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Interview mit Friedrich von Thun: Fast ein Gentleman

Friedrich Graf von Thun und Hohenstein (so sein korrekter Titel) ist Hauptdarsteller der TV-Serie Fast ein Gentleman Frage: Fast ein Gentleman ist eine Reihe, die speziell für Sie konzipiert wurde. ...

Interview mit Friedrich von Thun


Friedrich Graf von Thun und Hohenstein (so sein korrekter Titel) ist Hauptdarsteller der TV-Serie Fast ein Gentleman

Frage: Fast ein Gentleman ist eine Reihe, die speziell für Sie konzipiert wurde. Im Zentrum steht die Spezies Mann: Ist es schwierig, hier eine schauspielerische "Linie" zu finden, wenn die Figur von Folge zu Folge wechselt?

Friedrich von Thun: Fast ein Gentleman ist ja ein Reihe, die nicht in sich zusammenhängt, d. h. verschiedene Stories in verschiedenen Milieus. Gebunden werden diese Geschichten über meine Person. Und für einen Schauspieler ist es eine Lust, sich in verschiedene Charaktere zu versetzen. Meist sind es Menschen, denen das Schicksal – manchmal nur vermeintlich – herb mitspielt. Es sind keine James Bonds, keine coolen Helden. Es sind Menschen, die es mit ein bisschen Augenzwinkern in Situationen treibt, die wir alle kennen, aber die eben nur als komisch empfunden werden, wenn sie anderen passieren. Was mir daran gefällt, ist, dass Helden nicht unbedingt "Helden" sein müssen, dass derjenige, dem viele Missgeschicke passieren, trotzdem ein liebenswerter Mensch bleibt. Und dann natürlich der Humor. Es tut gut, wenn man ein bisschen lachen kann und man erkennt, so könnte es mir auch gehen.

Frage: In der Reihe lernen wir einen Friedrich von Thun kennen, den die Zuschauer eher nicht erwarten (Stichwort: Zuhälter, abgetakelter Opernsänger). Haben Sie keine Angst, dass bei solchen Rollen Ihr Image des absoluten "Gentlemans im deutschen Fernsehen" beschädigt wird?

Friedrich von Thun: Natürlich habe ich keine Angst vor einem Imageverlust, wenn ich einen Zuhälter spiele oder einen bemitleidenswerten Schlagersänger. Warum auch? Alle sind ja im Grunde Menschen, die ich mag. Ich habe eine Vorliebe für Krimis und war schon ein paar Mal unbeschadet der Mörder. Verschiedene Charaktere machen mich im Gegenteil neugierig. Ich weiß wohl, dass mich viele gerne als gütigen Gutsbesitzer sehen würden, aber das ist mir schlicht gesagt zu langweilig, und wenn das wirklich ein Image von mir wäre, dann wäre es höchste Zeit, dieses Klischee zu brechen.

Frage: Wie steht es aus mit der Stoffauswahl bei "Ihrer" Reihe – werden Sie vorher gefragt, ob Sie sich mit der Rolle identifzieren können?

Friedrich von Thun: Ich habe das Glück, Cornelia Willinger als Autorin zu haben. Wir setzen uns oft zusammen und fangen an, Themen zu spinnen. Das ist natürlich eine Situation, von der man als Schauspieler nur träumen kann. So kann man sich Figuren ausdenken, die man auch wirklich darstellen kann. dass ich so viel Glück habe, hätte ich mir noch vor ein paar Jahren nicht träumen lassen.

Frage: Gibt es einen Stoffbereich bzw. eine Rolle, den Sie niemals angehen würden und vice versa? Nach welchen Kriterien suchen Sie Ihre Rollen aus?

