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Interview mit Daniel Algrant über "Naked in New York"

Daniel Algrant, Drehbuchautor, über den Film "Naked in New York" Frage: Was verbirgt sich hinter "Naked in New York"? Daniel Algrant: "Naked in New York" ist eine ganz persönliche Geschichte. ...

Interview mit Daniel Algrant


Daniel Algrant, Drehbuchautor, über den Film "Naked in New York"

Frage: Was verbirgt sich hinter "Naked in New York"?

Daniel Algrant: "Naked in New York" ist eine ganz persönliche Geschichte. Die Idee dazu kam mir, als ich im Bett lag und neben meiner Freundin aufwachte. Ich ging damals auf die Graduate School in New York, hatte dort ein Zimmer. Aber ich hatte auch eins mit diesem Mädchen in der Stadt.

Als ich an diesem Morgen aufwachte, erfüllte mich eine fürchterliche Traurigkeit. Ich vermißte meine Ex-Freundin vom College, mit der ich einige Jahre zusammen gewesen war, bevor wir uns trennten.

Das Gefühl war so intensiv, dass ich mich hinsetzte und zu schreiben begann. In zehn Stunden entstand so das Script für einen Kurzfilm, in dem ich beschreibe, wie ich in unsere gemeinsame Wohnung fuhr, um meine Sachen zu holen.

Ich schilderte, wie ich im Auto sitze, über den Highway fahre und dabei von alten Erinnerungen eingeholt werde. Je näher der Augenblick rückte, in dem ich aussteigen, meine Sachen einladen und "Goodbye" sagen würde, um so stärker wurde die Erinnerung daran, wie wir uns damals verliebten.

Ursprünglich sollte es ein Kurzfilm werden, aber dann beschloß ich, einen Spielfilm daraus zu machen. Es verging eine ganze Weile, in der ich mir das Script immer wieder vornahm und änderte. Dann kam Martin Scorsese ins Spiel. Marty war auf der Suche nach neuen Projekten. Er kannte das Script bereits, denn an der Columbia war ich in seiner Klasse gewesen. Er riet mir, die Geschichte noch mehr auszuarbeiten, die Charaktere zu vertiefen, vielleicht hier und da noch etwas zu verändern, und nach einem Jahr war das Drehbuch fertig.

Frage: Wie lange dauerte es dann bis zum ersten Drehtag?

Daniel Algrant: Das Buch war 1986/87 fertig. Den ersten Drehtag hatten wir 1992.

Frage: Und die Dreharbeiten?

Daniel Algrant: Wir machten aus 120 Seiten Drehbuch in 30 Tagen einen Film. Der Zeitplan war eng und jeder hatte alle Hände voll zu tun.

Frage: Fünf Jahre bis zum ersten Drehtag und zwei Jahre bis zum Kinostart - warum hat das so lange gedauert?

Daniel Algrant: Das ist eine lange Geschichte. Für einen Newcomer wie mich gab es natürlich eine Menge vorzubereiten. Die erste Version des Films hatten wir relativ schnell fertiggestellt, mit Musik und allem, was dazu gehört.

Weil das Budget aufgebraucht war, konnten wir aber die Rechte an den Songs, die ich im Film verwenden wollte, nicht bezahlen.Und ich hatte schon manche Szenen auf diese Songs geschnitten!

Wir nahmen Kontakt zur Plattenfirma Sire auf und zeigten ihnen den Film. Mir fiel ein Stein vom Herzen, als sie sagten, der Film gefalle ihnen und dass sie ein Soundtrack-Album dazu herausbringen wollten. Die Verhandlungen um die Songrechte für Film und Soundtrack zogen sich dann nochmals über acht bis zehn Monate hin.

Aber so lange wollten wir nicht warten. Wir hatten den Film und begannen, ihn auf Festivals zu zeigen, allerdings fehlten noch die Songs, über die wir verhandelten. Nach einem Jahr war dann endlich alles perfekt und wir konnten die Musik verwenden.

Dann dauerte es wieder eine ganze Weile, bis "Naked in New York" in Amerika ins Kino kam. Der Verleih wollte sich auf keinen Zeitpunkt festlegen; sie suchten fieberhaft den richtigen Termin, denn "Naked in New York" ist schon ein sehr spezieller Film. Es ist kein reiner "Kunstfilm", dafür ist er zu breit angelegt, aber es ist auch kein typischer Film für die Massen, kein Mainstream-Kino.

Während der Verleih sich mit der Suche nach dem optimalen Start-Termin abmühte, überarbeitete ich "Naked in New York" nochmals.

Ich bezog dabei die Reaktionen des Publikums auf den verschiedenen Festivals mit ein. Diese Leute zeigten mir, wo der Film Längen oder einen falschen Rythmus hatte.

Frage: War das nicht riskant? Sind Festival- und "normales" Kino-Publikum nicht, wie man sagt, sehr unterschiedlich?

