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Interview mit Daniela Noack: blitz

Daniela Noack, 29, ist Moderatorin der Sat.1-Magazin-Sendung "blitz" Frage: "BZZZ - Singles am Drücker" gibt es nicht mehr, und ich suche meine Traumfrau - was nun? Daniela Noack: Sie sollten ...

Interview mit Daniela Noack


Daniela Noack, 29, ist Moderatorin der Sat.1-Magazin-Sendung "blitz"

Frage: "BZZZ - Singles am Drücker" gibt es nicht mehr, und ich suche meine Traumfrau - was nun?

Daniela Noack: Sie sollten einfach das anwenden, was Sie in der Sendung gelernt haben.

Frage: Hat Sie "BZZZ" zur vielgefragten Expertin in Herzensfragen gemacht?

Daniela Noack: Nein, eine Briefkastentante war ich nie. Wir haben, glaube ich, ganz gut 'rübergebracht, dass wir keine Heiratsvermittlung sind. Es ging um den Spaß am Flirten und am Leben allgemein - nicht mehr und nicht weniger.

Frage: Seit kurzem moderieren Sie am Wochenende "blitz". Welchen Einfluß hat die Tatsache, dass Sie dann in Berlin sind, auf Ihre eigene Beziehung in München?

Daniela Noack: Ich war schon immer am Wochenende weg, das hatten wir, seit wir uns kennen: Zuerst mit 'Sommer, Sonne, SAT.1', dann mit 'BZZZ' - insofern also nichts Neues.

Frage: München ist Ihr Zuhause. Welche Beziehung haben Sie zu Ihrem neuen Arbeitsplatz Berlin?

Daniela Noack: Ich habe einen Riesenrespekt vor der Stadt. München hat dagegen Kleinstadtcharakter: Geborgen, sauber, sicher. Jedesmal, wenn ich in Berlin ankomme, denke ich: Das Abenteuer beginnt! Für ein Magazin wie 'blitz' ist Berlin natürlich erste Wahl. Hier passiert's, hier läuft alles zusammen.

Frage: Ab Januar sind Sie dann wochentags fünfmal auf Sendung. Nervös?

Daniela Noack: Nervös ist nicht der richtige Ausdruck, aber ich weiß, dass mich viel Arbeit erwartet. Ich werde mich voll 'reinstürzen. Die konstante Anspannung fünf Tage die Woche reizt mich.

Frage: "blitz" ist das Boulevard-Magazin in SAT.1. Wie gehen Sie an die Themen heran, die dort behandelt werden?

Daniela Noack: Es sind die Themen des Lebens: Freude, Leid, Humor, Tragödien. Sicherlich spricht jeder lieber über die positiven Dinge. Aber es gibt auch die anderen Geschichten des Lebens, die genauso in die Sendung gehören.

Frage: Welche Gedanken haben Sie sich zur Mimik und Körpersprache gemacht?

Daniela Noack: Eines werde ich auf jeden Fall vermeiden: vorwurfsvoll zu wirken. Als Zuschauer möchte ich keine Moderatorin, die mir Schuldgefühle macht. Ich möchte auch keine Grabesstimmung bringen, sondern möglichst direkt transportieren, was passiert.

Frage: Wie schwer wiegt das Erbe von Monica Lierhaus?

Daniela Noack: Sie hat das zwei Jahre lang sehr gut gemacht. Das Magazin hält sich gut auf dem Markt, was sicherlich auch mit der ersten Moderatorin zusammenhängt. Natürlich sehe ich ihre Texte, beobachte, wie sie schreibt und moderiert. Bei meinem Moderationsstil werde ich mich aber weder nach ihr noch nach Frau Eligmann richten, sondern meinen eigenen Stil entwickeln.

Frage: Wie präsent ist dabei die Quote?

Daniela Noack: Sie ist natürlich immer da, aber das ist okay. Man will ja auch nicht so einfach ins Nichts hineinsenden. Die Sendung läuft gut, ist aber quotenmäßig noch nicht ganz am Ziel. Die Redaktion ist inzwischen sehr routiniert, und wir können optimieren und auch wieder experimentieren.

Frage: Gab es Reaktionen aus Ihrem Umfeld nach dem Motto: "Von der Single-Show zu 'blitz'. Wie geht das bloß zusammen?

Daniela Noack: Nein, obwohl ich ein bißchen damit gerechnet hatte. Wer meinen Lebenslauf kennt, weiß, dass ich aus dem journalistischen Tagesgeschehen komme und 'Sommer, Sonne, SAT.1' und 'BZZZ' als Ausflug betrachtet habe. Jetzt mache ich wieder das, was ich immer machen wollte: Viel Inhalt und trotzdem bunt verpackt.

Frage: Außer beim Fernsehen haben Sie für einen Verlag, beim Radio und beim Film gearbeitet, im Nachrichten-, Sport- und Show-Bereich. Könnte man das nicht als Unentschlossenheit auslegen?

