berichtete als einzige Frau über die bis heute tabuisierten Vergewaltigungen deutscher Frauen durch Soldaten der Roten Armee am Ende des zweiten Weltkriegs.
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Montag, 13 Oktober 2008 @ 3:05pm • Drama
1959 veröffentlichte eine Frau anonym ihr Tagebuch von den letzten Geschehnissen des Zweiten Weltkriegs, als Berlin von den Russen eingenommen wurde und die Frauen erbarmungslos von den Besatzern ausgenutzt und vergewaltigt wurden. „Eine Frau in Berlin“ wurde zum Skandal und die Autorin selbst untersagte zu Lebzeiten eine Neuauflage ihres Berichtes und die Enthüllung ihrer Identität. Dieser spannende authentische Hintergrund hätte die Vorlage für einen ebenso spannenden Kinofilm liefern können, aber seltsamerweise lässt einen die Geschichte größtenteils kalt. An den Darstellern liegt es nicht, denn mit Nina Hoss als Tagebuchschreiberin, die ihren einzigen Ausweg darin sieht, sich einem ranghohen Russen anzudienen und sich damit die streunenden russischen Soldaten vom Leib zu halten, ist der Film stark besetzt. Auch die Nebenrollen warten mit großen Namen auf, die Ausstattung stimmt und trotz der Überlänge entsteht keine Langeweile. Aber eben leider auch keine wirkliche Empathie zu den Figuren.
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Donnerstag, 14 August 2008 @ 3:39pm • Kino - News
ANONYMA-EINE FRAU IN BERLIN feiert bei dem 33. Toronto International Film Festival (4.-13. September 2008) seine Weltpremiere. Der Film wird am 10. September in der Reihe “Special Presentations” gezeigt, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, große, mutige und anspruchsvolle Filme aus aller Welt zu zeigen.
Der Film von Regisseur Max Färberböck (AIMÉE & JAGUAR) und Produzent Günter Rohrbach (DIE WEISSE MASSAI, SCHTONK!, DAS BOOT) stützt sich auf die Tagebuchaufzeichnungen einer bis zu ihrem Tod anonym gebliebenen Autorin, die als einzige Frau über die bis heute tabuisierten Vergewaltigungen deutscher Frauen durch Soldaten der Roten Armee am Ende des zweiten Weltkriegs berichtet hat. Das Buch ist ein einzigartiges historisches Dokument, das weltweit Aufsehen erregt und nach seiner deutschen Neuauflage im Jahre 2003 alle Bestsellerlisten besetzt hat.
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Freitag, 27 Juni 2008 @ 12:35pm • Allgemein
Der Friedenspreis des Deutschen Films wird am 26. Juni 2008 in München zum siebten Mal verliehen Der Preis geht in diesem Jahr an Marie Noëlle und Peter Sehr für ihren Film “Die Frau des Anarchisten” .
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bearbeitet von Jean Lüdeke •
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Mittwoch, 21 November 2007 @ 4:31pm • Drehstarts

Am 29. Mai 2007 ist Drehstart für den Constantin-Film ANONYMA – EINE FRAU IN BERLIN. Die Regie führt Max Färberböck (AIMÉE & JAGUAR), der auch das Drehbuch geschrieben hat. Produzent ist Günter Rohrbach (DIE WEISSE MASSAI, SCHTONK!, DAS BOOT).
April 1945. Die Rote Armee marschiert in Berlin ein. In einem halb zerstörten Wohnhaus werden die Frauen Opfer von Vergewaltigungen. Eine von ihnen ist Anonyma (NINA HOSS), einst Journalistin und Fotografin. In der Not fasst sie den Entschluss, sich einen russischen Offizier zu suchen, der sie beschützt. Und es geschieht, worauf sie am wenigsten gefasst war. Es entsteht eine Beziehung zu dem Offizier Andrej (EVGENIJ SIDIKHIN), die sich wie Liebe anfühlt, wäre da nicht die Barriere, die sie bis zum Ende Feinde bleiben lässt.
Der Film stützt sich auf die Tagebuchaufzeichnungen einer bis zu ihrem Tod anonym gebliebenen Autorin, die als einzige Frau über die bis heute tabuisierten Vergewaltigungen deutscher Frauen durch Soldaten der Roten Armee am Ende des zweiten Weltkriegs berichtet hat. Das Buch ist ein einzigartiges historisches Dokument, das weltweit Aufsehen erregt und nach seiner deutschen Neuauflage im Jahre 2003 alle Bestsellerlisten gestürmt hat.
