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Interview mit Jean-Jacques Beineix: Mortal Transfer

"Der Film ist eine Komödie, die immer grotesker wird und schließlich, wenn das Unterbewußtsein zum Vorschein kommt, zur Burleske ausartet." Jean-Jacques Beineix ist der Regisseur und Drehbuchautor ...

Interview mit Jean-Jacques Beineix


"Der Film ist eine Komödie, die immer grotesker wird und schließlich, wenn das Unterbewußtsein zum Vorschein kommt, zur Burleske ausartet."

Jean-Jacques Beineix ist der Regisseur und Drehbuchautor des Films Mortal Transfer

Frage: Warum haben Sie zehn Jahre lang gewartet, um wieder Regie in einem Kinofilm zu führen?

Jean-Jacques Beineix: Ich wollte einfach keinen Film machen. Deswegen habe ich mich auf andere Dinge konzentriert. Ich habe mich in dieser Zeit für das französische Kino eingesetzt, habe gemalt, bin gereist, habe Klavierspielen gelernt und habe Dokumentarfilme gemacht. Ich bin gewissermaßen zu meinen Ursprüngen zurückgekehrt. Während einer Reise nach Polen mußte ich feststellen, dass viele polnische Regisseure ihr Handwerk an der Filmhochschule in Lodz lernen.

Dort gehört Dokumentarfilm zur Grundausbildung. Wie ein Maler, der sein Studio verläßt, um sich von der Natur inspirieren zu lassen, bin ich daraufhin losgezogen und habe Dokumentarfilme gedreht. Es hat mich wieder daran erinnert, was wirklich im Leben zählt. Ich wollte wieder echte Menschen vor die Kamera holen. Kino ist sehr auf sich selbst bezogen. Filme beziehen sich meist auf andere Filme anstatt auf das Leben und machen daher oft kaum einen Sinn. Dann schickte mir Jean-Pierre Gattégno, dessen ersten Roman "Neutralité Malveillante" ich leider nicht verfilmen konnte, seinen Roman "Mortal Transfer" zu. Der Roman hat mich sehr bewegt. Er war witzig und beunruhigend zugleich. Die Geschichte gab mir die Möglichkeit, das Thema Psychoanalyse aus der unge-wöhnlichen Perspektive des Krimi-Genres zu betrachten.

Frage: Also haben Sie sich nach zehn Jahren wieder daran erinnert, dass Sie ein Filmemacher sind ...?

Jean-Jacques Beineix: Eigentlich habe ich nie die bewußte Entscheidung getroffen, Filmemacher zu sein, obwohl ich wohl eher Regisseur bin als Maler. Aber ich sehe das einfach so, dass ich Geschichten, die von anderen Leuten geschrieben wurden, in bewegte Bilder umsetze. Das ist alles. Kino ist die siebte Kunstform. Ich bin kein Maler, Schreiber, Tänzer oder Musiker, aber ich bin von allem ein wenig. Das Kino ist der Ort, wo sich meine gesammelten Unzulänglichkeiten zu einem Ganzen verbinden lassen. Meine Filme sind meine Ausdrucksform. Ich war sehr glücklich, wieder einen Film machen zu können und überrascht über mein eigenes Bedürfnis nach Dramaturgie und Handlung.

Ich werde nicht noch einmal zehn Jahre warten, um wieder einen neuen Film zu drehen. Entweder werde ich sofort wieder einen Film machen, oder ich werde mich vollkommen auf Malerei, Musik und Fotografie konzentrieren. Ich bin nicht mehr von dem Ehrgeiz getrieben, "große" Filme zu machen. Ich habe einfach meine Liebe für meine Arbeit wiederentdeckt und bin nicht mehr bereit, Kompromisse zu schließen. Wenn es nach mir ginge, würde ich mein Leben damit verbringen, kleine Filme zu machen - einfach nur Beobachtungen, die sich auf die Grundlagen der Kunst berufen: Tanz, Musik, Design, Bildhauerei, Gesang ...

Frage: Was hat Sie dazu bewegt, selbst das Drehbuch zu schreiben?

