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Interview mit Moritz Lindbergh: alphateam

Moritz Lindbergh, 33, spielt in alphateam - Die Lebensretter im OP, donnerstags um 22.15 Uhr in Sat.1, die Rolle des Dr. Pacek Frage: Ich habe gelesen, dass Schauspieler Ihr Traumberuf ist. Warum? ...

Interview mit Moritz Lindbergh


Moritz Lindbergh, 33, spielt in alphateam - Die Lebensretter im OP, donnerstags um 22.15 Uhr in Sat.1, die Rolle des Dr. Pacek

Frage: Ich habe gelesen, dass Schauspieler Ihr Traumberuf ist. Warum?

Moritz Lindbergh: Das stimmt nicht ganz, für mich kamen immer zwei Berufe in Frage: Schauspieler oder Pilot. Nun bin ich eben Schauspieler geworden, und damit kann ich super leben. Ich habe schon in der Schule mit dem Theater spielen angefangen, und bevor ich auf die Schauspielschule gegangen bin, habe ich mich schon am Theater als Statist 'rumgedrückt. Die Faszination war wohl größer als die eines Flughafens.

Frage: Was ist denn so faszinierend?

Moritz Lindbergh: dass man so viel erleben kann. Beim alphateam - Die Lebensretter im OP lerne ich Bereiche kennen, die ich sonst nicht gesehen hätte. Ich war in der Notaufnahme, und ich war bei einer OP dabei. Gut, ich spiele natürlich nur einen Arzt, aber stellenweise wird das schon ziemlich realistisch: Vor mir liegt kein lebendiger Mensch, den wir operieren, sondern ein Schauspieler, dem ein Stück Schweinefleisch umgebunden worden ist, und daran schnippeln wir 'rum. Oder wenn ich in 'Der Alte' in Polizeiuniform gedreht habe - allein wie die Leute einen anschauen!

Frage: Pilot - das haben Sie nie versucht?

Moritz Lindbergh: Doch, ich hatte mal in München einen kleinen Durchhänger. Der Regisseur hatte sich die Rolle irgendwie völlig anders vorgestellt als ich. Ich habe sie dann natürlich so gespielt wie er wollte, aber ich fand es sehr unbefriedigend. Wir haben vier Monate lang abends gespielt, so dass ich tagsüber Zeit für meinen Flugschein hatte.

Frage: Sie haben ja auch schon oft auf der Bühne gestanden. Was gefällt Ihnen besser - TV oder Theater?

Moritz Lindbergh: Ich möchte keines missen. Im Moment macht mir das Fernsehen relativ viel Spaß, weil es von der Technik her die etwas feinere Arbeit ist - wegen der Ausdrucksmittel. Aber ich möchte das nicht so verstanden wissen, als hätte ich mich vom Theater abgewandt.

Frage: Stichwort Lampenfieber?

Moritz Lindbergh: Das hat eigentlich jeder. Und das ist ja auch das Tolle - wie ein Adrenalin-stoß. Ich bin kein Bungeespringer (das darf ich auch vertraglich gar nicht), aber ich kann mir vorstellen, dass das Gefühl für Menschen, die Extrem-sport machen, ähnlich ist. Wenn der Vorhang oben ist, sieht man die Zu-schauer nicht nur, man spürt, dass sie etwas erwarten. Man merkt genau, ob man gut drauf ist oder nicht. Die gleiche Textstelle richtig gesetzt, ist vielleicht ein großer Lacher, wenn man es versiebt, regt sich überhaupt nichts.

Frage: Sie haben aber auch noch einen anderen Beruf: Producer.

Moritz Lindbergh: Beruf ist ein bißchen übertrieben. Ich habe irgendwann gedacht, dass man als Schauspieler natürlich das Ende der Kette ist. Man kommt dazu, wenn das Setting schon mehr oder weniger abgesteckt ist. Und dann ,friß oder stirb'. Das ist unbefriedigend. Beim 'alphateam' habe ich den Charakter mit geformt, aber das ist die Ausnahme. Normalerweise ist es so, dass man gecastet wird und Probeaufnahmen macht. Und nur wenn man so ist, wie es sich die Verantwortlichen vorstellen, bekommt man die Rolle. Je erfolg-reicher und größer der Name, desto einfacher ist es natürlich.

Frage: Wie erklären Sie sich den großen Erfolg von alphateam - Die Lebensretter im OP?

