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Interview mit Dolph Lundgren: Missionary Man

„Ich hielt Sylvester Stallone schon vor zwanzig Jahren für alt.“ Mit seiner Rolle als Captain Ivan Drago in Rocky IV – Der Kampf des Jahrhunderts wurde der 1957 in Stockholm geborene Dolph Lundgren ...

* 3. November 1959 in Stockholm, Schweden, Schauspieler Dolph Lundgren ist in Stockholm geboren und auch aufgewachsen. Hier studierte er später am Royal Institute Of Technology, ehe er 1982 in Sidney seinen Magister in Chemie machte und 1983 ein Stipendium für die Universität in Cambridge ... [komplette Biografie]

Interview mit Dolph Lundgren


„Ich hielt Sylvester Stallone schon vor zwanzig Jahren für alt.“

Mit seiner Rolle als Captain Ivan Drago in Rocky IV – Der Kampf des Jahrhunderts wurde der 1957 in Stockholm geborene Dolph Lundgren über Nacht zur neuen Actionikone der 80er Jahre. Hauptrollen in Filmen wie Masters of the Universe, Universal Soldier, Johnny Mnemonic oder The Shooter folgten. Seit zehn Jahren erscheinen die neuen Filme des Schweden zwar allesamt nur noch direkt auf Video bzw. DVD, dort hat er sich jedoch eine stetige Fangemeinde erobert, die seinen neuen Actionabenteuern begierig entgegenfiebert. Mit Missionary Man hat er nun seinen dritten Film als Regisseur vorgelegt und erstmals auch selbst das Drehbuch verfasst. Es versteht sich von selbst, dass er auch die Hauptrolle des bibeltreuen Rächers übernommen hat. In Berlin trafen wir Dolph Lundgren zum Gespräch.

Frage: Mich hat die Tatsache überrascht, dass der Missionary Man ein klassischer Actionfilm geworden ist, der wirklich eine Geschichte erzählt. Wie kam es dazu?

Dolph Lundgren: Ich wollte einen Film drehen, der in dieser Hinsicht ein bisschen traditioneller ist. Ich hatte von Anfang an vor, einen klassischen Actionfilm zu machen. Wenn man dann mit der Arbeit beginnt, entwickelt so ein Film auch schnell ein Eigenleben, das davon abhängt, wen man mit ins Boot holt und wie man zusammenarbeitet. Ich hatte die Absicht, eine Art mythischen Western zu inszenieren, mit einigen Elementen einer Geistergeschichte.

Frage: Aus welchem Grund nimmt die Bibel in Ihrer Geschichte eine solch zentrale Position ein?

Dolph Lundgren: Ich dachte einfach, dass die Bibel die Hauptfigur noch mysteriöser macht, auch interessanter und altmodischer, denn er ist ja eine Art Mann des Friedens, zumindest zu Beginn, wenn er in die Stadt kommt. Am Ende wird er dann zum Rächer einiger Dinge aus der Vergangenheit.

Frage: Was bedeutet Ihnen denn Religion im Privatleben?

Dolph Lundgren: Ich wurde in Schweden lutheranisch erzogen, bin also nicht besonders oft in die Kirche gegangen als Kind. Mit meinen eigenen Kindern gehe ich ab und zu in die Kirche, damit sie sich, wenn sie älter sind, selbst entscheiden können, welche Rolle Religion in ihrem Leben spielen soll, und damit sie dann schon wissen, um was es dabei geht. Heute sitzen sie in der Kirche und starren die kleinsten Details an, genau wie ich, als ich ein Kind war.

Frage: Haben Sie die Figur des einsamen Bikers an anderen bekannten Filmfiguren angelehnt?

Dolph Lundgren: Ja, die Figur ist eine Mischung aus Charakteren einer ganzen Reihe von Bikerfilmen, die ich gesehen habe. Es gibt da einen Film mit dem Titel Billy Jack (1971; von und mit Tom Laughlin; die Red.) über einen Typen auf seinem Motorrad, einem Film aus den 70er Jahren als ich noch ein Kind war. Die Titelfigur ist ein indianisches Halbblut. Das verleiht ihm einen Hauch des Mysteriösen. Dann gibt es auch Einflüsse aus Pale Rider und Filmen wie Ein Fremder ohne Namen, beispielsweise. Aber das Motorradmotiv habe ich wirklich anstelle von Pferden in den Film gebracht, weil Pferde teurer sind als Motorräder (lacht).

Frage: Was gefällt Ihnen am Regieführen?

Dolph Lundgren: Mir gefällt, dass man eine Geschichte erzählen kann. Es ist auch ein richtiges Abenteuer und ich finde es interessant, zu sehen, wie die Leute darauf reagieren. Es gibt da noch eine Menge für mich zu lernen, und mit etwas Glück kann ich mal wieder einen Film inszenieren und meine Technik dadurch verfeinern.

