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Interview mit Michael Jordan: Space Jam

Basketballstar Michael Jordan ist Hauptdarsteller in Space Jam Frage: Stellt Space Jam für Sie den Beginn einer Karriere als Schauspieler dar? Michael Jordan: Darüber habe ich mir eigentlich ...

Interview mit Michael Jordan


Basketballstar Michael Jordan ist Hauptdarsteller in Space Jam

Frage: Stellt Space Jam für Sie den Beginn einer Karriere als Schauspieler dar?

Michael Jordan: Darüber habe ich mir eigentlich noch keine Gedanken gemacht, Ich weiß es nicht. Es war einfach eine Möglichkeit, die sich mir bot, und es hat mir großen Spaß gemacht. Aber ob daraus eine ganz neue Karriere wird, wäre wohl etwas vorschnell gesagt. Es hat großen Spaß gemacht, aber im Moment sehe ich es eher als Hobby denn als neue Karriere.

Frage: Wie gelang es Warner Bros., Sie für die Rolle zu gewinnen?

Michael Jordan: Für mich war es eine Chance, etwas zu tun, wozu ich noch nie die Gelegenheit hatte. Nämlich in einem Film mitspielen. Anfangs zögerte ich, doch dann wurde mir klar, was mir da eigentlich angeboten wurde: Ich spielte mich selbst, ich spielte zusammen mit den Looney Tunes, ich spielte unter der Regie von Joe Pytka, mit Ivan Reitman als Produzenten... und ich dachte: "Klar machst Du das! Versuch es, finde raus, wie Du damit zurecht kommst. Wenn es nicht hinhaut, Pech gehabt!" Zumindest war mir ja überhaupt erstmal die Gelegenheit geboten worden, in diesem Metier Erfahrungen zu sammeln.

Frage: Mr. Jordan, im Film sind Sie ein "good sport", ein prima Kerl. Es muss doch ziemlich komisch gewesen sein, nur einer von zwei Personen aus Fleisch und Blut zu sein?

Michael Jordan: Am wohlsten fühlte ich mich in den Basketball-Szenen. Und ich verließ mich sehr auf die Anregungen und Tips von Joe Pytka und Ivan Reitman. Es gab da einige tolle Situationen, in denen ich entspannt war, als ich mit Wayne Knight und Bill Murray zusammen gearbeitet habe. Es war eine wirklich tolle Erfahrung.

Frage: Wenn Sie mit den Zeichentrickfiguren redeten, stand an ihrer Stelle dann jemand, mit dem Sie sprachen?

Michael Jordan: Ja, dafür hatten wir in grün gekleidete Schauspieler. Bei den Dialogen halfen sie mir, die richtige Augenhöhe einzuhalten und den Sprachrhythmus zu finden, was ja schwierig ist, wenn man da ganz alleine steht.

Frage: Konnten Sie auch etwas von Ihren Erfahrungen ins Drehbuch einfließen lassen?

Michael Jordan: Ja, zum Teil schon. Manches bezog sich direkt auf Dinge, die in meinem Leben passiert sind, angefangen vom kleinen Jungen, der mit seinem Vater Basketball spielt. Ebenso, was die ganze Choreographie des Basketballs anbelangt, die Bewegungen, die Spielzüge. Man ließ mir wirklich die Freiheit, ich zu sein, Dinge zu sagen, bei denen ich mich auch wohlfühlte. Dadurch kam ich viel entspannter durch die Drehtage.

Frage: Sicherlich wird jeder Zuschauer herausfinden wollen, ob Sie auch in diesem Film Sie selbst sein können. Ich finde, dass ist Ihnen wahrlich gelungen. Waren Sie eigentlich beim ersten Drehtag nervös? Und mit welchen Techniken haben Sie gearbeitet, um es so locker rüberzubringen und das Publikum tatsächlich davon zu überzeugen, dass Sie Sie sind?

Michael Jordan: Nein, beim Drehen war ich gar nicht nervös. Hinterher, als sich andere Leute meine Arbeit anschauten, da schon. Ich wußte halt einfach nicht, ob ich es richtig gemacht habe. Aber Joe Pytka und Ivan erklärten mir, wonach sie suchten, und ich bin recht gut darin, Dinge nachzumachen, die ich sehe. Das hat die Sache natürlich sehr erleichtert. Aber sonst hatte ich vor der Kamera keine Probleme.

