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Berlinale Keynotes 2008: The Age of Collaboration?

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Berlinale Keynotes 2008: The Age of Collaboration?

Starproduzentin der internationalen Spielebranche, Vordenker der Wikinomics und Open Movie Regisseure: Die Avantgarde der Digitalen Medien diskutiert die Zukunftsfragen der Filmindustrie bei den Berlinale Keynotes 2008

Berlin-Potsdam – Das Internet ist das neue Leitmedium und Games sind das Erfolgsformat der Entertainment-Industrie. Angesichts der rasant fortschreitenden digitalen Entwicklung sieht sich die Filmindustrie vor neuen Herausforderungen und einem sich verschärfenden Wettbewerb. Nach der erfolgreichen Premiere 2007 diskutieren die zweiten Berlinale Keynotes zukunftsweisende kreative und strategische Allianzen zwischen Film, Games und Web 2.0 und öffnen so das Festival für Vertreter neue Medien, für innovative Fragestellungen und branchenübergreifenden Austausch.

Unter der Überschrift „The Age of Collaboration“ begrüßen Festivaldirektor Dieter Kosslick und Medienboard-Geschäftsführerin Petra Müller am Dienstag, dem 12. Februar,  prominente Vertreter der Digitalen Avantgarde im Kaisersaal am Potsdamer Platz:

Jade Raymond, die 32-jährige gilt als erste Starproduzentin der Spielebranche.  Im November 2007 brachte sie ihr mit Spannung erwartetes Spiel „Assassin’s Creed“ auf den Markt, das binnen vier Wochen weltweit 2,5 Millionen Mal verkauft wurde. Bereits mit 14 Jahren entwickelte sie Software auf ihrem ersten Computer, sie arbeitete für Sony als Programmiererin, entwickelte bei Electronic Arts in enger Zusammenarbeit mit „Sims“-Erfinder Will Wright, „Die Sims Online“ und ist heute Videospiele-Produzentin bei Ubisoft in Montreal. Jade Raymond  spricht in ihrer Keynote von ihrer Arbeit als kreative Produzentin und darüber, wie sich die Erzählstrukturen von Videospielen und Kinobildern gegenseitig beeinflussen.

Jordan Mechner ist Drehbuchautor für Produzent Jerry Bruckheimers („Pirates of the   Caribean“) aktuelles Disney-Projekt „Prince of Persia“, die Verfilmung der von Mechner selbst entwickelten, meist verkauften und erfolgreichsten Computerspiel-Reihe aller Zeiten. Regie führt Mike Newell (“Harry Potter and the Goblet of Fire”, “Four Weddings and a Funeral”). „Prince of Persia“ ist als möglicher Anfang einer Reihe wie „Pirates of the Carribean“ und „Indiana Jones“ gedacht.

Don Tapscott, erfolgreicher Berater, Uni-Professor sowie Chef und Gründer der des internationalen Think Tanks New Paradigm kennt sich aus in der vernetzten Welt: Elf Bestseller über die digitale Wirtschaft, übersetzt in 20 Sprachen, hat der Erfinder der Wikinomics-Theorie bereits verfasst. In seiner Keynote skizziert er, wie das Wissen der Vielen und die Zusammenarbeit der Massen auch die Filmindustrie auf den Kopf stellen werden.

Matt Hanson, Regisseur, Produzent und Gründer der Visual Intelligence Agency,  hat sich ein ehrgeiziges Ziel gesteckt: Er will „A Swarm of Angels“ realisieren, einen Spielfilm, der nach dem Open Film Prinzip entsteht. Das Budget in Höhe von 1,5 Millionen Euro soll allein mit Hilfe von rund 50.000 Community-Mitgliedern gestemmt werden, die im Gegenzug Mitsprache-Recht in allen Projektphasen besitzen. Der Film wird nach Fertigstellung nicht im Kino, sondern allein im Internet zu sehen sein – gratis versteht sich.

Ton Roosendaal ist Vorsitzender der Niederländischen Blender Stiftung und Chefentwickler der freien 3D-Grafik Software Blender. „Elephant Dream“ ist der erste Kurzfilm, der mit Hilfe der freien Software und dem Input vieler Entwickler weltweit entstanden ist. Roosendaal startete im Anschluss das Open Movie Projekt „Peach“, und arbeitet parallel dazu an „Apricot“, dem ersten Open Game überhaupt. Beide setzen komplett auf freie Software, offene Formate und Community-Beteiligung.

Melinda Crane moderiert die Berlinale Keynotes. Sie ist Moderatorin verschiedener Formate bei Deutsche Welle TV und Chefredakteurin der internationalen Talkshow von Sabine Christiansen, „Global Players“, im Programm von CNBC.

Die Berlinale Keynotes sind eine Initiative von Medienboard Berlin-Brandenburg und den Internationalen Filmfestspielen Berlin veranstaltet in Zusammenarbeit mit der Medienanstalt Berlin-Brandenburg (Medienwoche) und media.net berlinbrandenburg. Zutritt nur auf Einladung. Die Konferenzsprache ist Englisch. Weitere Informationen unter www.berlinale.de und www.medienboard.de/berlinalekeynotes.

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