Daniel Algrant: Das ist schon richtig. Aber wenn das Publikum rund um die Welt - manchmal war das sehr klar zu beobachten - bei den gleichen Szenen in gleicher Weise reagiert, muss man das berücksichtigen.

Es waren ja auch keine großen Sachen, die ich änderte; eine komische Szene hier, ein paar Sekunden dort, um dem Publikum etwas mehr Gelegenheit zum Lachen zu geben. Den Schluß beispielsweise hatten wir in der ersten Fassung viel zu melancholisch gedreht. Wir haben das korrigiert, und die Musik hat dabei sehr viel ausgemacht.

Das ist wichtig für die Energie. Die Leute wollen doch wenigstens einen Hauch von Hoffnung mit nach Hause nehmen!

Frage: Wie würdest Du Deinen Film mit wenigen Worten umschreiben?

Daniel Algrant: Als lustiges Drama. Ich hoffe doch, dass der Film lustig ist! Die Rückblenden erzählen, wie der Junge seinen Vater verliert, wie er bei seiner Mutter und ihrer Freundin aufwächst. Er ist einsam, eingeschüchert, wird auf die Schule geschickt und ist in allem, was er tut, ein Versager.

In der ersten Version habe ich das auf magische Art erzählt, aber der Humor fehlte. Ich habe es geändert, weil es mir nicht gefiel und weil ich glaube, dass die Leute ins Kino gehen, um sich unterhalten zu lassen. Das ist meiner Ansicht nach das Wichtigste an jedem Film: dass er unterhaltsam ist. Das hat sogar der melancholische Bergmann gewußt.

Ich fühle mich verpflichtet, zu unterhalten. Ich habe eine Schule in New York besucht, aus der Leute wie Woody Allen und Martin hervorgegangen sind, Menschen mit einem ganz außergewöhnlichen Sinn für Humor. Gerade Woody ist ein ganz spezifischer Stilist und Komödiant.

Aber zurück zu deiner Frage. Wenn meine Freunde es gut mit mir meinen, sagen sie , "Naked in New York" ist ein Drama, das zum Lachen ist.

Frage: Apropos Woody Allen: Der "Hollywood Reporter" entdeckte in "Naked in New York" den Humor des frühen Woody Allen: ...

Daniel Algrant: Das kann ich nicht beurteilen. Woody Allen geht in seinen frühen Filmen vielmehr in Richtung Slapstick. Das tue ich nicht.

Ich glaube, dieser Kritiker meinte etwas anderes, nämlich dass auch ich wie Woody Allen in Familien hineinschaue, Situationen beschreibe und zeige, wie sich junge Leute mit all ihren Verrücktheiten und Besonderheiten entwickeln.

Hier liegen die Gemeinsamkeiten, und eine weitere besteht darin, dass auch mein Film in New York spielt. Das gibt ihm diese "jüdische Qualität", obwohl mein Film nicht jüdisch ist.

Ich halte "Naked in New York" für das, was er auch werden sollte: einen im wahrsten Sinn des Wortes lustigen Film. Ich würde sagen, und ich hoffe, dass es so ist, die komischen Szenen des Films bleiben beim Zuschauer hängen wie der Stachel einer äußerst liebenswerten Wespe.

Für mich ist wichtig, menschliche Geschichten in Bildern zu erzählen.

Dabei habe ich heute den Vorteil, dass ich als Regisseur wesentlich besser ausgebildet bin als Woody es war, als er seine ersten Filme drehten. Er drehte sie noch nach dem Motto: "Nimm das Geld und leg los". Das war hart, knallhart, und das sieht man seinen Filmen auch an. Trotzdem strotzt jedes Bild vor Humor, denn Woody ist unglaublich versiert darin, lustige Geschichten zu erzählen.

Frage: Welches Publikum interessiert sich Deiner Meinung nach für "Naked in New York"?

Daniel Algrant: Das ist nicht so leicht zu beantworten. Ich wundere mich manchmal selbst über die Leute, die sich "Naked in New York" anschauen ... Der Film ist nicht für ein spezielles Publikum gemacht; ich glaube, er wird sein Publikum finden. Jedenfalls ist es kein Film für Leute, die gern rührselige Filme sehen, die auf die Tränendrüse drücken ...

Versuchen wir es einmal anders herum. Nehmen wir zum Beispiel Martin Scorsese "Age Of Innocence". Die Kritiker schrieben sehr unterschiedlich über diesen Film. Für manchen war er ganz anders als frühere Scorcese-Filme, weil die viel mehr Gewalt zeigten. Sichtbare Gewalt.

Wenn man aber Martin Scorsese fragt, wird er antworten, "Age Of Innocence" sei sein bisher gewalttätigster Film; man muss nur darauf achten, wie brutal die handelnden Personen miteinander umgehen.

