Bildschöne Kabel von in-akustik

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Eine komplette Übersicht unserer Hardware-Testberichte finden Sie in unserer Übersicht.

Testbilder - Reference Guide der Bildoptimierung

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Einleitung:
Sicherlich ist dem ein oder anderen Leser noch das offizielle Testbild der deutschen Fernsehanstalten, das Abbildung 1 in einer leicht abgewandelten Form wiedergibt, bekannt. Vielleicht haben Sie sich schon oft gefragt, was die für Laien kryptische Anordnung von Farben, Linien und Hell-Dunkel-Flächen eigentlich zu bedeuten hat.Während der Lektüre des folgenden Artikels schlüpfen Sie in die Rolle eines Fernsehtechnikers. Sie erfahren, wie Sie die Testbilder bei einem Fernseherneukauf für die Qualitätsbeurteilung unterschiedlicher Modelle einsetzen können. Außerdem lernen Sie, wie Sie mit Hilfe der folgenden Schritte Ihren Fernseher optimal justieren und so die Bildqualität mitunter drastisch steigern bzw. auf Dauer erhalten können. Keine Frage, mit diesem Workshop zur Bildoptimierung sichern Sie sich den Langzeitspaß an Ihrem TV-Gerät. Die einzelnen Schritte unserer Anleitung werden anhand einer großen Auswahl von Testsignalenverständlich gemacht.Sozusagen zum krönenden Abschluss unseres Workshops der Bildoptimierung werden Sie das Testbild links wieder sehen - dann aber besitzen Sie das nötige Know How, um die einzelnen Bildanteile richtig zu interpretieren und praktisch anzuwenden.





Folgende Schritte führen zum perfekten TV-Bild:

  1. Die nötigen Testbilderbeschaffen
  2. Wichtige Vorbereitungen treffen
  3. Einstellen der Helligkeit
  4. Kontrasteinstellung
  5. Schärfeeinstellung
  6. Überprüfung derKonvergenz
  7. Farbsättigung und Farbtoneinstellen
  8. Bildkontrolle an realen Testbildern
  9. Abschließende Bildkontrolle amFuBK-Testbild
  10. Schlusswort
  11. Literaturhinweise undInternetseiten






1. Die nötigen Testbilderbeschaffen:

Um die in den nächsten Schritten skizzierten Testsüberhaupt durchführen zu können, benötigenSie Testbilder wie das FuBK-Testbild der deutschenFernsehanstalten, das Ihnen in der Einleitung bereits begegnetist. Darunter versteht man spezielle Grafiken, die auf demTV-Bildschirm wiedergegeben werden, und eine perfekte Justage derBildparameter mit Hilfe der vorhandenen Regler ermöglichen.Natürlich eignet sich nicht jede beliebige Grafik fürden Test der Bildqualität von Audio-Video-Geräten. Umden Herstellern und Servicebetrieben ein objektives Testmittelzur Verfügung zu stellen, wurden in der Vergangenheit eineganze Reihe Testbilder standardisiert. Diese Aufgabe hat unteranderem das IRT(Institut für Rundfunktechnik) in Münchenübernommen.Ziel bei der Testbildentwicklung war es, einstandardisiertes Referenztool zur Justage von AV-Geräten zuerhalten. So weisen die einzelnen Testbilder Referenzwertefür Farbtemperatur, Bildgeometrie und Schärfe auf.Damit lassen sich alle wesentlichen Bildparameter auf dieReferenzvorlage trimmen. Insbesondere können durch dieKonstruktionsart oder aufgrund des Kostendrucks entstandeneminimale Qualitätsmängel am TV mithilfe der Testbilderkaschiert oder eliminiert werden. Auf allen anhand derReferenz-Testbilder optimierten Fernsehern sehen Fernsehbilderdaher praktisch identisch aus. Aufgrund der langsamen Dejustageder Bildparameter mit zunehmender Alterung der Bildröhre undFernseherelektronik, ist eine erneute Einstellung ab und anunumgänglich. Daher werden die TVs im Grunde ihr Leben langvon den Testbildern begleitet. Testbilder für diePAL-Fernsehnorm, die im folgenden betrachtet werden, besitzeneine Bildhöhe von exakt 625 Zeilen. Die Referenzabmessungensind wichtig für eine exakte Justage und Kontrolle desoberen und unteren Totpunkts des Kreises des FuBK-Testbildes.Hierauf kommen wir am Ende des Workshops, wenn wir uns mit demFuBK-Testbild näher beschäftigen, zurück.
Die standardisierten Testbilder werden weltweit in Forschung,Entwicklung, Optimierung, Produktion, Service undQualitätskontrolle eingesetzt. Was liegt also näher,als auch daheim das Fernsehbild anhand dieser Testbilder zukontrollieren und einzustellen?Es stehen Ihnen die folgenden dreiWege zur Verfügung, um an Testbilder zu gelangen:

  • Testbilder aus dem Internet: viele der in denfolgenden Schritten verwendeten Testbilder lassen sichmittlerweile auch aus dem Internet laden. Allerdings weist diesesVorgehen einige Nachteile auf. Zum einen sind die Bilder unterUmständen von mäßiger Qualität, da eineDatenkompression angewendet wurde, oder die Bilder durcheinscannen von einer Papiervorlage entstanden sind. Zum zweitenmüssen Sie die Signale irgendwie von Ihrem PC auf denFernseher bekommen. Relativ einfach ist es die Dateien auf DVD zubrennen und dann am DVD-Player der Heimkinoanlage abzuspielen.Achtung! VCDs oder S-VCDs verwenden eine starke Datenkompressionund sind daher wenig geeignet zur Speicherung von Testsignalen.Eine weitere Möglichkeit ist die direkte Übertragungüber einen S-Video-Ausgang oder YUV-Ausgang der Grafikkartezum Fernseher. Leider wird in diesem Fall durch die oftmalsmäßige Qualität der analogen Videoschaltkreise imPC die Bildqualität beeinflusst. Wer den Aufwand nichtscheut und Testsignale aus dem Internet laden will, der findet imfolgenden einige interessante Links:



  • Testbildgenerator: spezielles Messgerät, dass diebenötigten Testbildern generiert und an den TV-Apparatschickt. Diese Variante ist für den normalen Homecineastenweniger zu empfehlen, weil Testbildgeneratoren sehr teuer sindund sich nur dann rentieren, wenn sie entsprechend häufigeingesetzt werden (z.B. in Service-Werkstätten). Ferner istder Preis nicht der einzige Nachteil für den engagiertenLaien. Auch die Bedienung der Geräte ist sehr komplex.Häufig ist daher eine lange Einarbeitungszeit nötig.Einziger Vorteil, der auch daheim für die Generatorenspricht, ist die perfekte Bildqualität.

  • DVD mit Testsignalen: DVDs mit den nötigenTestbildern stellen die Ideallösung dar, um schnell undeinfach Tests am eigenen Fernsehgerät vorzunehmen. DieQualität der Signale ist optimal und entsprichtReferenzqualität. Daher werden Test-DVDs auch zunehmend inder professionellen Qualitätssicherung verwendet. Wirempfehlen insbesondere die Test-DVDs der Firma BUROSCHAudio-Video-Technik, die dank ihrer überragendenBildqualität und einfachen Bedienung auch in vielenprofessionellen Service-Betrieben eingesetzt werden. So vertrauenunter anderem TÜV, LGA (Landesgewerbeanstalt),Testzeitschriften wie Audiovision, Video und Stereoplay undnamhafte Hersteller der Unterhaltungselektronik wie Philips,Pioneer, Sony, Denon, Panasonic, Targa und Yamaha auf das KnowHow der Stuttgarter Firma. Die Test-DVDs von BUROSCHAudio-Video-Technik konnten sich auch dank Zusammenarbeit mitgroßen Vertriebsfirmen wie Lidl als de facto Standard beiTestinstituten auf der ganzen Welt etablieren. In Europa bewegensich die DVDs der Firma BUROSCH Audio-Video-Technik an der Spitzeder Verkaufsrangliste für Test-DVDs. Dazu trägt auchdie einfache Bedienung der DVDs bei: über gewöhnlicheDVD-Menüs können die nötigen Testbilder einfachund schnell auswählt werden.
    Für den Heimkino-Freund ist es besonders erfreulich, dassdie Spezialisten von BUROSCH Audio-Video-Technik nicht nurGroßkunden wie Targa beliefern. Die Firma hat fürjeden Bedarf und jeden Geldbeutel die richtige Test-DVD aufLager. Insgesamt sind drei Test-DVDs lieferbar:

    • Referenz-DVD: für den preisbewusstenHeimkino-Einsteiger mit vielen Testbildern, Audiotestsignalen,Film- und Musikbeispielen in Mehrkanalton und grundlegendemInformationsteil zur DVD (DVD-5 mit Booklet)
    • Discovery-DVD: für den Heimkinoprofi mit jederMenge Testsignalen und Audiotestsignalen für die Bild- undTonjustage. Enthält auch Filmtrailer, Demonstrationsmaterialfür Fachhändler, multimediale Informationen zumMehrkanalton, ausführliche Artikel und sonstigeInformationen zur DVD- und Heimkinotechnik (DVD-5 und DVD-10 mitBlaufilterfolie und Booklet)
    • Professional-DVD: für professionell agierendeService-Werkstätten. Hochwertigste Testsignale fürAudio und Video kombiniert mit Testsignalen für dieDVD-Player und Fernseherelektronik. Diese DVD wurde inZusammenarbeit mit der Firma Rohde &Schwarz, einer der weltweit führenden Firmen fürAV-Messtechnik, entwickelt.
      Das Professional DVD-Set erhalten Sie wie auch die Referenz-DVDund die DVD-Discovery direkt von der Firma BUROSCHAudio-Video-Technik (5 x DVD-5 mit Booklet)




    Test-DVDs der Firma BUROSCH Audio-Video-Technik.



Übrigens: die Bildeinstellung eines TV-Geräts istleider alles andere als langzeitstabil. Aufgrund der langsamenAustrocknung von Kondensatoren, der nachlassenden Leuchtkraft derPhosphorschicht auf der Innenseite der Bildröhre und derallmählichen Parameteränderung anderer elektrischerBauteile, kommt es zu einer Dejustage der Bildeinstellung.Tückisch daran ist die Tatsache, dass dieser Vorgang sehrlangsam und schleichend vor sich geht. Aus diesem Grund kann mandie Änderungen mit bloßem Auge unmöglicherkennen. Man nimmt das Bild auch nicht sofort als deutlichschlechter war. Das Auge gewöhnt sich an die schleichendeQualitätsminderung. Wir empfehlen Ihnen deshalb unserenWorkshop hin und wieder erneut durchzuarbeiten. Eine Test-DVD istinsofern keine einmalige Anschaffung, sondern wird immer wiederzur Einstellung benötigt.
Ganz nebenbei erhalten Sie auch ein prima Werkzeug, um in Fragekommende Fernseher bereits vor dem Kauf auf Herz- und Nieren zutesten. Die auf den Test-DVDs enthaltenen Testbilderermöglichen eine genaue Beurteilung von Neugeräten undeinen objektiven Vergleich. Bitten Sie einen freundlichenFachhändler die DVD auf den für Sie in Frage kommendenFernsehern wiederzugeben.
Neben den hier besprochenen Testbildern zur allgemeinenBeurteilung und Justage der Bildqualität, finden Sie auf denDVDs der Firma BUROSCH Audio-Video-Technik viele weitere fürspezielle Anwendungszwecke optimierte Testtools.Darunter sindbeispielsweise Signale zur Beurteilung von 100Hz-Schaltungen,Kammfiltern, Strahlstrombegrenzung und der Stabilität desHochspannungsnetzteils. Insbesondere die DVD-Discovery und dieProfessional-DVD können dank der extrem umfangreichenTestsignal-Sammlung als "AV-Labor im Miniformat" gelten, wobeidie Professional-DVD eher professionelle Schaltungsentwickler,die DVD-Discovery den ambitionierten Heimkino-Freund im Visierhat.
Die folgenden Workshop-Schritte werden anhand der Testsignale derDVD-Discovery erklärt. Diese DVD ist sowohl in NTSC als auchin PAL erhältlich.

