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Interview mit Maja Maranow: Die Unbestechliche

Maja Maranow, 37, spielt die Rolle der 'Sylvia Brant' in dem Sat.1-TV-Movie "Die Unbestechliche Frage: Wie würden Sie Ihre Rolle der Sylvia Brant in "Die Unbestechliche" beschreiben? Maja ...

Interview mit Maja Maranow


Maja Maranow, 37, spielt die Rolle der 'Sylvia Brant' in dem Sat.1-TV-Movie "Die Unbestechliche

Frage: Wie würden Sie Ihre Rolle der Sylvia Brant in "Die Unbestechliche" beschreiben?

Maja Maranow: Sylvia ist eine Frau, die ein ganz behütetes, sorgenfreies Leben führte, die um nichts kämpfen musste, bis sie durch den Unfalltod ihres Lebensgefährten von heute auf morgen vor den Trümmern ihrer Existenz steht. Sie muss aus dem gemeinsamen Haus ausziehen, sie ist finanziell nicht abgesichert - ihr Jurastudium hat sie nach der Geburt ihrer Tochter abgebrochen. Jetzt muss sie ihr Leben neu ordnen, selbst in die Hand Nehmen. In dieser Situation nimmt sie ihr Schwiegervater zu sich, was die Sache natürlich ungemein erleichtert, aber gleichzeitig auch Probleme mit sich bringt. Die Generationen unter einem Dach - da bleiben die Konflikte nicht aus. Durch Zufall bekommt sie eine befristete Stelle als Gerichtsreporterin, aber als Anfängerin tut sie sich entsprechend schwer, ist unerfahren und muss Rückschläge einstecken. Sie hat den Ehrgeiz, seriöse und vorurteilsfreie Artikel zu schreiben, muss aber feststellen, dass das im Interesse der Auflagensteigerung nicht immer unbedingt gefragt ist. Und sie muss lernen, dass es keine absolute Wahrheit gibt, und das Recht und Gerechtigkeit weit auseinanderliegen können.

Frage: Was ist das Unbestechliche an Sylvia Brant?

Maja Maranow: Es gibt ja verschiedene Formen der Bestechung: finanzielle Bestechung, die Aufsicht auf ein schnelleres Vorankommen etc. Sylvia geht jedoch nie den Weg des geringsten Widerstandes, sie hat Mut - das ist etwas, was mich an dieser Figur interessiert hat.

Frage: Es ist ja auch ein Film über Unabhängigkeit. Wie wichtig ist Ihnen persönlich Unabhängigkeit?

Maja Maranow: Ich verdiene mein eigenes Geld - finanzielle Unabhängigkeit ist mir sehr wichtige, und nicht nur die.

Frage: Was macht für Sie Emanzipation aus?

Maja Maranow: Sich aus Abhängigkeit zu lösen, seinen eigenen Weg zu gehen und nicht zu fragen, paßt es dem, gefällt es dem, ist es wichtig, dass ich mich bei dem so verhalte, das ich bei dem die Chance habe weiterzukommen, also, dass man seinen Weg verfolgt, unabhängig von der Meinung der anderen.

Frage: Nochmal zum Alltag in Ihrer "Redaktion": Haben Sie vor Ort Studien betrieben?

Maja Maranow: Redaktionsluft zu schnuppern war mit leider nicht möglich, weil ich noch während des "Schattenmann"-Drehs in diese Produktion eingestiegen bin. Aber die ehemalige Assistentin von Dieter Wedel hat in einer Hamburger Redaktion gearbeitet, und ich konnte mich in allen Fragen an sie wenden. Sämtliche Fälle der Sylvia Brant sind gründlich recherchierte authentische Begebenheiten.

Frage: Sylvia Brant hat ja alle Hände voll zu tun mit ihrem Job und muss dann noch ihr Privatleben meistern. Wie sieht bei ihnen der Spagat zwischen Privatleben und Job aus?

Maja Maranow: Da ich kein Kind habe, ist das bei mir natürlich nicht so schwierig. Ich kann mir meine Zeit einteilen, wie ich will, Sylvia Brants Situation ist nicht vergleichbar mit meinem Leben.

Frage: Der König von St. Pauli ist gerade sehr erfolgreich gelaufen. Was haben Sie aus dem Film mitgenommen?

Maja Maranow: Sicherlich Erfahrung. Es gibt bestimmte Filme, die mich weitergebracht haben. Dazu gehören auch die Wedel-Produktionen, durch die intensive Arbeit und u. a., weil man sich, was die Kollegen betrifft, immer in guter Gesellschaft befindet.

Frage: Ich habe den Eindruck, dass in letzter Zeit die Frauenrollen in den Fernsehfilmen stärker werden. Ist Sylvia Brant für Sie auch Teil dieser Entwicklung?

Maja Maranow: Auf jeden Fall. Die Frauenfiguren sind nicht mehr, wie so oft, nur schmückendes Beiwerk: die Geliebte von, die Freundin von, die Mutter von und die Frau von. Sie sind vielschichtiger, haben mehr Facetten, eine eigene Geschichte. In "Die Unbestechliche" habe ich nach 1991 wieder mit Franz Peter Wirth zusammengearbeitet. Meine Partner in dieser Produktion waren Martin Benrath, mit dem ich ja am meisten zu tun hatte, die kleine Jenni Stiebel, ein ganz begabtes Mädchen, Klaus Herm, Maria Körber Florian Martens - die ganze Konstellation erschien mir optimal.

Frage: Sie werden im März 37 Jahre alt. Hat dieses Alter oder das Älterwerden auch Vorteile für Sie?

Maja Maranow: Das hat sicherlich viele Vorteile für mich. Wenn ich mir überlege, auf welchem Entwicklungsstand ich vor etwas zehn Jahren war... Ich finde es sehr spannend, älter zu werden - was man über sich erfährt, über sich lernt, wie schwierig es ist, sich mit sich selbst anzufreunden, geduldiger im Umgang mit sich selbst zu sein. Ich hatte früher große Schwierigkeiten, mochte mich nicht besonders, und das hat ein paar Jahre gedauert. Ich glaube, der Mensch entwickelt sich immer weiter, bis er an seinem Grab steht. Hoffen wir's.

Frage: Sie sind durch Ihre Arbeit und auch privat viel mit Ihren Kollegen zusammen. Was ist Ihnen sympathisch oder unsympathisch an Schauspielern, an Ihrer eigenen Zukunft?

Maja Maranow: Es gibt Verhaltensweisen, negative wie positive, die sind nicht nur für diesen Beruf typisch, die findet man woanders auch. Ich kann nur sagen, was ich immer interessant finde, egal wo, auf welcher Etage, in welchem Milieu: Wenn sich jemand frei macht von den Meinungen anderer und das tut, was er für richtig hält; Mut zu haben, ins kalte Wasser zu springen und zu sagen: Ich mach das jetzt, ich brauch das jetzt, ich glaube, das ist für mich wichtig - davor habe ich Respekt.

Frage: Was sind Ihre nächsten Projekte?

Maja Maranow: Es geht im März weiter, da drehen wir noch zwei Teile vom "Starken Team" mit Florian Martens.

Das Interview führte Bettina Gries. (DJFL)


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