16. Filmfestival Türkei / Deutschland – Das Kurzfilmprogramm steht
Am 17. März wird das 16. Filmfestival Türkei / Deutschland in der Tafelhalle feierlich eröffnet und lockt für 11 ereignisreiche Festivaltage wieder Cineasten und Fachpublikum aus ganz Deutschland nach Nürnberg.
Während an Juryzusammensetzung und Filmauswahl des Spielfilmwettbewerbs noch eifrig gefeilt wird, steht ein wichtiger Programmpunkt bereits fest: die Nominierungen für den Kurzfilmwettbewerb. Der Wettbewerb der Kurzfilme findet seit 1994 in Nürnberg statt und bietet vor allem jungen Regisseuren eine wichtige Plattform zur Präsentation ihrer Werke. Ein entscheidendes Auswahlkriterium ist dabei die Interkulturalität der Filme.
Aus über 150 eingereichten Filmen wurden dieses Jahr 11 Beiträge vielversprechender Nachwuchsregisseure ausgewählt. Vier Kurzfilme aus Deutschland und sieben aus der Türkei gehen um den Preis in der Kategorie „Bester Kurzfilm“ ins Rennen und konkurrieren um ein Preisgeld in Höhe von 1000 EUR. Unter dieser Auswahl sind eine Welturaufführung, mehrere internationale und Europapremieren, sowie eine Deutschlandpremiere. Alle Filme werden in der Originalsprache mit Untertiteln gezeigt. Wichtige Kriterien für die Auswahl der Kurzfilme sind neben der hohen filmischen Qualität, spannende künstlerische Ansätze in Bezug auf das interkulturelle Leben in Deutschland bzw. themenunabhängige innovative Herangehensweisen in der türkischen Kurzfilmkunst.
Die 11 nominierten Filme in der Kategorie „Bester Kurzfilm“ sind:
1 Çizgi 1 Nota • 1 Strich 1 Note: Irmak Sueri, TR, 5 Min., Europapremiere
Taschengeld • Cep Harçligi: Banu Kepenek, D, 11 Min., internationale Premiere
Runaway • Gar: Hüseyin Yildiz, D, 12 Min., internationale Premiere
Bisqilet • Bisiklet – Das Fahrrad: I.Serhat Karaaslan, TR, 15 Min., Nürnbergpremiere
Dema Ku Genim Dirijin • Wenn Weizenkörner fallen: Orhan Ince, TR, 13.20 Min., Weltpremiere
Veda • Farewell: Eren Ataç, TR, 5.30 Min., Deutschlandpremiere
Uwe und Uwe • Uwe ile Uwe: Lena Liberta, D, 11.50 Min., Nürnbergpremiere
Bugün Yok • Es gibt kein heute: Ismet Kurtulus, TR, 12.05 Min., Nürnbergpremiere
Nahos bir Mevzu • Eine heikle Angelegenheit: Cenk Ertürk, TR, 15.14 Min., Europapremiere
Reise ohne Rückkehr • Dönüsü Olmayan Seyahat: Güçlü Yaman, D, 17 Min., Nürnbergpremiere
Hüküm • Das Urteil: L.Rezan Yesilbas, TR, 18 Min., Nürnbergpremiere
Alle nominierten Kurzfilme werden von einer hochkarätigen, deutsch-türkischen Filmjury gesichtet und bewertet. Der Gewinner wird die Auszeichnung im Rahmen der Preisverleihung am 26. März entgegennehmen.
In diesem Jahr übernimmt der renommierte Kinoexperte und Regisseur Hilmi Etikan aus Istanbul die Rolle des Jurypräsidenten des Kurzfilmwettbewerbs. Seit Jahren engagiert sich Hilmi Etikan für die Kinokunst, insbesondere für die Kurzfilmszene, und wird deshalb auch als „Papst der türkischen Kurzfilmszene“ bezeichnet.
Der Kurzfilmwettbewerb des Festivals gilt als wichtige Plattform des deutsch-türkischen Filmforums und wurde bisher schon von vielen renommierten Persönlichkeiten aus der Türkei und Deutschland geleitet. Die Jurypräsidenten der vergangenen Jahre waren unter anderem: Heinz Hermann – Leiter InterFilmFestival, Berlin, Semih Kaplanoglu – Regisseur, Istanbul, Zeki Demirkubuz – Regisseur, Istanbul.
Auch dieses Jahr werden vom 17. bis zum 27. März wieder Spiel-, Kurz- und Dokumentarfilme türkischer und deutscher Regisseure in den Wettbewerben und in der Reihe „Filmlandschaften“ präsentiert, die dem Publikum einen einzigartigen Überblick über das aktuelle Filmschaffen in beiden Ländern bieten. Das Festival ist vor allem auch ein Ort des kulturellen Austausches, des lebendigen Dialoges zwischen Filmschaffenden, Künstlern und Publikum, das gegenseitiges Verständnis und Integration aktiv unterstützt und fördert.
Das vollständige Festivalprogramm wird Ende Januar bekanntgegeben.
Das Filmfestival Türkei / Deutschland, ist eine Koproduktion des Nürnberger Kunst & Kulturvereins und InterForum Kunst & Kultur international e. V. in Zusammenarbeit mit dem Amt für Kultur und Freizeit (KuF) und dem KunstKulturQuartier (KuKuQ) der Stadt Nürnberg.
Die Hauptförderer sind die Stadt Nürnberg und die Robert Bosch Stiftung. Zu den weiteren wichtigen Unterstützern zählen die Bayerische Staatskanzlei, das Kulturministerium der Türkei und das Filmreferat des Bundesbeauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, sowie das Auswärtige Amt.
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