Nun wollen wir einige für die Tests elementareVorbereitungen treffen.


2. Wichtige Vorbereitungen treffen:

Bevor Sie mit den folgenden Tests beginnen, ist es wichtig, dassSie sich und Ihr Fernsehgerät ein wenig darauf vorbereiten.Sie selbst sollten die Anleitung Ihres TV-Systems studieren, umherauszufinden, wie Sie die Parameter Helligkeit, Kontrast,Schärfe und Farbsättigung einstellen können. Bittebeachten Sie, dass nicht jedes GerätEinstellmöglichkeiten für alle Parameter besitzt.Insbesondere die Möglichkeit zur Schärfeeinstellungfehlt bei vielen Fernsehern.

Um die Objektivität der Tests nicht zu gefährden,sollten Sie zunächst alle Bildverbesserungssystemeausschalten, sofern an Ihrem TV die Möglichkeit dazubesteht. Falls Ihr Gerät mehrere Bild-Voreinstellungenanbietet (beispielsweise "Cinema", "Sport", u.a.), so wählenSie die Einstellung, die für keinen speziellenAnwendungszweck gedacht ist. Meist weist sie den Namen"Standard", "Personal" oder etwas ähnliches auf. NähereHinweise hierzu finden sich sicher auch in IhrerTV-Anleitung.

Ebenfalls wichtig ist eine Vorbereitung der Räumlichkeitenfür die Bildjustage. Sehr störend wirken sichLichtreflexionen auf dem Bildschirm aus. Sie entstehenbeispielsweise durch direktes Sonnenlicht, das durch ein Fensterauf den Fernseher fällt. Idealerweise dunkeln Sie daher denRaum ein wenig ab, so dass Sie das TV-Bild in optimalerQualität vor sich haben. Wenn Sie einen Videoprojektorverwenden, dann ist die Abdunklung ohnehin Pflicht.Mit der Zeitkann sich aufgrund der elektrostatischen Anziehung schleichendeine Staubschicht auf dem Bildschirm niederlassen, die mitbloßem Auge kaum erkennbar ist. Auch kalter Zigarettenrauchlässt sich gerne als dünner Film auf derBildschirmfläche nieder. Durch Verunreinigungen dieser Artwird die Bildqualität stark gemindert. Daher ist esprinzipiell sinnvoll, wenn Sie die Fernseherbildfläche vordem Durcharbeiten unserer Optimierungsanleitung mit einem leichtfeuchten Tuch reinigen.

Wenn Sie in unmittelbarer Nähe der Bildröhre des TVsmagnetische Gegenstände (beispielsweise nicht magnetischabgeschirmte Lautsprecher) oder bestimmte Gegenstände ausMetall (altes Bügeleisen) stehen oder liegen haben, danndürfte Ihre Bildröhre magnetisiert sein. DieseMagnetisierung muss vor den anschließenden Tests in jedemFall entfernt werden. Um nachzuprüfen, ob eineMagnetisierung vorliegt, verwenden wir das Testbild aus Abbildung3a, das 100% Rot über die gesamte Bildfläche aufweist.Spielen Sie das Testbild beispielsweise von der DVD-Discovery abund betrachten Sie es. Sie sollten eine einheitlich roteFarbfläche erkennen. Keinesfalls sollte das Bild inirgendeinem Bereich stark verfärbt wirken.


Testbild 100% Rot.



Positionieren Sie beispielsweise einen nicht oder schlechtmagnetisch abgeschirmten Lautsprecher unter dem Fernseher, sokönnte das Ergebnis ähnlich wie in Abbildung 3baussehen. Das Bild ist zur Magnetquelle hin verfärbt. In derPraxis machen sich magnetische Streufelder beispielsweise durchfleckige Darstellung von Farben bemerkbar. Vielleicht haben Siesich bei der letzten EM über die gelben Stellen imFußballrasen gewundert. In Wirklichkeit waren die Fleckengar nicht vorhanden, sondern ein magnetischer Gegenstand in derNähe des TV hat sie verursacht. Entfernen Sie vor denfolgenden Workshop-Schritten in jedem Fall die Magnetquelle! ZurEntmagnetisierung Ihres Fernsehers sollten Sie ihn perNetzschalter ausschalten (nicht auf Standby stellen). Sollte IhrFernseher keinen echten Netzschalter aufweisen (das Gerätalso nur auf Standby gestellt werden können), so ziehen Sieden Netzstecker. Lassen Sie Ihren TV anschließend füreine gute halbe Stunde ruhen. In dieser Zeit sollte sich dieeventuell vorhandene Magnetisierung abgebaut haben.

Anschließend schalten Sie Ihren Fernseher ein und lassenihn zunächst für mindestens eine halbe Stunde daslaufende Programm wiedergeben. Der Grund: Erst nach einergewissen Warmlaufphase (ca. 30 Minuten) hat sich die ElektronikIhres TV perfekt stabilisiert und das Bild nimmt seineLangzeitwerte an. Sollten sich jetzt noch Farbflecken innerhalbdes roten Testbildes befinden, so liegt ein Defekt am Fernseheroder DVD-Player vor. Konsultieren Sie in diesem Fall einenqualifizierten Fachhändler.

Das Testbild 100% Rot ist übrigens wie auch das Testbild100% Weiß sehr gut geeignet um Pixelfehler bei LC-Displayszu erkennen. Innerhalb der einfarbigen Fläche stechen diefehlerhaften Pixel durch andersfarbige Punkte hervor. Allerdingssollten Sie fehlerhafte Pixel nicht überbewerten. Einegeringe Anzahl Fehlerstellen lässt sich aufgrund derheutigen Fertigungstoleranzen nicht vermeiden. Pixel, die nichtrichtig funktionieren, fallen beim in der Praxis vorliegendenFilmmaterial auch nicht so dramatisch auf. Kritisch sind dieFehler nur bei einfarbigen Flächen, also eher imComputerbereich. Interessant ist allerdings die Möglichkeitvor dem Kauf mehrere in Frage kommende Displays mit Hilfe derDVD-Discovery und dem Testbild "100% Rot" im Bezug aufPixelfehler zu vergleichen.

Das Testbild "Rot100%" finden Sie auf der DVD-Discovery unter:
Testseite/Video/Testbilder 4:3/Farbsättigung (4:3 Fernseher)bzw.
Testseite/Video/Testbilder 16:9/Farbsättigung (16:9Fernseher)


Weitere wichtige Hinweise:

Bitte beachten Sie beim Durcharbeiten unseres Workshops fernerdie folgenden wichtigen Hinweise:

  • Kleinere Abweichungen in der Helligkeits- und Farbdarstellungzwischen einzelnen Geräten sind konstruktionsbedingtmöglich und keine Fehlfunktion.
  • Im Gegensatz zu Röhrenfernsehern (CRT) weisenLC-Displays einen geringeren Kontrast und eine geringereHelligkeit auf. Falls Sie Ihren Röhrenfernseher gegen eineder neuen flachen Techniken getauscht haben, so sollten Sie nichtüberrascht sein. Es handelt sich nicht um eine Fehlfunktiondes LC-Displays. Ferner weisen LC-Displays unter Umständeneine starke Winkelabhängigkeit des Bildes auf. Schaut manvon der Seite auf das Display, so können sich Farbwiedergabeund Kontrast stark verschlechtern. Sie sollten für diefolgenden Bildoptimierungen möglichst exakt mittig vor demDisplay sitzen und nicht seitlich auf den Schirm sehen. BeiRöhrenfernsehern wirkt sich ein seitliches Sitzen nicht sodramatisch auf den Bildeindruck aus. Um das Fernsehbild optimalbeurteilen zu können, wäre es dennoch ideal, wenn Siesich auch bei Verwendung eines Röhrenfernsehers mittig vordas Gerät setzen.
  • Für die folgenden Einstellungen sollten Sie einengewissen Abstand zur Bildfläche einhalten. Sitzen Sie zunahe am Schirm, so können Sie unter Umständen einzelnePixel unterscheiden, was den Bildeindruck stark verschlechtertund eine Einstellung der Bildparameter mit den Testbildern quasiunmöglich macht. Zu weit vom Schirm sollten Sie auch nichtentfernt sein, da Sie sonst feine Details nicht mehr erkennenkönnen. Insbesondere bei der Schärfeeinstellung ist dasErkennen dieser Strukturen jedoch entscheidend. In der Praxis hatsich ein Betrachtungsabstand von sechs- bis achtfacherBilddiagonale bewährt.
  • Wählen Sie im folgenden immer das für IhrBildformat optimale Testbild. In der Regel finden Sie auf derDVD-Discovery alle Testbilder im 4:3 und im 16:9 Format.
  • Im Idealfall führen Sie alle folgenden Tests beiabgedunkeltem Raum und Hintergrundbeleuchtung des Fernsehersdurch. Wenn Sie allerdings in der Praxis nie unter diesenIdealbedingungen fern sehen, dann nehmen Sie die Tests unter denBedingungen vor, die üblicherweise bei Ihnen zuhauseherrschen. Das TV-Bild soll schließlich auch späterbei gewöhnlichen Fernsehsitzungen optimal erscheinen.
  • Verwenden Sie für die Übertragung zwischenFernsehgerät und DVD-Player hochwertige Kabel. Schlechtabgeschirmte Kabel begünstigen hochfrequente Einstreuungen,die die Qualität der Testbilder verschlechtern. Falls Sieeine Test-DVD bei der Firma BUROSCH Audio-Video-Technikbestellen, können Sie auch eines der hochwertigen Kabel ausdem Kabelprogramm der Firma mitliefern lassen.
  • Übertragen Sie die Testbilder wenn irgend möglichim RGB-, YUV- oder zumindest S-Video-Standard. Da insbesonderedie Bilder zur Schärfeeinstellung sehr feine Linienaufweisen, besitzt das zugehörige Videosignalausgeprägte Anteile im hohen Frequenzbereich. UnterVerwendung des FBAS-Standards zur Übertragung kommt es beisolchen Videosignalen zu starken Farbfehlern im Bereich derfeinen Bildstrukturen, wodurch eine perfekte Justage derBildschärfe nicht mehr möglich ist.
    RGB kann prinzipiell nur über voll beschaltete (21 polige)Scartverbindungen übertragen werden. Achten Sie hier auchdarauf, dass Sie das Scartkabel an einer Scartbuchse des TVanschließen, die für RGB geeignet ist. Außerdemmüssen Sie unter Umständen im DVD-PlayerSetup-Menü RGB als Videoübertragungsnorm einstellen.Nähere Informationen zum Setup der Geräte finden Sie inder jeweiligen Bedienungsanleitung.
    Eine YUV-Übertragung werden Sie nur dann verwendenkönnen, wenn sowohl DVD-Player, als auch DisplayKomponentensignale unterstützen. Komponentensignale werdenin der Regel über drei Cinchbuchsen übertragen: Einerote, eine grüne und eine blaue Buchse.
    S-Videosignale übertragen Scart-Kabel ebenfalls. Alternativkönnen Sie Ihren DVD-Player oder Ihren PC auch über dieS-Video-Buchse mit dem TV verbinden. Sie erkennen diese Buchse anIhrer Form: Die passenden Stecker sehen aus wie ein kleinerMini-DIN-Stecker.
    FBAS wird über Scart oder über die gelbe Cinchbuchse anIhrem DVD-Player übertragen. In diesem Standard finden alleBildanteile über nur eine Leitung ihren Weg in denTV-Apparat, was die Qualität der Helligkeitsdarstellunginsbesondere bei Signalen mit hoher Frequenz stark mindert. HoheSignalfrequenzen sind dann vorhanden, wenn im Bild feineStrukturen zu sehen sind. Sicherlich kennen Sie diemerkwürdigen Farbschlieren, die sich bilden, wenn imFernsehen ein Herr im eng gemusterten Karoanzug gezeigt wird.Dieser Fehler beruht auf den Unzulänglichkeiten des bei deranalogen TV-Ausstrahlung verwendeten FBAS-Sendesignals.Würden Sie das gleiche Bild per DVD-Player und im S-Videooder gar RGB-Standard wiedergeben, so wären dieFarbschlieren verschwunden. Ob das Videosignal vom DVD-Player ineinem der höherwertigen Übertragungsstandards oder imschlechten FBAS-Verfahren übertragen wird, erkennen Sieleicht am folgenden Testbild (Abb.4). Es zeigt einenSiemens-Stern in den Farben grün und magenta.Übertragen Sie die Videodaten in S-Video oder höher, solassen sich die Strahlen des Sterns bis ins Bildzentrum klarunterscheiden. Bei FBAS hingegen zeigen sich zur Bildmitte hin,also dort, wo die Linien sehr eng verlaufen (feine Struktur!),starke Aliasing-Fehler, die sich in einer Verzeichnung derStrahlen und / oder in Farbschlieren äußern.
    Anmerkung: aufgrund der Verkleinerung des Testbildes fürdiesen Text haben sich in Abbildung 4 ebenfalls Fehlereingeschlichen. Auf dem Fernseher müssen die Strahlen vomRand bis zur Mitte exakt von einander unterschieden werdenkönnen und dürfen sich nicht im Bereich der Bildmitteberühren.