Bei "Naked in New York" is es so ähnlich, wenn auch auf völlig anderem Gebiet. Ich will mich nicht mit Marty in eine Reihe stellen, aber wie er bin auch ich sehr aufmerksam und sehr interessiert, wenn es darum geht, wie Menschen miteinander umgehen, wie sie mit dem Leben fertig werden, wie sie fühlen. Das Kino ist das einzige Medium, in dem man diesen Dingen auf den Grund gehen kann. Welches andere Medium kann das leisten?

Mit den Mitteln des Kinos kann man die Stimmung vermitteln, in der man sich befindet, wenn man in einem völlig leeren Zimmer aufwacht. Oder das, was ich jetzt empfinde, während wir hier am See sitzen und miteinander sprechen. Dieser Ort erinnert mich stark an den Ort, an dem meine Großmutter lebte, und der Regen und das Gewitter, das gerade niedergeht, erinnern mich stark an ds, was ich empfand, wenn ich meine Großmutter besuchte.

Man könnte daraus einen Prosatext machen, aber ich glaube, das ist genau der Stoff, aus dem man Kino-Filme macht. Ich bevorzuge die visuelle Umsetzung, denn der visuelle Sinn fasziniert mich viel mehr als Worte.

Frage: "Nacked in New York" erzählt von Beziehungen; Beziehungen zwischen Eltern und Kindern, Agent und Autor, Lehrer und Schüler, Individuum und Gesellschaft. Im Mittelpunkt steht eine Liebesbeziehung. Jedes Leben ist von Beziehungen geprägt - ist "Naked in New York" so etwas wie eine Kurzfassung des Lebens?

Daniel Algrant: Genau das ist der Film, aber er schildert nur einen Teil des Lebens bis zu einem gewissen Stadium ... Der Film hat kaum angefangen, da kommt der Junge schon in seine Kindheit zurück; die meisten seiner Erinnerungen - das wissen wir als aufmerksame Zuschauer - sind unklar.

Das einzige, was klar ist, ist, dass sich die Dinge nicht genauso schnell abgespielt haben wie er sie erinnert. Jake sebst weist daraufhin, wenn er sagt: "Ok, vielleicht übertreibe ich ein bißchen ..."

In "Naked in New York" geht es um Erinnerung. Es geht um einen jungen Mann, der mit dem Auto unterwgs ist und herauszufinden versucht, was denn zum Teufel in seiner Beziehung schiefgelaufen ist.

Jeder fühlt sich mies, wenn seine Liebesbeziehung in die Brüche geht, weil jeder denkt, er trage irgendeine Schuld. Wer sich selbst gegenüber ehrlich ist, wird das bestätigen. Wer sagt: der andere ist schuld, macht es sich selbst zu leicht. Man muss genau hinsehen, und dann wird man feststellen, dass man selbst immer irgendwie zu dem gehört, was um einen herum oder mit einem selbst geschieht, dass man ein Teil davon ist , dass jeder sein eigenes Leben lebt, für das jeder ganz allein die Verantwortung trägt.

Der Junge fährt also Auto, denkt über sich nach und versucht sich zu erinnern. Er erinnert sich daran, wie es war, als er noch klein war und wie in diesem Alter sein Blick und sein Verhalten geformt wurden. Er weiß, dass sein Vater ihn und seine Mutter bei einem Stromausfall verlassen hat, und als er seine Beziehung zu Joanne beendet, gibt es wieder einen Stromausfall. Er erinnert sich daran, auf ganz besondere Weise. Und er fühlt sich unwohl, weil er glaubt, der Blackout verfolge ihn.

Es geht ums Leben, ja, aber um jenen Teil, in dem du noch nicht genau weißt, wer du bist. Das ist der Teil des Lebens, in dem wir erwachsen werden und lernen, mit den Dingen um uns herum umzugehen. Man stellt fest, dass die Leute einen nicht nur nicht lieben, sondern dass sie einen nicht einmal mögen, dass man ihnen nichts bedeutet und von ihnen nichts erwarten kann. Wenn man so will, geht es um die Zeit im Leben, in der man alles zum ersten Mal tut.

Tony Curtis, großartig in der Rolle des Produzenten Carl Fisher, kümmert sich ein bißchen um den Jungen, weil er selbst von Verzweiflung getrieben wird. Mit seiner Hilfe kann Jake sein erstes Stück schließlich auf die Bühne bringen. Die Aufführung ist eine Katastrophe, aber jetzt ist Jake ein Profi; er hat seine Lektionen gelernt.

Frage: Haben Daniel Algrant und Jake Briggs die gleichen Lektionen gelernt?

Daniel Algrant: Absolut. Und manchmal denke ich, dass der Film viel zu freundlich geraten ist ...

Wir sehen, wie Eric Stoltz nach New York geht, um sein erstes Bühnenstück zu realisieren, was ihm immer versagt blieb, auch in der Schule. Das ist wirklich eine Leistung. Er schlägt sich gut, aber das weiß er nicht, weil es ihm niemand sagt.