Die Hauptrolle der Anonyma spielt Nina Hoss (DIE WEISSE MASSAI), die zuletzt für den Film YELLA bei den Internationalen Berliner Filmfestspielen mit dem Silbernen Bären als beste Darstellerin ausgezeichnet wurde. Auch alle weiteren Rollen sind prominent besetzt, darunter die Trägerin des Deutschen Filmpreises Sandra Hüller (REQUIEM), die Fassbinder-Ikone Irm Hermann, Jördis Triebel (zuletzt filmpreisnominiert für EMMAS GLÜCK), August Diehl (DIE FÄLSCHER), Wim Wenders-Star Rüdiger Vogler und Juliane Köhler (DER UNTERGANG). Alle sowjetischen Soldaten werden von russischen Schauspielern gespielt, darunter der Kino- und Theaterstar Evgenij Sidikhin.
Der Film entsteht in Zusammenarbeit mit dem ZDF (Redakteurin Caroline von Senden) und wurde gefördert durch die Filmstiftung NRW, den Medienboard Berlin-Brandenburg, die FFA und den DFFF.
Der deutsche Kinostart ist für Herbst 2008 im Verleih der Constantin Film vorgesehen.
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Dienstag, 30 Oktober 2007 @ 11:52pm • Kino - News
Ein Mann, eine Frau, zwei Kinder: eine Familie. Thomas (Devid Striesow) ist Musiker, Marie (Nina Hoss) war ebenfalls Musikerin, bevor die Kinder kamen. Eines Morgens fährt Thomas zur Arbeit und vergisst seine Geige zuhause. Marie radelt ihm mit dem Geigenkasten nach. Und stellt fest: Nicht weit entfernt, in einem anderen Haus, hat Thomas noch eine andere Familie, noch eine Frau, noch einen Sohn. Maries Welt bricht zusammen. Sie versucht, Thomas zur Rede zu stellen und verfolgt ihn bis zu seinem nächtlichen Konzert bei einem Kostümball auf einem maroden Schloss. Langsam kommt sie hinter das Geheimnis ihres Mannes. Und langsam zerfällt dabei ihr bisheriges Leben, während ein Drang nach Befreiung erwacht…
Manche Katastrophen kommen ganz leise, ohne sich anzukündigen. Und jeder Versuch, sie zu überstehen, sie zu erklären, lässt einen nur noch tiefer in der Verzweiflung versinken. Maries scheinbar harmonisches Leben zerbricht innerhalb von Sekunden in Stücke. Übrig bleiben scharfkantige Scherben, und die Frage, wie stark eine Frau und Mutter sein kann, und wie schwach sie sein darf.
Mit DAS HERZ IST EIN DUNKLER WALD hat die mehrfach preisgekrönte Schauspielerin Nicolette Krebitz nach JEANS ihren zweiten Langspielfilm inszeniert. Ohne Berührungsängste erzählt sie eine klassische Tragödie, die strukturell jedoch neu und modern ist und auf Ängsten aufbaut, die jeder kennt: Was passiert, wenn meinem Leben die Basis entzogen wird? Und – wie befreie ich mich daraus?
Mit Nina Hoss und Devid Striesow interpretieren zwei der momentan hochkarätigsten und vielschichtigsten deutschen Schauspieler diese mutige tour de force. In weiteren Rollen sind u.a. Franziska Petri, Marc Hosemann, Monica Bleibtreu und Otto Sander zu sehen. Produziert wurde DAS HERZ IST EIN DUNKLER WALD von Tom Tykwer (DAS PARFUM, LOLA RENNT) für X Filme.
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Dienstag, 9 Oktober 2007 @ 11:54am • Kino - News
Ein Mann, eine Frau, zwei Kinder: eine Familie. Thomas (Devid Striesow) ist Musiker, Marie (Nina Hoss) war ebenfalls Musikerin, bevor die Kinder kamen. Eines Morgens fährt Thomas zur Arbeit und vergisst seine Geige zuhause. Marie radelt ihm mit dem Geigenkasten nach. Und stellt fest: Nicht weit entfernt, in einem anderen Haus, hat Thomas noch eine andere Familie, noch eine Frau, noch einen Sohn. Maries Welt bricht zusammen. Sie versucht, Thomas zur Rede zu stellen und verfolgt ihn bis zu seinem nächtlichen Konzert bei einem Kostümball auf einem maroden Schloss. Langsam kommt sie hinter das Geheimnis ihres Mannes. Und langsam zerfällt dabei ihr bisheriges Leben, während ein Drang nach Befreiung erwacht…
Manche Katastrophen kommen ganz leise, ohne sich anzukündigen. Und jeder Versuch, sie zu überstehen, sie zu erklären, lässt einen nur noch tiefer in der Verzweiflung versinken. Maries scheinbar harmonisches Leben zerbricht innerhalb von Sekunden in Stücke. Übrig bleiben scharfkantige Scherben, und die Frage, wie stark eine Frau und Mutter sein kann, und wie schwach sie sein darf.