Siemensstern in magenta und grün.



  • Achten Sie stets auf ein perfektes Setup aller Geräte.Sowohl DVD-Player, als auch TV sollten perfekt nachBedienungsanleitung konfiguriert worden sein.
  • Generell sind die folgenden Optimierungen nur als Richtschnurgedacht. Im Rahmen Ihrer persönlichen Vorlieben ist esdurchaus erlaubt minimal von den Referenzeinstellungenabzuweichen.
  • ACHTUNG: Öffnen Sie niemals selbst IhrFernsehgerät, wenn Sie anhand der TestbilderDarstellungsmängel entdecken! Aufgrund der Hochspannung imTV-Gerät besteht beim Öffnen Lebensgefahr!Sollte Ihr Fernseher falsche Farben anzeigen oder ähnlichgravierende Fehlfunktionen zeigen, so hilft nur der Gang zumqualifizierten Fachhändler, um den Fernseher reparieren zulassen. Versuchen Sie niemals Fernseher oder andere elektrischeGeräte selbst zu reparieren!
  • Dieser Workshop dient ausschließlich der visuellenQualitätskontrolle. Eine Veränderung / Optimierungelektrischer Parameter von Geräten, beispielsweise durchEingriff in die Geräteelektronik, darf mit dieser Anleitungnicht durchgeführt werden.
  • In der hier veröffentlichten Form, hat sich der Workshopin der Praxis bereits vielfach bewährt. Bitte haben SieVerständnis, dass wir im Zusammenhang mit diesem Workshopfür direkte und indirekte Schäden keine Haftungübernehmen können. Sollten Sie sich bei irgendeinemSchritt dieser Anleitung im Bezug auf die Bedienung IhrerGeräte unsicher sein, so wenden Sie sich an einenqualifizierten Fachhändler.

Nachdem Sie nun die nötigen Vorbereitungen getroffen haben,geht es im nächsten Schritt unseres Workshops zurBildoptimierung endgültig in die Praxis. Bevor Sie loslegen,sollten Sie die TV-Regler für Helligkeit, Kontrast,Schärfe und Farbe alle auf Mittelstellung bringen. So habenSie einen klaren Ausgangspunkt für Ihre Optimierungen. Bitteführen Sie den Workshop in der hier verwendetenchronologischen Reihenfolge durch (zunächst Helligkeit, dannKontrast, Schärfe und schließlich dieFarbeinstellung). Anderenfalls wird die exakte Justageunnötig verkompliziert. Für eine vollständigeOptimierung muss der Workshop ferner komplett durchgearbeitetwerden. Es genügt nicht nur einen der Parameter Helligkeit,Kontrast, Schärfe oder Farbe einzustellen. Wir wollenzunächst die Helligkeit Ihres TV-Bildes justieren.


3. Einstellen der Helligkeit:

Die Helligkeitseinstellung bestimmt wie schwarz eine auf demBildschirm darzustellende schwarze Fläche tatsächlichoptisch erscheint. Im Fachjargon sagt man auch, dass man denSchwarzpegel des Bildes justiert.
Wird die Helligkeit zu hoch eingestellt, so wirkt das Fernsehbildwie eingegraut. Man meint das Bild durch eine Art hellen Nebel zusehen. Bei optimaler Justage der Helligkeit hingegen wirkt dasBild satt. Schwarz sieht auch tatsächlich aus wie Schwarz,und nicht wie dunkles Grau.


Pluge-Testbild.



Das ideale Testsignal zur Justage der Helligkeit ist dassogenannte "Pluge-Testbild" (Abb.5a). Für dieHelligkeitseinstellung sind die beiden vertikalen Balken links imBild ausschlaggebend. Auf Ihrem Schirm werden die Streifenvermutlich nur schwer zu erkennen sein. In der Abbildung rechtswurde die Darstellung etwas aufgehellt, um die Balken gutsichtbar zu machen.

Der dunklere Streifen im Pluge-Testbild, in Abbildung 5agrün umrahmt, entspricht einem Signalpegel von -2,5%. Er istim Optimalfall sozusagen schwärzer als schwarz eingestellt.Der hellere Streifen, in Abbildung 5a rot umrahmt, hingegenbesitzt einen Signalpegel von +2,5% oder etwas heller alsschwarz. Die umgebende dunkle Bildfläche entspricht einemPegel von 0%, also reiner schwarzer Farbe.

Das Bild Ihres TV-Gerätes ist dann perfekt eingestellt, wennder dunklere Balken gerade nicht mehr vom umgebenden Schwarz zuunterscheiden ist. Der hellere Balken kann dann gerade noch vomRest des Bildes unterschieden werden. Verändern Sie dieHelligkeit Ihres Fernsehers so lange, bis dieser Zustand erreichtist. Unterstützend für Ihre Justage sind in Abbildung5b mögliche krasse Fehleinstellungen der Helligkeit gezeigt.So sollte Ihr Fernseher das Testbild nichtwiedergeben.


Helligkeitseinstellung fehlerhaft.



In der Praxis ist die Helligkeitseinstellung elementar wichtigfür die korrekte Wiedergabe von Nachtaufnahmen. Sie erinnernsich spontan an einen Ihrer Lieblingsfilme, bei dem einige Szenenin der Nacht spielen? Perfekt! Legen Sie die DVD ein und spielenSie diese Szenen ab. Sehen die Bilder realistisch aus? Handelt essich tatsächlich um pechschwarze Nacht? Oder scheint selbstdie dunkelste Szene von hellem Mondlicht in zartem Graudurchleuchtet zu werden? Im letzteren Fall sollten Sie dieHelligkeitseinstellung nochmals kontrollieren und gegebenenfallsdiesen Parameter etwas niedriger justieren. WeitereInformationen, wie Sie die Bildeinstellungen anhand realer Motiveüberprüfen können, erhalten Sie in Abschnitt 8.

Das Pluge-Testbildfinden Sie auf der DVD-Discovery unter:
Testseite/Video/Testbilder 4:3/Helligkeit (4:3 Fernseher)bzw.
Testseite/Video/Testbilder 16:9/Helligkeit (16:9 Fernseher)


4. Kontrasteinstellung:

Die Einstellung des Kontrasts ist eng verbunden mit derEinstellung der Helligkeit. Während Sie mit Hilfe desHelligkeitsreglers den absoluten Schwarzpegel justiert haben,können Sie mit dem Kontrastregler den Weißpegel desBildes beeinflussen. Sie stellen mit dem Kontrast also ein, wiehell ein echtes Weiß auf dem Bildschirm tatsächlichwiedergegeben wird. Ein zu niedriger Weißpegel bzw.Kontrast zeigt sich optisch in matten dunklen Bildern. Nochunangenehmer allerdings ist ein zu weit aufgedrehterKontrastregler. Er führt zum Überstrahlen weißerFlächen. Feine Details innerhalb heller Bildbereiche gehenin diesem Fall insbesondere auf LC-Displays verloren. Fürdie Einstellung des Kontrasts sollten Sie je nach verwendeterDisplay-Technologie zu unterschiedlichen Testbildern greifen.

Röhrenfernseher und Röhrenprojektoren:
Wie bei der Einstellung der Helligkeit verwenden wir das"Pluge"-Testbild. Jetzt sollten Sie Ihre Aufmerksamkeit demrechten Bildbereich zuwenden. Sie sehen mehrere übereinanderangeordnete, gleich breite Rechtecke in unterschiedlichenGrautönen (Abb.6a).




Zur optimalen Einstellung des Kontrasts drehen Sie denKontrastregler solange langsam auf bis die helleren Rechteckeoben anfangen breiter zu erscheinen, als die dunkleren Rechteckeunten (die Rechtecke "laufen aus"). Ist das der Fall, so habenSie Ihre Bildröhre übersteuert. Der Elektronenstrahl,den die Röhre auf die Phosphorschicht zur Bildwiedergabeschickt, regt den Phosphor in diesem Zustand derart an Lichtauszusenden, dass direkt neben dem Rand der Rechtecke liegendeBildpixel überstrahlt werden.Aus diesem Umstand resultierteine verringerte Detailauflösung des Fernsehers,insbesondere in hellen Bildbereichen. Nehmen Sie den Kontrastdaher wieder so weit zurück, bis die Rechtecke gerade nochgleich breit erscheinen.

Das Pluge-Testbildfinden Sie auf der DVD-Discovery unter:
Testseite/Video/Testbilder 4:3/Helligkeit (4:3 Fernseher)bzw.
Testseite/Video/Testbilder 16:9/Helligkeit (16:9 Fernseher)

LC-Displays, Plasmafernseher und alle Projektoren (außerRöhrenprojektoren):
Für Fernseher, die nicht mit Röhrentechnik arbeiten,eignet sich das Pluge-Testbild weniger gut. Besser geeignet istdas Bild, das Sie in Abbildung 6b sehen. Es stellt eine16-stufige Grautreppe dar, deren Weißwert im oberen undunteren Bildbereich gegenläufig von 0% bis 100% durchgestuftwird.


16-stufige Grautreppe



Zur Einstellung des Kontrasts sind die hellsten Stufen obenrechts bzw. unten links und die dunkelsten Stufen oben links undunten rechts interessant. Drehen Sie den Kontrastregler solangeauf bzw. zu, bis die einzelnen Stufen alle klar voneinander zuunterscheiden sind.