Frage: Wie gefällt Ihnen der Soundtrack? Haben Sie ein Lieblingsstück?

Michael Jordan: Als ich gestern vom Spiel nach Hause kam, habe ich mir die Musik angehört. "Monstars' Rap" dudelte dann die ganze Nacht. Und "I Believe I Can Fly" von R. Kelly finde ich auch toll. Aber auf dem Soundtrack ist eigentlich für jeden Geschmack etwas dabei.

Frage: Wie haben denn Ihre Kinder reagiert, als Sie ihnen erzählt haben, Sie würden mit Daffy Duck und Bugs Bunny zusammenspielen?

Michael Jordan: Na, die fanden das natürlich klasse. Sie haben mich einige Male einen ganzen Tag lang auf dem Set besucht, zufälligerweise gerade, als die Szenen mit mir und meinen Filmkindern gedreht wurden. Als ich abends nach Hause kam, war die Aufregung natürlich groß: Meine Kinder versicherten mir, dass sie das auch spielen könnten, wenn man ihnen die Chance gäbe. Ich fand das sehr süß von ihnen. Aber sie sind viel zu kamerascheu dafür. Außerdem sollen sie nicht im Rampenlicht stehen müssen, sondern auch ein Privatleben führen können. Aber die Schauspieler, also die Kids, waren sehr nett und geduldig und sie ähnelten meinen Kindern auch sehr, zumindest fand ich das. Meine richtigen Kinder fanden die ganze Sache super, und ich empfand es als Privileg, etwas zu tun, an dem sie ihre Freude haben. Sie haben den Film noch nicht gesehen, genauso wenig wie ich, und Sie können sich sicher vorstellen, wie gespannt sie darauf sind.

Frage: Waren Sie früher auch ein Fan der Looney Tunes?

Michael Jordan: Schon als Kind habe ich Cartoons geliebt. Am Samstagmorgen habe ich mir immer die Cartoons im Fernsehen angeschaut... und daran kann ich mich noch gut erinnern, nicht aufstehen müssen, nicht zur Schule gehen müssen. Und heute als Vater schaue ich wieder Cartoons. Ja, ich würde mich wohl als Cartoonfan bezeichnen, besonders von Bugs und einigen der anderen Charaktere. Und das hat mir natürlich auch die Arbeit an diesem Projekt sehr erleichtert.

Frage: Was gefällt Ihnen denn an Bugs?

Michael Jordan: Wir haben einige Dinge gemeinsam. Andere Leute zum Beispiel sind vor mir, beziehungsweise meinen Späßen nie sicher. Ich nehme Leute gerne auf den Arm. Ich bin ein heiterer, unbekümmerter Typ und irgendwie habe ich immer Erfolg bei allem, was ich anfasse, selbst den unterschiedlichsten Dingen. Ich habe sogar Erfolg, wenn ich versage! Zumindest empfinde ich das so. Und Bugs ist genauso. Außerdem mag ihn jeder, zumindest ich kenne wenige Menschen, die ihn nicht mögen.

Frage: Hat er Ihnen denn ein paar Tips gegeben? Er ist ja immerhin ein "alter Hase" im Geschäft!

Michael Jordan: Tja, Bugs war leider nie da! Ich war meistens mit meinem Text allein, und er kam erst später. Aber von anderen Schauspielern, die mich auf dem Set besucht haben, habe ich reichlich Tips bekommen. Warner Bros. hat für mich eine Basketballtrainingsanlage gebaut, direkt am Parkplatz des Sets. Viele Schauspieler kamen abends vorbei und sahen uns beim Spielen zu. Dabei kriegte ich unzählige Tips. Ich spürte ihre Unterstützung, und das war ein angenehmes Gefühl. Es gab mir sehr viel Selbstvertrauen.

Frage: Gab es Parallelen zwischen Ihrem Können als Basketballstar und der Schauspielerei?

Michael Jordan: Durchaus. Basketballspieler haben ein Gespür für Entertainment. Die Leute zu unterhalten, das ist bis zu einem gewissen Grade unser Job. Auf dem Court liefern wir den Leuten eine Show und wollen das Publikum unterhalten. Der Unterschied liegt darin, dass viel von dem, was ich tue und was wir tun, rein instinktiv passiert. In der Schauspielerei gibt es da Vorgaben.

Frage: Sie tragen immer die gleichen Shorts unter Ihrem Trikot. Hatten Sie Ihren "Glücksbringer" auch während der Dreharbeiten an?