Daniela Noack: Ich glaube, diese Einstellung ist in Deutschland endlich passé. In Amerika war man da immer viel freier. Dort ist es völlig okay, dass man auch noch Schauspielunterricht nimmt und singt und so weiter. Das bedeutet, dass man den Blick fürs andere nicht verliert.

Frage: Und wie weit in die Zukunft blicken Sie?

Daniela Noack: Ich dachte nie: 'Irgendwann will ich die '100.000 Mark-Show' moderieren, und dann will ich 'heute' machen oder 'ne Lotto-Show. Der Weg ist das Ziel. Ich lebe sehr im Jetzt. Nur, wenn ich heute alles richtig mache, gibt es auch eine Zukunft. Ich mache ja keine Ausbildung, sondern ich sende täglich und muss mich aufs Jetzt konzentrieren.

Frage: Welche Überlegungen im Wechsel von "BZZZ" zu "blitz" gibt es hinsichtlich Styling und Kleidung?

Daniela Noack: So wie bei 'BZZZ' sehe ich nicht mal aus, wenn ich abends ausgehe. Das war ganz klar Show-Styling mit falschen Wimpern und Haarteil, um Lebensfreude auszudrücken. In 'blitz' darf ich ich selbst sein. Ich werde mich nicht 'aufbrezeln', aber auch nicht in Hausanzug und Pantoffeln auftreten. Ich bin gern weiblich und genauso gern unaufdringlich.

Frage: Glauben Sie, dass Frauen im TV-Business heute gleichberechtigt sind?

Daniela Noack: Zumindest rein äußerlich wird unter den Frauen immer noch härter ausgesiebt. Das sieht man, wenn man sich manche männlichen Kollegen anschaut. Im Augenblick ziehen sich ja viele Kolleginnen wieder 'mal aus, um erfolgreich zu werden. Das muss jede selbst wissen. Ich finde, es ist an der Zeit für ein weibliches Pendant zu Herrn Biolek. Man muss vormachen, dass man sich auch mit 40 oder 50 selbstbewußt und ohne chirurgischen Eingriff auf dem Bildschirm halten kann. Auch Programmdirektoren werden sich bald trauen, Frauen einzusetzen, die nicht nur jung, knackig und braungebrannt sind, sondern ganz normale Menschen.

Frage: Beim DSF haben Sie jede Menge Weltklassesportler interviewt. Was imponiert Ihnen an Sportlern besonders?

Daniela Noack: Das Körperbetonte. dass man den Körper nicht als elende Hülle mit sich herumschleppt, sondern dass man im Leben steht - im wörtlichen Sinne. dass man sich bewegt, wach ist, schnell ist, dass man auch gewinnen will. Meine sportlichen Aktivitäten finden in der Natur statt: Im Park laufen, windsurfen, skifahren. Extremsportarten wie Bungeespringen habe ich probiert, brauche ich aber nicht. Eine tägliche Sendung - das ist wie Bungeespringen im Kopf.

Frage: Haben Sie Vorbilder, an denen Sie sich orientieren?

Daniela Noack: Immer nur für spezielle Gebiete. Z. B. Alfred Biolek und seine Art, Gespräche zu führen, aber auch die Souveränität eines Erich Böhme.

Frage: Sie sind im Mai 30 geworden. Was bedeutet das für Sie?

Daniela Noack: Ich bin glücklich, auch mit 30. Angst bekommt man erst dann, wenn man merkt, dass man einen sehr eingefahrenen Weg gewählt hat. Das Schöne an meinem Beruf ist ja, dass mir jederzeit viele Türchen offenstehen: Anderes Medium, anderes Format, andere Stadt ...

Frage: Sie haben mit Komparatistik nicht gerade ein Allerweltsstudium hinter sich.

Daniela Noack: Richtig. Die Zukunftsperspektive eines Germanistikstudenten lautet meistens: Taxifahrer. Dennoch ist das ein wunderbares Studium, das ich zunächst aus reinem Egoismus gewählt habe. Ich liebe Literatur, Geschichte, Sprachen. Dadurch kann ich heute nicht nur die deutsche Sprache besser begreifen und anwenden, sondern auch andere. Da steht mir auch noch ein Türchen offen: Wenn es mal nicht so laufen sollte, promoviere ich vielleicht. Wenn ich mich aber immer nur mit der Infragestellung der traditionellen Hermeneutik bei Nietzsche und Kant beschäftigt hätte, wäre das bunte Leben möglicherweise an mir vorbeigegangen. Nach einer Woche Studium fing ich deshalb bereits an, in einem Verlag zu arbeiten. Eine Woche nach meiner letzten Uni-Prüfung hatte ich meine erste tägliche Live-Sendung beim DSF. Bisher kam eben alles immer im richtigen Moment zu mir.

Das Interview führte Jörg Kanzler. (DJFL)


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