In Abbildung 6c sehen Sie fehlerhafte Einstellungengegenübergestellt. Links sehen Sie das Testbild mit deutlichzu hohem Kontrast. Die jeweils höchsten und niedrigstenStufen können nicht mehr unterschieden werden.Im rechtenTeil von Abbildung 6c sehen Sie hingegen den Einfluss eines zuniedrig eingestellten Kontrasts auf die Grautreppe. Die einzelnenStufen weisen mit zunehmender Abnahme des Kontrasts einen immerähnlicheren Grauton auf. Im Extremfall können dieeinzelnen Stufen auch hier nicht mehr unterschieden werden.


Kontrasteinstellung fehlerhaft.



Sie finden die16-stufige Grautreppe auf der DVD-Discovery unter:
Testseite/Video/Testbilder 4:3/Kontrast (4:3 Fernseher) bzw.
Testseite/Video/Testbilder 16:9/Kontrast (16:9 Fernseher)

Probleme:
Bei der Einstellung von Kontrast und Helligkeit kann es zuProblemen kommen. Leider sind die beiden Parameter alles andereals unabhängig voneinander. So haben Sie eventuell imvorhergehenden Schritt die Helligkeit perfekt eingestellt. Nunbemerken Sie, dass Sie für eine perfekte Justage desKontrasts die Helligkeitseinstellung wieder zunichte machen.Umgekehrtes Problem tritt ebenfalls auf. Hier hilft nur ein wenigprobieren. Finden Sie einen Kompromiss, der sowohl Helligkeit alsauch Kontrast entgegenkommt. Insgesamt empfehlen wir Ihnen,lieber die Helligkeit ein wenig zu hoch zu wählen, anstattden Kontrast zu stark zu betonen. Bei Ihrer Einstellung sindsicher auch die im folgenden vorgestellten ergänzendenTestbilder hilfreich.



Weitere interessante Testbilder für Helligkeit undKontrast.

Grautreppe 16-stufig. Grautreppe 16-stufig, 70% bis 100%:(Abb.7)
Wie die obige Grautreppe kann auch diese Grautreppe sehr gut zurEinstellung des Kontrasts verwendet werden. Im Unterschied zumoberen Testbild ist die Abstufung zwischen den einzelnen Streifenhier genauer. Die Justage ist entsprechend exakter, aber auchschwieriger.

Sie finden die16-stufige Grautreppe 70% bis 100% auf der DVD-Discoveryunter:
Testseite/Video/Testbilder 4:3/Kontrast (4:3 Fernseher) bzw.
Testseite/Video/Testbilder 16:9/Kontrast (16:9 Fernseher)
Grautreppe 0% bis 30% und 70% bis 100%. Grautreppe 0% bis 30% und 70% bis 100%gegenläufig: (Abb. 8)
Auch dieses Testbild ermöglicht eine exakte Justage desKontrasts. Zusätzlich zur 16-stufigen Grautreppe von 70% bis100% oben ist hier noch der Bereich zwischen 0% und 30%Weißwert vorhanden. Daher eignet sich dieses Testbildinsbesondere für die Einstellung des Kontrasts, wenn dieHelligkeit (bzw. der Schwarzwert) im Auge behalten werdensoll.

Sie finden die16-stufige Grautreppe von 0% bis 30% und 70% bis 100% auf derDVD-Discovery unter:
Testseite/Video/Testbilder 4:3/Kontrast (4:3 Fernseher) bzw.
Testseite/Video/Testbilder 16:9/Kontrast (16:9 Fernseher)
Window-Testbild. Window-Testbild: (Abb. 9)
Das Window-Testbild dient einer schnellen Überprüfungvon Kontrast und Helligkeit. Die weiße Fläche in derBildmitte sollte sauber ohne auszufransen von der schwarzenUmgebung zu unterscheiden sein.

Sie finden dasWindow-Testbild auf der DVD-Discovery unter:
Testseite/Video/Testbilder 4:3/Kontrast (4:3 Fernseher) bzw.
Testseite/Video/Testbilder 16:9/Kontrast (16:9 Fernseher)
Window-Testbild. Winterlandschaft: (Abb. 10)
In diesem Realtestbild sehen Sie eine verschneite, hügeligeWinterlandschaft. An den feinen Schneeformationen lassen sichHelligkeit und Kontrast gut beurteilen. Achten Sie auf diefeinen, schneebedeckten Baumwipfel. Die einzelnen Äste derim Bildvordergrund sichtbaren Bäume sollten klarunterschieden werden können. Die schwere Schneelast musssich klar einzelnen Zweigen zuordnen lassen. Es darf nicht zueiner einheitlich weißen Darstellung der Zweige ohneDifferenzierung kommen. In diesem Fall wurde der Kontrast zu hocheingestellt. Achten Sie auch darauf, dass die Bäume imHintergrund klar unterschieden werden können. Die einzelnenSpitzen sollen sich deutlich voneinander abheben.

Sie finden dasWindow-Testbild auf der DVD-Discovery unter:
Testseite/Video/Testbilder 4:3/Realtestbilder (4:3 Fernseher)bzw.
Testseite/Video/Testbilder 16:9/Realtestbilder (16:9Fernseher)

5. Schärfeeinstellung:

Dieser Schritt unseres Workshops ist nur für diejenigenunter Ihnen interessant, die einen Fernseher mit separaterMöglichkeit zur Schärfeeinstellung besitzen.

Im Optimalfall ist die Bildschärfe so eingestellt, dassfeine Linien klar und deutlich zu erkennen sind, ohneDoppelkonturen zu zeichnen. Um das TV-Bild dahingehend zuüberprüfen, kann das Oktobar-Testbild (Abb.11a)verwendet werden.

Es zeigt in der linken Bildhälfte einen weißen,horizontal verlaufenden Balken auf schwarzem Untergrund. Auf derOberseite des Balkens befinden sich eine Reihe von links nachrechts schmäler werdender Striche. In der rechtenBildhälfte wird diese Anordnung nochmals wiederholt,allerdings mit spiegelsymmetrischer Farbgebung und Anordnung.


Oktobar Testbild.



Drehen Sie den Schärferegler solange, bis möglichstalle vertikal verlaufenden Striche in beiden Bildhälftenklar und deutlich erkennbar sind. Sie sollten scharf umrissensein und exakt weiß bzw. schwarz erscheinen. Sollten dieeinzelnen Striche an ihren Rändern Grautöne aufweisen,so ist die Bildschärfe zu hoch eingestellt. Gleiches gilterst recht, wenn die Striche stark ausfransen oder dieschmäleren Striche gar nicht mehr voneinander unterschiedenwerden können.

Eine gute Überprüfung der Schärfe ist auch amGitterbild 21/13 möglich, das Sie in Abbildung 11babgebildet sehen. Links sehen Sie das Original, rechts zweimögliche Fehler in der Schärfewiedergabe. Das Testbildist durchzogen von einem Gitternetz. Achten Sie für dieBeurteilung der Schärfe auf die exakte Darstellung derweißen Linien. Sie sollten von der Bildmitte bis zu denäußersten Bildkanten scharf und klar gezeichnet sein.In der Mitte der Abbildung 11b sehen Sie ein über diegesamte Bildfläche unscharfes Bild. In diesem Fall ist eineErhöhung der Bildschärfe mit dem entsprechenden Reglersinnvoll. Ganz rechts in Abbildung 11b hingegen sind dieRandbereiche des Bildes unscharf, die Mitte allerdings wirdkorrekt wiedergegeben. In diesem Fall ist eine befriedigendeEinstellung der Bildschärfe mit dem vorhandenen Regler unterUmständen nicht möglich, da ein Fehler an Ihrem TVvorliegen könnte. Sollte sich die Unschärfe in denBildrandbereichen stark störend auf den Bildeindruckauswirken, so muss Ihr Fernsehapparat zu einem qualifiziertenFachhändler.


Schärfeeinstellung fehlerhaft.



Sie finden das OktobarTestbild auf der DVD-Discovery unter:
Testseite/Video/Testbilder 4:3/Auflösung (4:3 Fernseher)bzw.
Testseite/Video/Testbilder 16:9/Auflösung (16:9Fernseher)

Sie finden dasGitterbild 21/13 auf der DVD-Discovery unter:
Testseite/Video/Testbilder 4:3/Geometrie (4:3 Fernseher)
Testseite/Video/Testbilder 16:9/Geometrie (16:9 Fernseher)



Weitere interessante Testbilder für dieSchärfeeinstellung:



Siemensstern. Siemensstern, schwarz-weiß:(Abb.12)
Das Testbild "Siemensstern" besteht aus kreisförmigangeordneten, zum Mittelpunkt hin schmäler werdenden,schwarzen Streifen auf weißem Hintergrund. Achten Siedarauf, dass die Streifen bis zum Zentrum klar voneinander zuunterscheiden sind.

Sie finden denSiemensstern auf der DVD-Discovery unter:
Testseite/Video/Testbilder 4:3/Schärfe (4:3 Fernseher)
EIJA-Testbild. EIJA-Testbild: (Abb.13)
Das "EIJA"-Testbild können Sie verwenden, um Schärfe,Helligkeit und Kontrast anhand eines Testbildes zuüberprüfen. Im Bezug auf Kontrast und Helligkeit sindinsbesondere die rahmenförmig um das Zentrum des Bildesangeordneten, in mehrere Rechtecke unterschiedlichen Grausgestuften Abschnitte interessant. Die Einstellung dieser beidenParameter erfolgt wie bei den Testbildern zur Helligkeits- undKontrasteinstellung. Die Schärfe hingegen können Sie anden feinen Linien des Testbildes überprüfen,beispielsweise an den horizontal und vertikal verlaufenden Besen.Sie sollten von Ihrem TV-Gerät klar und ohne Doppelkonturendargestellt werden.

Sie finden dasEIJA-Testbild auf der DVD-Discovery unter:
Testseite/Video/Testbilder 4:3/Bildschärfe (4:3Fernseher)
. Reales Testbild für dieSchärfeeinstellung: (Abb.14)
Anhand dieses Testbildes der DVD-Discovery können Sie dieSchärfe an einem realen Motiv nachprüfen. Achten Sieauf eine perfekte Darstellung der feinen, in die Stirn der Kinderfallenden Haare. Sie sollten klar umrissen und plastischwahrgenommen werden.

Sie finden dasRealtestbild auf der DVD-Discovery unter:
Testseite/Video/Testbilder 4:3/Realtestbilder (4:3 Fernseher)
Testseite/Video/Testbilder 16:9/Realtestbilder (16:9Fernseher)
. Reales Testbild für dieSchärfeeinstellung: (Abb.15)
Ein weiteres reales Testbild ist das in Abbildung 14 gezeigte.Die feinen Verstrebungen der technischen Anlage im Abendrotsollten alle scharf und deutlich umrissen dargestellt werden.

Auch diesesRealtestbild finden Sie auf der DVD-Discovery unter:
Testseite/Video/Testbilder 4:3/Realtestbilder (4:3 Fernseher)
Testseite/Video/Testbilder 16:9/Realtestbilder (16:9Fernseher)

6. Überprüfung derKonvergenz:

Jedes Fernsehbild wird aus den Grundfarben Rot, Grün undBlau aufgebaut. Alle anderen Farben entstehen aus diesenRGB-Primärfarben durch optische Mischung im Auge. Mankönnte stark vereinfachend auch sagen, dass sich dasTV-Bildaus einem roten, einem grünen und einem blauen Bildzusammensetzt. Diese Einzelbilder müssen exaktübereinander liegen, um eine perfekte Farbmischung zugewährleisten. Durch technische Schwierigkeiten kann esinsbesondere bei Röhrenfernsehern undRöhrenprojektoren, aber auch bei LCD- und DLP-Projektorenmit 3-Panel-Technik dazu kommen, dass eine exakte Lage derEinzelfarben nicht mehr gewährleistet ist.Die dadurchentstehenden Fehler nennen sich Konvergenzfehler undäußern sich durch farbige Säume an Farbgrenzen,insbesondere an Grenzen von weißenBildgegenständen.