Schon als Kind wollte er etwas Besonderes werden, und jetzt, unter immensem Druck, machte er seinen Traum wahr. Er erreicht sein Ziel, weil er beständig ist. Wie viele andere im Business treibt ihn die Hoffnung, den ganz großen Erfolg zu landen, den instant success, der groß genug ist, um auf der Überholspur dem Ruhm entgegenfahren zu können.

Natürlich weiß Jake, wie viele Filme selbst große Regisseure drehen mussten, bevor sie berühmt wurden. Umso härter ist es , wenn man dann Fehler macht ...

Frage: Zwei Künstler, die sich in einer unbekannten Gegend zurechtfinden und behaupten müssen, als Identifikationsfiguren des Films - hattest Du keine Angst, dass das vielleicht danebengehen könnte?

Daniel Algrant: Nein, überhaupt nicht. Diese beiden sind der Katalysator für die Gefühle, die die Geschichte in Erinnerung ruft. Es sind die Gefühle, mit denen sich jeder identifiziert, weil sie jeder kennt: Jake und Joanne sind ein Liebespaar; sie haben das Elternhaus verlassen und versuchen nun, ihr eigenes "Familienleben" zu leben. Aber sie stehen beide unter Druck und sind jung und unerfahren. Das ging oder geht doch jedem einmal so.

Natürlich sehen wir auch den Künstler, der in der Großstadt zurechtzukommen versucht. Allerdings finde ich die Bezeichnung "Künstler" in diesem Zusammenhang als problematisch, denn in unserer Kulturgesellschaft muss man mit dem, was man tut, Geld verdienen, wenn man einigermaßen zurechtkommen will. Charles Dickens war mit diesem Problem bestens vertraut, weil er vom Schreiben lebte. Er war ein großartiger Autor und schrieb dicke Bücher, denn er wurde nach Worten bezahlt. Falls es interessiert: Ich wurde übrigens nicht nach Worten bezahlt.

Frage: Heute Drehbuch-Autor in den USA zu sein - was bedeutet es?

Daniel Algrant: Ein hartes Leben. Die wenigsten Autoren können vom Schreiben leben. Die meisten bekommen fast nichts dafür, und was ist schon ein 5.000 $-Preis für jemanden, der in New York lebt und keine Ahnung hat, wie er das nächste Jahr in dieser Stadt über die Runden kommen soll!

Hinzu kommt: Alles braucht seine Zeit, auch das Schreiben. Wenn einer ein Jahr an einem Drehbuch arbeitet dann nimmt er sich diese Zeit. In Hollywood dagegen schreiben sie Drehbücher in sechs bis acht Wochen, wie am Fließband ...

Wenn du gut genug bist, schreibst du einen Entwurf und kriegst Geld dafür. Dann schreibst du einen anderen und verdienst vielleicht etwas mehr damit. Die Schwierigkeit aber besteht darin, überhaupt so weit zu kommen! Die Studios brauchen immer alles ganz schnell.

Wenn du das Glück hast, mit einer Fernseh-Serie dabei zu sein, dann musst du noch ein bißchen mehr zulegen ... Das ist einfach eine ganz andere Art zu arbeiten. Es bleibt keine Zeit, Verbindungen an eine Geschichte zu knüpfen, auf die man sonst nicht so leicht kommt.

So steht man als professioneller Autor immer vor dem Zwispalt, dass man eine Geschichte erzählen will, aber meist die Zeit dazu fehlt, den Dingen auf den Grund zu gehen. Schreiben ist zum Geschäft geworden, und das halte ich für ein fragwürdiges Vergnügen!

Natürlich freue ich mich, dass man als Autor heute sehr viel Geld verdienen kann; aber das viele Geld, das heute in Filme investiert wird, bedeutet auch, dass Zeit und Effektivität bei den Dreharbeiten an erster Stelle stehen. Das macht es oft schwer, einen wirklich guten Film zu drehen.

Frage: Welche Rolle spielte Martin Scorsese bei "Naked in New York"?

Daniel Algrant: Marty ist der Gottvater des Projekts. Er kannte es seit Jahren. Er kannte alle Drehbuch-Entwürfe; irgendwann klebte sein Name daran und man begann, die Sache wahrzunehmen. Plötzlich wollten mich die verschiedensten Leute treffen und mir Fragen stellen. Und man wollte meine Kurzfilme sehen!

Hätte ich den gleichen Leuten vorher eine Kassette mit diesen Filmen geschickt, keiner hätte sie sich angesehen. Man hätte sie nicht einmal beachtet. Aber jetzt stand Martys Name mit drauf, und deshalb nahm man sich plötzlich Zeit für mich . Man schloß sogar die Bürotüren ab, um völlig ungestört zu sein, wie ich hörte!

Marty brachte einfach alles ins Rollen. Der Film lag ihm am Herzen; wo er gebraucht wurde, war er zur Stelle. Als es an die Rough Cuts ging, war er da. Jedesmal, wenn das Projekt in eine neue Phase eintrat, war er da. Er überwachte jeden wichtigen Schritt. Das sparte mir natürlich eine ganze Menge Zeit!