Michael Jordan: Natürlich. Ich trage sie immer.

Frage: Auch jetzt?

Michael Jordan: Ja. Allerdings müssen Sie mir das schon glauben, denn zeigen werde ich sie nicht!

Frage: Sie sind für Kids auf der ganzen Welt ein Vorbild. Suchen Sie auch entsprechend Ihre Rollen aus..., ob ein Film auch für Kinder und Jugendliche gut geeignet ist?

Michael Jordan: Naja, bis jetzt habe ich erst einen Film gemacht! Und die Rolle habe ich natürlich hauptsächlich aus dem Grund angenommen, weil ich mich selbst spielen konnte. Ähnlich den Werbespots, in denen ich in der Vergangenheit aufgetreten bin. Neulich habe ich das auch einigen Autoren und Journalisten gesagt, dass ich mich einfach nicht als Bösewicht vorstellen kann. Dafür lächele ich schlichtweg zuviel. Oder als fiesen, schwierigen Charakter, denn dafür komme ich mit anderen Menschen zu gut klar! Und solche Erwägungen würden sicherlich auch bei zukünftigen Rollen mit einfließen.

Frage: Sie sind auf der ganzen Welt bekannt, sind ein Publikumsmagnet. Gibt es eigentlich Tage, an denen Sie morgens aufwachen und sich fragen: "Ist das wirklich mein Leben?"

Michael Jordan: Heute früh zum Beispiel! Ja, natürlich. Oft sogar. Ich kann es wirklich oft selbst nicht begreifen, wieviel Respekt und Bewunderung mir in dieser doch kurzen Zeit, seitdem ich bekannt geworden bin, zuteil geworden ist. Vor 12 Jahren habe ich das College verlassen, und in diesen letzten Jahren ist unglaublich viel in meinem Leben passiert. Manche Dinge kann man nicht begreifen, sondern muss sie einfach nur akzeptieren. Und ich wüßte auch nicht zu sagen, wieso mein Leben sich so entwickelt hat. Aber man akzeptiert die Situation und sagt sich "Hey, ich bin froh, dass es so gekommen ist. Mir ist es viel lieber, wenn die Leute mich mögen, als dass sie mich hassen." Man versucht, sich davon nicht beeinflussen zu lassen. Und ich glaube, ich habe mich seit meinen Collegetagen nicht wirklich verändert. Natürlich hat sich meine materielle Lage verändert, aber ich selbst eigentlich nicht.

Frage: Haben Sie Lieblingsschauspieler? Sie haben erwähnt, dass Ihnen einige Schauspieler Tips gegeben haben. Wer sind Ihre persönlichen Favoriten?

Michael Jordan: Sidney Poitier. Ich habe ihn schon als Kind gesehen. Er ist mit Abstand mein Lieblingsschauspieler. Dann Bill Cosby. Ich mochte "Auf der Flucht" sehr gerne, bin Harrison Ford-Fan, schätze Gene Hackman, alles sehr vielseitige Schauspieler, die so viele Rollen spielen können. Denzel Washington! Ich bin ein ziemlicher Filmnarr. Am liebsten mag ich Krimis, da kann ich den ganzen Film über versuchen, den Mörder zu finden. Aber Komödien mag ich ebenso, überhaupt Unterhaltung im Allgemeinen. Sonst würde ich so etwas ja auch nicht spielen. Und natürlich will ich etwas lernen. Ich sehe mich nicht als guten oder als bedeutenden Schauspieler, sondern ich lerne gerade das Schauspielern. Und in diesem Geschäft kann man unglaublich viel lernen. Dazu bin ich mehr als bereit - allerdings möchte ich das Tempo selbst bestimmen können.

Frage: Und Schauspielerinnen?

Michael Jordan: Ich mochte immer schon Cicely Tyson, auch schon als Kind. Bei den jüngeren Schauspielerinnen wäre es Sandra Bullock. Ich mag ihre Filme. Und Jane Seymour habe ich wirklich geliebt - ihre Filme, wollte ich damit sagen.

Frage: Welche Szene war für Sie die schwierigste, die am meisten von Ihnen verlangte?