Mit DAS HERZ IST EIN DUNKLER WALD hat die mehrfach preisgekrönte Schauspielerin Nicolette Krebitz nach JEANS ihren zweiten Langspielfilm inszeniert. Ohne Berührungsängste erzählt sie eine klassische Tragödie, die strukturell jedoch neu und modern ist und auf Ängsten aufbaut, die jeder kennt: Was passiert, wenn meinem Leben die Basis entzogen wird? Und – wie befreie ich mich daraus?
Mit Nina Hoss und Devid Striesow interpretieren zwei der momentan hochkarätigsten und vielschichtigsten deutschen Schauspieler diese mutige tour de force. In weiteren Rollen sind u.a. Franziska Petri, Marc Hosemann, Monica Bleibtreu und Otto Sander zu sehen. Produziert wurde DAS HERZ IST EIN DUNKLER WALD von Tom Tykwer (DAS PARFUM, LOLA RENNT) für X Filme.
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Donnerstag, 4 Oktober 2007 @ 11:31am • Drama, Mainstream
Erzählerisches Event-Kino statt ernüchternden Ethno-Film präsentiert Hermine Huntgeburth mit der Verfilmung des Bestsellers „Die weisse Massai“ der Erfolgsautorin Corinne Hoffmann. Die spannende und melodramatische Liebes-Affäre einer weißen Urlauberin aus der Schweiz mit einem jungen Kenianer sind Stoffe, aus denen romantische Frauenromane und erfolgreiche Kino-Adaptionen werden.
Am Anfang war das Feuer von Lust und Leidenschaft: Am Ende ihrer gemeinsamen Ferien in Kenia lernt Carola (Nina Hoss) den Samburu-Krieger Lemalian (Jacky Ido) kennen. Hals über Kopf verschießt sie sich in den hoch gewachsenen stattlichen Mann in seiner traditionellen Stammes-Kleidung. Und das so konsequent, dass sie gleich den Rückflug storniert und ihren Freund Stefan (Janek Rieke) allein in die Heimat entlässt. So bleibt sie allein in der Fremde, um nach dem Fremden zu suchen. Nach einer abenteuerlichen Fahrt durch die schwarzafrikanische Wildnis trifft sie die Deutsche Elisabeth (Katja Flint), die ihr hilft, Lemalian zu finden. Sie folgt ihm in sein Dorf Barsaloi und beschließt, ihrem alten Leben in der Schweiz endgültig den Rücken zu kehren.
Trotz allen Widerständen zum Trotz, baut sie sich in kargen Verhältnissen eine neue Existenz auf. Doch was als Liebe des Lebens, als Himmel auf Erden beginnt, erwächst immer mehr zur Carolas unerträglichen Last des Seins…
„Dies ist der Bericht über meine im kenianischen Busch verbrachten vier Jahre. Ich folgte damals der großen Liebe meines Lebens und erfuhr Himmel und Hölle. Es wurde mein größter Überlebenskampf!“, konstatiert Buchautorin Corinne Hofmann, deren Roman ein Jahr die Bestsellerlisten anführte und mittlerweile in 16 Sprachen übersetzt wurde.
Und diesen Überlebenskampf hat sich Regisseurin Huntgeburth mit filmischer Präzision angenommen. Mit einem 7-Millionen-Euro Budget wurde 46 Tage lang von Ende September bis Anfang Dezember 2004 an Originalschauplätzen in Kenia gedreht. Und neben der charismatischen Nina Hoss, die vor allem in minimalistischen Filmdramen von Christian Petzold glänzt, konnte der schöne Franzose mit afrikanischen Wurzeln, Jacky Ido, für die Titelrolle gewonnen werden.
Gleichwohl erscheint der cinéastische Trip in die Wirren der Wildnis-Liebe bisweilen versatzstückartig wie die Produkt- und Dekor-Ausstellung einer afrikanischen Versand-Boutique. Die zieht zwar den Betrachter mit ihren mystischen Figuren und glänzenden Ketten, aber auch mit magisch-horriblen Spektakeln (wie beispielsweise Beschneidungs -und Schlachtungsrituale im Dorf)in den Bann; doch das eigentlich intensive Spannungs-Verhältnis, die Kollision der beiden Kulturen, kommt filmisch dadurch nicht so recht zum Zuge.
bearbeitet von Jean Lüdeke •
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