Gitter 7/5 mit Dots.



Zur Kontrolle der Konvergenz verwenden wir das Testbild "Gitter5/7 mit Dots". Achten Sie darauf, dass alle weißen Linienund insbesondere auch die weißen Punkte exakt weißund scharf umrissen dargestellt werden. Nur wenn die Farben Rot,Grün und Blau zu exakt gleichen Anteilen und auf genau diegleichen Phosphorpixel der Bildröhre treffen, wird eine reinweiße Farbe angezeigt. Ansonsten entstehen Farbsäumean feinen weißen Strukturen oder das Weißverändert seinen Farbton in Richtung einer der Grundfarben.In Abbildung 16 ist im vergrößerten Ausschnitt linksein Quadrat mit Punkt ideal dargestellt, rechts dagegen zeigensich Farbsäume (zur Verdeutlichung übertriebendargestellt). Besonders kritisch auf Konvergenzfehler sind dieRandbereiche des Bildes. Daher sollten Sie besonders die Punkteund Linien in den Außenbereichen von Abbildung 16 im Augebehalten. Beachten Sie, dass je nach Qualität IhresFernsehers und verwendeter BildröhrentechnologieKonvergenzfehler in gewissen Toleranzen möglich undunbedenklich sind. Sollten sich jedoch deutliche Farbschlieren anden Rändern der Linien bzw. Punkte zeigen, die auch denBildeindruck von realen Bildern (siehe Abschnitt8) stark beeinträchtigen, so ist die Konvergenz nichtrichtig justiert. Konsultieren Sie in diesem Fall einenqualifizierten Fachhändler.

Das Testbild Gitter5/7 mit Dots finden Sie auf der DVD-Discovery unter:
Testseite/Video/Testbilder 4:3/Geometrie (4:3 Fernseher) bzw.
Testseite/Video/Testbilder 16:9/Geometrie (16:9 Fernseher)


7. Farbsättigung und Farbtoneinstellen:

In den bisherigen Schritten des Workshops zur Bildoptimierunghaben wir in erster Linie mit Schwarz-Weiß-Testbilderngearbeitet, die zur Einstellung der Helligkeit, des Kontrasts undder Bildschärfe ausreichend waren. Im folgenden nehmen wirdie Farbwiedergabe mit hinzu. Technisch bedingt besteht bei derFarbwiedergabe ein Unterschied zwischen den einzelnenFernsehnormen. Während die in Deutschland gebräuchlichePAL-Norm den Farbton automatisch justiert, ist dieseGröße bei NTSC-Geräten über einen separaten"Tint-Regler" einzustellen. Die Farbsättigung, also dieIntensität oder umgangssprachlich vielleicht auch"Knalligkeit" der Farbe, muss bei beiden Systemen optimiertwerden. Beachten Sie daher bei den folgenden Tipps, dass Sie beiNTSC-TVs zwei Regler für die Einstellungen zurVerfügung haben, bei PAL-Geräten nur einen.

Zunächst machen wir einen kurzen Exkurs in dieFarbdarstellung bei TV-Geräten. Alle Fernsehbilder werden inder PAL-Norm im sogenannten RGB-Farbraum beschrieben. Diedarzustellenden Farben entstehen durch additive Farbmischung ausden sogenannten Grundfarben oder auch Primärfarben bzw.Primärvalenzen Rot (R), Grün (G) und Blau (B). Derexakte Farbton der einzelnen Primärfarben ist in derPAL-Norm standardisiert. Möchten Sie einen ganz bestimmtenFarbton erhalten, so müssen die drei Grundfarben inbestimmtem Verhältnis zusammengemischt werden. Die Anteilekönnen dabei Werte zwischen 0 (Farbe wird überhauptnicht verwendet) und 255 (Farbe wird in der maximalen Mengebeigemischt) annehmen. Abbildung 17a zeigt eine Übersichtüber den RGB-Farbraum. Sie sehen die Grundfarben und einigeMischfarben inklusive des Mischungsverhältnisses, um dieseMischfarben zu erhalten.


RGB-Farbraum.



Wenn Sie beispielsweise ein schönes Gelb herstellenmöchten, mischen Sie einfach Rot und Grün zu 255 undBlau zu 0 zusammen (siehe Abbildung 17a). Schwarz ergibt sichhingegen, wenn Sie gar keine Farbe verwenden, wenn Sie also Rot,Grün und Blau auf 0 setzen. Stellen Sie sich zurVerdeutlichung einen Wasserfarbkasten vor, bei demzusätzliche Farben auch durch Mischen der vorhandenen Farbenentstehen. Allerdings ermischen Sie bei der hier verwendetenadditiven Farbmischung schwarz, indem Sie keine Farbe verwendenund weiß indem Sie alle Farben mit gleichem Maximalanteil(255) auftragen. Beim Wasserfarbkasten, der auf der subtraktivenFarbmischung basiert, ist es genau umgekehrt.

Die Farbmischung selbst erfolgt jedoch nicht imFernsehgerät, sondern im Auge des Betrachters. Wenn Sie sichganz nahe an die Bildfläche Ihres TVs begeben, könnenSie kleine rote, grüne und blaue Bildpixel erkennen. Siesehen jetzt ganz deutlich, dass sich das TV-Bild tatsächlichnur aus den Farben Rot, Grün und Blau zusammensetzt. GehenSie jetzt einige Schritte zurück und betrachten Sie dasFernsehbild erneut. Ihr Auge kann die winzigen Pixel aus dergrößeren Entfernung nicht mehr getrennt auflösen.Sie sehen die Farbe, die sich ergibt, wenn man die Farbanteile,die von den einzelnen Pixeln wiedergegeben werden,zusammenmischen würde.

Auf diese Weise beschreiben die Primärvalenzen Rot,Grün und Blau alle Fernsehbilder vollständig. Eineweitere Größe muss nicht übertragen werden,weshalb selbst unter Verwendung der hochwertigenRGB-Übertragung nur drei Informationen vorliegenmüssen. Eventuell fragen Sie sich nun, was es dann mitGrößen wie Helligkeit, Farbton und Farbsättigungauf sich hat, die beispielsweise bei der YUV-Übertragung zumEinsatz kommen. Ganz grob können Sie sich vorstellen, dassdiese drei Größen recht simpel aus den Grundfarben RGBberechnet werden können. Es handelt sich sozusagen nur umeine andere aber gleichwertige Art der Darstellung, die aus RGBabgesehen von minimalen Rundungsverlusten problemlos gewonnenwerden kann. Weitere Informationen zur Farbdarstellung aufTV-Apparaten finden Sie in den Literaturhinweisen und Internetseiten.


Farbbalken Testbild 75%.



Nach dieser kurzen Einführung kommen wir jetzt zurückzur Bildoptimierung. Um die Farbe perfekt justieren zukönnen, verwenden wir das Farbbalkentestbild mit 75%Sättigung, das Abbildung 17b zeigt.
Die einzelnen Farbbalken sind in genau den gleichen Farbengehalten, die wir oben in Abbildung 17a im RGB-Raum dargestellthaben. Prinzipiell sollten Sie die folgenden Farbbalken von linksnach rechts erkennen: Weiß, Gelb, Cyan, Grün, Magenta,Rot, Blau, Schwarz. Es empfiehlt sich ein hochwertiger Ausdruckdes Farbbalkentestbildes, um grob zu kontrollieren, ob die Farbenvom Fernsehapparat korrekt dargestellt werden. Für diesenZweck können Sie ein hochauflösendes Exemplar herunterladen. Sollte Ihr Fernseherandere Farben anzeigen, so liegt ein Defekt vor. Bringen SieIhren TV in diesem Fall zur Reparatur zu einemFachhändler.
Um die Farbe zu optimieren, verändern Sie die Stellung desFarbreglers so lange, bis der rote Balken gut gesättigtwirkt, das daneben liegende Magenta aber noch nichtüberstrahlt.Abbildung 17b zeigt den relevantenBildausschnitt vergrößert in der rechten Hälfte.Im oberen Ausschnitt sehen Sie ein gutes Resultat. Die Grenzezwischen den beiden Farben ist optimal scharf und nichtausgefranst. Der untere Ausschnitt hingegen zeigt (etwasübertrieben) die Auswirkung einer zu hohenFarbsättigung. Der rote Balken verbreitert sich durch dieÜberstrahlung der direkt an der Farbgrenze liegendenMagenta-Pixel. Außerdem ist die Grenzlinie nicht mehr klargezeichnet. Sie erscheint in eher verschwommenem Rot.

Ein weiteres, bei der Farbeinstellung recht hilfreiches Testbildist ein Bild, das über die gesamte Bildflächeweiß ist. Es muss auch tatsächlich rein weißwiedergegeben werden. Es darf keinesfalls einen leichtenFarbstich aufweisen. Abbildung 17c zeigt die Unterschiedezwischen einem sehr gut justierten Fernseher und einergestörten Farbwiedergabe.


Farbkontrolle am Testbild 100% Weiß.



Besonders aussagekräftig im Bezug auf die Farbdarstellungsind Bilder mit natürlichem Motiv. InsbesondereHauttöne müssen realistisch wiedergegeben werdenkönnen. Auf die Bildkontrolle an realen Motiven gehen wirdaher im Abschnitt Bildkontrolle an realenTestbildern noch gesondert ein. Vorher möchten wir Ihnenjedoch eine ganz andere, sehr komfortable und einfache Methodeder Farb-Grobjustierung mittels DVD-Discovery vorstellen.

Sie finden dasTestbild auf der DVD-Discovery unter:
Infoseite/Test ("Quicktest") (4:3 und 16:9 Fernseher)

Sie finden dasTestbild 100% Weiß unter:
Testseite/Video/Testbilder 4:3/Leuchtdichteverteilung (4:3Fernseher) bzw.
Testseite/Video/Testbilder 16:9/Leuchtdichteverteilung (16:9Fernseher)


Farbjustage bei PAL-Bildern mittels DVD-Discovery undBlaufolie

Im Bezug auf die Farbeinstellung kann die DVD-Discovery der FirmaBUROSCH Audio-Video-Technik mit einer Besonderheit aufwarten, diedie Einstellung von Farbfernsehern nach dem in Deutschlandverwendeten PAL-Standard sehr einfach gestaltet. Bisher einmaligist die Beigabe einer blauen Farbfolie zur DVD-Discovery. Wie mandamit die Farbwiedergabe eines PAL-TVs unter Verwendung desspeziellen Testbilds aus Abbildung 18a grob einstellt, wollen wirnun kurz darstellen. Sie finden das Testbild innerhalb derJustageerläuterungen ("Quicktest") im Informationsteil derDVD-Discovery.


Testbild zur Farbeinstellung.



Das Testbild beinhaltet mehrere Felder in den Farben Blau,Magenta und Cyan.Nehmen Sie die blaue Folie und betrachten Siedas Fernsehbild durch die Folie hindurch.Sie erkennen jetztvermutlich immer noch die verschiedenen Felder des Testbildes,allerdings weisen sie jetzt unterschiedliche Blautöneauf.

Möglicherweise ähnelt das, was Sie jetzt sehen, einerder Abbildungen 18b bis 18d.Verändern Sie die Stellung desFarbreglers so lange, bis Sie möglichst nur noch eineinziges Blau sehen, und die einzelnen Felder nicht mehrvoneinander unterscheiden können. Diesen Zustand sehen Siebeispielhaft in Abbildung 18b. Beachten Sie, dass es Ihnenvermutlich nicht gelingen wird, einen Zustand zu erreichen, indem alle Farbfelder exakt den gleichen Blauton aufweisen.Zumindest an den Grenzen der einzelnen farbigen Flächenwerden Sie Farbunterschiede bemerken. Ignorieren Sie leichteAbweichungen im Farbton der einzelnen blauen Felder.

