Paris – Berlin. Die Debatte: Menschenrechte – gleiche Moral für alle?
Kulturdebatte, Frankreich 2008, ARTE, 60 Min., Erstausstrahlung
Moderation: Isabelle Giordano
Für wen gelten die Menschenrechte und mit welchen Mitteln dürfen wir sie durchsetzen? Im Jubiläumsjahr der Allgemeinen Erklärung der Menschen-rechte lädt Isabelle Giordano Experten zur Diskussion nach Paris ein.
Die Bestimmungen der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte, beispiels-weise Artikel 4 – “Niemand darf in Sklaverei oder Leibeigenschaft gehalten werden” – oder Artikel 5 – “Niemand darf der Folter unterworfen werden” – klingen für uns selbstverständlich. Und dennoch sind diese grundlegenden Rechte auch im 60. Jubiläumsjahr der Erklärung längst nicht für alle Menschen gewährleistet. Die bevorstehenden Olympischen Spiele und die Krise in Burma erinnern daran, dass die Menschenrechtsfrage nicht nur ein zentrales geschichtliches und philosophisches Thema ist, sondern auch im Mittelpunkt des aktuellen Geschehens steht.”Paris-Berlin” lädt zur Diskussion über verschiedene Aspekte ein: Wie weit darf bzw. muss das “alte Europa” gehen, um die Menschenrechte zu verteidigen? Dienen sie westlichen Regierungen nicht auch als Waffe bei Konflikten in bestimmten Regionen der Welt? Warum sind sich die großen Demokratien so sicher, eine allgemeingültige Wahrheit zu verkünden? Sind die Menschenrechte eine westliche Erfindung? Und werden die Menschenrechte überall gleich interpretiert – auch in Kulturen, in denen das Individuum weniger zählt?Isabelle Giordano diskutiert diese Fragen mit Rony Brauman (ehem. Präsident der “Médecins Sans Frontières”), der Soziologin Sophie Bessis (“Western Supremacy: The Triumph of an Idea”), dem Politologen und Islamexperten Alexandre del Valle sowie Prof. Heiner Bielefeldt (Philosoph und Präsident des deutschen Instituts für Menschenrechte).
Quelle: ARTE
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