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Interview mit Ben Elton: Maybe Baby

Ben Elton ist der Regisseur des Kinofilms Maybe Baby, sein erster Regieauftrag. Frage: Wovon handelt der Film? Ben Elton: Maybe Baby handelt von einem Ehepaar, das sich ernsthaft fragt, ob es ...

Interview mit Ben Elton


Ben Elton ist der Regisseur des Kinofilms Maybe Baby, sein erster Regieauftrag.

Frage: Wovon handelt der Film?

Ben Elton: Maybe Baby handelt von einem Ehepaar, das sich ernsthaft fragt, ob es jemals Kinder bekommen kann. Sie haben zwar ein fantastisches Liebesleben – sowohl physisch als auch emotional, aber aus irgendeinem Grund klappt es nicht mit dem Kinderkriegen. Irgendwann hat dieses Problem Auswirkungen auf den Rest ihres Lebens. Wie John Lennon mal sagte: Leben ist das, was passiert, wenn man gerade Pläne für die Zukunft schmiedet. In der Tat haben beide große Pläne: sie träumt davon, wieder an die Uni zu gehen und er möchte ein Drehbuch schreiben. Und doch ist da dieses Problem, dass sie keine Kinder haben können, und dieses Problem wird immer größer. Aber das Ganze ist eine Komödie, es ist ein Liebesfilm - es ist kein Film über Unfruchtbarkeit!

Frage: Basiert der Film auf Ihren eigenen Erfahrungen?

Ben Elton: Ja, das ist kein Geheimnis. Meine Frau und ich haben drei Mal eine Behandlung zur künstlichen Befruchtung durchlaufen. Der Film ist eine sehr persönliche Geschichte für mich. Ich weiß, wie das ist, wenn man als Mann so eine Behandlung durchmacht. Ich weiß auch, wie es ist, wenn man eine Frau liebt und mit dieser zusammenlebt, die eine dreimonatige Hormonbehandlung durchstehen muss. Die Frau hat es dabei natürlich viel schwerer. Der Mann muss nur zum richtigen Zeitpunkt seinen Teil leisten - das ist auch nicht einfach, muss man dazu sagen. Da lastet ein unglaublicher Druck auf einem. Denn wenn man in dem Moment gerade nicht kann, dann war die ganze harte Arbeit, die die Frau in den letzten drei Monaten geleistet hat, umsonst.

Sex an Orten wie Primrose Hill oder irgendwelche Fruchtbarkeitsrituale sind so nicht passiert, aber in seiner Verzweiflung probiert man schon Einiges aus. Man denkt sich immer wieder: "Man weiß ja nie, vielleicht klappt es ja!" Außer diesen Parallelen ist die Geschichte allerdings frei erfunden. Wie jede gute Story beruht sie darauf, dass der Autor sich gut in der Materie auskennt, aber das ist auch alles. Ich habe das Drehbuch vor einem Jahr, zwischen unserer zweiten und dritten Behandlung geschrieben. Von daher hat unser persönliches Schicksal und die Tatsache, dass wir letztendlich Zwillinge bekommen haben, nichts damit zu tun, was zwischen dem Paar im Film abläuft.

Frage: Wie hat denn Ihre Frau reagiert, als sie ihr von Ihrem Drehbuch erzählt haben?

Ben Elton: Natürlich habe ich meine Frau vorher gefragt, ob sie etwas dagegen hat, wenn ich unsere Erlebnisse als Drehbuch verarbeite. Schließlich ist es ja auch eine Geschichte über sie. Es war ja schon damals absehbar, dass die Presse mich über sie ausfragen würde und dass sich die öffentliche Aufmerksamkeit plötzlich auf sie richten würde. Sie meinte aber nur: "Schreib doch, was du willst! Das ist doch alles halb so wild." Als sie dann aber das Drehbuch zum ersten Mal las, meinte sie, sie hätte sich gewünscht, dass sie diese Geschichte vor ihrer ersten künstlichen Befruchtung gelesen hätte. Das hätte alles viel einfacher gemacht. Das hat mich natürlich sehr gefreut.

Frage: War das ein Grund, warum Sie die Geschichte geschrieben haben - um Leute auf das Schicksal ungewollt kinderloser Ehepaare aufmerksam zu machen?

Ben Elton: Nein, überhaupt nicht. Ich wollte einfach nur eine gute, liebenswerte romantische Komödie schreiben. dass ich einigen Menschen mit dieser Geschichte helfen kann, ist zwar sehr schön, war aber nicht mein Beweggrund. Ich habe vor einigen Jahren ein Buch namens "Stark" geschrieben, das von Umweltzerstörung handelt. Greenpeace sagte mir, dass nach der Veröffentlichung des Buchs in England und Australien die neuen Mitgliedsbeitritte plötzlich in diesen Ländern in die Höhe schossen. Das war natürlich großartig, aber ich hatte das Buch nicht geschrieben, um Leute dazu zu bringen, Greenpeace beizutreten. Mir ging es nur darum, eine spannende Geschichte zu erzählen. Romane mit sozialem oder politischem Anspruch sind meistens langweilig.

Frage: Die männliche Hauptfigur im Film leidet an einer Schreib-Blockade. Kennen Sie das auch an sich?

Ben Elton: Nein, ich fühle mich selten blockiert. Das kommt daher, dass ich weiß, dass es zum Schreiben dazugehört, einige Zeit herumzusitzen und nichts zu Papier bringen zu können. Man denkt zwar, man erreicht nichts, aber im Kopf tickt es. Da muss man einfach durch und darf nicht in Panik verfallen.

Frage: Wie fühlt es sich an, das erste Mal im Regiestuhl zu sitzen?

Ben Elton: Ich habe schon vor diesem Film im Theater und bei zwei Fernsehfilmen Regie geführt. Auch während meines Studiums war ich Regisseur in einer Theatergruppe. Von daher weiß ich, wie man mit Schauspielern umgehen muss. Die Regie für einen Kinofilm zu führen, ist etwas ganz Neues für mich. Glücklicherweise habe ich ein Expertenteam um mich herum, das mich in meiner Arbeit unterstüzt. Ein Filmregisseur ist kein Diktator. Vielmehr muss man als Regisseur die unterschiedlichen Talente seines Teams koordinieren – darin liegt ein Großteil der Kunst. Im Endeffekt ist der Film aber die Umsetzung meiner Vision. Deswegen wollte ich auch unbedingt Regie führen. Ich kenne diese Geschichte besser als jeder andere und ich wußte von Anfang an genau, wie sie auszusehen hat. Statt einem anderen Regisseur monatelang zu erklären, was es mit dem Script auf sich hat, habe ich dann lieber selbst Regie geführt. (DJFL)


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