FRONTIERE(S) – Fantasy Filmfest Nights
In Paris und Umgebung ist die Kacke mal wieder ordentlich am Dampfen: Die anstehenden Wahlen lassen in den Banlieus Chaos ausbrechen. Mit einem Haufen Geld im Kofferraum und einer nicht ganz geringen Mitschuld am Ausnahmezustand flüchten vier Jugendliche aus dem Brandherd Großstadt in die Provinz. Im Schutz der Dämmerung fahren sie in zwei Gruppen aus der Stadt hinaus und suchen Unterschlupf in einer abgelegenen Pension, irgendwo im Niemandsland. Dumm nur, dass dieses Domizil von einer Horde inzestuöser Folterknechte betrieben wird, die nichts anderes im Sinn haben, als den vorlauten Kids eine Lektion zu erteilen. Doch die sind leidensfähiger als gedacht – und nach der Hölle gibt es Kontra… Xavier Gens, der sich schon mit der Verfilmung des Videospiels „Hitman“ einen nicht ganz blutleeren Namen machte, liefert mit FRONTIER(S) wohl einen der Höhepunkte des Mindfucker-Torture-Porns und ist zugleich bestes Zitatenkino. Böse, nervenzerfetzend und messerscharf inszeniert verstört Gens Trip mit dem Nihilismus der 70er-Exploitation und zeigt ohne Wimpernzucken all das, was sich HOSTEL letzten Endes doch nicht traute: FRONTIER(S) zu sehen, grenzt an Masochismus. Dieser Film schmerzt ungeheuerlich, ist aber … nun ja, verdammt gut.
Der Film wird auf den Fantasy Filmfest Nights präsentiert.
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