Frage: Sind die Schauspieler deine erste Wahl, deine Wunschbesetzung?

Daniel Algrant: Mary-Louise Parker ganz sicher. Sie stand für mich von Anfang an fest.

Mit Eric Stoltz war das ein bißchen anders. "Naked in New York" ist ein sehr persönlicher Film und ich zweifelte am Anfang daran, ob er es schaffen würde. Eric hat nicht nur rote Haare, er hat auch einen ganz anderen Background. Aber er ist ein ganz ausgezeichneter Schauspieler; er studierte mich regelrecht und setzte sich aufgrund seines Könnens gegen vier andere Mitbewerber durch.

Eric liebte das Drehbuch. Als wir uns zum ersten Mal trafen, redeten wir nicht über den Film. Kein Wort. Wir sprachen über das Leben und das, was wir erlebt hatten. Mir war sofort klar, dass ich mit Eric über alles reden konnte, sogar über meine Freundinnen.

Frage: Große Namen, kleine Rollen - was sagten die Stars Kathleen Turner, Timothy Dalton, Tony Curtis, Jill Clayburgh und Whoopi Goldberg zu diesem Angebot?

Daniel Algrant: Zugegeben, anfangs war es manchmal nicht unproblematisch. Martin Zimmerman, der Casting Director, und Fred Zollo, der Produzent, wollten Namen dieses Kalibers für diesen Film, und zwar die Besten, die zu kriegen waren. Als das Script unter diesen Größen die Runde machte, fühlte ich mich schon ein wenig unsicher.

Der Film setzte zweierlei voraus: Dreharbeiten in New York und natürlich ein Budget. Wir brauchten diese Namen einfach, um die Finanziers zu überzeugen.

Die Unsicherheit verflog, als ich von Kathleen hörte, dass ihr das Drehbuch gefalle; klar, sagte sie, ich mach sehr gern mit, selbst wenn es mich paar Wochen in New York kostet.

Die Besetzung und das ganze Team haben bestens funktioniert, auch wenn es manchmal beim Schnitt ein paar DisKusssionen gab, weil ich ihre Szenen kürzte, um das Liebespaar mehr in den Vordergrund zu rücken. Aber am Ende war jeder einverstanden.

Frage: Timothy Dalton ist in "Naked in New York" ein ungewohnt unspektakulärer Liebhaber ...

Daniel Algrant: Ja, der spielt den ganz normalen Durchschnittsmenschen, falls es den überhaupt gibt: Er ist weder ein Bösewicht noch ein Gauner oder Betrüger. Er ist nicht einmal ein Frauenheld. Tim ist der "Normale", der auch durch Woodys Filme geistert. Ich finde ihn großartig, denn gerade so eine Rolle hat ganz besondere Tücken.

Frage: ... und Tony Curtis als aalglatter Theaterproduzent macht den Eindruck, als fühle er sich in dieser Rolle ganz besonders wohl ...

Daniel Algrant: Ja. Tony Curtis war Carl Fisher, durch und durch. Er hatte, kaum dass er das Buch gelesen hatte, damit begonnen, diese Rolle zu studieren.

Das Telefon klingelte, als wir gerade darüber diskutierten, wer die Rolle spielen sollte. Irgenjemand nahm den Hörer ab. Tony Curtis ist dran und will dich sprechen, sagte er zu mir, und ich dachte zuerst, da macht einer blöde Witze. Ich nahm den Hörer. Dan, sagte jemand am anderen Ende der Leitung, hier spricht Tony Curtis. Kannst du mir einen Gefallen tun? Hallo Tony, klar, sagte ich. Er war es wirklich. Ok, sagte Tony, dann sag mir, wie der Mann in deinem Film heißt. Carl Fisher, sagte ich. Dan, sagte Tony, ich bin Carl Fisher!

Der war er wirklich. Er brauchte keine Garderobiere; er schickte sie einfach in die Wüste. Sie kam zu mir und beschwerte sich, aber Tony sagte nur: Wer von uns beiden ist denn nun Carl Fisher? Sie oder ich? Wenn ich Carl Fisher bin, weiß ich auch, was ich anziehen muss! Dieses Argument schlug alle anderen, und jeder seiner Auftritte, jede Bewegung, jede Nuance, war der schlagende Beweis, dass er recht hatte.

Frage: ... dazu eine Kathleen Turner, die sich selbst auf den Arm nimmt ...

Daniel Algrant: Kathleen spielt sich selbst, ja, aber sie macht ein bißchen mehr als das. Sie machte das ganz bewußt, aber ihr war auch klar, dass sie die Rolle dazu verleiten konnte, ein bißchen zu dick aufzutragen. Deshalb bat sie mich, dass ich sie ab und zu ein bißchen bremse.

