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Interview mit Charles Gassot: Wahnsinnig verliebt

Charles Gassot ist der Produzent des Films Wahnsinnig verliebt Frage: Warum haben Sie Wahnsinnig verliebt produziert? Charles Gassot: Wegen des intelligent geschriebenen Drehbuchs. Zunächst ...

Interview mit Charlos Gassot


Charles Gassot ist der Produzent des Films Wahnsinnig verliebt

Frage: Warum haben Sie Wahnsinnig verliebt produziert?

Charles Gassot: Wegen des intelligent geschriebenen Drehbuchs. Zunächst einmal hat mich bei der Lektüre beeindruckt, wie gründlich alles gearbeitet war: Die Struktur der Handlung war genau durchdacht, die Dramaturgie wohl überlegt, und auch auf die Ausgestaltung der einzelnen Figuren war große Sorgfalt verwendet worden. All dies verriet einen klaren Standpunkt. Es geschieht höchst selten, dass ein Erstlingsfilm so gut durchdacht ist. Wenn ein Drehbuch aber wirklich Qualität hat, dann bekommt man einfach Lust, Kino daraus zu machen, und genau das ist hier passiert.

Frage: Was war dann der erste Schritt zu Ihrer Zusammenarbeit mit der Regisseurin?

Charles Gassot: Ich war gerade mit Patrice Chéreau in den USA unterwegs, als ich Laetitia Colombanis Drehbuch las. Ich habe sie sofort angerufen. Da sie sich zu dieser Zeit ebenfalls in den USA aufhielt, haben wir in New York ein Treffen vereinbart. Ich wollte vor allem herausfinden, ob wir das Projekt mit den gleichen Augen sahen und ob wir uns wohl verstehen würden. Für mich war das sehr wichtig, denn ich produziere nur selten einen Film, an dessen Konzeption ich nicht selbst mitwirke.

Wir haben dann alles genau unter die Lupe genommen, um schließlich sicher sein zu können, dass wir vom selben Film sprachen. Ich habe durchaus auch noch einige Änderungen angeregt. Ich wollte beispielsweise, dass sie einige Details hinsichtlich der Figuren noch genauer herausarbeitete und bestimmte Szenen, die mir allzu plakativ erschienen, entweder abmilderte oder eliminierte.

Frage: Wie würden Sie Laetitia Colombani charakterisieren?

Charles Gassot: Laetitia verfügt über die Dreistigkeit und Entschlossenheit ihres Alters. Außerdem hat sie den notwendigen Ehrgeiz, ohne den man nicht Regisseur sein kann. Alle wichtigen Entscheidungen haben wir in gegenseitigem Einvernehmen getroffen. Das ging immer recht schnell, weil Laetitia temperamentvoll und intelligent ist. Aufgrund ihrer großartigen Persönlichkeit hat Laetitia es auch in kürzester Zeit geschafft, ein Team zusammenzustellen, das auf seine Aufgabe bestens vorbereitet war. Ich habe sie während der ersten Woche, die stets die schwierigste ist, bei der Arbeit beobachtet. Es war großartig zu sehen, wie sie auf dem Set die Rolle der "Chefin" einnahm. Das Gefühl, einer Regisseurin dieses Kalibers in den Sattel geholfen zu haben, machte mich wirklich glücklich.

Frage: War es das erste Mal, dass Sie mit Audrey Tautou und Samuel Le Bihan zusammengearbeitet haben?

Charles Gassot: Ja, und für mich waren das zwei wichtige Begegnungen: An Audrey Tautou beeindruckten mich ihre außerordentliche Gründlichkeit, ihr würdevolles Auftreten und ihre Kompromisslosigkeit, an Samuel Le Bihan vor allem der Mut, eine Zusage eher vom Interesse an dem Sujet als vom Ruhm des Regisseurs abhängig zu machen.

Frage: Was ist das Besondere, wenn man einen Erstlingsfilm produziert?

Charles Gassot: Bei Téléma habe ich das Wort "Erstlingswerk" aus meinem Vokabular gestrichen. Das Publikum will einfach einen Film sehen, und da ist es egal, ob es ein erster oder ein zehnter ist. Das Konzept "Erstlingsfilm" ist nur im Hinblick auf die Vorfinanzierung von Bedeutung, doch mich interessiert das nicht allzusehr. Ich ziehe es vor, um die Mittel zu kämpfen, die man braucht, um einen ersten Film genauso wie jeden anderen Film aussehen lassen zu können. Wenn ich einen Erstling produziere, bin ich folglich dazu gezwungen, meine Partner beispielsweise davon zu überzeugen, dass eine zusätzliche Drehwoche einkalkuliert werden muss. Vor allem aber darf man den Regisseur eines ersten langen Spielfilms niemals dadurch herabsetzen, dass man ihm zu verstehen gibt, wie glücklich er sich doch schätzen soll, nun endlich drehen zu dürfen - im Übrigen habe er sich mit dem zu begnügen, was man ihm zu geben bereit ist. Das Gegenteil ist geboten: Man muss ihm ein Gefühl von Gelassenheit vermitteln und ihm das bestmögliche Team zur Verfügung stellen.

Frage: Bisher haben Sie noch kaum Thriller produziert, sieht man einmal von Claude Millers "Das Auge" ab. Hat die Tatsache, dass Wahnsinnig verliebt diesem Genre angehört, Ihre Entscheidung beeinflusst?

Charles Gassot: Ich weiß nicht. Mir gefällt an diesem Film vor allem, dass er in der Provinz spielt. Paris als Kulisse kann ich schon fast nicht mehr sehen. In den Bildern von Wahnsinnig verliebt spürt man deutlich die Atmosphäre der Provinz, insbesondere die von Bordeaux. Für die Darsteller war dort alles sehr viel ruhiger und angenehmer. Abgesehen davon herrscht eine gewisse Schwere vor, die gut zur Geschichte passte. Was nun das Sujet anbelangt, so bleibt es offen, ob es sich hier eher um einen Thriller oder um eine irrsinnige Liebesgeschichte handelt. Es wird schwierig sein, den Film in eine bestimmte Kategorie einzuordnen. (DJFL)


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