Frage: Haben Sie selbst persönliche Erfahrungen mit der Unterdrückung amerikanischer Ureinwohner gemacht, weil Sie das als Thema für Ihren Film gewählt haben?

Dolph Lundgren: Ich bin ein großer Geschichtsfan und habe eine ganze Menge über Indianer gelesen. Das Reservat diente mir in erster Linie dazu, die Geschichte etwas altmodischer erscheinen zu lassen, ich hatte auch zuvor schon zwei Filme in Reservaten gedreht. Ja, sie sind noch immer unterdrückt und haben Probleme, sich in die Gesellschaft einzugliedern, und sie trinken zuviel. Für mich als Europäer sind die Indianerkriege in Amerika noch gar nicht so lange her, gerade mal 120 Jahre, was nur drei Generationen entspricht. Insofern ist es schon eine Art persönliches Anliegen für mich, ich finde diesen Stoff einfach interessant.

Frage: Es gibt im Film ja einen netten kleinen Gastauftritt von Andrew Stevens, dem Produzenten. Wie war es, seinem eigenen Produzenten Regieanweisungen zu geben?

Dolph Lundgren: Es ist schon etwas seltsam, man ist ein wenig nervös, weil es für ihn ja auch ungewöhnlich ist, weil er ja eigentlich der Boss ist. Die gesamte Crew schaut zu und beobachtet jede Bewegung. Ich versuchte, so entspannt wie möglich zu sein und ihm ein paar Extra-Takes zu gewähren, aber er war gut! Er hat Talent, schließlich hat er als Schauspieler angefangen, also weiß er schon, was er tut.

Frage: Dann ist da noch die Szene nach der Dusche, in der Sie sich halbnackt zeigen und noch in großartiger Verfassung sind – oder wurde das digital nachbearbeitet?

Dolph Lundgren: (lacht) Nein, das hätte ich mir gar nicht leisten können. Wir hatten nur ein sehr kleines Budget.

Frage: Wie oft trainieren Sie denn, um fit zu bleiben?

Dolph Lundgren: Ich gehe zwischen drei- und fünfmal in der Woche ins Fitnessstudio. Das hängt davon ab, wie viel ich reise oder arbeite, aber ich versuche, regelmäßig Gewichttraining zu machen. Und ich versuche auch, spät am Tag nicht mehr so viel zu essen.

Frage: Könnten Sie es sich vorstellen, auch in 10 Jahren noch ein Actionfilmstar zu sein? Sylvester Stallone hat ja gerade mit 60 Jahren sein Comeback hingelegt…

Dolph Lundgren: Ja, ich weiß – das ist verrückt! Als ich ihn das erste Mal traf (bei den Dreharbeiten zu Rocky IV – Der Kampf des Jahrhunderts, 1985; die Red.), hielt ich ihn schon für alt! Ich war damals 25 und er muss ungefähr 35 Jahre alt gewesen sein. Für mich war er damals schon alt, aber jetzt ist er 60! Ich weiß nicht, ob ich das in 10 Jahren auch noch machen möchte, aber man weiß nie, vielleicht schon. Warten wir mal ab…

Frage: Als Alternative könnten Sie sich ja vielleicht auch komplett hinter die Kamera zurückziehen und Drehbücher schreiben und Regie führen, wie Sie es jetzt ja auch schon tun…

Dolph Lundgren: Ja, das könnte ich mir gut vorstellen, wenn sich mir die Chance bietet. Aber ich glaube schon, dass mir auch das Schauspielen im Blut liegt und man nicht so leicht davon wegkommt, auch wenn man es möchte. Ich kann mir noch nicht so recht vorstellen, wie sich das entwickelt. Schauen wir einfach mal…

Frage: Haben Sie noch Kontakt zu Sylvester Stallone?

Dolph Lundgren: Ja, wir treffen uns gelegentlich. Wir sehen uns ab und zu in Los Angeles. Als ich vor ein paar Monaten mal dort war, sind wir uns im Beverly Hills Hotel über den Weg gelaufen. Wir begrüßten uns und unterhielten uns über unsere aktuellen Pläne, er erzählte mir von seinem neuen Rambo-Film. Es war witzig, denn im Hotel waren auch viele Touristen, die ins Restaurant gingen, ein paar Schritte liefen und sich dann umdrehten mit einem Gesichtsausdruck wie „Moment mal! Sind das nicht…?“ Es muss ungewöhnlich gewirkt haben, dass wir wie zwei ganz normale Typen dastanden und uns unterhielten, da wir uns doch vor Jahren im Ring so erbittert verkloppt haben (lacht). Aber Sly ist wirklich ein netter Kerl, ich mag ihn. (Frank Brenner)


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