So wie in Abbildung 18c oder 18d sollte Ihr Fernsehbild nach derJustage allerdings nicht mehr aussehen. Ist die Farbe am TV zuhoch eingestellt, so setzen sich die Rechtecke oben rechts undunten links stark dunkel vom Rest des Testbildes ab.Sie sehendiesen Zustand in Abbildung 18c. Im Unterschied dazu erkennt manzu niedrige Farbeinstellungen daran, dass sich die gleichenRechtecke durch einen besonders hellen Blauton vom Rest desTestbildes unterscheiden. Dieser Zustand ist zur Verdeutlichungin Abbildung 18d wiedergegeben.


Ansicht des Testbildes zur Farbeinstellung bei gut, zu hoch und zu niedrig eingestelltem Farbregler.



Sie finden dasTestbild auf der DVD-Discovery unter:
Infoseite/Test ("Quicktest") (4:3 und 16:9 Fernseher)


8. Bildkontrolle an realenTestbildern:

Das Testbild aus Abbildung 19a eignet sich sehr gut für dieKontrolle der Farbjustierung. Betrachten Sie das Bild der beidenJungs. Besonders aufmerksam und kritisch sollten Sie sich dieGesichter ansehen. Wird die Haut zart rosa und realistischdargestellt? Es sollte kein unnatürlicher Farbstichvorhanden sein. Achten Sie hier extrem penibel auf einenatürliche Darstellung der Hauttöne. Zum besserenVergleich können Sie das Testbild der Jungs auch auf einemhochwertigen Drucker möglichst auf Fotopapier ausdrucken. Zudiesem Zweck finden Sie auch zu diesem Testbild ein hochauflösendes Exemplar zumDownload. Insbesondere das amerikanische NTSC-Fernsehsystemweist Schwächen bei der Farbtonwiedergabe auf. Sollten Siesolch ein System optimieren, verwenden Sie den "Tint"-Regler umanhand der Gesichtsfarbe der beiden Knaben den häufiganzutreffenden Grünstich zu eliminieren. Achten Sie auch aufdie Farbe der T-Shirts der beiden Jungs.Während der kleinereder beiden Kinder ein rotes T-Shirt trägt (links knapp imBild zu sehen), trägt der rechte ein grünes Hemd. BeideFarben sollten sauber und satt dargestellt werden. Es darf auchhier keine Farbverfälschung in Form eines Farbstichsauftreten. Zum anderen sollte der weiße Hintergrund desBildes rein weiß erscheinen. Ein eventuell vorhandenerFarbstich macht sich in einer leichten Einfärbung desHintergrunds bemerkbar.Das rechte Bild in Abbildung 19a weisteinen zur besseren Ansicht leicht übertriebenen Rotstichauf. Die beiden Jungen sind nun keine Mitteleuropäer mehr,sondern scheinen eher "Indianern mit Sonnenbrand"anzugehören. Beachten Sie, dass sich bei der Wiedergabeeines Bildes auf einem Fernseher mit Farbstich die Farbwiedergabeunter Umständen nicht nur in eine Farbtonrichtungverändert. Im Beispiel kÃnnte sich derweiß blaue Hintergrund ebenfalls rÃtlichverfärben oder auch in einem anderenunrealistischen Farbton erscheinen.

Erkennen von Farbstichen im Bild.


Testbilder mit realen Motiven sind immer prädestiniertfür eine Kontrolle der Farbwiedergabe.Daher haben wir imfolgenden ein weiteres Testbild ausgewählt, an dem wir allewichtigen Bildverfälschungen noch einmal deutlich machenmöchten. Unser Testbild besteht aus Erdbeeren, einem Motiv,das jeder aus dem alltäglichen Umgang mit dem Obst kennt. Eseignet sich gerade aus diesem Grund hervorragend umherauszufinden, wie genau der Fernsehapparat im Bezug auf dieBilddarstellung an die Realität heranreicht. Ziel istnatürlich, dass Erdbeeren auf dem Fernsehschirmmöglichst genauso aussehen, wie wenn die Erdbeeren in einerKiste vor uns stünden. Zum besseren Vergleich könnenSie ein hochauflösendesErdbeeren-Testbild herunterladen und auf hochwertigem Papiermit einem guten Farbdrucker ausdrucken.


Testbild Erdbeeren.


Abbildung 19b zeigt das Erdbeermotiv. Ganz links im Bild sehenSie das Original, in der Bildmitte eine zu dunkle Ausgabe undganz rechts ein Bild, bei dem die Helligkeit zu hoch eingestelltwurde.


Testbild Erdbeeren.


In Abbildung 19c sehen Sie die Auswirkung der Bildschärfeauf das Motiv, allerdings etwas übertrieben, um dieAuswirkungen des Schärfereglers besser demonstrieren zukönnen.Während ganz links wiederum das Originalabgebildet ist, sehen Sie in der Mitte eine übertriebenscharfe Ausgabe des Motivs. Deutlich zu erkennen sind starküberzeichnete helle Bildbereiche, beispielsweise dieLichtreflexionen auf den Früchten. Das Bild wirkt unangenehmstark gezeichnet.
Ganz rechts hingegen sehen Sie die Erdbeeren verschwommen. Auchwenn die Auswirkung bei zu geringer Bildschärfe in derPraxis nicht so dramatisch ausfällt, so ist der Effekt aucham Fernseher in Grenzen erkennbar. Feine Bilddetailsverschwinden. Sind alle Geräte perfekt justiert undeingestellt, so müssten Sie bei Übertragung derVideoinformation im qualitativ hochwertigen RGB-Format auch diefeinen Härchen der Früchte erkennen können.


Testbild Erdbeeren.


Mit Abbildung 19d möchten wir Ihnen die Auswirkung vonFarbstichen und Fehlern in der Farbsättigung auf dieErdbeeren demonstrieren. In der oberen Reihe sehen Sie links wiebisher auch das Originalbild. Daneben ein Exemplar mit starkübertriebener Farbsättigung. Sie sehen Erdbeeren vorsich, die mit stark leuchtendem Lebensmittelfarbstoffkünstlich aufgepeppt worden zu sein scheinen. Ganz imKontrast dazu das Bild in der ersten Reihe ganz rechts. Hierwurde die Farbsättigung deutlich zu niedrig justiert. DasErgebnis sind Erdbeeren, die leicht verschimmelt wirken. Esscheint so, als ob sich eine leichte Ascheschicht über dieFrüchte gelegt hätte. Als ideal justiert kann IhrFernsehbild dann gelten, wenn Sie die Lust verspüren in dieErdbeeren zu beißen. Wenn Ihnen beim bloßen Anblickdas Wasser im Mund zusammenläuft. Wahrscheinlich wird esIhnen am ehesten beim Originalbild so gehen. Das Bild ganz rechtsdürfte Ihren Appetit hingegen am wenigsten anregen.
In der unteren Reihe zeigt Abbildung 19d noch einmal beispielhaftdie Auswirkung von Farbstichen auf das Bild. Sie sehen zurVerdeutlichung die Auswirkungen eines Rot-, eines Grün-, undauch eines Blaustichs. Sie sollten darauf achten, dass die Farbenso natürlich wie möglich erscheinen. Die Früchtesollen vollreif und "zum Reinbeißen" aussehen.


Weitere interessante Realtestbilder:

Natürlich ist das Erdbeeren-Testbild nicht das einzigeTestbild mit realem Motiv, das sich für eine Beurteilung desFernsehbildes eignet. Sehr gut geeignet sind auchLandschaftsaufnahmen und generell Personenaufnahmen. Achten Siegrundsätzlich auf eine möglichst realistischeDarstellung. Vergleichen Sie die Aufnahmen mit der realen Natur.Ideal ist es, wenn Sie das reale Motiv direkt vor sich haben unddurch intensives studieren des Aussehens auch kleinsteUnterschiede bemerken können. Die DVD-Discovery hälteine ganze Sammlung hochwertiger Fotografien bereit, die Siefür Ihre Optimierungen verwenden können. Einige weitereinteressante Bilder möchten wir Ihnen im folgenden kurzvorstellen.


