Wilde Ösis und raue Westernhelden
Miriam Pielhau zeigt am Mittwoch, 24. Oktober, um 22.45 Uhr in ,Wir lieben Kino – Das Magazin’ Ausschnitte aus Michael ,Bully’ Herbigs neuestem Film ‚Lissi und der wilde Kaiser’ (Kinostart: 25. Oktober).
‚Lissi und der wilde Kaiser’ feierte in München seine Weltpremiere und Bully Herbig ließ es sich nicht nehmen, im Fiaker am Roten Teppich vorzufahren. In der Zeit von Kaiserin Elisabeth hätte der Star-Regisseur dann aber doch nicht so gern gelebt: „Ich habe mir ein paar Schlösser angeguckt. Es ist wahnsinnig kalt in diesen Dingern. Die müssen irrsinnige Heizkosten gehabt haben.“ Wie gut, dass er während der Filmpremiere im kuscheligen Kino sitzen konnte, ebenso wie die illustren Gäste: „Ich hätte ja gerne selbst mitgespielt“, gibt Rick Kavanian offen zu: Doch als er merkte, dass in einem 3-D-Film sein Talent, Stimmen zu imitieren, noch besser zur Geltung kam, freute er sich über das Ergebnis: „Sehr viel Herz drin, sehr viele Streicher und sehr emotional.“ Ganz pragmatisch sah sein Kollege Christian Tramitz seinen Beitrag an diesem Zeichentrickfilm: „Für eine normale Hauptrolle in einem Realfilm wäre ich vier bis sechs Wochen beschäftigt gewesen. So war ich in zwei Tagen durch!“, sagte er schmunzelnd.
Bully Herbig wollte seinen ersten Zeichentrickfilm schon mit zehn Jahren in den Sommerferien machen. „Ich habe wie wild das Zeichnen angefangen, habe aber leider relativ spät festgestellt, dass man für eine Sekunde 24 Bilder braucht. Und bei Sekunde 5 sind mir die Stifte ausgegangen. Somit habe ich das ganze Projekt wieder auf Eis gelegt.“ Früh übt sich eben, wer ein echter Kaiser werden will.
Außerdem in Wir lieben Kino – Das Magazin, am 24. Oktober um 22.45 Uhr:
Der Neustart des Westerns ‚Die Ermordung von Jesse James durch den Feigling Bob Ford’ mit Brad Pitt und Ausschnitte aus den besten Western der Filmgeschichte. Und zum Schluss erzählt Sir Michael Caine noch, warum er kein Westernfan ist: „Ich hasse Pferde. Immer, wenn ich mit Pferden drehen muss, falle ich runter und breche mir was. Und seit mein Freund Chris Reeve durch ein Pferd gestorben ist, habe ich meinen Manager angewiesen, alle Drehbücher mit Pferden sofort zurückschicken. Egal, ob’s dafür einen Oscar gibt oder 10 Millionen Dollar … weg damit.“ Schauspielkollege Tim Robbins würde dagegen gerne mal einen Western drehen: „Ich hab mich als Kind immer als Cowboy verkleidet. Mein Vater kommt mit seiner Familie ursprünglich aus Washington State und war ein echter Pionier und Cowboy. Und meine Mutter kommt aus dem Süden der USA, in mir steckt also ein echter Südstaaten-Cowboy, der unbedingt mal raus will.“
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