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Interview mit Dieter Ulrich Aselmann zu Vaya Con Dios

Ein Gespräch mit dem Produzenten Dieter Ulrich Aselmann über seinen neuen Film Vaya Con Dios Frage: Wie sind Sie zu dieser Geschichte gekommen? Dieter Ulrich Aselmann: Zoltan und ich kennen uns ...

Interview mit Dieter Ulrich Aselmann


Ein Gespräch mit dem Produzenten Dieter Ulrich Aselmann über seinen neuen Film Vaya Con Dios

Frage: Wie sind Sie zu dieser Geschichte gekommen?

Dieter Ulrich Aselmann: Zoltan und ich kennen uns noch aus gemeinsamen Tagen an der Hochschule für bildende Künste in Hamburg. Und natürlich kannte ich seinen berühmten interaktiven Kurzfilm, "Der Hahn ist tot", wusste auch um seine Liebe zur Oper und zum großen Kino. Von Zoltans Mönchsgeschichte wusste ich, lange bevor ich die Stoffrechte kaufen konnte. Da war die Sache schon bei einem Kollegen. Ich bedauerte sehr, dass Zoltan diesen wunderbaren Stoff mir nie angeboten hatte. Aber durch meinen Wegzug aus Hamburg nach München haben wir uns ziemlich aus den Augen verloren. Der Kollege hatte Schwierigkeiten bei der Finanzierung und ließ die Geschichte ruhen. Dann rief mich meine alte Freundin und Cutterin Magdolna Rokob an, die auch immer die Filme von Zoltan schneidet, und machte mich auf die Situation aufmerksam. Obwohl unsere Firma noch neu war und wir alles Startkapital längst aufgebraucht hatten, kauften wir die Rechte dem Kollegen ab und bearbeiteten das Buch bis zur Drehreife.

Frage: Was hat Sie denn so an dem Stoff fasziniert?

Dieter Ulrich Aselmann: Vaya Con Dios bündelt eigentlich alle Themenbereiche, die in den von mir produzierten Filmen immer wiederkehren. Also Geschichten um Familie und/oder Freundschaft, das Entdecken der Liebe, die Musik als Brücke zueinander. Das alles emotional, klug und humorvoll in großen, wunderschönen Bildern erzählt, schien mir alles Risiko wert zu sein. Mit dieser Überzeugung konnte ich die interessierten Verleiher und Geschäftsführer der Förderungen, Eva Hubert, Gabriele Röthemeyer und Manfred Schmidt, für das Finanzierungskonzept und den Film begeistern.

Frage: Also von vornherein eine Kinoproduktion?

Dieter Ulrich Aselmann: Unbedingt, es ist eine komische Geschichte, die eben ein großes Tor in unsere Gefühlswelt öffnet. Sie ist im wahrsten Sinne "fabel"-haft, eine Parabel über das Leben, sie lebt von beeindruckenden Bildern, weil diese Mönche das Großartige in der Natur noch erkennen; es brauchte brillante Schauspielerpersönlichkeiten. Dafür reicht der "kleine Kasten" im Wohnzimmer nicht. Außerdem ist dieser Stoff eine ganz persönliche Leidenschaft von Zoltan, er hat da viel Kraft und Kreativität investiert, und das wollte ich begleiten und unterstützen, deshalb wollten wir so wenig Einfluss von außen und so wenig Kompromisse wie möglich. Wir waren sehr angetan, dass Senator das respektierte.

Frage: Wie war das mit der Finanzierung?

Dieter Ulrich Aselmann: Finanziert wurde der Film unter anderem durch großzügige Förderungen der Hamburger Filmförderung, der Mitteldeutschen Medienförderung und der Medienförderung Baden-Württemberg. Es war schon aufwendig: 43 Drehtage, gedreht in vier Bundesländern und Italien (gern bei Dauerregen), mit aufwendigen Musikvorproduktionen und natürlich original eingespielter Orchestermusik.

Frage: Mehr als 1500 Kilometer "übers Land" habe ich gehört?

Dieter Ulrich Aselmann: Wir haben als erste deutsche Spielfilm-Produktion in China gedreht ("Die Rückkehr des Schwarzen Buddha"), insofern kann mich kein logistischer Aufwand mehr schrecken. Aber natürlich ist das immer ein Risiko, wenn man sich hinaus ins Land wagt, für Mönche wie für Produzenten. Außerdem hatte ich mit Martin Rohrbeck und Patrick Zorer zwei sehr kompetente Executives an meiner Seite. Und einen sehr kooperativen und kostenbewussten Regisseur.

Frage: Sie haben nun bereits an die 30 Filme und diverse Serien produziert. Liegt Ihnen rückblickend ein Werk besonders am Herzen?.

Dieter Ulrich Aselmann: Nein! Aber es gibt für jeden Bereich besondere Favoriten. Und "Die Musterknaben" von Ralf Huettner sind sicher für das Kino was Besonderes. Vaya Con Dios schließt da an, es ist auch eine Komödie, die über das Lachen die Herzen erreicht. So wie ein ganz normales Kinopublikum den "Musterknaben" auf der Leinwand Szenenapplaus spendete, musste uns da was gelungen sein. Und ich glaube, das ist es uns, in diesem Sinne, auch mit Vaya Con Dios.

Frage: Viele kritisieren, dass das Ausland unsere Filme so stiefmütterlich behandelt.

Dieter Ulrich Aselmann: Ach das Gejammer! Ich will Geschichten für unser Publikum erzählen und dafür in erster Linie erstmal die eigene Begrenztheit sprengen. In unseren Filmen soll sich der sogenannte einfache Mensch wiederfinden und auch der Intellektuelle seinen Spaß haben. "Für jeden etwas" ist unser Firmenprinzip, das gerade macht unsere Filme speziell. Vaya Con Dios ist für jeden etwas: zum Weinen und zum Lachen. Wenn ich mir vor Augen halte, wer alles in Der Schuh des Manitu gegangen ist, wie Jetzt oder nie mit 1,5 Millionen Zuschauern so erfolgreich war, oder wie Jung und Alt in Das Sams gemeinsam das Wünschen wieder lernen - um nur einige Beispiele zu nennen - dann sind wir auf einem guten Weg. Das Ausland holt sich dann schon, was es braucht.

Frage: Welche der vier Hauptfiguren liegt Ihnen am nächsten?

Dieter Ulrich Aselmann: Da hat doch jeder etwas: Bennos Weisheit mag ich und Tassilos Treue und Arbos Offenheit. Das sind alles Eigenschaften, die unser Leben bestimmen sollten; und natürlich die Liebe, also mag ich auch Chiara sehr, ihre Abenteuerlust, die sie am Ende um eine ganz neue Erfahrung bereichert. Neugierde haben alle gemeinsam, und das wird es sein, was sie mit mir und den Zuschauern verbindet! (DJFL)


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