Friedrich von Thun: Die Figuren, die mich am meisten interessieren, sind die gebrochenen, die verletzbaren, die hintergründigen. Vielleicht bin ich selbst zu wenig Held, habe zu selten aus der Hüfte geschossen. Es hat für einen Schauspieler wenig Sinn, mit Gewalt gegen seinen eigenen Typus anzuspielen. Das geht als Protagonist selten gut, allenfalls in kleinen Szenen. Ich denke, man sollte seinen Weg suchen, finden und dann systematisch verbreitern, denn das Schlimmste, was einem Schauspieler passieren kann, ist, wenn er auf einen Typus festgelegt wird. Deshalb habe ich auch bisher die Serie weitestgehend gemieden.

Frage: Wir kennen Friedrich von Thun als Fernsehstar: schlägt Ihr Herz, wie bei vielen Ihrer Kollegen, insgeheim auch für die Bühne?

Friedrich von Thun: Leider habe ich schon seit sechs Jahren nicht mehr Theater gespielt, das letzte Mal mit Christiane Hörbiger in "Das Konzert" von Herman Bahr. Aber es ist einfach schwierig, die Termine zu finden. Zur Zeit bekomme ich so viele schöne Film-Angebote, dass ich es einfach nicht schaffe. Aber das kommt schon noch.

Frage: Zum beruflichen Selbstverständnis, neben der RollenFrage: Gibt es auch bestimmte Dinge, Aktionen oder Szenen, die Sie ablehnen? Oder anders gefragt: ab wann fragen Sie nach einem (Körper)-Double?

Friedrich von Thun: Als Schauspieler bin ich eigentlich recht hemmungslos. Ich würde mich auch auf heikle Szenen einlassen, wenn sie dramaturgisch gerechtfertigt sind. Nur, ehrlich gesagt, ich habe noch kein Buch gelesen, bei dem es wirklich nötig gewesen wäre, Friedrich von Thun z. B. nackt zu sehen. Aber wenn es einmal nötig wäre, warum nicht. In einer Episode von "Fast ein Gentleman" ist übrigens ein Hintern zu sehen. Das ist nicht meiner. Hätte ich ihn nur hingehalten – meiner gefällt mir besser. Aber ich mussste wegen eines Arzttermins früher vom Drehort weg.

Frage: War der Schauspielerberuf Ihr Traumberuf?

Friedrich von Thun: Ich wollte schon von klein auf Schauspieler werden, habe in der Schule damit auch meine nicht berauschenden Noten entschuldigen können, und ich musss sagen, meine Entscheidung war eine gute. Es macht keinen Sinn, einen sogenannten sicheren Beruf zu wählen, wenn man keinen Spaß daran hat. Das ist doch auch meistens die Voraussetzung für Erfolg. Und welcher Beruf ist heute schon ein "sicherer"?

Ich bereue meine Berufswahl nicht, und ich habe noch heute Spaß an meinem Beruf und an den Dreharbeiten. Dieses Gefühl – der Kontakt zur Kamera und der Moment, jetzt war's richtig - ist wunderbar. Ich werde Helmut Käutner ewig dankbar sein, dass er mich während meines ersten Engagement an den Münchner Kammerspielen 1963 entdeckt und für die "Lausbubengeschichten" von Ludwig Thoma vor die Kamera gestellt hat.

Mir ist klar, dass Spaß an der Arbeit natürlich nicht genügt, man musss auch "ankommen", das ist eben die Realität unseres Berufes und auch das Spannende daran. Denn der Weg von der Idee, übers Drehbuch bis hin zum fertigen Produkt ist ein langer und vor allem ein Weg, auf dem sich so viel ändert, dass ich immer wider selbst überrascht bin.

Frage: Was bringt das Jahr 2000 für Sie?

Friedrich von Thun: Ich hoffe, dass ich in diesem Jahr endlich lerne, Pausen zu machen, schöpferische Pausen, in denen man auftanken kann. Das ist bei mir in letzter Zeit ein bisschen kurz gekommen. Aber irgendwie habe ich das Gefühl, es diesmal zu schaffen. Dann kann ich mir vielleicht neue, noch schönere Geschichten ausdenken. (DJFL)


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