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Interview mit Oliver Bokern: Verliebt in Berlin

"Ich versuche, möglichst wenig zu träumen, weil das vom Leben abhält." Oliver Bokern spielt in der Sat.1-TV-Serie "Verliebt in Berlin" (montags bis freitags um 19.15 Uhr) die Rolle des Jürgen ...

Interview mit Oliver Bokern


"Ich versuche, möglichst wenig zu träumen, weil das vom Leben abhält."

Oliver Bokern spielt in der Sat.1-TV-Serie "Verliebt in Berlin" (montags bis freitags um 19.15 Uhr) die Rolle des Jürgen Decker.

Frage: Sie spielen in Verliebt in Berlin Jürgen Decker, den besten Freund von Lisa Plenske. Wie beschreiben Sie Ihre Rolle, Ihre Funktion?

Oliver Bokern: Meine Funktion ist ganz klar: der beste Freund von früher, der Lebensretter von Lisa, der Kumpel, die Schulter - ohne Jürgen wäre Lisa schon längst verzweifelt. So kann man natürlich auch wunderbar von ihrer Vergangenheit, z. B. aus der gemeinsamen Schul - und Dorfzeit erzählen.

Frage: Jürgen ist auch ein bisschen verliebt in Lisa ...

Oliver Bokern: Dazu verrate ich nichts ...

Frage: Welche Parallelen gibt es zwischen Jürgen und Oliver?

Oliver Bokern: Es gibt tatsächlich Parallelen: Wir kommen beide aus einem Dorf - ich komme aus Niedersachsen und lebe seit fünf Jahren in Hamburg. Ich habe Sternzeichen Löwe/Jungfrau und habe die Rolle genau umgekehrt verstanden - eher Jungfrau/Löwe. Jürgen ist sehr ordentlich und sucht, will immer weiter, und wenn er in einer Sackgasse ist, probiert er etwas Neues aus - darin erkenne ich mich auch wieder.

Frage: Ergeben sich am Set auch private Kontakte?

Oliver Bokern: Ja, natürlich. Mit einigen Kollegen habe ich mehr zu tun als mit anderen und mit denen freundet man sich an, trifft sich privat. Wir sind ein super Team und verstehen uns alle sehr gut. Ich kann mir vorstellen, dass auch Freundschaften entstehen, die länger halten. Alexandra und ich verstehen uns sehr gut, aber ihr Pensum ist so immens, dass Kontakte außerhalb des Drehs kaum möglich sind - sie braucht dann natürlich auch ihre Ruhe.

Frage: Wie kam es zu Ihrem Beruf? Wie war Ihr Werdegang?Oliver Bokern: Ich komme jedenfalls überhaupt nicht aus einer Schauspielerfamilie: Meine Mutter pflegt hingebungsvoll alte Menschen, mein Vater arbeitet in der Versicherungsbranche.

Ich bin der Erste in der Familie, der einen künstlerischen Weg geht, der sein Zuhause verlassen hat und die Welt entdecken wollte. Eigentlich wollte ich gar nicht Schauspieler werden, sondern Filmregisseur - ich war damals erst 17 Jahre alt und hatte den Hauptschulabschluss und die Mittlere Reise nachgeholt.

Völlig ahnungslos ging ich mit meinem Berufswunsch zum Arbeitsamt. Ein älterer Herr, der gar nicht wusste, was ein Filmregisseur ist, war für mich zuständig - ich habe versucht, ihn aufzuklären. Daraufhin drückte mir ein dickes Buch mit Adressen verschiedener Filmhochschulen, Theaterhochschulen usw. in in die Hand. Die meisten erwarteten Abitur als Abschluss und den Nachweis einer besonderen Begabung, das hatte ich alles nicht.

Eine Schule verlangte das alles nicht: die Spielstadt Ulm, und da habe ich es gewagt hinzuschreiben. In der Hektik hatte ich aber übersehen, dass das eine Theaterschule war. Ich habe also eine Bewerbung geschrieben, und erst in dem Moment, als ich die Adresse auf den Umschlag schreiben wollte, las ich Theaterakademie und bekam einen Riesenschreck - ich hatte mit Theater gar nichts am Hut.

Aber gut, man konnte auch Regie studieren, und außerdem war ich sicher, dass ich sowieso nicht genommen werden würde. Ich heiße Oliver Bokern - Leute, die so heißen, werden einfach nicht genommen, und ich komme vom Dorf - man muss mindestens aus Berlin oder so kommen. Das waren so meine Komplexe damals.

Sie haben mich schließlich genommen. Ich wollte zuerst Regie machen, dann haben mich die Lehrer spielen sehen und waren der Meinung, ich hätte Talent - Regie konnte ich immer noch machen.

Frage: Sie haben ja in mehreren Serien mitgewirkt und Theater gespielt - wohin soll es beruflich gehen?

Oliver Bokern: Es gibt zwei Ebenen: Als Schauspieler möchte ich ganz allgemein gut beschäftigt sein, und ich möchte gute Bücher haben - das ist klar. Ich habe gar nichts gegen eine Serie, Kinofilm wäre natürlich großartig, aber man darf sich nicht zu viel ausmalen - ich bin da eher realistisch. Ich versuche, möglichst wenig zu träumen, weil das vom Leben abhält.

Ich habe ja auch schon mal einen Film gemacht - "Wir", und das war eine wunderbare, sehr konzentrierte Produktion. Theater reizt mich im Moment gar nicht. Drehen, die ganz kleine, feine, präzise Arbeit liegt mir sehr. Ich möchte mittelfristig hinter die Kamera und selbst Geschichten erzählen. Ich schreibe übrigens auch selbst.

Frage: Wer ist Oliver Bokern privat?

Oliver Bokern: Viel Zeit bleibt nicht im Moment. Ich bin sportlich gesehen "eine faule Sau". Ich lese gern und liebe es, stundenlang im Café zu sitzen, Zeitung zu lesen, Menschen zu beobachten, nachzudenken. Dasitzen und nichts produzieren müssen, ist für mich die maximale Entspannung. (DJFL)


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