Jean-Jacques Beineix: Weil ich Drehbuchautor bin. So einfach ist das. Wie viele Regisseure über 30 bin ich wahrscheinlich sehr von der Nouvelle Vague beeinflußt. Ich weiß nicht, ob ich ein guter Drehbuchautor bin und das ist mir im Grunde genommen auch egal, denn ich schreibe nur die Drehbücher für meine eigenen Filme. Ich könnte zwar Drehbücher für andere Filmemacher schreiben, aber irgendwie funktioniert das nie. Mein erstes Drehbuch, "L'Epis d'Or" habe ich in Zusammenarbeit mit meinem alten Freund Olivier Mergault geschrieben, und es wurde dann von Fabrice Cazeneuve verfilmt. Früher habe ich Drehbücher für andere Leute verfasst, aber die Filme sind nie zustande gekommen. Ich habe ein paar Drehbücher in meiner Schublade, die ich noch nie jemandem gezeigt habe und ich glaube auch nicht, dass ich sie in Zukunft jemandem zeigen werde. Dadurch, dass ich das Drehbuch schreibe, kann ich mich schon vor den Dreharbeiten mit der Materie auseinandersetzen und die Handlung visualisieren.

Frage: Als was würden Sie Mortal Transfer bezeichnen? Ist es ein Film Noir, manchmal surreal und manchmal komisch?

Jean-Jacques Beineix: Manche bezeichnen ihn als einen barocken Krimi, manche als einen erotischen Thriller ... Ich würde sagen, ein Thriller. Michel Durand, der Psychoanalytiker, ist in einer schrecklichen Lage gefangen, über die er vollkommen die Kontrolleverloren hat und das macht ihm Angst. Damit ist die Geschichte bestimmten Hitchcock Filmen nicht unähnlich. Die Handlung verdichtet sich zunehmend, bis zu dem Punkt, dass das Publikum Durands Unschuld in Frage stellt. Gleichzeitig ist es aber auch eine Komödie. Durands Situation ist so schrecklich und absurd, dass die Handlung immer grotesker wird und schließlich zur Burleske ausartet.

Frage: Im Grunde genommen fehlt dem Film jeglicher Ernst. Das Ganze ist einfach nur grimmig, so grimmig, dass man einfach nur darüber lachen muß.

Jean-Jacques Beineix: Stimmt, an manchen Stellen muß man lachen und weiß nicht, ob das tatsächlich angebracht ist ... Genau wie im Leben selbst! Im Leben gibt es immer wieder Situationen, in denen man nicht weiß, ob man lachen oder lieber weinen soll. Nehmen wir die amerikanischen Wahlen, oder den Rinderwahn - soll man darüber weinen oder lachen? Das kommt ganz auf den persönlichen Blickwinkel an. In Mortal Transfer habe ich mich in einige noch unerforschte Gebiete begeben - ich habe in dem Film einige typische Neurosen und Fantasien verarbeitet und mich gleichzeitig über diese lustig gemacht. Und natürlich habe ich mich auch bemüht, das Publikum ein wenig auf die Folter zu spannen. Alle Komödien sind in ihrem Ansatz Dramen. In Mortal Transfer habe ich mir einen Spaß daraus' gemacht, dem Genre des psychologischen Thrillers einen neuen Dreh zu geben. Trotzdem hat der Film aber auch eine Moral. Auf diese möchte ich in diesem Zusammenhang aber nicht eingehen, denn die muß der Zuschauer schon selber finden. Ich möchte nur darauf hinweisen, dass sie existiert.

Frage: Der Film handelt von einem Seelenklempner, der trinkt und am Rand des Wahnsinns steht und einem anderen, der sich bestechen läßt. War es Ihre Absicht zu zeigen, dass auch Psychoanalytiker nur Menschen sind?

