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Interview mit Mario Adorf zu Tresko

Mario Adorf, Darsteller in dem TV-Film Tresko Frage: Wie haben Sie und Drehbuchautor Peter Zingler die Figur Jo Tresko entwickelt? Mario Adorf: Bei den Dreharbeiten zu "Ex und Hopp" im Herbst ...

Mario Adorf wurde in Zürich geboren und besuchte von 1953 bis 1955 die Otto-Falkenberg-Schule. Von 1955 bis 1960 gehörte er den Münchener Kammerspielen an. Für seine Darstellung des Massenmörders in Siodmaks Nachts, wenn der Teufel kam wurde der damals 28jährige mit dem Bundesfilmpreis ... [komplette Biografie]

Interview mit Mario Adorf


Mario Adorf, Darsteller in dem TV-Film Tresko

Frage: Wie haben Sie und Drehbuchautor Peter Zingler die Figur Jo Tresko entwickelt?

Mario Adorf: Bei den Dreharbeiten zu "Ex und Hopp" im Herbst 1990 sprachen wir über eine Rolle, die Zingler auf mich zuschneiden wollte. Wir wußten sehr schnell, dass die Figur kein Arzt oder Rechtsanwalt sein sollte. Letztendlich entschieden wir uns für einen Ermittler. Die Polizei ist für Verbrechen zuständig, das Grobe. Aber wenn es raffiniert wird, wo Intelligenz und nicht Brachialgewalt gefragt ist und es auch mal um komplizierte Fälle wie Kunstdiebstahl geht, da ist ein Ermittler gefragt, und an diesem Punkt wird es auch spannend und interessant für mich.

Frage: Wer ist Tresko und gibt es Parallelen zwischen Adorf und Tresko?

Mario Adorf: Für mich ist es nicht reizvoll, mich selbst zu spielen, sondern Charaktere zu formen. Ich wüßte auch nicht, was man aus meinem Leben für einen Film machen sollte. Aber dass in die Gestaltung der Figuren persönliche Erfahrungen einfließen, ist klar. Tresko ist ein Querdenker, er steht mit dem Beamtentum auf Kriegsfuß, ein Anti-Preuße. Er ist nicht gewalttätig, tötet nur, um andere zu verteidigen, er ist stilvoll und geistreich.

Frage: Wir kennen Sie vorrangig aus Rollen, in denen Sie im weitesten Sinne böse Menschen dargestellt haben. Tresko ist eine positive Gestalt.

Mario Adorf: Bei "Tresko" haben wir uns bewußt vom Bösewicht-Image wegbewegt. Aber schon beim "Bellheim" sind die Leute aufmerksam geworden und haben gesagt: "Der kann ja nicht nur böse spielen". Ein Grund dafür ist wahrscheinlich mein Alter, mein verändertes Aussehen, das sich von der dunkelhaarigen, physisch sehr dominierenden Gestalt zu größerer Eleganz, Weltläufigkeit und Güte hin entwickelt hat.

Frage: Sie haben schon mehrmals mit Gudrun Landgrebe vor der Kamera gestanden - nun das erste Mal als Ehepaar. Ein ideales Gespann?

Mario Adorf: In Dietls Rossini haben wir das sechste Mal zusammen gedreht. Und ich bin froh, dass man sie auch für "Tresko" besetzt hat. Damit Gudrun Landgrebe nicht nur zehn Minuten zu sehen ist und dann stirbt, haben wir nach "Tresko - Amigo-Affäre" zwei weitere Filme gedreht und an den Anfang der Reihe gestellt. Wir sind ein gutes Paar, auch vom Alter. Nun gut, ich bin vielleicht ein bißchen zu alt, aber das könnte vielleicht gerade noch gehen.

Frage: Kommt die Beziehung der beiden Treskos Ihrem Ideal von Partnerschaft nahe?

Mario Adorf: Ich weiß nicht, ob ich im Privatleben eine voll im Beruf stehende Frau so ideal finde. Für die Verwirklichung der Frau ist es sicher interessant und richtig. Ich bin schon sehr lange mit einer Frau zusammen, und wir machen es anders. Vielleicht gibt es eine bessere Lösung.

Frage: Im Oktober erscheint Ihr drittes Buch "Der Fenstersturz". Warum haben Sie in den 90er Jahren zu schreiben begonnen?

Mario Adorf: Ich halte mich nicht für einen Schriftsteller, der dem Wort aus Formgebung verpflichtet ist, sondern für einen Geschichtenerzähler, und die Bücher sind ein Ersatz für das direkte Erzählen. Ich habe mich durch die Bücher an Vieles erinnert, aber das waren keine wehmütigen Blicke zurück. Ich bin kein Nostalgiker.

Frage: In einem Interview haben Sie gesagt, dass der Reiz des Verzichts in Bezug auf Frauen mit dem Alter zunimmt. Gilt das auch für andere Bereiche?

Mario Adorf: Alles, wo einen das Alter, die Erfahrung oder die Zeit zwingt, Abstriche zu machen, sind Verzichte, die man aber leisten muss. Bevor man etwas riskiert, sollte man in Liebesbeziehungen oder im Sport lieber einen Gang 'runterschalten. Man weiß, dass ich gerne genieße, und ich erliege gerne der Versuchung von Dingen, die mir gefallen, aber nur bis zu einem gewissen Grad.

Frage: Welcher Wunsch in Ihrem Leben ist noch offen?

Mario Adorf: Das Privileg an unserem Beruf ist, dass man dem Zwang des Aufhören-Müssens nicht ausgesetzt ist. Vielleicht nur, dass man keine Liebesszenen im Bett mehr spielen kann, aber darauf habe ich nie gesteigerten Wert gelegt. Ich habe keine Zeit darüber nachzudenken, was ich noch machen müßte. Ich möchte immer noch mit der Bildhauerei weiterkommen und werde ein letztes Haus in Frankreich oder Italien kaufen.

Das Interview führte Bettina Gries. (DJFL)


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