Testbild Kiwis. Testbild Kiwis: (Abb.19e)
Auch auf dem Testbild "Kiwis" ist Obst abgebildet, diesmalallerdings in einem satten grün. Achten Sie auf die exakteDarstellung der feinen, weißen, vom Zentrum der Scheibennach außen verlaufenden Fruchtfleischlamellen. Die kleinenKernchen der Kiwis sollten klar umrissen erscheinen. Jeder Kernscheint über eine halmartige Struktur mit dem weißenZentrum des Obstes verbunden zu sein. Achten Sie auch auf diefeinen Fruchtsafttröpfchen, mit denen die Früchteübersäht sind.
Idealerweise nehmen Sie sich eine reale Kiwi zur Hand undschneiden Sie in dünne Scheiben. Legen Sie sie inähnlicher Weise auf einen Teller wie in Abbildung 19e.Dadurch können Sie die Natur perfekt mit der Wiedergabe aufIhrem TV vergleichen. Sie sollten sich erst dann mit derBildqualität zufrieden geben, wenn Sie Ihnen beim Anblickder Kiwis auf dem Fernseher genauso das Wasser im Mundezusammenläuft, wie beim Anblick der Kiwis auf demTeller.
Testbild Fruchtarangement. Testbild Fruchtarrangement:(Abb.19f)
Dieses Testbild zeigt einen Tisch voller verschiedensterFrüchte. Unter anderem sehen Sie auch die Ihnen bereitsbekannten Erdbeeren und Kiwis. Achten Sie darüber hinaus aufeine scharfe Darstellung der Stiele der Kirschen unten links imBild. Die Melonen weisen innerhalb des roten FruchtfleischesKernvertiefungen und Ritzen auf. Diese dürfen keinesfalls inder roten Fruchtfleischumgebung untergehen. Sie sollten klargezeichnet hervortreten. Achten Sie auch auf die gefalteteStruktur der Himbeerranken rechts oben im Bild. Keinesfallsdürfen die Blätter einheitlich grün erscheinen.Sie sollten im Idealfall scharfe Faltungslinien aufweisen.
Testbild Kornfeld. Testbild Kornfeld: (Abb.19g)
Das Testbild Kornfeld zeigt eine Nahaufnahme eines natürlichgehaltenen Kornfeldes und eignet sich sehr gut zur Beurteilungvon Farbwiedergabe und Schärfe. Achten Sie auf eine scharfumrissene Darstellung der einzelnen Ähren. Auch die Mohn-und Kornblumen müssen deutlich erkennbar sein. Verschwimmendie einzelnen Getreidehalme in einem diffusen Farbeinerlei, soist die Schärfe zu niedrig eingestellt. Wenn Sie alleGeräte optimal justiert haben und eine hochwertigeVideoverbindung nutzen (RGB oder YUV), so können Sie dieeinzelnen Härchen der Ähren klar unterscheiden. AchtenSie insgesamt auf eine möglichst realistischeFarbwiedergabe.
(dieses Testbild ist nicht auf der DVD-Discovery, aber auf derReferenz-DVD der Firma BUROSCH Audio-Video-Technikenthalten.)
Testbild Südseeinsel. Testbild Südseeinsel:(Abb.19h)
Dieses Testbild eignet sich besonders zur Kontrolle von Kontrast,Helligkeit und Schärfe. Für eine Beurteilung derKontrasts- und Helligkeitseinstellungen sind die großenWolken entscheidend. Bei zu hoch eingestelltem Kontrastüberstrahlen die rein weißen Anteile im oberen Bereichder Wolken deren feine Zeichnung. Ist der Kontrast zu niedrigjustiert, so verschwindet die plastisch räumlicheDarstellung. Die Wolken werden in diesem Fall in einemeinheitlichen Grauton dargestellt. Haben Sie den Kontrast perfektjustiert und alle Geräte optimal eingestellt, so sollte diefeine Zeichnung der Wolken voll zur Geltung kommen. Die Wolkengliedern sich dann klar in einen oberen rein weißen undeinen unteren grauen Bereich. Die einzelnen Strukturen derWolkenfetzen sind klar zu unterscheiden.
Auch die Bildschärfe ist an diesem Bild gut zu justieren.Achten Sie auf die Palmen auf der Insel. Sie sollten scharfgezeichnet und auch im Bereich der Blätter sauber voneinander zu unterscheiden sein. Auch die Wasserfläche gibtAufschluss über die Schärfe. So sollte das Wasser durchkleine Wellen fein strukturiert erscheinen. Achten Sie insgesamtauf eine realistische Farbwiedergabe. Wenn Sie die Lustverspüren sich in Badehose und mit Sonnenschirm vor denFernseher zu legen, und sich einen Cocktail aus der Kücheholen, ist das Bild richtig justiert.
(dieses Testbild ist nicht auf der DVD-Discovery, aber auf derReferenz-DVD der Firma BUROSCH Audio-Video-Technikenthalten.)
Testbild Leuchtturm. Testbild Leuchtturm: (Abb.19i)
An diesem Testbild ist in erster Linie der Leuchtturminteressant. Er beherrscht aufgrund seines strahlend weißenAußenanstrichs das gesamte Bild. Anhand des Mauerwerks desLeutturms können Sie den Kontrast gut überprüfen.Die rein weiße Farbe strahlt insbesondere auf der linkenSeite des Turms hell im Sonnenlicht. Trotzdem dürfen diefeinen, in sehr hellem grau gezeichneten Mauerstrukturen amrechten Rand des Turms nicht untergehen. Sehen Sie dieseStrukturen nicht, so ist der Kontrast Ihres TV zu hocheingestellt.
Die schroffen Felsstrukturen im Vordergrund des Testbildeserlauben ferner eine Beurteilung der Bildschärfe. Die Felsendürfen keinesfalls als einheitliche graue Flächedargestellt werden. Die einzelnen Konturen derGesteinsformationen können bei perfektem Setup IhrerGeräte, optimaler Justage und Verwendung hochwertigerVideoverbindungen (RGB, YUV) klar unterschieden werden.
(dieses Testbild ist nicht auf der DVD-Discovery, aber auf derReferenz-DVD der Firma BUROSCH Audio-Video-Technikenthalten.)
Testbild helle Schneckenmuster auf Schwarz. Testbild helle Schneckenmuster aufSchwarz: (Abb.19j)
Das Testbild in Abbildung 19j zeigt ein stilisiertes Musterverschiedener Schneckengehäuse in sehr hell strahlendenFarben auf schwarzem Hintergrund. Dieses Testbild können Siefür die Beurteilung der Helligkeit und des Kontrastseinsetzen. Achten Sie darauf, dass die hellen Farben strahlendund satt vom TV wiedergegeben werden. Die rein weißdargestellten Konturen der Schneckengehäuse dürfenkeinesfalls überstrahlen. Die feinen Strukturen derGehäuse müssen klar differenzierbar bleiben unddürfen nicht einheitlich als Fläche wiedergegebenwerden. Gleichzeitig muss der Hintergrund tief schwarzerscheinen, keinesfalls in einem helleren Grauton. Sollte derHintergrund zu hell sein, so muss die Helligkeit reduziertwerden. Denken Sie an die starke Abhängigkeit der ParameterKontrast und Helligkeit. Eventuell müssen Sie ein wenig mitden beiden Einstellungsoptionen experimentieren.



Sie finden alleRealtestbild auf der DVD-Discovery unter:
Testseite/Video/Testbilder 4:3/Realtestbilder (4:3 Fernseher)
Testseite/Video/Testbilder 16:9/Realtestbilder (16:9 Fernseher)

9. Abschließende Bildkontrolle amFuBK-Testbild:

FuBK-TestbildAm Ende unseres Workshops kommenwir zurück auf das ehemalige Testbild der deutschenFernsehanstalten. Im Fachjargon spricht man auch vomFuBK-Testsignal (ähnlich wie Abb.20). Es wurde von einerArbeitsgruppe der Funkbetriebskommission, Vertretern derIndustrie, der Bundespost und der Rundfunkorganisationen in den1960ern entwickelt. Als Grundlage dienten dabeiForschungsergebnisse der Fernseh GmbH in Darmstadt und des IRT (Institut fürRundfunktechnik). Dieses Bild vereinigt sämtlicheAspekte der Bildkontrolle in einer Grafik. Es wurde entworfen, umeine optimale Einstellung von Schwar-Weiß- undFarb-TV-Geräten anhand eines Testbildes vornehmen zukönnen.Das FuBK-Testbild enthält Bereiche füreinen Test aller wichtigen Bildparameter und ermöglichtdaher eine optimale Einstellung und Beurteilung desFernsehbildes.Auch die Aufstellung und Justage von Fernsehsendernsollte mit dem FuBK-Testbild erleichtert werden. Da dasFuBK-Testbild aufgrund seiner weiten Verbreitung als Testbild derdeutschen Fernsehanstalten wohl das bekannteste überhauptist, wollen wir uns die einzelnen Elemente im folgenden etwasdetaillierter ansehen. Sie können anhand derFuBK-Bildbereiche alle vorhergehenden Einstellungen nochmalsüberprüfen. Sehr sinnvoll ist es auch, das Testbild miteinem guten Farbdrucker auf hochwertigem Fotopapier auszudrucken.Ein Helfer kann den Ausdruck dann neben den Bildschirm halten,während Sie die Einstellungen am TV vornehmen. DurchVergleich der beiden Bilder sehen Sie so sofort, wenn starkeAbweichungen zwischen TV-Bild und FuBK auftreten. Zum Ausdruckenkönnen Sie hier einhochaufgelöstes FuBK-Testbild herunterladen.


Im oberen Bereich des Bildes finden Sie einen Ausschnitt desFarbbalken-Testbildes. Damit können Sie die Farbwiedergabenochmals überprüfen. Von links nach rechts sollten dieFarben Weiß mit 70% Sättigung, Gelb, Cyan, Grün,Magenta, Rot, Blau und Schwarz, jeweils mit 100% Sättigung,zu sehen sein. Achten Sie insbesondere auf eine scharfe Trennungzwischen Magenta und Rot. Das Rot darf nicht in dieMagentafläche überlaufen. Bei zu niedrigerFarbeinstellung wirken die Farbbalken eingegraut.In Abbildung 21sehen Sie den für die Farbeinstellung relevanten Ausschnittdes FuBK-Testbildes hervorgehoben. Rechts daneben sehen Sie zumVergleich das FuBK-Testbild mit zu niedriger Farbeinstellung.


FuBK-Testbild - Farbkontrolle.


Unter dem Ausschnitt des Farbbalken-Testbildes sehen Sie eineMiniaturform der Grautreppe. Von links nach rechts sehen Siezunächst ein reines Schwarz (0% Weiß / Signalpegel),anschließend Grautöne mit der Abstufung 25%, 50%, 75%und schließlich 100% Weiß, was maximalem Signalpegelentspricht. Wie in den vorangegangenen Schritten unseresWorkshops zur Bildoptimierung erklärt, können Siehieran Helligkeit und Kontrast perfektionieren. Achten Siedarauf, dass alle Flächen sauber voneinander abgesetzt sindund die Grenzen nicht in einander überlaufen. Keinesfallsdürfen innerhalb der Grautreppen farbliche Anteile sichtbarsein. Ist dies der Fall, so ist das Verhältnis, in dem dieeinzelnen Farbinformationen ausgesteuert werden fehlerhaft. Siesollten Ihren TV-Apparat von einem qualifiziertenFachhändler einstellen lassen. In Abbildung 22 ist derrelevante Ausschnitt des FuBK-Testbildes hervorgehoben. Imrechten Teil der Abbildung sehen Sie die Auswirkungen eines zuhoch eingestellten Kontrasts. Die Stufen der Grautreppe ganzrechts bzw. ganz links verschmelzen zu einer Fläche.


FuBK-Testbild - Kontrolle von Kontrast und Helligkeit.


Anhand eines sehr hoch eingestellten Kontrasts können Sieallerdings die Leistungsfähigkeit des Hochspannungsnetzteilsüberprüfen. Insbesondere bei preiswertenTV-Geräten ist diese Baugruppe aus Kostengründenhäufig gerade noch ausreichend dimensioniert. Dreht man denKontrastregler hingegen auf Maximum, so zeigt sich beischwachbrüstigen Netzteilen eine Verzerrung im unterenDrittel des FuBK-Testbildes. Abbildung 23 gibt diese Verzerrungetwas übertrieben wieder. Sie sehen eine bauchigeAusbuchtung der vertikalen Linien nach links.


FuBK-Testbild - Kontrolle der Belastungsfähigkeit des HF-Netzteils.


Unterhalb der weißen Bildfläche in der Mitte desFuBK-Testsignals sehen Sie eine Fläche durchzogen mitfeinen, von links nach rechts in ihrer Breite abnehmenden Linien.Dieses Strichraster lässt eine aussagekräftigeBeurteilung der Schärfe zu. Achten Sie darauf, dass alleLinien, auch die ganz rechts innerhalb der Fläche, klarvoneinander unterschieden werden können. Die Liniendürfen weder ineinander überlaufen, noch sollten sichDoppelkonturen ausbilden.Abbildung 24 zeigt links dasOriginal-FuBK, rechts hingegen ein Exemplar mit (zurVerdeutlichung übertrieben dargestellter) Unschärfe.Klar zu erkennen ist, dass mit zunehmender Unschärfe dieeinzelnen Linien nicht mehr klar voneinander zu unterscheidensind.


FuBK-Testbild - Kontrolle der Bildschärfe.


Unterhalb des Strichrasters sehen Sie noch einen weiterenTestbildblock, der in Servicebetrieben eine Kontrolle derDecodierungseigenschaften von PAL-TV-Empfängern, also derQualität der Rückgewinnung der Farbinformation aus demSendesignal, ermöglicht (Abb.25). Die Regler Helligkeit,Kontrast, Schärfe und Farbe eignen sich nicht zurVeränderung der Decodierungseigenschaften. Allerdingskönnen Sie am visuellen Eindruck eventuell vorhandene Fehlererkennen.

Der linke Ausschnitt sollte in der oberen Hälfte einenFarbverlauf von rot nach schwarz zeigen, in der unterenHälfte einen Farbverlauf von blau nach schwarz, jeweils vonlinks nach rechts gesehen. Servicebetriebe könnenentsprechende Messinstrumente vorausgesetzt daran dieLinearität der Farbdemodulation erkennen.
Der rechte Ausschnitt weist zwei gleich große Felder auf.Vermutlich sehen Sie aber nur ein graues Rechteck (37,5%Weißpegel). Das ist auch vollkommen korrekt. KönnenSie zwei unterschiedlich gefärbte Rechtecke erkennen, soliegt ein Fehler in der Phasendifferenz derFarbträgersignale vor. Diese werden zur Rückgewinnungder Farbinformation benötigt und im TV erzeugt.

