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Interview mit Charlotte Roche: Eden

Sie kam am 18. März 1978 in Wimbledon bei London zur Welt und machte sich in Deutschland ab 1998 einen Namen als Moderatorin der Alternativmusik-Sendung „Fast Forward“ bei VIVA ZWEI. Nach kleineren ...

Interview mit Charlotte Roche


Sie kam am 18. März 1978 in Wimbledon bei London zur Welt und machte sich in Deutschland ab 1998 einen Namen als Moderatorin der Alternativmusik-Sendung „Fast Forward“ bei VIVA ZWEI. Nach kleineren Schauspielauftritten hat sie nun in Eden (sie Besprechung auf Seite 63) ihre erste Filmhauptrolle übernommen. Mit FILMSTART sprach sie in München über die Lust am Essen und ihre spannungsreiche Karriere.

Frage: Welches Essen ist für Dich besonders erotisch?

Charlotte Roche: Hmmm… ich weiß nicht. Ich finde Essen gar nicht erotisch! Ich kann nichts damit anfangen, wenn Leute im richtigen Leben sagen, sie essen das oder das, um in Stimmung zu kommen.

Frage: Dann ist Essen für Dich das gleiche wie Tanken beim Auto?

Charlotte Roche: Nein, das auch nicht. Essen ist schon etwas Sinnliches. Aber in Bezug auf Erotik fällt mir nichts zum Essen ein. Die Art und Weise, wie jemand isst, schon, aber nicht bezogen auf das, was er isst. Dass man wahnsinnig gut isst, und das Essen dabei so viel Raum einnimmt, dass man dabei ausschließlich über das Essen selbst redet, das habe ich erst bei den Dreharbeiten zu Eden kennen gelernt. Aber nicht während des Filmens selbst, sondern in den Drehpausen, wenn ich mit Josef Ostendorf Essen gegangen bin. Mit ihm zusammen habe ich bei richtig guten Köchen 6-Gänge-Menüs gegessen und über alles geredet, was wir dabei in den Mund genommen haben. Das war für mich eine völlig neue Welt, vergleichbar mit einem Teenager, der zum ersten Mal Sex hat (lacht).

Frage: Kochst Du denn selbst auch gerne?

Charlotte Roche: Ja, seit Kurzem. Ich habe aber auch festgestellt, dass das wie mit dem Sex ist – mit der Zeit geht man immer weiter und traut sich immer mehr. Bei mir hat das mit Jamie Oliver angefangen, denn ich koche mittlerweile eigentlich seine sämtlichen Bücher durch. In coolen Kreisen verteidige ich ihn regelmäßig, denn dort rümpft man nun schon die Nase über ihn. Meine englischen Verwandten hassen ihn alle, weil er dort im Fernsehen mega-präsent ist. Der ist dort so common sense, dass es schon wieder öde ist, zu sagen, wie toll man seine Kochbücher findet. Aber ich finde es toll, dass es mein Freund durch Jamie Olivers Kochbücher geschafft hat, ein ganzes Tier zuzubereiten, das dann auch immer gelingt. Das ist schon eine Leistung. Aber die Offenbarung kam dann zusammen mit Josef bei den Dreharbeiten. Früher hatte ich immer so diese Punkidee: Leute, die sitzen und essen, sind Arschlöcher. Ich konnte mir gar nicht vorstellen, wie das gehen soll, stundenlang dazusitzen und zu essen. Ich hatte mir immer gesagt, wenn ich essen gehe, dann will ich eine richtige Portion und nicht nur solche Kleinigkeiten. Aber das ergibt ja alles einen Sinn: wenn man so viele Gänge isst, bekäme man das ja gar nicht alles auf, wenn die Portionen größer wären.

Frage: Der Film wurde ja bereits 2004 gedreht. Damals standst Du gleichzeitig in Bad Herrenalb auch noch für Folgen von „Fast Forward“ vor der Kamera. Was ist das jetzt für ein Gefühl, wenn Du Dir den Film anschaust, der gemacht wurde, als noch alles im Lot war – und nun gibt es die Sendung nicht mehr…

Charlotte Roche: Na ja, das habe ich mittlerweile schon alles verwunden. Ich bin ja nicht geschockt und rausgeschmissen worden. Ich fühlte mich dabei ja auch nicht übergangen. Das war nur ein blöder Prozess. Ich habe die Sendung immer gerne gemacht, aber die Chefs waren immer doof, und deswegen war es ein ständiger Kampf. Es ist ja auch so, dass ich gegangen bin, bevor allen gekündigt wurde. Das Gefühl, alles selbst hingeschmissen zu haben, ist für mich wesentlich besser, als wenn ich mit allen anderen Mitarbeitern rausgeschmissen worden wäre.

Frage: Hast Du dadurch Dein Vertrauen in die Medien endgültig eingebüßt, auch durch Deine schlechten Erfahrungen mit der „Bild“-Zeitung damals?

Charlotte Roche: Ja, doch, ich bin den Medien gegenüber schon sehr misstrauisch. Nach dem ganzen Ärger mit VIVA kann ich nur noch einzelnen Menschen trauen. Firmen, Sender, Arbeitgeber im Allgemeinen finde ich eigentlich immer blöd, weil sie finanzielle Interessen verfolgen und auf die Quote schielen, die ich nicht erfüllen kann. So, wie ich arbeite, brauche ich einfach einen Menschen, einen Regisseur oder einen Senderchef, der an mich glaubt. Das kommt aber ziemlich selten vor. Das war früher mal bei VIVA so und das ist jetzt bei arte so, da geht es um eine Person, die die Idee hat, die Charlotte soll hier arbeiten.

Frage: Bietet Dir der Film dann nicht ohnehin längerfristig eine bessere Option?

Charlotte Roche: Ja, auf jeden Fall, weil ich das schon immer machen wollte! Ich habe schon in meiner Schulzeit Theater gespielt und auch bei VIVA immer schon gesagt, dass ich Schauspielerin werden will. Und deswegen ist das jetzt hier auch ganz toll für mich. Obwohl man ja verrückt wird, wenn man sieht, wie lange das dauert, bis so ein Film ins Kino kommt, wenn man eigentlich Fernsehen gewohnt ist und heute etwas dreht, was morgen ausgestrahlt wird. Trotzdem kann ich das auch heute noch nicht richtig glauben, weil es genau das ist, was ich mir schon immer gewünscht hatte. Ich habe schon so viele Drehbücher abgelehnt, die ich richtig schlecht fand, denn bei VIVA bekam jeder Vollidiot Drehbücher geschickt für die blödesten deutschen Filme, die man sich nur vorstellen kann. Aber das Drehbuch zu Eden war so toll, und dass es dann tatsächlich klappte, dass ich die Rolle spielen konnte, hat mich sehr gefreut. Ich hätte mir einen Arm dafür abgehackt, diese tolle Rolle spielen zu dürfen! (Frank Brenner)

Weitere Informationen zu Interview mit Charlotte Roche: Eden: http://www.charlotteroche.de/


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