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Interview mit Horst Wendlandt: Otto - der Katastrophenfilm

Horst Wendlandt ist Produzent des Films Otto - der Katastrophenfilm Frage: Warum musssten die Fans sieben Jahre auf den neuen Otto-Film warten? Horst Wendlandt: Wir wollten uns nicht mit der ...

* als Horst Otto Gregor Wendlandt, Produzent Vom Kassierer zum Filmtycoon ist kurz umrissen der Weg des Multitalents Horst Wendlandt. Für "seine herausragenden Verdienste um den deutschen Film" erhielt Wendlandt 1995 das Filmband in Gold, vorläufiger Höhepunkt einer Bilderbuchkarriere. Die ... [komplette Biografie]

Interview mit Horst Wendlandt


Horst Wendlandt ist Produzent des Films Otto - der Katastrophenfilm

Frage: Warum musssten die Fans sieben Jahre auf den neuen Otto-Film warten?

Horst Wendlandt: Wir wollten uns nicht mit der erstbesten Geschichte zufriedengeben. Im Laufe der Jahre kamen unzählige Drehbücher, Treatments und Ideen auf den Tisch. Aber es hat vier Jahre gebraucht, bis wir endlich den Stoff gefunden haben, der uns beide begeisterte.

Frage: Eine Parodie auf Katastrophenfilme?

Horst Wendlandt: Nein, damit hat unser Film nun wirklich nichts zu tun. Es ist keine Parodie im Stil von "Die unglaubliche Reise in einem verrückten Flugzeug" oder "Die nackte Kanone". Bei uns ist Otto selbst die Katastrophe! Überall, wo er auftaucht, bricht das Chaos aus. Ob er nun geboren wird, in die Lehre geht oder an Bord eines Schiffes ist.

Frage: Wie unterscheidet sich der neue Otto-Film von den vier Vorgängern?

Horst Wendlandt: Es wird sehr viel mehr Action geben! Bomben werden gelegt, ein Schiff soll versenkt werden, wir zeigen die große weite Welt, und dann gibt es auch noch Schafe, die singen. Wir haben weder Kosten noch Mühe gescheut, um den Zuschauer etwas völlig Neues zu bieten. Otto - der Katastrophenfilm ist eine Actionkomödie, wie es sie in Deutschland bisher noch nicht gegeben hat.

Frage: Lernen wir Otto von einer Seite kennen, die wir bisher noch nicht kannten?

Horst Wendlandt: Man kann nach 15 Jahren nicht mehr das Gleiche machen. Otto ist älter und besser geworden. Er ist mehr Schauspieler als noch vor 15 Jahren. Er kann auch eine ernsthafte Szene spielen, zum Beispiel einen Bomben-Entschärfer. Natürlich immer mit einer gewissen Komik. Man musss zeigen, dass auch er sich weiterentwickelt hat. Trotzdem bleibt er der Otto, wie wir ihn kennen und lieben. Der Schusselige, der alles durcheinanderbringt.

Dieses Konzept kann man nicht ändern, und das wollten wir auch nicht. Aber man kann eine völlig neue Geschichte erzählen, die über das Übliche hinausgeht. Die meisten deutschen Komödien wirken so hausgemacht und spielen meist nur in vier Wänden. Sie haben keine Weite keinen Touch von internationaler Technik. Wir wollten einen richtigen Kinofilm machen, der die Zuschauer wieder ins Staunen versetzt.

Frage: Das kostet aber viel Geld.

Horst Wendlandt: Ja, 18 Millionen Mark stecken im neuen Otto-Film. Wenn man sich mal vor Augen hält, dass eine digitalisiert bearbeitete Sekunde 30.000 Mark kostet, kommt man bei unserem Film schnell auf 5,5 Millionen Mark allein für diese Technik. Aber ich finde es großartig, dass so etwas in Deutschland überhaupt möglich ist. Die Firma "Das Werk" in Münchenist da absolut führend und kann sich mit den Amerikanern messen. Für mich war das eine erstaunliche Erfahrung.

Frage: Otto und modernste Filmtechnik, wie man sie bisher nur von aufwendigen Science-Fiction-Filmen aus Hollywood kennt - passt das zusammen?

