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Interview mit Katja von Garnier: Bandits

Katja von Garnier führt Regie in dem Film Bandits Frage: Zwischen "Abgeschminkt!" und Ihrem neuen Film Bandits liegen drei Jahre. Eine relativ lange Zeit. Katja von Garnier: Stimmt. Da Ewa und ...

Interview mit Katja von Garnier


Katja von Garnier führt Regie in dem Film Bandits

Frage: Zwischen "Abgeschminkt!" und Ihrem neuen Film Bandits liegen drei Jahre. Eine relativ lange Zeit.

Katja von Garnier: Stimmt. Da Ewa und ich (Vela-X) "Abgeschminkt!" selbst produziert hatten, gab es im Jahr danach vieles abzuwickeln. Festivals, Weltvertrieb, etc., da hat man zu zweit einiges zu tun. Dann habe ich erstmal mit einer Reihe von Drehbuchangeboten jongliert, konnte mich aber für keines so richtig begeistern und beschloß wieder eine eigene Geschichte zu entwickeln.

Frage: Welche Faktoren spielten dabei die wichtigste Rolle?

Katja von Garnier: Es sollte ein Musikfilm sein. Ich meine, "Hair" ist mein absoluter Lieblingsfilm. War schon immer so, hat sich nichts daran geändert. Und ich wollte wieder mit Katja (Riemann) zusammenarbeiten. Ben Taylor, der Co-Autor von "Abgeschminkt!", und ich, wir haben uns dann zusammen die Grundelemente der Geschichte ausgedacht - vier Frauen im Knast, Band, Polizeiball, Ausbruch, Geisel, etc. Ich hatte Coco und Jasmin auf einer Feier zusammen tanzen sehen. Die beiden haben einfach eine unglaubliche Energie zusammen. Die musste in den Film. Uwe Wilhelm und ich haben dann das Drehbuch auf die drei Mädels zugeschrieben. Die Vierte galt es noch zu finden.

Frage: Jutta Hoffmann stieß also erst später zu dem Trio hinzu.

Katja von Garnier: Genau. Für Marie suchte ich eine ältere Darstellerin mit einer starken Leinwandpräsenz, die von ihrer Ausstrahlung zu den anderen dreien paßt. Ich war deshalb sehr froh, als es uns schließlich glückte, Jutta zu engagieren.

Frage: In Bandits dreht sich alles um die Musik. Ist Bandits ein Musikfilm?

Katja von Garnier: Ja, aber nicht im herkömmlichen Sinne. Das Innovative an Bandits ist der Versuch, musikalische und dramatische Elemente zu kombinieren. Deshalb könnte man ihn vielleicht als dramatischen Musikfilm bezeichnen. Filme, die mich begeistern, sind oft Heldengeschichten. Bei der Entwicklung des Drehbuchs habe ich mich sehr viel mit Mythologie beschäftigt, um herauszufinden, was eine Heldengeschichte eigentlich ausmacht. Die Charaktere in unserem Film sollten größer sein als das Leben, Charaktere für's Kino eben.

Frage: Welche Funktion erfüllt die Musik in Bandits?

Katja von Garnier: Sie ist für die Gefangenen ein Ventil, um mit all den angestauten Gefühlen wie Wut, Haß und Verzweiflung fertig zu werden. Das war die Grundidee des Films. Musik als Ventil. Über diese Brücke finden die Frauen schließlich zueinander. Ich habe überlegt, was Musik für mich im wirklichen Leben so attraktiv macht und warum mich das Thema eigentlich so anzieht - Musik kann einen über schlechte Stimmungen hinwegtragen und Traurigkeit manchmal ein Ereignis werden lassen.

Frage: Um die Musik besser transportieren zu können, kommen im Film mehrere videoclipähnlich geschnittene Passagen vor. Ihre Referenz an die MTV-Generation?

