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Interview mit Gustav-Peter Wöhler: Erleuchtung garantiert

Gustav-Peter Wöhler ist Hauptdarsteller in dem Doris Dörrie-Film Erleuchtung garantiert Frage: Erleuchtung garantiert lief bei den Hofer Filmtagen. Wie ist er dort angekommen? Gustav-Peter ...

Ausgebildet an der Westfälischen Schauspielschule Bochum, behauptet Gustav-Peter Wöhler seit den achtziger Jahren einen festen Platz auf den Besetzungslisten für Fernsehproduktionen. Den Schwerpunkt seiner Rollenwahl legte er dabei zunächst gerne auf Filme mit politisch-dokumentarischem ... [komplette Biografie]

Interview mit Gustav-Peter Wöhler


Gustav-Peter Wöhler ist Hauptdarsteller in dem Doris Dörrie-Film Erleuchtung garantiert

Frage: Erleuchtung garantiert lief bei den Hofer Filmtagen. Wie ist er dort angekommen?

Gustav-Peter Wöhler: Das Publikum hat sehr aufmerksam zugehört, dann aber auch viel gelacht. Nach der ersten Vorführung wurde lange applaudiert, teilweise kamen Bravo-Rufe. Bei einer zweiten Aufführung war dann sogar noch mehr los. Ich habe den Film vorher auf Video gesehen und ich war sehr angetan. Ich mag diesen Film, er hat mich sehr berührt.

Frage: Haben Sie spontan zugesagt, als man Ihnen die Rolle angeboten hat?

Gustav-Peter Wöhler: Ja, denn mit Doris Dörrie hatte ich ja schon bei Bin ich schön? zusammengearbeitet - und das war eine so traumhafte Arbeit! Damals fragte sie, ob ich im nächsten Jahr im November Zeit hätte - ich wußte gar nicht, was das für eine Rolle war, habe aber gesagt: Doris, alles was du willst und wann du willst.

Frage: Wie haben Sie Doris Dörrie kennengelernt?

Gustav-Peter Wöhler: Das war eigentlich ganz merkwürdig. Ich bekam das Drehbuch von Bin ich schön? in einer Phase, wo es mir nicht so gut ging und dachte, oh, schon wieder so eine Rolle ... denn diese kleinen Perversen habe ich am Theater schon oft gespielt. Also sagte ich zu meinem Agenten, das spiele ich nicht. Aber er meinte, das ist doch Doris Dörrie! Dann sitze ich Sonntags morgens mit meinem Freund am Kaffeetisch, das Telefon klingelt und Doris Dörrie ist dran. Sie sagte: Ich habe Sie auf Video gesehen und will Sie für diese Rolle haben! Ich habe ihr meine Bedenken erklärt, aber die hat sie innerhalb von fünf Minuten weggefegt. Dann kam ich zu den ersten Leseproben und es war klar, das ist es.

Frage: Ist in die Rolle des Gustav in Erleuchtung garantiert ein gewisser Prozentsatz Ihrer eigenen Persönlichkeit mit eingeflossen?

Gustav-Peter Wöhler: Als Doris mir das Treatment geschickt hat, habe ich sie angerufen und gesagt: Was weißt du eigentlich alles von mir! Natürlich hatten wir uns aber auch bei den Dreharbeiten zu Bin ich schön? etwas unterhalten. Sie wußte zum Beispiel, dass ich mich mit Zen-Buddhismus beschäftige, aber der Rest hat mich doch ziemlich verblüfft.

Frage: Sind Sie Buddhist?

Gustav-Peter Wöhler: Ich habe eine große Sympathie für den Buddhismus. Ich kenne den Buddhismus - würde mich aber jetzt nicht als waschechten Buddhisten bezeichnen, ich empfinde mich eher als Christ.

Frage: Wenn Sie an die Dreharbeiten denken: Was ist Ihre schönste, was Ihre schlimmste Erinnerung?

