Arte widmet Friedrich Schiller einen Thementag: DONNERSTAG, 5. NOVEMBER 2009, AB 14.45 UHR
Am 10. November 2009 jährt sich der Geburtstag von Friedrich Schiller zum 250. Mal. Anlässlich des Schillerjahres 2009 widmet ARTE dem deutschen Dichter einen ganzen Thementag mit drei Dokumentationen, einem Fernsehfilm und Andreas Kriegenburgs aktueller Inszenierung von “Kabale und Liebe”, die bei ARTE in Erstausstrahlung zu sehen ist.
14.45 Uhr: Eines Freundes Freund zu sein
Das Leben des Friedrich Schiller
Dokumentation von Dirk Otto, Winifred König
Deutschland 2005, MDR, 52 Min.
Das Leben Friedrich Schillers, des neben Johann Wolfgang von Goethe wohl bekanntesten deutschen Dichters, will diese szenische Dokumentation beschreiben. Erzählt werden seine abenteuerliche Flucht aus der Militärischen Akademie des Herzogs von Württemberg, seine rastlosen Reisen quer durch Deutschland bis zu seiner außerordentlichen Professur an der Universität von Jena und seine fruchtbare Bekanntschaft mit dem Dichterfürsten Goethe in Weimar.
15.35 Uhr: Tatort Friedhof – Friedrich Schiller – Krankheit & Tod
Dokumentation von Ernst-Michael Brandt, Leonore Brandt
Deutschland 2005, MDR, 30 Min.
Im Obduktionsbericht über die Leiche des am 9. Mai 1805 im Alter von 45 Jahren gestorbenen Dichters Friedrich Schiller wird eine Vielzahl von zerstörten Organen dokumentiert. Auch rund 200 Jahre nach dem Tod Schillers bleiben Rätsel und Geheimnisse um seine Krankheiten und sein Sterben. Die Dokumentation versucht, einige von ihnen zu lüften.
16.10 Uhr: Friedrich Schiller
Idealist, Nationalist, Revolutionär? Zeitgenosse aller Zeiten?
Dokumentation von Michael Kluth
Deutschland 2005, MDR, 45 Min.
Ist Friedrich Schiller ein deutscher Nationaldichter und Zeitgenosse aller Epochen oder eher ein wirkungsloser Klassiker und verstaubter Theater-Moralist? Der Ehrenbürger der Französischen Republik war in der Zeit der europäischen Restauration wenig gefragt, vor 1848 wurde er, der Sänger der Freiheit, zum Bundesgenossen des liberalen Bürgertums. Schiller, ein Nationalheld – aber ein sperriger.
21.00 Uhr: Schiller
Fernsehfilm, Deutschland 2004, SWR, 89 Min.
Regie: Martin Weinhart
Drehbuch: Martin Weinhart, Hendrik Hölzemann;
Kamera: Klaus Eichhammer; Musik: Thomas Osterhoff
Mit: Matthias Schweighöfer (Schiller), Teresa Weißbach (Katharina Baumann), Robert Dölle (August Wilhelm Iffland), Christian Näthe (Andreas Streicher), Barbara Auer (Caroline Wiethoeft), Jürgen Tarrach (Wolfgang von Dalberg), Timo Dierkes (Herzog Karl Eugen), Ulrich Noethen (Buchhändler Schwan)
Nach dem Sensationserfolg seines Dramas “Die Räuber” entflieht der junge Schiller dem unglücklichen Leben als Regimentsarzt des Herzogs und will eine Dichterlaufbahn am Mannheimer Nationaltheater aufbauen. Hier versucht ihm jedoch ein Konkurrent, den Erfolg streitig zu machen.
22.30 Uhr: Kabale und Liebe
Theater, Deutschland 2009, WDR, 143 Min., Erstausstrahlung in HD-Qualität
Fernsehregie: János Darvas
Inszenierung & Ausstattung: Andreas Kriegenburg
Mit: Matthias Leja (Präsident von Walter), Daniel Christensen (Ferdinand), Kathrin Röver (Hofmarschall von Kalb), Xenia Snagowski (Lady Milford), Thiemo Schwarz (Wurm), Daniel Graf (Wurm), Götz Schulte (Miller), Janina Sachau (Luisa)
Anlässlich des Schillerjahres 2009 engagierte das Schauspielhaus Düsseldorf einen der spannendsten Regisseure der deutschen Bühne: Andreas Kriegenburg inszenierte Schillers zeitloses bürgerliches Trauerspiel um Intrigen und eine unmögliche Liebe.
Andreas Kriegenburg, “Faust”-Preisträger 2008, gelingt es eindrucksvoll, die im 18. Jahrhundert angesiedelte Geschichte in die Gegenwart zu übertragen: das karge, in weiß gehaltene Bühnenbild, der Verzicht auf Requisiten, moderne Kostüme, die durch einen E-Bass-Spieler live auf der Bühne vorgetragene Musik, wohldosierte Komik sind Beispiele dafür. Die Inszenierung fokussiert das Theaterspiel auf den Kern des Schiller’schen Stücks: die Kraft der Liebe, die sich gegen alle äußeren und inneren Widerstände durchsetzt. Andreas Kriegenburg: “In unsere Zeit hinein – ohne Illusionen, in dieser Welt von Korruption, von Verteidigung der eigenen Machtinteressen, von Nichtachtung der Würde des anderen – ein Stück zu machen, das den Wert und die Unbedingtheit einer Liebe feiert, die auch in die Zukunft investiert, ist für mich ein Anliegen und ein beglückendes Erlebnis”.
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