Jean-Jacques Beineix: Ja, aber es ist nicht Michel Durand der Analytiker, der trinkt, sondern Michel Durand der Mensch. Er verfällt in Panik - ist das Grund genug, um die Grundlagen der Psychoanalyse anzuzweifeln? Wenn ein Automechaniker die Nerven verliert, ist das noch lange kein Grund, sein Auto nicht mehr reparieren zu lassen, oder? Wenn man bedenkt, was Michel Durand durchmachen muß, ist es verständlich, dass er ein bisschen in Panik verfällt. Was man beachten sollte, ist, dass er sich dabei immer im Rahmen psychoanalytischer Grundsätze bewegt. Das zeigt, dass er ein guter Therapeut ist. Der Film provoziert die Zuschauer, über ihre eigenen Vorstellungen und Vorurteile von Psychoanalytikern nachzudenken. Wir können es einfach nicht ertragen, dass ein Psychoanalytiker Fehler haben oder weniger als perfekt sein kann. Ähnliches gilt für die Patienten im Film. Alle haben ihre Probleme, aber keiner von ihnen ist ein Kinderschänder oder Psychopath. Sie sind einem sympathisch, weil sie menschlich sind und weil sie den Mut haben, ihre Probleme zu konfrontieren.

Frage: Würden Sie sagen, dass Mortal Transfer ein moderner Film ist, der den momentanen Zeitgeist verkörpert, weil er zu verbessertem Selbstverständnis und Verständnis für andere anregt?

Jean-Jacques Beineix: Modern bezeichnet man etwas, was zeitrelevant ist und zur Gegenwart gehört. Aber ohne das Kulturgut unserer Vergangenheit würde es keine Moderne geben. Wenn man sich selbst besser verstehen will, muß man seine Vergangenheit betrachten. Und man muß die Gegenwart akzeptieren lernen, wenn man sich selbst akzeptieren möchte. In dieser Hinsicht denke ich, dass das heutige Publikum einen Bezug zu meinem Film herstellen kann. Aber ich glaube, der Film ist nicht nur wegen seines Themas modern, sondern auch dadurch, dass er verschiedene Genres und visuelle Stile miteinander verbindet. Diese Mischung war von Anfang an von mir beabsichtigt.

Frage: Wie verlief Ihre Zusammenarbeit mit dem Kameramann Benoît Delhomme, mit dem Sie ja zuvor noch nie gearbeitet hatten?

Jean-Jacques Beineix: Ich hätte auch wieder mit Jean François Robin zusammenarbeiten können, denn auch er ist ein ausgezeichneter Kameramann. Aber nach zehn Jahren Pause wollte ich nicht einfach da anfangen, wo ich aufgehört hatte, sondern einen Neuanfang wagen. Deswegen habe ich mich entschlossen, mit Benoît Delhomme zusammen-zuarbeiten. Mit meiner alten Crew wäre es kein echter Neuanfang geworden. Ich mußte einfach ins kalte Wasser springen und herausfinden, ob ich noch schwimmen kann. Außerdem brauchte ich einen Kameramann, der auch selbst die Kamera bedienen kann, denn nach zehn Jahren Pause wußte ich nicht, ob ich dazu noch im Stande sein würde. Vielen Leuten ist es nicht bewußt, dass Filmemachen nicht nur eine künstlerische, sondern auch eine körperliche Arbeit ist. Ich wußte nicht, ob ich stark genug sein würde, um durchzuhalten.

Deswegen habe ich vor den Dreharbeiten drei Monate lang Gewichte gestemmt, um meine Arme, Schultern und Rücken zu stärken. Benoît Delhomme ist ein sehr einfühlsamer und gleichzeit sehr widerstandsfähiger Mensch, von daher wußte ich, dass er im Notfall auch für mich hätte einspringen können. Glücklicherweise ist es dazu nicht gekommen. Den richtigen Kameramann zu finden, ist ausgesprochen wichtig, denn er kann entscheidenden Einfluß auf die künstlerische und technische Qualität eines Films nehmen. Wenn sich Regisseur und Kameramann nicht verstehen, kann dasfatale Folgen für einen Film haben. Bei uns war das Gegenteil der Fall. Wir haben ausgezeichnet zusammengearbeitet.