Gustav-Peter Wöhler: (langer Seufzer) Das ist ganz schwer zu sagen ... Also, die negativste war vielleicht ganz zu Beginn am Flughafen in Tokio - da habe ich gedacht, das kann ja heiter werden! Wir wurden nämlich verhaftet, weil wir dort angefangen haben zu drehen. Uwe und ich kamen durch die Kontrolle raus, und hinter uns standen der Kameramann und Doris und haben fotografiert - und plötzlich kamen die nicht mehr! Wir standen also da mit unserem Produzenten und warteten ...

Frage: Aber ist in Japan das Filmen mit einem Camcoder nicht alltäglich?

Gustav-Peter Wöhler: Aber nicht in öffentlichen Gebäuden! Auch diese Szene, wo ich in der U-Bahn-Station singe war ein ziemliches Problem. Wir mussten dreimal umziehen, denn permanent kam die Polizei und sagte, ich darf da nicht singen. Es hat kaum dreißig Sekunden gedauert, und schon kamen sie. Wir wurden also immerzu beobachtet.

Frage: Big brother is watching you?

Gustav-Peter Wöhler: Absolut! Man kommt hin und denkt, hier ist alles so clean und die Menschen sind so nett, alles so unaggressiv - aber die Aggression schwelt da ganz woanders. Auch die Szene wo ich "Uwe" rufe - sofort war Polizei da! Und dabei war es so laut, alles voller Autos. Da kann es doch bitte schön niemanden stören, dass ich "Uwe" rufe.

Frage: Sind Ihnen diese Rituale im Kloster - also essen, putzen, meditieren - wirklich so schwer gefallen?

Gustav-Peter Wöhler: Sie sind mir irrsinnig schwer gefallen! Ich wollte ja immer alles richtig machen! Doris sagte dann: "Wöhler, du bist ein Streber!" Weil wir keinen festgefügten Drehplan hatten, benutzte Doris im Laufe der Zeit genau solche Elemente. Meine Schwierigkeiten sind da mit eingeflossen: Die Angst davor, Fehler zu machen, das ist wirklich mein großes Problem.

Frage: Das kann oft sehr lähmend sein, nicht?

Gustav-Peter Wöhler: Genau! Und das war vielleicht auch der schönste Moment: Zu erfahren, dass ich eine Arbeit tue, und innerhalb dieser Arbeit Dinge von mir erfahre, die mich auch persönlich weiterbringen.

Frage: Sie haben also etwas fürs Leben gelernt?

Gustav-Peter Wöhler: Das war Lebenserfahrung, nicht nur eine Arbeitserfahrung, sondern wirklich ich als "Gustav im Leben", das kann ich auf jeden Fall sagen. Das ist mir beim Drehen so eigentlich noch nie passiert. Da muss man schon auf Menschen stoßen, die einem durch einen Kick irgendetwas sagen. Das war schon bei Bin ich schön? so, mit Doris und mir - ich kam zurück und hatte so viel gelernt.

Frage: Wie würden Sie Ihren Kollegen Uwe Ochsenknecht beschreiben?

Gustav-Peter Wöhler: Ich hatte natürlich einen Heidenrespekt vor ihm, wir haben uns aber sofort gut verstanden. Wir haben uns zum ersten Mal bei der Premiere von Bin ich schön? in Hamburg getroffen und da wußten wir beide gerade ein, zwei Tage, dass wir Erleuchtung garantiert miteinander machen würden. Da haben wir nur kurz zwei Worte miteinander gewechselt. Wir haben uns aber sofort gefunden, als wir feststellten, wir sind beide auf der Bochumer Schauspielschule gewesen - und wir haben sogar beide in der gleichen Wohnung gewohnt! Da waren wir also sofort ein Herz und eine Seele!

Frage: Und Doris Dörrie, wie würden Sie sie beschreiben?

Gustav-Peter Wöhler: Eine strenge, sehr gewissenhafte, liebevolle, wunderbare, herzensgute, künstlerisch einzigartige Frau.

Frage: Da braucht man nichts hinzuzufügen.

Gustav-Peter Wöhler: Das ist sie wirklich. Doris hat gesagt: Ihr werdet mich hassen, wenn ihr im Kloster seid! Dann kam der Punkt, da haben Uwe und ich uns ZENsationell verstanden und die einzigen, die absolut abgenervt waren, waren Doris und Ruth! (DJFL)


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