Michael Jordan: Eigentlich die Szenen mit den Looney Tunes. Die Live Action war verhältnismäßig einfach. Wenn ich mit Bill Murray drehte, Wayne Knight oder einigen der anderen Schauspieler, entwickelte sich eine Art Rhythmus, eine Kontinuität. Aber wenn man ganz allein spielt, muss man sich auf das verlassen, was der Regisseur sieht, oder auch Ivan Reitman, und es in dieser Richtung einfach laufenlassen. Die Sequenz im Zahnarztstuhl beispielsweise, die Animationsbewegungen, wie ich rumschreie, meine Augen aufreiße und so weiter - das war wirklich schwierig. In der Situation habe ich sehr aufmerksam zugehört und hatte einfach Vertrauen in die anderen und deren Meinung.

Frage: Michael, Sie haben immer wieder gesagt, dass Ihr Vater für Sie in der letzten Saison eine ganz wichtige Motivationsquelle war. Wie sieht es in dieser Saison aus? Und wie lange, glauben Sie, werden Sie noch spielen?

Michael Jordan: Ich weiß es nicht. Ich liebe Basketball. Und ich kann auf diesem Niveau immer noch mithalten, auch wenn es genug Leute gibt, die behaupten, ich könnte nicht mehr so hoch springen oder meine Schritte seien nicht mehr so gut. Aber ich werde immer noch von mindestens zwei Mann gedeckt, oft auch von drei gegnerischen Spielern. Irgendwas scheine ich also richtig zu machen! Und solange ich diese Aufmerksamkeit habe und so gefährlich bin, werde ich weiter spielen. Ich weiß, dass mein Vater es am liebsten hätte, dass ich spiele, solange ich mir selbst etwas beweisen muss, solange es mich herausfordert. Und so sehe ich es auch. Ich habe einen Jahresvertrag abgeschlossen, damit ich mich am Ende jeder Saison nach eingehenden Überlegungen entscheiden kann. Das heißt aber nicht, dass meine Karriere nach einem Jahr vorbei ist. Ich wäge einfach nur die Möglichkeiten ab, die ich habe, so wie das jeder andere auch tun würde.

Frage: Sie erwähnten vorhin, dass dieser Film für alle Altersgruppen gemacht ist. Sie sprachen auch über Ihre Kinder. Sie engagieren sich sehr für Kinder und können gut mit ihnen kommunizieren. Was bedeutet Ihnen diese Fähigkeit?

Michael Jordan: Ich glaube, der Grund, dass ich hier vor Ihnen sitze, die Sie ja teilweise auch Eltern sind, der Grund für den Respekt und die Bewunderung, die mir zuteil wird, ist wegen der Kids und meinem Verhältnis zu ihnen. Ich verstehe sie, würde ich behaupten. Und Kinder spüren instinktiv, was falsch und was echt ist. Ihnen kann man nichts vormachen. Ich habe Kinder immer ernstgenommen und fühle mich verpflichtet, ihnen zu helfen. Und wenn ich einem Kind helfen kann, tut mir das selber auch gut. Das hat mit PR nichts zu tun, das muss eigentlich überhaupt niemand wissen; solange ich selbst ein gutes Gefühl bei der Sache habe, reicht mir das. Jedenfalls verdanke ich ihnen viel und fühle auch eine Verpflichtung, den Respekt, den sie mir entgegenbringen, zurückzugeben.

Frage: Welche Botschaft möchten Sie besonders an junge leute rüberbringen?

Michael Jordan: Keine Angst davor zu haben, etwas auszuprobieren. Keine Angst vor der Blamage zu haben, wenn etwas schiefläuft, wenn man Fehler macht. Wir machen alle Fehler. Der einzige wirkliche Fehler ist, nicht zu versuchen seine Träume und Ziele zu realisieren. Nehmen Sie meine Baseball-Versuche. Die sind ja von vielen Leuten als Niederlage, als Fehlschlag gesehen worden. Wir machen darüber auch im Film unsere Witze. Aber ich hatte keine Angst, etwas auszuprobieren, was mir wirklich Spaß macht. So war es in gewisser Weise durchaus eine erfolgreiche Sache. Ich habe zwar keine 50 Home Runs geschafft. Ich habe Baseball nicht so gespielt, wie ich Basketball spiele, und das hatten die Leute wohl erwartet. Aber ich habe viel über diesen Sport und die dahinterstehende Organisation gelernt. Und ich hatte keine Angst, etwas Neues zu versuchen. Das bedeutet Erfolg für mich. Und das möchte ich auch jungen Menschen mitgeben. Habe keine Angst davor, Drogen abzulehnen, die Dir Deine Clique aufdrängen will. Oder andere Dinge, bei denen Du Dich unwohl fühlst. Steh zu Deiner Entscheidung. Und mach Dir keine Sorgen über die möglichen Auswirkungen.

