41. Internationale Hofer Filmtage
MR. SHI (OT: A THOUSAND YEARS OF GOOD PRAYERS)
Regie: Wayne Wang, Kinostart: Januar 2007 im Pandora Film Verleih
Mr. Shi, ein verwitweter Rentner aus China, besucht nach Jahren der Trennung seine einzige Tochter Yilan in den USA, um ihr nach ihrer Scheidung beizustehen und ihr Leben neu zu ordnen. Yilan jedoch zeigt sich wenig begeistert von seiner Unterstützung und schottet sich immer mehr ab. Mr. Shi, irritiert von der Situation, begegnet auf einem seiner Ausflüge Madam, einer älteren Dame, die aus dem Iran fliehen musste. Obwohl sie sich kaum verständigen können, entwickelt sich eine besondere Beziehung. Doch das abrupte Ende dieser gerade beginnenden Freundschaft und die Konfrontation mit seiner Tochter führen dazu, dass Mr. Shi nach langer Zeit der Wahrheit endlich ins Auge sieht …
Mit MR. SHI, der auf einer Kurzgeschichte von Yiyun Li basiert, kehrt Regisseur Wayne Wang (“Smoke”, “Blue in the Face”, “Chinese Box”) zu seinen Wurzeln zurück. Getragen von einem wunderbaren Ensemble, allen voran Henry O als besorgter und eigensinniger Vater, inszenierte Wayne Wang einen atmosphärisch dichten Film voller heller und komischer Momente. Ausgezeichnet mit der Goldenen Muschel für den Besten Film und für die Beste Männliche Hauptrolle in San Sebastian 2007, ist MR. SHI eine anrührende Geschichte über viele Worte, die nichts sagen – und die wenigen richtigen, die uns oft fehlen.
MR. SHI wird im Rahmen der „Retrospektive Wayne Wang“ gezeigt.
HOPE
Regie: Stanislaw Mucha, Kinostart: Dezember 2007 im Pandora Film Verleih
Darsteller: Rafal Fudalej, Kamilla Baar, Wojciech Pszoniak, Zbigniew Zapasiewicz
Francis, ein junger Mann von Anfang zwanzig, dokumentiert mit seiner Videokamera wie ein angesehener Galerist und Kunstsachverständiger ein Altarbild aus einer Kirche stiehlt. Doch statt Geld oder Sachleistungen zu erpressen, besteht er lediglich darauf, dass das Bild in die Kirche zurückgebracht wird. Ein Idealist? Oder ein Verrückter? Die Grenzen verschwimmen als deutlich wird, dass Francis Bruder im Gefängnis sitzt und seine Freundin statt Liebesbekundungen rätselhafte Mutproben mit ansehen muss.
Stanislaw Mucha, Regisseur der preisgekrönten Dokumentarfilme ABSOLUT WARHOLA und DIE MITTE, hat mit HOPE seinen ersten Spielfilm gedreht. Basierend auf einem Drehbuch von Krzysztof Piesiewicz, der lange Jahre als Koautor für Krzysztof Kieslowski arbeitete und für DREI FARBEN und DER DEKALOG international gefeiert wurde, gelang Mucha ein leises, bewegendes Drama über Schuld, Vertrauen und vor allem Hoffnung.
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41. Internationale Hofer Filmtage wurde bearbeitet von Patrick Fiekers • Permalink • Kommentar schreiben »










