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Interview mit Oliver Mink: Zugriff: Ein Team - Ein Auftrag

Oliver Mink (35) ist Darsteller in "Zugriff: Ein Team - Ein Auftrag" auf Sat.1 Frage: Sie spielen den Polizisten Rolli. Woher kommt eigentlich der Name? Oliver Mink: Rolli ist die Abkürzung von ...

Interview mit Oliver Mink


Oliver Mink (35) ist Darsteller in "Zugriff: Ein Team - Ein Auftrag" auf Sat.1

Frage: Sie spielen den Polizisten Rolli. Woher kommt eigentlich der Name?

Oliver Mink: Rolli ist die Abkürzung von Roland. Vielleicht soll es auch eine Anspielung auf den Rollstuhl sein, denn viele nennen ihren Rollstuhl "Rolli" - ich auch. Außerdem klingt Rolli so ähnlich wie Olli, die Abkürzung für Oliver.

Frage: Gibt's noch mehr Parallelen zwischen Rolli und Olli?

Oliver Mink: Wir haben die Rolle so angelegt, dass die Behinderung, die ich im wirklichen Leben habe, auch die Behinderung von Rolli ist. Und in unserer Art sind wir uns ähnlich. Rolli ist Computerspezialist und der stabile, ruhende Pol in der Truppe, aber auch ein bißchen freakiger als die anderen. Er ist so eine Art Mittler zwischen Behinderten und Nichtbehinderten, der zeigen möchte, dass ein Leben im Rollstuhl nicht mitleidserregend sein muss. Mit der Rolle möchte ich erreichen, dass der Zuschauer ein aufgeschlosseneres Verhältnis zu Behinderten bekommt. Der einzige Unterschied zwischen uns: Rolli ist Beamter, und ich bin Freiberufler.

Frage: Wenn Sie einverstanden sind, möchte ich gern auch über Ihren Unfall sprechen. War das ein Autounfall?

Oliver Mink: Nein, ein Motorradunfall in München - mit 18. Ich kurvte, wie schon öfter, auf einem riesigen Gelände, auf dem früher mal ein Autokino war. Dort gab es einen sechs oder sieben Meter hohen Berg, über den ich immer fuhr - auch an diesem Tag. Aber als ich kurz vor der Kante war, merkte ich plötzlich, dass ein Stück abgetragen worden war und es steil nach unten ging. Ich hab' noch gebremst, bin aber schon mit dem Vorderreifen über die Kante 'rübergerutscht. Ich bin noch über den Lenker abgesprungen, aber landete leider auf meinen Füßen. Durch den Aufprall auf dem harten Boden hat sich ein Wirbelkanal verformt und die Nerven gequetscht. Tja, das war's dann.

Frage: Besteht denn die Möglichkeit, dass sich Ihre Situation verbessert?

Oliver Mink: Ich bin schon den Sachen nachgegangen, die in der Presse erwähnt wurden, aber die haben sich alle als Enten herausgestellt. Es gibt zwar bestimmte Versuchsprogramme in den USA, aber die sind eben noch im Versuchsstadium. Und wenn ich etwas machen lasse, müßte ich schon hundertprozentig sicher sein, dass es tatsächlich eine Verbesserung bringen würde und keine Risiken birgt. Ich möchte nicht das Versuchskanickel für Dr. Frankenstein sein.

Frage: Gab es nach Ihrem Unfall einen Punkt, an dem Sie die Folgen akzeptiert haben?

Oliver Mink: Ich habe mich seltsamerweise nie gefragt: Warum gerade ich, warum muss mir das passieren? Während meiner sechswöchigen Liegezeit im Krankenhaus war ich in einem Sechsbettzimmer, lauter junge Männer, wie in einem Kriegslazarett, 15jährige, die sich vom Hals abwärts nicht mehr bewegen konnten. Da ist man auf einmal ganz still, ganz bescheiden und ganz froh, wenn's einem noch so gut geht.

Frage: Haben Sie immer so darüber gedacht?

Oliver Mink: Auch wenn es jetzt nach 18 Jahren vielleicht nicht mehr so klingt, aber es war schon der Horror, natürlich. Gerade am Anfang: Da lag ich im Bett, hab' geträumt und sah schöne Wolken, und dann wacht man auf, Wahnsinn, und liegt gelähmt im Bett. Ich konnte ein bißchen die Beine bewegen, trainierte es, bis ich sie im Bett anwinkeln konnte. Ich freute mich und dachte, hey, es geht schon voran. Bei der Visite sagte der Chefarzt doch tatsächlich zu mir 'Also, Herr Mink, wenn das nicht bald besser wird mit Ihren Beinen, dann kommen Sie sowieso nicht mehr auf Ihre Füße.' Pädagogisch sehr wertvoll.

Frage: Aber er hatte unrecht?

Oliver Mink: "Meine Beine kann ich bewegen, es ist Gott sei Dank keine komplette Querschnittslähmung. Auf Krücken kann ich ganz gut laufen. Beim ersten Drehabschlußfest von 'Zugriff' kam ich mit Krücken, und am Set waren alle total überrascht. Wie beim 'Leben des Brian': Ein Wunder. Ich fahre auch ganz normal Auto, einen Automatikwagen.

Frage: Stimmt es, dass Sie jetzt Ihr 57. Auto fahren?

Oliver Mink: Ja, ich hab' mal eine Liste aufgestellt. Ich bin absoluter Autofan und schwärme für alte Wagen, Ami-Schlitten und Jeeps. Mein Vater war Autohändler, das hat abgefärbt und ist irgendwann mein Hobby geworden.

Frage: Aber nicht nur Autos sind Ihre große Leidenschaft, Sie haben auch Familie?

Oliver Mink: Ja, ich bin verheiratet, meine Frau ist Synchronsprecherin, bei einer Zeichentrickserie haben wir uns kennengelernt. Vom ersten Tag an haben wir eigentlich immer etwas gemeinsam unternommen, richtig verliebt, so wie kleine Sechzehnjährige. Ich habe mir gesagt, das ist die Richtige, mit der möchte ich ein Kind haben. Hat dann ja auch gleich geklappt, und dann habe ich sie geheiratet.

Frage: In der Reihenfolge?

Oliver Mink: Ja.

Frage: Und wie ging's weiter?

Oliver Mink: Wir haben eine kleine Tochter, die zwei Jahre alt ist. Sie ist so süß. Sie hat meinen Mund und auf jeden Fall meine Augen. Sie heißt Lara.

Frage: Lara - nach der großen Liebe von Pasternaks "Doktor Schiwago"?

Oliver Mink: Daran haben wir überhaupt nicht gedacht, als wir uns für den Namen entschieden. Aber jetzt werden wir ständig daran erinnert. Jedes Mal, wenn ich ihren Namen nenne, sagt bestimmt irgendwo jemand 'Doktor Schiwaaaago'.

Frage: Eine tragische Liebe, sie wurden getrennt.

Oliver Mink: Oje, ich hoffe, das bleibt meiner Lara erspart. Ich werde sowieso alle Verehrer mit der Schrotflinte vom Grundstück jagen. (DJFL)


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