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Interview mit Lou Richter: ran

Lou Richter ist Moderator der Sat.1-Sportsendung "ran" Frage: "ran" ist das Sport-Flaggschiff in Sat.1. Wie hast Du Dich auf die Moderation vorbereitet? Und was tust Du gegen Lampenfieber? Lou ...

Interview mit Lou Richter


Lou Richter ist Moderator der Sat.1-Sportsendung "ran"

Frage: "ran" ist das Sport-Flaggschiff in Sat.1. Wie hast Du Dich auf die Moderation vorbereitet? Und was tust Du gegen Lampenfieber?

Lou Richter: So wie ich mich auf alle Moderationen vorbereite; Ich gucke, um was es geht und was mich interessiert, überlege mir, was interessiert die anderen, streiche dann meistens sehr viel von dem, was mich interessiert, und spreche geradeaus - in möglichst unfallfreien Sätzen. Vorher habe ich ja "jump ran", die Basketball-Sendung, moderiert, das war eher bauchorientiert. "ran" ist da schon knapper und rigider, da überlegt man sich vorher schon öfter, was man sagt und achtet darauf, dass es hieb- und stichfest und nicht zu flapsig formuliert ist. Fußball- Fans sind heterogener als Basketball-Fans: Fußball guckt jeder - vom Professor bis zum Langzeitarbeitslosen. Man muss versuchen, für jeden eine Ansprache zu haben. Gegen Lampenfieber kann man nichts machen, sollte man auch nicht - das gehört dazu.

Frage: Wie beschreibst Du Deine Art der Sport-Präsentation?

Lou Richter: Sportlich - nicht nachrichtlich. Sport ist Unterhaltung und dient dazu, Leuten ein bißchen Freude zu machen. Insofern sollte Spaß auch ein Element von Sportmoderation sein. Für viele ist Fußball eine Religion, aber es gibt am Ende doch wichtigere Sachen im Leben.

Frage: Meinst Du, dass eine lockere Präsentation auch Sport-Desinteressierte vor den Fernseher locken kann?

Lou Richter: Sie kann und sollte Interesse wecken. Wenn aber keine Grundbereitschaft da ist, dann kann auch die Verpackung - und nichts anderes stellen wir ja dar - wenig helfen. Wer Fußball öde findet, der wird sich auch durch eine nette Präsentation nicht davon überzeugen lassen, einzuschalten.

Frage: Wie würdest Du einen Sportmuffel davon überzeugen, "ran" zu gucken?

Lou Richter: Fußball ist das Spiegelbild des Lebens. Fußball ist das ganz, ganz große Drama. Von größter Freude bis zu tiefster Trauer kann am alles in einem Spiel erleben. Das Schöne ist, im Gegensatz zum Spielfilm, wo es ein Drehbuch gibt, dass beim Fußball alles offen ist. Und bei der Bundesliga, gerade in der Ausgeglichenheit, wie sie in dieser Saison herrscht, weißt Du vorher einfach nicht wie's ausgeht. Da spielt Bayern München in Bielefeld 4:4. Wenn Du das vorher einem sagst, schlägt der sich an den Kopf! Und Kaiserslautern wird Meister - wenn das jemand vor der Saison behauptet hätte, hatte man ihn eingewiesen.

Frage: Wie kann man ein todlangweiliges 0:0 im Fußball noch witzig verkaufen?

Lou Richter: Das ist sicher schwer. Ganz klar: Tore sind das, worum es geht beim Fußball. Aber es gibt durchaus 0:0-Spiele, die dramatischer sind als irgendein 2:1. Weil gerade das Ringen um dieses erste Tor spannend sein kann. Natürlich ist ein 0:0 immer schade.

Frage: Wie hat's sportlich bei Dir angefangen?

Lou Richter: Ich war immer ein nervöses, unruhiges Kind und hatte in der Schule immer Schwierigkeiten, 45 Minuten - eine Halbzeit, der Rhythmus ist mir also vertraut - still zu sitzen. Ich fand's auch immer schon gut, mich mit anderen zu messen. Angefangen hat ich mit Fußball, das war von Kindesbeinen an meine Leidenschaft. Allerdings bekam ich dann eine Wachstumsstörung im Knie, und es tat beim Schließen weh. Deshalb bin ich zum Basketball gewechselt, so mit 15 Jahren - bis 1981/82. Ich spielte in der Regionalliga, bis mir das viele Training zu anstrengend wurde und ich ein Freund der Schönen Dünste wurde - Wein, Weib und Gesang. Ach ja, im Hockey-Verein war ich auch noch. Es gab Sonntage, an denen hatte ich morgens ein Hockey-Spiel und nachmittags eine Basketball-Begegnung. Dann habe ich also kürzer getreten und wider angefangen, Fußball zu spielen. Das mit dem Knie war dann vorbei.

Frage: Und heute?

Lou Richter: Heute kicke ich noch ein bißchen in der Sat.1.-Truppe.

Frage: Welchen Tip gibst Du Berti Vogts für die Weltmeisterschaft mit auf den Weg?

Lou Richter: Berti ist so ausgebufft, dem kann ich gar nichts raten. Ich halte Berti Vogts wirklich für einen sehr guten Trainer, ich bin schon seit Jahren Fan von ihm, weil er im Gegensatz zu vielen anderen Trainern überhaupt kein Selbstdarsteller ist. Ich glaube, dass Leute, die als Spieler schlichte Buffer waren - so wie Vogts oder Rehhagel - dann als Trainer häufig eine interessantere Philosophie vom Fußball entwickeln, als die ehemaligen Zauberer.

Frage: Wer bestreitet Deiner Meinung nach das WM-Endspiel?

Lou Richter: Deutschland - Brasilien! Ich würde mich auch über Jamaica gegen Iran freuen. Aber da wird wohl irgendwas dazwischenkommen.

Frage: Du hast in "jump ran" und "ran - Sat.1-Football" zwei typisch amerikanische Sportarten in Sat.1 präsentiert. Kannst Du Dir vorstellen, dass auch Baseball oder Fun-Sportarten wie Inline-Skating oder Surfing in Deutschland ein Publikum findet?

Lou Richter: An Baseball glaube ich nicht, weil das in Deutschland so gar keine Wurzeln hat. Ich finde es bohrend langweilig. Grundsätzlich ist es ja so, dass jede Sportart von Personen, von Stars lebt, die man kennt. Und ich kenne ehrlich gesagt keinen einzigen Profi-Inline-Skater.

Frage: Was macht Lou Richter, wenn er mal nicht mit Sport beschäftigt ist?

Lou Richter: Das Übliche: Freunde treffen, Kneipen, Kino, und im Augenblick kümmere ich viel um mein Patenkind, dem die Mutter gestorben ist.

Frage: Und heiraten?

Lou Richter: Ja, es muss nur endlich mal eine "Ja" sagen, ich frage schon jeden Tag, aber es will keine.

Frage: Welches war Deine schrillste Fanpost? Und erkennt man dich auf der Straße?

Lou Richter: Bei "jump ran" bekam ich mehr außergewöhnliche Post (z. B. jede Menge Basteleien), aber auch jetzt. Aber es macht mich froh, dass ich bisher noch keine Damenschlüpfer, aber auch keine Herrenschlüpfer bekommen habe. Wenn man mich auf der Straße erkennt, ist das scher in Ordnung, klar. Solange die Leute nicht buhen und Pfeifen und irgendwelche Topfpflanzen hinter mir herschmeißen, habe ich nichts dagegen.

Das Interview führte Anke Tollkühn. (DJFL)


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