Horst Wendlandt: Absolut! Man musss den Zuschauern für ihr Eintrittsgeld doch etwas bieten. Es hat sich alles weiterentwickelt, und selbst den Kids reicht es heute nicht mehr, mit einem Teddybär zu spielen.

Frage: Welche Szenen waren am schwierigsten?

Horst Wendlandt: Alle Szenen, die auf dem Schiff spielen. Es war überhaupt das größte Problem, eine Reederei zu finden, die solche großen Schiffe hat, wie wir es für unseren Film brauchten. Hätte es nicht geklappt, hätte ich das Schiff auch bauen lassen. Aber damit hätte der Film 3 Millionen Mark mehr gekostet.

Frage: War das Schiff seetüchtig?

Horst Wendlandt: Und ob! Wir fuhren von Genua bis nach Ibiza. 60 Leute waren an Bord, und es wurde Tag und Nacht gedreht. Ich war allerdings nicht dabei; denn als Produzent musss man sich auf seine Leute verlassen können.

Frage: Gedreht wurde auch in Japan, Washington und new York. ist Otto jetzt endgültig zum Weltstar geworden?

Horst Wendlandt: Die Reisen haben den Etat natürlich auch in die Höhe getrieben. Aber das hat sich aus dem Drehbuch so entwickelt. Die Zuschauer wollen die große Welt sehen, und die wollten wir ihnen auch bieten.

Frage: Das klingt, als wollten Sie jetzt den ultimativen Otto-Film machen?

Horst Wendlandt: Warum auch nicht! Wenn man sich dazu entschließt musss man das im besten Sinne eines Filmemachers durchstehen. Hätte ich gesagt, der Film ist mir zu teuer, hätte ich ihn erstgar nicht gemacht.

Frage: Wie erklären Sie sich den ungebrochenen Erfolg von Otto?

Horst Wendlandt: Er ist besonders für die Kinder der absolute Star. Die Kinder von damals, als er seine Karriere begann, sind nun selbst Eltern und nehmen ihre Kinder in Ottos Konzerte mit. Vor zwei Jahren hat er 30 Konzerte gegeben, und alle waren ausverkauft. Seine Beliebtheit beruht darauf, dass er immer der bescheidene Junge geblieben ist, sozusagen ein Star zum Anfassen. Ich erlebe es immer wieder, dass sich Otto für seine Fans wirklich Zeit nimmt. Egal, ob er gerade im Interview sitzt oder beim Abendbrot ist. Er geht sogar zu den Kindern und spielt mit ihnen. Die Leute merken einfach, dass er einer von ihnen ist.

Frage: Seit wann sind Sie ein Fan von Otto?

Horst Wendlandt: Seit unserem ersten Film. Vorher kannte ich ihn nur von seinen Platten. Wir haben uns schließlich in Miami kennengelernt. Er besuchte mich damals auf meiner Segelyacht und wir haben uns sofort gemocht und haben stundenlang gequatscht. Nachts um drei Uhr sagte er dann zu mir, dass er mit mir gern mal einen Film drehen möchte. Anfangs war ich skeptisch, weil ich nicht wusste, ob er überhaupt spielen kann. Aber irgendwie gefiel mir die Idee, und als wir schließlich eine gute Story hatten, konnte es losgehen. Aber keiner von uns ahnte damals, dass der erste Otto-Film so einschlagen würde. Zehn Millionen Zuschauer! Damit ist "Otto - Der Film" noch immer der erfolgreichste deutsche Film aller Zeiten.

Frage: Was verbindet Sie mit Otto?

Horst Wendlandt: Ich bin für ihn wie ein zweiter Vater, mit dem er alles bespricht. Ich bin Pate seines Kindes und war der Trauzeuge seiner Ehe. Wir sind schon sehr eng befreundet, aber wir fetzten uns auch schon mal, wenn wir verschiedener Meinung sind. Aber das gehört bei einem kreativen Prozess dazu.

Frage: Wie lange müssen wir auf den nächsten Otto-Film warten?

Horst Wendlandt: Das hängt ganz davon ab, wie schnell wir ein tolles Drehbuch finden. Vielleicht in drei bis vier Jahren? Aber solange die Leute Otto sehen wollen, machen wir natürlich weiter. (DJFL)


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