Keinesfalls darf einer der Ausschnitte eine deutlich sichtbare,sich in vertikaler Richtung bewegende horizontaleStreifenstruktur aufweisen. Dieser Fehler, im Fachjargon auch mit"Venetian Blinds" oder "Pal-Jalousie-Effekt" bezeichnet,lässt auf Fehler in der korrekten Rückgewinnung derFarbinformation aus dem Sendesignal schließen(Laufzeitfehler und / oder Pegelfehler bei der Signalaufspaltungim Demodulator). Beachten Sie jedoch, dass ein geringerPal-Jalousie-Effekt aufgrund technischer Toleranzen durchaus imBereich der Normalität liegt. Er sollte allerdings so geringausfallen, dass er sich nicht stark störend auf dieBildharmonie auswirkt.
Sollten die beiden eben besprochenen Ausschnitte desFuBK-Testbildes deutliche Fehldarstellungen aufweisen, so liegteine Fehljustage und / oder ein Defekt an Ihrem TV vor, den Sieselbst nicht beheben können. Bitte wenden Sie sich in diesemFall an einen qualifizierten Fachhändler oderFernseh-Servicebetrieb.


FuBK-Testbild - Kontrolle der Decodierungseigenschaften von PAL-Empfängern.





Kontrolle der Bildgeometrie mit dem FuBK-Testbild

Das FuBK-Testsignal ermöglicht ferner dieÜberprüfung der Bildgeometrie. Leider ist derenEinstellung bei alten Geräten nicht so ohne weiteres durchden Fernsehbesitzer möglich. Sollten sich deutlicheAbweichungen und Darstellungsfehler zeigen, so muss dasGerät zum Fachhändler zur Überprüfung, sofernder Fehler nicht beim DVD-Player liegt. Moderne TVs weisenhingegen ähnlich wie Computermonitore im Menü dieMöglichkeit auf, Geometriefehler auszugleichen und dasFernsehbild zu entzerren. Wie Sie die Bildgeometrie imFernsehermenü einstellen, verrät Ihnen dieBedienungsanleitung Ihres TVs.

Das gesamte FuBK-Testsignal ist durchzogen von einem Gitternetzaus weißen Linien auf grauem Untergrund (20% - 30% von 100%Weiß). Diese Linien dienen der Kontrolle des Bildes aufeventuell vorhandene Bildverzerrungen. Achten Sie auf einenperfekt parallelen, differenzierten und absolut geradlinigenVerlauf der Linien. Die horizontalen Linien sollten dievertikalen Linien senkrecht schneiden. Bei Fernsehernschlechterer Qualität werden die Linien leicht welligwiedergegeben. Ein gutes Merkmal um bei einem Fernseher-Neukaufdie Spreu vom Weizen zu trennen. Die Welligkeit ist beipreiswerten Flachbildschirmen häufig insbesondere im Bereichder ersten horizontalen Linie oben erkennbar. Alle Kästchensollten ferner quadratisch und exakt gleich großdargestellt werden. Beachten Sie, dass eine eventuellversehentlich eingeschaltete Zoomfunktion des TV oder desDVD-Players zu einer Verzeichnung der Linien führen kann.InAbbildung 26 sehen Sie links, wie das FuBK-Testbild imOptimalfall aussehen sollte. Rechts hingegen sind dieAuswirkungen von Geometrieverzerrungen dargestellt. Beachten Sie,dass die Verzerrungen zur besseren Verdeutlichungübertrieben dargestellt sind.


FuBK-Testbild - Geometriekontrolle mit Gitterstruktur.


Natürlich tritt auch eine Verzerrung auf, die der inAbbildung 26 gezeigten entgegen läuft. Es kommt zu einerEinschnürung des Testbildes. Diesen "Ost-West-Fehler" zeigtin zur Verdeutlichung etwas übertriebener Form die Abbildung27.


FuBK-Testbild - Ost-West-Fehler.


Der innere Bereich des FuBK-Signals ist mit einem reinweißen Kreis umfasst. Auch dieser Kreis dient der Kontrolleder Bildgeometrie. Er muss exakt kreisförmig und nicht alsEllipse oder Ei erscheinen.

Abgesehen davon ist der Kreis aber auch wichtig für eineBeurteilung der Anpassung des Fernsehbildes auf denFernsehschirm. Das Fernsehbild wird vom TV zeilenweise von obennach unten und von links nach rechts auf den Schirm geschrieben.Ist der "Schreibstrahl" an der Bildunterkante angekommen, so musser wieder zur Bildoberkante zurückgeführt werden, umdas nächste Bild wiederzugeben. Dabei vergeht eine gewisseZeit, in der keine Bildinformation geschrieben wird. In derPraxis erfolgt der gesamte Schreibvorgang derart schnell, dassunser Auge die kurzen Bildunterbrechungen und den Schreibvorgangnicht auflösen kann. Wir sehen eine einheitlicheFilmwiedergabe.

Mit Hilfe des Kreises kann nun exakt eingestellt werden, welchenAnteil des Testbildes der Fernseher wiedergeben soll.Idealerweise berührt der Kreis oben und unten mit seinenTotpunkten die Bildkante. Der Anteil des FuBK-Testbildes, der invertikaler Richtung zwischen den Totpunkten des Kreises liegt,wird auch als "Safe Area" bezeichnet. Im PAL-Standard solltedieser Bereich etwa 575 Bildzeilen umfassen. Das gesamte PAL-Bildweist allerdings eine Bildhöhe von 625 Zeilen auf. Innerhalbder Differenz von 50 Bildzeilen weist das Fernsehbild keinenfür die Bildinformation relevanten Inhalt auf. In diesemBereich werden Daten zur Synchronisation übertragen und derSchreibstrahl wird wie erwähnt von unten nach obenzurückgeführt. Klar ist, dass ein Fernseher demnachauch nur die 575 für die Bildwiedergabe relevanten Zeilenanzeigen sollte.


FuBK-Testbild - Geometriekontrolle mit Gitterstruktur.



Weisen der obere und der untere Totpunkt einen gewissen Abstandzur jeweiligen Bildkante auf, so vergrößert sich dieSafe-Area. Der Fernseher gibt jetzt mehr Bildzeilen wieder, alsin der Originalvorlage Information tragen. Ober- und Unterhalbder entsprechenden Totpunkte besitzen reale Fernsehbilder keinenBildinhalt, bzw. werden auf Signalpegel 0% Weiß gesetzt,was reinem schwarz entspricht. Daher wird Ihr Fernseher in demFall, dass eine Lücke zwischen Bildober- bzw. Unterkante undKreis des FuBK-Testbildes besteht, oben und unten auch bei4:3-Sendungen schwarze Balken anzeigen. Dabei sind die schwarzenBalken umso breiter, je größer die Differenz zwischenBildober- bzw. Bildunterkante und Kreis ist. Ihr Fernseher zeigtjetzt also einen Teil der 50 Zeilen mit Steuerdaten, die beioptimaler Einstellung eigentlich nicht sichtbar sein sollten.

Noch problematischer ist es, wenn bei Ihrem Fernseher dieSafe-Area aufgrund falscher Einstellungen zu klein ausfällt.Bei dieser Fehljustage der Bildgeometrie werden an Bildober- bzw.Bildunterkante Kreisanteile des FuBK-Testbildes abgeschnitten.Spielt man nun 4:3 Bildmaterial über einen derart justiertenFernseher ab, so werden Bildanteile oben und unten im Bildebenfalls nicht wiedergegeben. Unter Umständen gehen sowichtige Bildinformationen verloren. Die folgende Abbildung 29verdeutlicht den Einfluss der Safe-Area nochmals an einem realenTestbild.


Overscan und Underscan.



Fehler in der Wahl der Abmessungen der Safe Area lassen sich auchbesonders gut an Gesichtern realer Personen erkennen. ZurIllustration sehen Sie die Auswirkung der eben besprochenenFehleinstellungen in Abbildung 30 nochmals an den Gesichtern derbeiden Jungs, die uns schon früher in unserem Workshopbegegnet sind.
Wird die Safe Area zu groß gewählt, gibt der Fernseheralso mehr Bildzeilen wieder, als er eigentlich sollte, so kommtes zu einer vertikalen Stauchung der relevanten Bildinformation.Diese Stauchung lässt sich an Gesichtern sehr einfacherkennen, was Sie am mittleren Bild von Abbildung 30nachvollziehen können.
Ist die Safe Area hingegen zu klein, so wird das Fernsehbildgedehnt und damit auch die Gesichter. Die Auswirkung dieserFehleinstellung sehen Sie nochmals in Abbildung 30 ganzrechts.


Auswirkungen der Safe Area auf Gesichter.



Da jedes Fernsehgerät gewisse Toleranzen im Bezug auf dieGröße der Safe-Area aufweist, haben sich dieFernsehanstalten auf bestimmte Regeln für den Aufbau vonFernsehbildern geeinigt. Damit auf keinem einigermaßenordentlich justierten TV-Gerät wichtige Bildinformationenverloren gehen, wird bereits bei der Filmproduktion daraufgeachtet, dass Titel und für die Handlung wichtigeBildinhalte einen gewissen Abstand zu den Bildkantenaufweisen.

Das FuBK-Testbild ermöglicht eine sehr genaue Kontrolle derEinstellungen und der Bildqualität von PAL-Fernsehapparaten.Genauere Angaben über die zu justierenden Parameter undTipps für die Fehlersuche mit Hilfe des FuBK-Testbildesfinden Sie in Heft 3 der Funkschau aus dem Jahre 1969. Derrelevante Artikel von Dr. Norbert Mayer und Dr. HelmutSchönfelder wird von der Firma BUROSCH Audio-Video-Technikunter der Internetadresse http://www.burosch.de online zur Verfügunggestellt.

Sie finden dasFuBK-Testbild auf der DVD-Discovery unter:
Testseite/Video/Testbilder 4:3/Bildgröße (4:3Fernseher)


10. Schlusswort:

Wir hoffen Ihnen mit dieser Anleitung einige wertvolle Tipps undAnregungen mit auf den Weg gegeben zu haben. Wenn Sie unserenWorkshop zur Bildoptimierung bis hierher vollständig und derReihenfolge nach durchgearbeitet haben, ist Ihr Fernseher bestmöglich eingestellt. Um Fernsehen immer in optimalerQualität genießen zu können, sollten Sie denWorkshop ab und an wiederholen. Alles, was Sie jetzt nocherledigen sollten, ist sich zurückzulehnen und einen IhrerLieblingsfilme auf DVD einzulegen. Wir wünschen Ihnen vielSpaß beim Genuss der neu- oder zurückgewonnenenBildqualität!


11. Literaturhinweise undInternetseiten:

Literatur zum Thema Fernsehtechnik und Bildoptimierung:

  • Funktechnik ohne Ballast. Einführung in dieSchaltungstechnik der Rundfunkempfänger, Otto Limann, HorstPelka, Franzis Verlag, ISBN: 3772352669
  • Fernsehtechnik, Rudolf Mäusl, Hüthig, ISBN:3778528572
  • DVD Demystified, Jim Taylor, Tab Books, ISBN: 0071423966
  • Digital Television, C. P. Sandbank, Wiley, 1990, ISBN:???

Internetseiten zum Thema Heimkino, DVD und Fernsehen:


Abbildung der Testsignale nur mit Genehmigung der Firma BUROSCH Audio-Video-Technik
Sämtliche Grafiken, Fotos und Texte dieser Seite unterliegendem Copyright von BUROSCH Audio-Video-Technik.
Diese dürfen nicht kopiert, verwendet, anderweitigveröffentlicht oder bearbeitet werden ohne vorherige undschriftliche Genehmigung.

Dieser Text stammt mit freundlicher Genehmigung von BUROSCH Audio-Video-Technik.

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