Münchner Opernfestspiele: TOSCA live aus München
Zum Auftakt der Opernfestspiele der Bayerischen Staatsoper 2010 präsentiert Luc Bondy seine “Tosca”-Inszenierung als jenen Alptraum von Verzweiflung, Wut und Verrat, wie er sich hinter der süffigen Musik Puccinis verbirgt. ARTE und der Bayerische Rundfunk sind live bei der hochkarätig besetzten Aufführung im Münchner Nationaltheater dabei. ARTE-Moderator Gustav Hofer führt durch den Abend.
TOSCA – LIVE AUS MÜNCHEN
ARTE-LIVE-ÜBERTRAGUNG VON DEN MÜNCHNER OPERNFESTSPIELEN
SAMSTAG, 10. JULI 2010, 21.00 UHR
AUF ARTE UND IM INTERNET UNTER WWW.ARTE.TV/TOSCA
BR/ARTE, Deutschland 2010, 145 Min., Erstausstrahlung
Moderation: Gustav Hofer
Oper von Giacomo Puccini
Musikalische Leitung: Fabio Luisi
Bayerisches Staatsorchester / Chor der Bayerischen
Staatsoper
Mit: Karita Mattila (Floria Tosca); Jonas Kaufmann (Mario
Caravadossi); Juha Uusitalo (Baron Scarpia); Christian van
Horn (Cesare Angelotti); Enrico Fissore (Der Mesner); Kevin
Conners (Spoletta); Rüdiger Trebes (Sciarrone)
Inszenierung: Luc Bondy
TV-Regie: Michael Beyer
In der Titelrolle der Floria Tosca ist die finnische Star-Sopranistin Karita Mattila zu erleben. Den Cavaradossi singt der aktuelle Liebling unter den lyrischen Tenören, Jonas Kaufmann. Beide Stars und Regisseur Luc Bondy erzählen in den beiden Pausen von ihren Tosca-Visionen. Aber auch das Geschehen auf dem Max-Joseph-Platz vor dem Nationaltheater ist zu beobachten, denn dort wird die “Tosca” auf einer Leinwand als “Oper für alle” projiziert.
Die im Jahr 1900 uraufgeführte “Tosca” war Puccinis fünfte Oper. Mit “Tosca” bekannte sich Puccini endgültig zum Verismo. Dazu gehört, dass die Vorgänge so dargestellt werden, wie sie auch im Leben ablaufen könnten. Trotz einer Musik voller Wohllaut, eingängiger Kantilenen und solch bekannter Stücke wie Toscas “Vissi d’arte” und Cavaradossis “E lucevan le stelle” erspart die Oper ihrem Publikum nicht die Härte, mit der politische Macht und selbstversessene Skrupellosigkeit das Leben der weniger Mächtigen zerstören kann.
Die Oper ist im Livestream auch auf der ARTE Homepage unter www.arte.tv/tosca zu sehen. Zeitgleich erschaffen 3 Videokünstler, die “Toscapiraten”, ihre eigenen Visionen dieser Operninszenierung. Sie verändern das ARTE-Fernsehsignal, bearbeiten die Originalbilder über die Gesamtdauer der drei Akte und formen so aus Puccinis Oper ein neues visuelles Kunstwerk – von den klassischen Originalklängen untermalt und inspiriert, doch mit neuem Bildmaterial gemischt, von Zeichnungen überlagert, verfremdet. arte.tv zeigt die Resultate neben dem unverfälschten Original-Bild.
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Münchner Opernfestspiele: TOSCA live aus München wurde bearbeitet von Jean Lüdeke • Permalink • Kommentar schreiben »













