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Interview mit Elodie Keene: Babyraub

Elodie Keene ist die Regisseurin der internationalen SAT.1- Koproduktion "Babyraub - Kinder fremder Mächte" Frage: Glauben Sie an paranormale Phänomene? Elodie Keene: Ich komme aus einer ...

Interview mit Elodie Keene


Elodie Keene ist die Regisseurin der internationalen SAT.1- Koproduktion "Babyraub - Kinder fremder Mächte"

Frage: Glauben Sie an paranormale Phänomene?

Elodie Keene: Ich komme aus einer nichtgläubigen Familie. Aber ich versuche, für alles offen zu sein, was man mir über übersinnliche Erfahrungen erzählt. Ich bin überzeugt, dass UFOs die Welt nicht retten werden, aber ich denke, es gibt Dimensionen in unserem Sein, die noch nicht erforscht sind.

Frage: Ein großes Berliner Stadtmagazin hatte in einer Ausgabe eine Geschichte "UFOs über Berlin". 2/3 der Deutschen glaubt an geheimnisvolle Flugobjekte - überrascht Sie das?

Elodie Keene: Ich habe gerade in der 'Herald Tribune' einen Artikel über den vermeintlichen Absturz eines UFOs 1947 in Roswell gelesen. Laut Statistik dieser Zeitung glauben sogar 72 Prozent der Amerikaner an fliegende Untertassen. Ich verstehe, dass Menschen den Glauben, dass es außer uns noch jemanden oder etwas anderes gibt, als Halt brauchen. Jeder hat seine eigenen Vorstellungen darüber, was das sein könnte - UFOs sind so gut wie alles andere.

Frage: Welchen Reiz haben solche Geschichten für eine Regisseurin? In "Strange Luck" und "American Gothic" haben Sie sich ja schon ausgiebig mit diesem Thema beschäftigt ...

Elodie Keene: Ich mag solche Filme, weil man visuell neue Welten schaffen kann, unkonventionelle Bilder, die vielleicht einen Eindruck von den Dingen, die in unseren Köpfen vorgehen, geben. Das ist eine Herausforderung und neues Terrain für die ganze Crew. ,Babyraub - Kinder fremder Mächte' war für uns alle ziemlich aufregend.

Frage: Joe Hardy, Produzent des Films, wollte eine US-Regisseurin, die sich der Story und der Stadt mit unverstelltem Blick nähert - welchen Eindruck haben Sie von Berlin?

Elodie Keene: Vor 23 Jahren war ich mit meiner Freundin das letzte Mal in Europa - wir haben sieben Monate von 1900 Dollar gelebt. Nun bin ich zurück, und ich habe nicht erwartet, dass ich Berlin so sehr mag. Die Stadt bietet ständig Abwechslung, ist wie ein Nährboden für neue Erfahrungen - die Augen laufen einem über. Auf der einen Seite all die prächtigen alten Häuser, die Parks, auf der anderen Seite düstere Untergrundschächte und Technoclubs. So etwas findet man nicht alle Tage.

Frage: Waren Sie mit der Zusammenarbeit mit SAT.1 zufrieden? Wie liefen die Vorbereitungen?

Elodie Keene: Alles lief wie geschmiert. Ich bin erst ziemlich spät an Bord gekommen, aber meine Änderungswünsche im Script waren kein Problem. Ich habe schon mit vielen Networks in L. A. und New York gearbeitet - da gibt es keinen großen Unterschied zu Deutschland.

Frage: Welche Unterschiede zwischen US- und deutschen Produktionsbedingungen sind Ihnen aufgefallen?

Elodie Keene: In Deutschland sind einige Jobs in den Unterabteilungen wie z. B. Ton und Kamera anders aufgeteilt - daran musste ich mich erst gewöhnen. Die Filmindustrie in L. A. ist sehr institutionalisiert, effizient, und der kreative Pool, auf den man zurückgreifen kann, ist riesig. Dieses Potential ist kleiner in Deutschland, aber nach dem Teamgeist, den diese deutsche Crew hat, suche ich in Amerika landauf landab vergeblich. Charles Finkbeiner ist ein fantastischer Kameramann - ich denke mit Grauen an meine nächste Arbeit in den Staaten, wo diese Leute extrem selbstverliebt sind.

Frage: Fast die gesamte Crew ist deutsch, die Schauspieler kommen aus verschiedenen Ländern und sprechen unterschiedliche Sprachen. Wie wirkt sich der multikulturelle Einfluß auf Ihren Film aus?

Elodie Keene: Ich habe Fachkenntnisse, die sich aus einer langen Film-Tradition in L. A. speisen. Wenn ich Berlin wieder verlasse, werden vielleicht 15 neue Begriffe ihren Weg in die deutsche Filmlandschaft gefunden haben. Unsere Darsteller stehen für den multikulturellen Hintergrund. Jeff Meek ist Amerikaner und, wie die Rolle es verlangt, ein bißchen fremd hier; die anderen Schauspieler repräsentieren eindeutig Europa.

Frage: Sie waren 15 Jahre als Cutterin tätig. Erleichtert das Ihre Arbeit als Regisseurin?

Elodie Keene: Ich gehe mit ziemlich klaren Vorstellungen, wie der Film am Ende aussehen soll, in die Produktion. Ich nehme nicht auf, was ich nicht brauche, ich weiß, wie die Teile zusammengehen, wenn die Cutter ein Problem haben, kann ich ihnen helfen. Aber die Cutter überraschen mich immer wieder positiv.

Frage: Computeranimationen und -nachbearbeitungen gewinnen bei der Filmproduktion immer mehr an Bedeutung. Haben Sie sich dieser Technik bedient?

Elodie Keene: Aufgrund meiner Erfahrungen werden die Szenen fast immer besser, wenn man sie filmisch herstellt. Ich bin also keine große Liebhaberin von animierten Sequenzen oder ausufernden, computergestützten Nachbearbeitungen. Mich fasziniert, in die Gesichter von Menschen zu sehen, mich von ihrem schauspielerischen Können verzaubern zu lassen. Aber einige Szenen oder Effekte kann man bei Außendrehs nicht produzieren, tolle Lichteffekte z. B. oder in unserem Fall einige paranormale Sequenzen.

Frage: Arbeiten Sie noch für Emergency Room oder "N.Y.P.D. Blue"?

Elodie Keene: Für Emergency Room habe ich nur in der ersten Staffel gearbeitet, aber wann immer ich Zeit habe, bin ich bei 'N.Y.P.D. Blue' dabei - für mich zur Zeit eine der besten Fernsehproduktionen. Die Bücher sind erstklassig, und Jimmy Smits ist unbeschreiblich. Das erste Mal habe ich mit ihm gearbeitet, als er als ganz junger Darsteller seine ersten Schritte bei 'L. A. Law' machte. Ich saß im Schnittraum und dachte: 'Who is this guy?'

Das Interview führte Bettina Gries. (DJFL)


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