Frage: Sehen Sie Ähnlichkeiten zwischen Ihrer Zusammenarbeit mit Cartoon-Charakteren und Ihrer Zusammenarbeit mit dem cartoonähnlichen Dennis Rodman?

Michael Jordan: Tja, was den Unterhaltungswert anbelangt, sind sie wohl sehr ähnlich (Gelächter). Sie haben ihre besonderen Fans, die es toll finden, was sie tun, die es auch respektieren. Ich wußte, was ich von ihnen zu erwarten hatte. Aber bei Dennis... außerhalb des Platzes weiß ich nie, was ich von ihm zu erwarten habe. Aber das soll auch nicht meine Sorge sein. Ich respektiere seine Leistung beim Spiel, wenn wir als Team auftreten und alles versuchen, den Sieg zu erringen. Aber wenn er nach New York fährt, sich dort im Hochzeitskleid überall sehen läßt... Da habe ich doch über meine Cartoon-Charaktere etwas mehr Kontrolle als über Dennis, wenn er nicht spielt. Ich hoffe, das beantwortet Ihre Frage.

Frage: Sicherlich wird es zu diesem Film viele Merchandisingprodukte geben. Haben Sie darauf einen Einfluß gehabt?

Michael Jordan: Natürlich musste meine Zustimmung eingeholt werden, was die Ähnlichkeit anbelangt. Das ist mir auch sehr wichtig. Wenn es um mein Konterfei geht, möchte ich immer gefragt werden.

Frage: Welchen der Schauspieler, mit denen Sie Basketball gespielt haben, halten Sie für den besten?

Michael Jordan: Mhm. Gute Frage. Ich habe mit Dean Cain und Damon Wayans gespielt. Damon ist fanatisch, was Basketball angeht, und er ist gar nicht schlecht. Wenn er in seiner Jugend viel in Basketballcamps gewesen wäre und an sich gearbeitet hätte, wäre er ein sehr ordentlicher Spieler geworden. Bill Murray hat eigentlich auch ziemlich viel drauf... aber ich will ihn nicht zu sehr loben, denn er glaubt ja jetzt schon, in die NBA zu gehören! Aber Damon war von allen Schauspielern wohl der beste.

Frage: Sie erwähnten vorhin schon die geschäftliche Seite des Lebens nach Basketball, aber wie sieht es mit der gefühlsmäßigen Seite aus? Sind Sie schon bereit, sich etwas aus der Öffentlichkeit zurückzuziehen und sich anderen Dingen zuzuwenden?

Michael Jordan: Natürlich. Mich interessieren viele Dinge, die ich wegen meiner Basketballkarriere und meinem Bekanntheitsgrad einfach nicht machen konnte. Als ich zum ersten Mal aufhörte, habe ich mit dem Skifahren angefangen. In Aspen sauste ich mit meiner Skimaske die Anfängerhügel herunter, und die kleinen Steppkes überholten mich rechts und links. Da wurde mein Ehrgeiz geweckt! Aber wenn ich mal nicht mehr im Rampenlicht stehe, wären es Dinge wie ins Kino gehen, einkaufen gehen, mit den Kindern im Park spielen, ohne dass einen die Leute einkreisen und bedrängen, weil sie Autogramme wollen. Ich weiß nicht, ob es je soweit kommen wird, dass mich niemand mehr erkennt, aber sicherlich kann ich für mich und meine Familie eine größere Privatsphäre schaffen, als wir sie in den letzten 12, 13 Jahren hatten.

Frage: Welchen Rat würden Sie einem Zehnjährigen geben, der um jeden Preis wie Michael sein will?

Michael Jordan: Wenn mir Kids sagen, dass sie wie Mike sein wollen, sage ich immer: "Sei besser als Mike!" Man muss sich hohe Ziele stecken, sie versuchen zu erreichen und Spaß daran haben. Es hat keinen Sinn, den Zielen hinterher zu jagen. Ich habe gelernt, dass Erfolg nicht etwas ist, dem man hinterher jagt und ihn einfängt. Das sage ich auch den Kids. Erfolg hat man, wenn man gute Arbeit leistet. Und weiß, wie man damit umgeht. (DJFL)


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