Kathleen ist einfach Wahnsinn; sie ist ein echter Film-Star. Sie gehört nicht zu den "normalen" Sterblichen; das hat sie mit Tony gemein. Wenn ich Leuten wie ihnen begegne, fallen sie mir sofort auf; sie haben eine Ausstrahlung, die sie von allen anderen Menschen unterscheidet.

Kathleen war sehr klar, einfach perfekt. Sie kann beides: Komödiantin sein und bei aller Übertreibung ganz real wirken. Das war bei "Naked in New York" ganz besonders gefragt, denn ich selbst neige zur Übertreibung, obwohl ich Filme, die nur lustig sind, nicht besonders mag. Für mich bestand die Herausforderung darin, genau diese Balance zu halten: lustig zu sein und echt zu bleiben.

Frage: Große Stars in kleinen Rollen, kleine Stars in großen Rollen - besteht da nicht auch die Gefahr, dass die "Großen" die "Kleinen" an die Wand spielen?

Daniel Algrant: Diese Frage bereitete mir nur am Anfang ab und zu Kopfzerbrechen: Würden diese jungen Leute in der Welt, die die anderen darstellen, glaubwürdig und überzeugend sein könnnen? Die Bedenken verflogen, als ich Mary-Louises und Erics großartiges Talent sah.

Frage: "Karate Kid" Ralph Macchio spielt eine für sein Image sehr untypische Rolle. Wie kam er dazu?

Daniel Algrant: "Karate Kid", ja, das ist Ralphs Image. Aber wer weiß schon, dass er vor gar nicht langer Zeit zweieinhalb Stunden zusammen mit Robert de Niro auf der Bühne stand und trotz De Niros ungaublicher Power und Präsenz alles andere als blass aussah?

Ralph wollte die Rolle unbedingt; das war anders als alles, was er bisher gemacht hatte. Nun, er stammt aus kleinen Verhältnissen, und als seine Familie hörte, dass er sich für die Rolle eines Jungen mit Sex- und Alkoholproblemen interessierte, waren sie ganz aus dem Häuschen. Was, du willst diesen Typen spielen, fragten sie ihn, und rieten ihm, da er mit "Karate Kid" ein paar Millionen verdient hatte, dazu, mindestens zehn Millionen zu verlangen.

Aber Ralph hörte nicht auf sie und machte trotzdem mit, und die Arbeit mit ihm wie mit allen anderen war wunderbar. Jeder einzelne der Truppe ist ein Vollblut-Schauspieler.

Frage: Hatte "Karate-Kid" kein Problem damit, jemanden zu spielen, der einen schwulen Einddruck macht?

Daniel Algrant: Die Rolle bereitete Ralph wohl manchmal Schwierigkeiten, aber von denen war, als wir drehten, nichts zu spüren. Ralph, der privat Familienvater ist, soll plötzlich eine zärtliche Szene mit Eric spielen! Das verunsicherte ihn anfangs ein bißchen, aber andererseits wollte er die Rolle gerade deshalb unbedingt haben. Er wollte zeigen, dass er mehr ist als nur der "Karate Kid". Und in dieser Szene ist ihm das wirklich gelungen; er nutzte die Gelegenheit und zeigte, was in ihm steckt. Er war großartig!

Was Ralph brauchte, waren ein wenig Sicherheit und Führung. Als wir die Szene drehten, gab es keinerlei Hektik. Wir drehten sie am vielleicht ruhigsten und streßfreiesten Tag der gesamten Produktion. Er war total locker und entspannt; die Szene stellte überhaupt kein Problem mehr für ihn dar.

Frage: Von Whoopi Goldberg sind nur die rollenden Augen zu sehen.

Daniel Algrant: Na ja,eigentlich sollte sie ein bißchen mehr machen, aber sie war damals nicht sonderlich gut drauf. Ich wollte trotzdem, dass sie dabei ist, nicht zuletzt, weil wir befreundet sind.

Whoopi ist eine phantastische Schauspielerin - und ein Avantgarde-Chamäleon par excellence. Wer's nicht glaubt, sollte sich einmal die Probeaufnahmen ansehen, schon weiß er es!

Solche Stars sind nicht billig. Aber in meinem Fall haben sie das Budget nicht strapaziert. Nach ihren Maßstäben haben sie umsonst gearbeitet; sie wurden nach Tarif und Woche bezahlt. Deshalb konnten wir das Budget, das wir hatten, fast ausschließlich auf den Film verwenden. Alles landete auf der Leinwand. Das Geld reichte gerade, um den Film zu drehen, dann waren wir pleite. Deshalb auch die Verzögerung, weil wir die Musik-Rechte nicht bezahlen konnten.

Frage: Wie war das mit der Musik: Bestimmten die Szenen die Songs oder war es eher umgekehrt?

Daniel Algrant: Bei manchen Szenen war zuerst die Musik da. Dazu gehörte vor allem der Flamenco von Angelo; er ist der Motor des Films.

Frage: Warum ausgerechnet Flamenco?