Moritz Lindbergh: Als wir angefangen haben, gab es einige kritische Stimmen, weil es schon so viele Arzt-Serien gibt. dass sich ,alphateam' trotzdem durchgesetzt hat, glaube ich, hat viel mit den Schauspielern zu tun - sie funktionieren als Identifikationsfiguren. Außerdem sind Arztgeschichten ein Dauerbrenner. Sie sind einfach nah: Jeder von uns kann, wenn er heute abend einen falschen Schritt macht, die Nacht in der Notaufnahme verbringen.

Frage: Wer ist Moritz Lindbergh privat?

Moritz Lindbergh: Ich bin unverheiratet, aber in festen Händen. Meine Freundin arbeitet auch im Metier, sie ist Produktionsassistentin. Meistens werde ich gefragt, ob ich so wie Dr. Pacek sei. Einer meiner besten Freunde hat das kürzlich bejaht. Es scheint so zu sein, dass man immer etwas von sich in die Rolle einbringt. Sonst kann das gar nicht funktionieren. Für mich ist Schau-spielerei kein sich völliges Verstellen, sondern die innere Suche nach dem größten gemeinsamen Nenner. Dr. Pacek ist eigentlich die Rolle, die mich gleich am meisten interessiert hat, weil er aneckt. Ich finde es gut, wenn man sich auch mal unbeliebt macht. Das ist mit Sicherheit eine Parallele.

Frage: Und Hobbys?

Moritz Lindbergh: Ich reise sehr gern. Ich habe während meines Schauspielstudiums, als die Kasse ein bißchen knapp war, bei der Lufthansa gearbeitet, damit ich billig fliegen konnte. Das hat meinen Etat allerdings nicht nennenswert erhöht. Im Gegenteil: Eher reduziert, weil ich das ganze Geld für die Tickets wieder ausgegeben habe. Seychellen, Mauritius, Malediven ... das hat mich immer fasziniert. Ich mag das Meer unheimlich gern.

Frage: Machen Sie auch Sport?

Moritz Lindbergh: Für alle regelmäßigen Sportarten fehlt mir die Zeit. Kürzlich habe ich mal wieder versucht, wöchentlich Tennis zu spielen, aber es haut einfach nicht hin. Dafür gehe ich sehr gern Rollerbladen um die Alster und im Winter Skifahren.

Frage: Welche drei Dinge würden Sie auf eine einsame Insel mitnehmen?

Moritz Lindbergh: Auf jeden Fall einen lieben Menschen, also meine Freundin. Etwas, das mir mein Essen sichert. Ein Funkgerät oder eine andere Möglichkeit, um mit der Außenwelt in Kontakt zu bleiben. Isolation finde ich entsetzlich, ich muss mich mitteilen können.

Frage: Was ist für Sie Luxus?

Moritz Lindbergh: Luxus ist für mich Freiheit. Beruflich heißt das die Freiheit, nicht jedes Engagement annehmen zu müssen. Ich verstehe unter Luxus keine Cartier-Uhr, wirklich nicht. Aber die Freiheit, auch etwas ablehnen zu können. Und als Schauspieler hat man oft Zeiten, in denen man zuviel zu tun hat. Und dann hat man möglicherweise wieder kaum etwas zu tun - das ist sehr schwierig. Über die Jahre gesehen, sind das einzelne Phasen. Das gibt sich dann auch wieder, aber wenn man in den Phasen steckt, weiß man nicht, wann und wie es weitergeht und wird in gewisser Weise abhängig vom Telefon und von Menschen, die einem möglicherweise Angebote verschaffen können.

Frage: Und Glück?

Moritz Lindbergh: Glück ist für mich, wenn ich irgendwo am Strand sitze, vielleicht mit einer Flasche Rotwein und einem Stück Käse in der Hand, und keine Existenzangst haben muss. Man braucht ja eigentlich nicht viel Geld, aber ein bißchen muss man schon haben, um wirklich frei - und glücklich zu sein.

Frage: Wofür geben Sie denn Ihr Geld aus, außer für Reisen?

Moritz Lindbergh: Meine Wohnung ist leider nicht billig. Aber ich bin aus dem Alter 'raus, in dem ich nur in irgendwelchen Löchern gewohnt habe. Dann gehe ich auch gern in Restaurants. Viele Möbel habe ich nicht, eher eine Art Containersystem, was ich schnell 'rausschieben kann und in die nächste Wohnung 'rein. Ich habe keinen großen Besitzstand, aber ich muss ehrlich zugeben, dass ich schöne Sachen schon gern habe. Im Auto würde ich wahrscheinlich auch immer 2.000 Mark für die Lederpolster mitbezahlen, weil ich nicht gern soviel Plastik um mich herum habe. Aber dafür braucht man keinen Jaguar zu kaufen, die Lederausstattung gibt es auch im A3 oder im Golf. (DJFL)


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