Das letzte Mal, als ich eine Kamera in die Hand genommen hatte, war, als ich Yves Montand für "IP 5" in einem Auto filmte. Zehn Jahre später drehe ich meine erste Szene wieder in einem Auto! Ich hatte meine Bedenken, was die Arbeit mit der Kamera anbelangt. Das ist ein Job, bei dem es wichtig ist, ständig in der Übung zu bleiben. Aber während einem meiner Dokumentarfilme habe ich gelernt, dass ich auch Filme machen kann, ohne selbst die Kamera zu bedienen. Ich hoffe, dass ich eines Tages die Kameraarbeit ganz an den Nagel hängen kann - schließlich kämpfen Generäle ja auch nicht in den ersten Reihen.

Frage: Zu Beginn der Dreharbeiten hatten Sie sich vorgenommen, einen minimalistischen Film zu drehen.

Jean-Jacques Beineix: Trotzdem ist es ein Film geworden, der unter die Haut geht. Benoît und ich haben immer unser Bestes gegeben. Von allen meinen Filmen ist Mortal Transfer wohl der beste - ich will damit nicht sagen, dass er perfekt ist, aber ganz subjektiv denke ich, dass ich damit meine vorherigen Filme übertroffen habe. Ich mußte einige Tricks anwenden, damit es nicht nur ein Film über Psychoanalyse mit endlosen Monologen wurde. Wenn ich nur auf mich selbst gehört hätte, hätte der Film wahrscheinlich nur aus Analyse-Sitzungen auf der Couch bestanden. Ich bin zwar keine faulen Kompromisse eingegangen, aber der vollendete Film ist ein wenig anders geworden, als ich ihn mir anfangs vorgestellt hatte. Die Kunst des Regieführens besteht darin, mit dem Strom schwimmen und sich auf Zufälle und Inspirationen einlassen zu können. Meine Produktionsfirma heißt ja nicht umsonst Cargo Films!

Frage: In der Welt Ihres Films herrschen gewisse Blautöne vor ... und in manchen Szenen tauchen sogar Ihre Gemälde auf!

Jean-Jacques Beineix: Farben ziehen mich an. In Mortal Transfer,genauso wie in meinen vorherigen Filmen tauchen sie auf, ohne dass ich sie bewußt vor-her eingeplant hätte. Manchmal sind es kleine Details, wie z.B. der gelbe Porsche und der gelbe Stift - beide existierten schon vor den Dreharbeiten im Script. Ich habe meine eigenen Gemälde in den Film eingebaut, weil ich eine Gemäldeausstellung für die Figur der Hélène gestalten mußte. Es war am einfachsten, dafür meine eigenen Gemälde zu benutzen. Aber niemand behauptet, dass Hélène eine besonders gute Malerin ist - ganz im Gegenteil! Durand fin-det ihre Bilder verkorkst! Manchmal ist es gut, sich selbst ein bißchen auf die Schippe zu nehmen. Neben meinen eigenen Bildern zeige ich in dem Film auch Gemälde von Pierre Peyrolle und Yujiro Otsuki. Ich liebe es, Gemälde in meine Filme miteinzubeziehen. Truffaut war ein großer Literaturliebhaber und hat in jedem seiner Filme jemanden gezeigt, der schreibt oder liest. Ich dagegen liebe nun einmal die Malerei!

Frage: Und warum zeigen Sie am Anfang und am Ende des Films zwei Gemälde, auf dem jeweils eine nackte Frau zu sehen ist?