Katja von Garnier: Wenn man Musik und Bilder miteinander kombiniert, bedingt das eine das andere. Die Musik gibt einen Schnittrhythmus vor. Auch ohne MTV wäre "Bandits" sicher stilistisch genauso ausgefallen. Es sollte ja ein moderner Film werden. Aber dass ich gerne Musikvideos schaue, streite ich trotzdem bestimmt nicht ab. Da gibt's einfach visuell spannende Sachen zu sehen.

Frage: Sie haben für Bandits auch erstmals Actionszenen gedreht.

Katja von Garnier: Beim Drehen auf der Köhlbrandbrücke musste ich immer an ein Kapitel in William Goldman's Buch "Das Hollywood Geschäft" denken, als er die Dreharbeiten zu Attenboroughs "Die Brücke von Arnheim" beschreibt. So ähnlich war das bei uns. Wir waren die erste Produktion, die dort drehen durfte, und hatten gewisse zeitliche und technische Vorgaben. Nämlich eineinhalb Tage, um jede Menge komplizierte Sachen zu drehen, darunter an einem Tag einen Bungee-Stunt, eine komplizierte Kranfahrt, zwei Explosionen, und außerdem sollten auch noch die Mädels in einer Einstellung außen am Brückengeländer gefilmt werden. Für die Explosionen hatten wir jeweils sechs Minuten Zeit. Hätte etwas nicht geklappt, hätte ich es nicht im Film gehabt. Es war ein Gefühl, wie man sich "In den Krieg ziehen" vorstellt. Jede halbe Stunde war minutiös verplant, zwei Units haben gleichzeitig gedreht. Wenn man jetzt die Szenen sieht, ist es kaum vorstellbar, dass alle Explosionen, Feuerstürme und Hubschrauberaufnahmen in zwei Mal sechs Minuten gedreht worden sind.

Frage: Der zweite Film gilt gemeinhin als der schwierigste. Hat Sie das nervös gemacht?

Katja von Garnier: Vielleicht, wenn ich nach "Abgeschminkt!" sofort wieder gedreht hätte. Aber ich habe ja lange genug gewartet ...

Frage: Sie hatten für Bandits ein vergleichsweise hohes Budget zur Verfügung. Konnten Sie damit Ihre Vorstellungen verwirklichen?

Katja von Garnier: Ich glaube, egal wieviel Geld man zur Verfügung hat, man wird immer das Gefühl haben, dass es zu wenig ist. Man spürt bei so einer Summe natürlich die Verantwortung den Geldgebern gegenüber, die ihr Vertrauen in das Projekt investiert haben. Wir sind angetreten mit dem Versuch, einen Kinofilm zu machen, einen Film für die große Leinwand, mit extremen Gefühlen und dem entsprechenden Look. In der Hinsicht haben die Beteiligten ein bißchen Pionierarbeit leisten müssen, da schon allein in der technischen Umsetzung ein Musikfilm für niemanden alltägliches Brot ist. Ich hatte das Glück, dass Olga Film mir sehr viel Vertrauen entgegengebracht hat, was die Vision des Films angeht, und mit den in ihrem Rahmen zur Verfügung stehenden Mitteln alles versucht hat, diese Vision zu unterstützen. Jedenfalls glaube ich, dass man jeden Pfennig dem Film ansieht.

Frage: In letzter Zeit sind immer mehr deutsche Filme erfolgreich. Macht einem das Mut?

Katja von Garnier: Ich freue mich über jeden deutschen Film, der gut läuft, weil dadurch Geldgeber ermutigt werden, in einheimisches Talent zu investieren. Vielleicht kann es dadurch bald ein breites Spektrum an Kinofilmen geben, die auch im Sinne von Kino gemacht werden. Thematisch, wie visuell.

Frage: Auffällig ist außerdem, dass immer mehr weibliche Regisseure - etwa Caroline Link, Sherry Hormann oder Sharon von Wietersheim - im Kino Erfolge feiern. Gibt es zwischen Mann und Frau Unterschiede in der Arbeitsweise?

Katja von Garnier: Da müssen Sie die Schauspieler oder das Team fragen. Eigentlich ist es aber egal, weil letztendlich kommt es doch nur darauf an, ob ein Film gut ist, oder schlecht. (DJFL)


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