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Interview mit Jürgen Vogel: Rosenstraße

"Ich finde einfach, dass wir uns in einer Zeit befinden, darüber zu erzählen, dass es Deutsche gab, die auch schon während des Krieges eine andere Haltung zum Krieg hatten." Jürgen Vogel über den ...

* 29. April 1968 in Hamburg, Deutschland, Schauspieler Spätestens seit seiner Rolle in Sönke Wortmanns Überraschungserfolg Kleine Haie 1992 zählt Jürgen Vogel unumstritten zu den Stars des jungen deutschen Films. Sein Schauspieldebüt gab der am 29. April 1968 geborene Hamburger 1984 in dem ... [komplette Biografie]

Interview mit Jürgen Vogel


"Ich finde einfach, dass wir uns in einer Zeit befinden, darüber zu erzählen, dass es Deutsche gab, die auch schon während des Krieges eine andere Haltung zum Krieg hatten."

Jürgen Vogel über den Film Rosenstraße

Frage: Eigentlich sind Sie eher bekannt für Rollen in zeitgenössischen Filmen. Warum haben Sie sich dennoch für die Rosenstraße entschieden?

Jürgen Vogel: Ich finde es sehr wichtig, dass auch wir Deutsche über diese Zeit Filme machen. Das darf auch ruhig mal aus einer anderen Perspektive erzählt werden. Und es geht auch darum, etwas Neues zu entdecken, etwas, das wir noch nicht wussten. Und dafür ist die Rosenstraße sehr gut geeignet, weil das etwas sehr, sehr Besonderes war, was damals passiert ist.

Frage: Haben Sie sich speziell für Ihren Part vorbereitet?

Jürgen Vogel: Das Drehbuch war sehr ausführlich und mehr als das, was im Drehbuch geschieht, erzählen wir ja auch nicht. Insofern reicht mir das immer aus für das, was ich tue. Gerade bei meiner Rolle, die für Hunderttausende von Schicksalen steht. Von einem Menschen, der an der Front war, verletzt wiederkommt und den der Krieg natürlich auch verändert hat. Hier musste man nicht speziell eine Person recherchieren, sondern sich vor allem vorstellen, dass es sicherlich vielen Menschen so gegangen ist.

Frage: Sie spielen einen Soldaten, der seiner Schwester dabei hilft, ihren inhaftierten jüdischen Ehemann freizubekommen. Wie wichtig war es Ihnen hier, eine positive Figur zu verkörpern?

Jürgen Vogel: So etwas muss man immer im Kontext mit dem gesamten Film, der ganzen Geschichte sehen. Für mich ist es nicht entscheidend, dass ich persönlich gut wegkomme oder ich jemanden spiele, der sympathisch ist, sondern ob das für die Geschichte wichtig ist. Und wenn ich nun mal irgendwann der Böse bin, dann bin ich auch gerne der Böse. Man muss das einfach von seinen eigenen Vorstellungen abgliedern. Sonst würde es bedeuten, dass man eigentlich nur immer das spielt, was man auch persönlich denkt. Aber das ist nicht mein Job. Meine Aufgabe ist es ja, unterschiedliche Menschen darzustellen.

Frage: Margarethe von Trotta gehört zu den Ikonen des Neuen Deutschen Films. Wie verlief die Begegnung mit ihr?

Jürgen Vogel: Zunächst einmal habe ich immer Respekt vor Erfahrung. Das gehört zu jeder guten Erziehung dazu, dass man Menschen, die schon viel erlebt haben, gewissen Respekt zollt. Speziell bei Margarethe von Trotta finde ich es klasse, dass sie es geschafft hat, in diesem knallharten Geschäft so lange zu überleben und weiter ihre Geschichten erzählen konnte. Denn da gibt es nicht allzu viele Beispiele. Und die wiederum sind wichtig für alle, die gerade anfangen, aber auch für die, die schon länger dabei sind, weil ihnen dadurch neue Perspektiven eröffnet werden. Für mich war die Arbeit mit Margarethe von Trotta einfach schön, weil wir uns gut verstanden haben und es sehr viel Spaß gemacht hat. Was sie von ihren Kollegen unterscheidet, ist, dass sie wirklich super-gut vorbereitet ist und bei ihr nichts dem Zufall überlassen wird. Das war sehr angenehm zu beobachten.

Frage: Frau von Trotta könnte Ihre Mutter sein. Hat sich der Altersunterschied auf die Arbeit am Set ausgewirkt?

Jürgen Vogel: Wenn ich ältere Frauen treffe, nehme ich nicht von vornherein die Position des Sohnes ein. Und Margarethe von Trotta war sicherlich nicht so etwas wie die Mutti am Set, wohl aber eine Autoritätsperson. Sie ist vor allem auch eine Regisseurin, die einen inspiriert, die einem hilft, wenn man irgendwas nicht weiß. Da ist es auch ein Vorteil, dass sie selbst mal Schauspielerin war. Da entsteht eine gewisse Solidarität. Wenn man mal einen Hänger hat, dann nimmt jemand, der selbst vor der Kamera gestanden hat, ganz automatisch nie die klassische Erwartungshaltung eines Regisseurs ein.

Frage: Rosenstraße markiert auch ein Wiedersehen mit Katja Riemann, mit der Sie schon bei Rainer Kaufmanns "Die Apothekerin" zusammengearbeitet haben. Kann man trotz des ernsten Themas des Films Spaß bei den Dreharbeiten haben?

Jürgen Vogel: Ja, das ist sogar sehr wichtig. Wenn man etwas Ernstes spielt, dann muss man nicht unbedingt die ganze Zeit ernst sein. Es hilft einem viel mehr, wenn man eine gute Lebenszeit hat und versucht dann, in die Tiefe zu gehen. Da kommt man sicherlich weiter, als wenn man sich die ganze Zeit verkrampft. Und bei Rosenstraße hatten wir eine sehr gute Stimmung und wir haben auch sehr viel gelacht. Nicht nur Katja und ich, obwohl das schon immer sehr speziell zwischen uns beiden ist.

Frage: Was ist für Sie das Besondere an Rosenstraße? Warum ist der Film anderes als ähnlich gelagerte Filme?

Jürgen Vogel: Ich finde einfach, dass wir uns in einer Zeit befinden, darüber zu erzählen, dass es Deutsche gab, die auch schon während des Krieges eine andere Haltung zum Krieg hatten. Es gibt ja auch durchaus viele Geschichten von Deutschen, die geholfen haben. Von vielen, die Juden bei sich aufgenommen, versteckt haben. Aber natürlich ist das für uns Deutsche schwierig. Wir hätten jetzt nicht die ganzen vergangenen Jahre Filme machen können, in denen wir schon wieder die Helden sind. (DJFL)


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