Jean-Jacques Beineix: Die Gemälde zeigen zwei sehr verschiedene Frauen - die eine sieht sehr archaisch aus, die andere ist sehr detailliert gezeichnet. Ihre Blicke zeigen in entgegengesetzte Richtungen. Im Verlauf der Geschichte versucht Durand nicht nur, Olgas Ermordung aufzuklären, sondern auch einige Rätsel seiner eigenen Vergangenheit zu lösen. Die zwei Frauen in seinem Leben sind sehr gegensätzlich. Die eine symbolisiert Tod, die andere Leben. In ihrer Perversion ist Olga das unberechenbare Element, durch das er sein Leben vollkommen umdenken und neu angehen muß. Sie löst in ihm eine fast schon archaische und morbide Leidenschaft aus. Olga ist hysterisch, Hélène dagegen ist eine Künstlerin. Sie ist stark und selbstbewußt. Dieser Gegensatz war mir sehr wichtig. Olga fasziniert ihn, weil sie den Tod repräsentiert. Sie ist die Fantasiefrau. Freud beschrieb den Tod als eine schöne, kalte, junge Frau. Hélène dagegen steht für das Leben und Durands glückliche Zukunft. Michel Durand der weil ist, wie so viele Helden, zerbrechlich und empfindlich. Und was den Sex anbelangt, ist das nicht, worum sich im Leben alles dreht?

Frage: Was halten Sie von der Vorstellung, dass ein Filmset wie ein Elfenbeinturm ist - hermetisch abgeriegelt von der Realität?

Jean-Jacques Beineix: Genauso wie der Gerichtssaal für einen Richter, der OP für einen Chirurgen oder die Metzgerei für einen Metzger ... Regisseure werden so beschützt, weil sie in ihrer eigenen Welt absolute Macht walten lassen können. Alle Regisseure erreichen irgendwann einen Punkt, an dem sie größenwahnsinnige Tendenzen entwickeln. Zum Glück legt sich das meist sehr schnell wieder, denn meiner Meinung nach ist es ein Fehler, im Größenwahn zu schwelgen.

Es stimmt schon, Regisseure haben einen gewissen Status und werden von vielen Seiten hofiert. Auf einem Filmset kann man leicht den Bezug zur Realität und jegliches Gefühl für Zeit und Raum verlieren. Es ist dunkel draußen, wenn man morgens ins Studio geht und es ist dunkel, wenn man abends nach Hause kommt. Während der Nachtdrehs habe ich mich manchmal wie ein Striptease Tänzer gefühlt, der abends losgeht um zu arbeiten. Als ich dann zehn Stunden später am frühen Morgen - müde, benommen und erschöpft - auf dem Weg nach Hause durch die erwachende Stadt fuhr, hatte ich plötzlich das überwältigende Gefühl, nicht zu dieser Welt zu gehören.

Frage: Sehen Sie Ihren Film als Antwort auf André Malrauxs Behauptung, dass der Kinofilm es nicht geschafft hat, "das Innere unserer Seele zum Ausdruck zu bringen"?

Jean-Jacques Beineix: Als ich diesen Satz zum ersten Mal las, sah ich ihn als Herausforderung an alle Filmemacher! Ich habe ihn sehr persönlich genommen! Meiner Meinung nach sollte ein Film die Fantasie anregen. In der Literatur wird der Leser dazu angeregt, seiner eigenen Fantasie freien Lauf zu lassen und seine eigenen Vorstellungen und Bilder zu entwickeln. Im Kino dagegen setzen wir dem Zuschauer fertige Bilder vor. Aber meiner Meinung nach sollte die Bildersprache eines Films nur ein Trigger für die Bilder sein, die der Zuschauer selbst in seinen Gedanken entwickelt. Praktisch ein visuelles Grundgerüst, das jeder Zuschauer gemäß seiner eigenen Fasson ausbauen kann. Das ist wahrscheinlich der Grund, warum einige Menschen nur schwer einen Zugang zu meinen Filmen finden. Sie brauchen deutlichere Wegweiser, weil sie sich sonst verirren.

Frage: Nehmen wir an, wir haben alle eine Leiche im Keller versteckt - wie sieht Ihre aus?

Jean-Jacques Beineix: Im Fall von Michel Durand ist es eine Giraffe. Ein Geschenk seines Vaters. Jahrelang dachte er, sie sei blau, bis er 30 Jahre später erkannte, dass sie grün ist. In meinem Falle ist es wohl ein autobiographischer Film. Die Art von einem Film, den man normalerweise als ersten macht. In meinem Kopf existiert der schon. Irgendwann werde ich ihn auch drehen, um damit ein für alle Mal aufzuhören, Filme zu machen. (DJFL)


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