Daniel Algrant: Ich wollte diese Musik unbedingt in meinem Film haben. Flamenco ist alles andere als sentimental; die Musik ist eine von der Leidenschaft getriebene Maschine, die dich nicht fertigmacht. Natürlich ist der Schmerz die Wurzel des Flamenco; Flamencos sind Liebeslieder, die von Schmerz und Unglück erzählen, aber auch davon, dass man beides hinter sich bringen muss, wenn man richtig lieben will. Ich wußte einfach, dass diese Musik sehr gut zum Film passen würde, auch wenn die Produzenten meinten, ich sei verrückt. Aber als sie den Film dann sahen, gaben sie mir recht; durch die Musik erhält der Film ungeheuer viel Energie.

Frage: "Naked in New York" erinnert eher an das europäische als das US-Kino.

Daniel Algrant: Um die Unwägbarkeiten des Lebens zu schildern, braucht man nicht unbedingt den starken Erzähler, den man aus so vielen US-Filmen kennt. Mein Film erzählt sich fast von selbst. Ich bin froh, dass er nicht zu denen gehört, bei denen man schon nach den ersten zehn Minuten sagen kann, wie alles enden wird.

Ich glaube, Marty sah darin einen ganz besonderen Reiz; er wollte unbedingt wissen, ob so etwas funktioniern kann. Wir haben nachträglich viele Szenen des Erzählers wieder herausgenommen, denn uns kam es darauf an zu zeigen, was junge Leute fühlen, was in ihnen vorgeht. Ich glaube,das europäische Publikum wird das noch mehr zu schätzen wissen als das Publikum in den USA.

Natürlich mag ich die starken Erzähler des US-Films. Aber auf die kam es bei "Naked in New York" nicht so sehr an. Mehr gefragt waren Einfühlsamkeit und Perfektion beim Schnitt. Im ganzen Film gibt es keine Einstellung, die länger als zwei Minuten dauert.

Frage: Wie steht es mit der Symbolik des Films?

Daniel Algrant: Die war mir anfangs gar nicht richtig bewußt. Als ich das Buch schrieb, machte ich mir nur Gedanken darüber, wie ich den Jungen schildern sollte, der da sein Leben erzählt, damit er unterhaltsam, lustig und echt wirkte.

Wenn man dann später nochmal einen Blick auf das fertige Buch wirft, stellt man fest, dass das Geschriebene etwas darstellt, etwas bedeutet, dass es Gehalt hat. Darin besteht für mich Kreativität, denn das ist spontan. Alle guten Ideen sind spontan!

Shirley ist ein Symbol, das war mir immer klar. Auch die Szene, in der die Großeltern das Baby auf dem jTisch herumdrehen, während Shirey sich mit ihrem Mann streitet. Diese Szene entwickelt sich zu einem Symbol für Jakes Charakter wie auch für den Charakter des Films. Das habe ich ganz bewußt so gemacht.

Frage: Und die Tiere im Film?

Daniel Algrant: Allgemein gesprochen, projezieren wir unsere Gefühle in die Tiere hinein. Das Sprichwort, dass das Herrchen wie sein Hund aussehe, ist wahr; diese Affinität ist unbestritten.

In der ersten Fassung des Films konnte man sehen, wie Jake sich als kleiner Junge mit Tieren unterhält. Er versteht die Tiere und sie verstehen ihn. Tiere bieten ihm eine Möglichkeit, Schutz zu finden und trotz aller Traurigkeit glücklich zu sein. Die Tiere sind immer für ihn da, egal ob er Ärger hat oder es ihm sonstwie schlecht geht, und später kommen sie mit den Erinnerungen zu ihm zurück.

Uns allen geht es ähnlich wie Jake. Auch wir erinnern uns in bestimmten Situationen an unsere Kindheit, weil wir herausfinden wollen, warum uns das Leben das gerade wieder antut, was es uns antut.

So fragen wir uns, warum das geschieht, was geschieht; wir suchen nach Möglichkeiten, uns zu schützen und uns gegen das Schicksal zu wehren. Wir wollen da durchkommen, koste es, was es wolle, und suchen nach Mitteln, die uns zur Verfügung stehen. Nur allzu oft spielen Tiere und Erinnerungen aus unserer Kindheit dabei eine ganz wichtige, entscheidende Rolle.

Wir denken immer, wir haben alles unter Kontrolle, aber wir irren uns. Das zeigt uns "Naked in New York", und zwar auf drei verschiedenen Ebenen seines Lebens.

Zuerst erleben wir Jake als Kind, dann sehen wir ihn am Theater auf der Schule. Dann, schon fast erwachsen, trägt er einen schwarzen Mantel und löst seine Beziehung auf. Jake weiß, dass um ihn herum Chaos herrscht, und er nimmt es auf, wird dadurch zum Erzähler seiner eigenen Geschichte. dass er seine Sache zuende bringt, hilft ihm, das Leben in den Griff zu bekommen.

