Ein Wochenende mit Katrin Sass: Film + Lesung 23.+25.04. Gedenkstätte Mauer
Der DEFA-Film „BÜRGSCHAFT FÜR EIN JAHR“ (Silberner Bär der Berlinale 1982), mit Katrin Sass in der Hauptrolle, läuft am Freitag, den 23.04. um 19.30 Uhr, im neuen Besucherzentrum der Gedenkstätte Berliner Mauer. Die Fortsetzung der Filmreihe „Film im Umbruch – Die Zeit von Mauerfall und Einheit“ widmet sich im April unter dem Titel „Gegen den Strom“ der schwierigen, individuellen Suche nach Glück und dem Umgang der DDR mit so genannten sozialen Problemfällen.
„Bürgschaft für ein Jahr“ erzählt die Geschichte einer jungen Hilfsarbeiterin und allein erziehenden Mutter dreier Kinder, die zwischen ihren erzieherischen Pflichten und jugendlichem Vergnügungswillen hin- und hergerissen ist. Für ihre brillante Darstellung erhielt Katrin Sass 1982 den Silbernen Bären.
Am Sonntag, den 25.04. um 11 Uhr, liest die Schauspielerin aus ihrer eindrucksvollen, schonungslosen AUTOBIOGRAFIE „DAS GLÜCK WIRD NIEMALS ALT“. Darin berichtet sie von ihrem beruflichen Aufstieg, ihrer Arbeit mit Regisseuren wie Heiner Carow, Herrmann Zschoche und Peter Sodann, und auch von ihrer schweren persönlichen Krise.
Das anschließende Gespräch moderiert Jürgen Haase, PROGRESS Geschäftsführer.
Bis Juli zeigen PROGRESS und die Stiftung Mauer in drei weiteren Veranstaltungen preisgekrönte DEFA-Filme, die den Zeitgeist, aber auch die kreative Verarbeitung der Ereignisse um 1989 widerspiegeln. Ergänzt werden die Vorführungen durch Gespräche mit den Filmschaffenden. Sie vermitteln vor allem einer jungen Zielgruppe exemplarisch das Leben, die Hoffnungen sowie die Befindlichkeiten der Menschen in Ost und West.
Zu beiden Veranstaltungen ist der Eintritt frei!
BÜRGSCHAFT FÜR EIN JAHR (DEFA 1981, Farbe, 93 min.)>/B>
Regie: Herrmann Zschoche mit Katrin Saß, Monika Lennartz, Jaecki Schwarz, Jan Spitzer, Christian Steyer, Heide Kipp, Barbara Dittus, Ursula Werner u.a.
Seit der Scheidung kommt die U-Bahn-Wäscherin Nina mit dem Leben nicht mehr klar. Sie will ihren drei Kindern eine gute Mutter sein und einer geregelten Arbeit nachgehen, aber dann überkommt sie die Einsamkeit oder die Lust zu tanzen. Sie will lachen, sich jung fühlen und alles vergessen. Als das Jugendamt ihr das Sorgerecht entzieht, bürgen zwei Schöffen für Nina und die Kinder. Doch die Schöffin weiß: „Menschen wie Nina kann man nicht ändern, man kann sie nur akzeptieren.“ Ein ungeschönter, intensiver Film mit einer großartigen Katrin Saß, die für diese Rolle den Silbernen Bären und den Preis des Internationalen Katholischen Filmbüros OCIC während der Berlinale 1982 erhielt. Unter der Überschrift „Mit fünf Mark in den Westen“ erzählt Katrin Sass in dem neuen Buch „Zwischen uns die Mauer. DEFA-Filme auf der Berlinale“ über ihren ersten Berlinale-Besuch und die Verleihung des Silbernen Bären. Mehr Infos unter: http://progress-film.de/de/filmarchiv/film.php?id=112
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Ein Wochenende mit Katrin Sass: Film + Lesung 23.+25.04. Gedenkstätte Mauer wurde bearbeitet von Patrick Fiekers • Permalink • Kommentar schreiben »