Märchen und Mythen besitzen eine ganz ähnliche Funktion. Ganz gleich, ob die Geschichten unsere Ahnen von Götten, Übermenschen, Drachen oder der Natur handeln; Unsere Vorfahren setzten sich darin mit dem Leben auseinander. Und sie hielten sich an den Geschichten fest, wenn es nötig war.

Frage: Wenn man das Publikum beim Münchner Filmfest beobachtet hat, wird man das Gefühl nicht los, dass der Film viele an ihr eigenes Leben erinnert.

Daniel Algrant: Ich hoffe, dass der Film Erinnerungen weckt. Das war meine erklärte Absicht. Jeder, der sich zum erstenmal verliebt, erinnert sich ein Leben lang an dieses wunderbare, perfekte Gefühl.

Die erste Liebe vergißt man nie. Sie ist auf der ganzen Welt etwas Besonderes, denn dieses Gefühl ist einfach Unvergleichlich. Später kommt das Leben, damit der Job, der Stress und das Pech, und alles nagt an der Freude und dem Glück, das man verspürte, als man sich zum ersten Mal verliebte. Ich hoffe, dass "Naked in New York" die Zuschauer daran erinnert. Und weil es ein Film über die erste Liebe im Teenager-Alter ist, glaube ich, wird er bei den Älteren auch besser ankommen als bei den Jungen.

Frage: Ein Film über die erste Liebe ... auch ein Film darüber, dass jedes Ende einen neuen Anfang bedeutet?

Daniel Algrant: Ja, ganz klar. Ich bin überzeugt, dass nach jedem Ende etwas Neues beginnt.

Frage: Wie steht es dann mit einer Fortsetzung?

Daniel Algrant: Nicht Fortsetzung, sondern Teil 2a und Teil 2b! Spaß beiseite: Manchmal denke ich darüber nach, wie es wohl wäre, diesen Jungen und sein Leben zu beobachten und den ein oder anderen Film über die verschiedenen Stationen und Stadien seines Lebens zu drehen. Als ich kürzlich geheiratet habe, kam mir in den Sinn, das in einem Film unterzubringen. Ich weiß natürlich, dass so etwas viel zu persönlich ist, als dass ich es drehen könnte. Meine anderen Arbeiten sind auch nicht ansatzweise so persönlich wie "Naked in New York", und dieser Film war schon schwierig genug.

Frage: Welche Arbeiten sind das?

Daniel Algrant: Ich habe eine ganze Reihe von Dokumentationen über unterschiedlichste Menschen gedreht; Menschen aus Nordirland, Jazzmusiker aus den 40er und 50er Jahren ... Wenn man solche Filme dreht, beobachtet man die Menschen, und während man sie studiert, findet man eine Perspektive. Aber: Je enger man dem Stoff, dem mam verfilmen will, verbunden ist, umso schwieriger wird es und umso länger dauert es.

Frage: Welche Frage, die man dir nie stellt, würdest du gern beantworten?

Daniel Algrant: Mir wurden bisher immer nur jede Menge klarer Fragen zum Film gestellt. Ich wünschte mir, dass mal jemand nach dem Filmemachen an sich fragen würde, danach, wie wir die Kamera benutzten, wie wir Musik und Farben einsetzten. Mir würden Fragen gefallen wie diese: Wie macht man aus Bildern im Kopf ein Buch und daraus einen Film? Ich würde auch gern mal über die Kameraarbeit und die verschiedenen Einstellungen, Fahrten und Schwenks in "Naked in New York" reden und darüber, dass ich sie im Nachhinein zum Teil bei "Manche mögen's heiß" wiederentdeckte. Denn ich bin stolz darauf, wie wir das Buch umsetzten ...

Frage: Was macht dir am Filmemachen besonders viel Spaß?

Daniel Algrant: Was ich daran besonders liebe, ist das Handwerk. Jeder Film stellt eine Herausforderung dar - und ein kleines Wunder, das mit handwerklichen Mitteln wahr gemacht wird. Am Anfang steht natürlich die Frage nach dem Geld, das man braucht, um die Geschichte erzählen zu können. Aber wenn dieser Punkt abgehakt ist, geht das eigentlich Spannende los: Der Regisseur ist da und all die vielen anderen Leute und Stars, und alle ziehen am gleichen Strang.

Manchmal kam ich mir vor wie der Kutscher auf dem Bock, der eine Horde durchgehender Pferde am seidenen Faden in Schach halten muss. Wehe, wenn diese Fäden reißen und sich alles in Chaos auflöst!

Dann, als der Film fertig war, fragte ich mich: Wie kommt es bloß, dass bei einem Film so viele Leute an einem Strang ziehen und sich dem gemeinsamen Interesse unterordnen? Ich fand keine andere Antwort darauf als die: Das muss ein Wunder sein!

Und das macht das Filmemachen für mich zu etwas Einzigartigem, auf das ich niemals verzichten möchte.

Frage: Herzlichen Dank für das ausführliche Gespräch! (DJFL)


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