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Interview mit Ralf Huettner: Mondscheintarif

Ralf Huettner ist der Regisseur des Films Mondscheintarif Frage: Wie sind Sie auf das Projekt Mondscheintarif gestoßen? Ralf Huettner: Ich war zufällig bei einer Lesung des Romans in Hamburg. ...

Interview mit Ralf Huettner


Ralf Huettner ist der Regisseur des Films Mondscheintarif

Frage: Wie sind Sie auf das Projekt Mondscheintarif gestoßen?

Ralf Huettner: Ich war zufällig bei einer Lesung des Romans in Hamburg. Damals war ich sehr skeptisch, wie und ob man daraus einen Film machen könnte. Gut ein Jahr später rief mich Andreas Schneppe, der Produzent von Hager Moss, an. Er hatte die Buchrechte gekauft und bot mir den Stoff an. Und diesmal machte es "klick", auf einmal lag der Film vor mir der Stoff hat mich auf dem richtigen Fuß erwischt.

Frage: Ein Mann scheint nicht unbedingt geeignet zu sein, um diesen Frauenroman für die Leinwand zu adaptieren.

Ralf Huettner: Blödes Vorurteil. Ein guter Film ist ein guter Film und der braucht einen Regisseur, der mit dem Stoff etwas anfangen kann. Ich für meinen Teil (schmunzelt), ich musste für Mondscheintarif eben meine weibliche Seite entdecken. Aber Spaß beiseite. Ich bin in diese Cora-Figur eingetaucht. Mondscheintarif ist ein Film über Sehnsucht, Verliebtsein und Liebeskummer, warum soll das nicht auch ein Mann erzählen können. Die Arbeit am Buch hat sehr viel Spaß gemacht, aber sie war auch anstrengend, weil ich oft gegen das Totschlagargument "das macht aber eine Frau nicht" ankämpfen musste.

Frage: Gab es Vorbilder für den Stil, der in Mondscheintarif zur Anwendung kommt?

Ralf Huettner: Wenn man einen Frauenfilm macht, muss man immer ein bisschen auf Ally McBeal schielen, gucken, wie es da gemacht wurde. Aber: Cora ist im Gegensatz zu Ally keine Comicfigur. Cora hat zwar Ähnlichkeiten mit Ally, wenn sie immer wieder in alle Fettnäpfchen tappt, sie kommt aber aus einem ganz anderen sozialen Umfeld. Cora ist eine Frau, die in Berlin lebt. Der Film spielt auch da. Ihren Beruf als Fotografin haben wir noch ein wenig ausgebaut, damit man wirklich weiß, was sie macht. Ich glaube, was zählt, ist, dass Cora eine junge Frau ist, die mit ihren Sehnsüchten und Zweifeln eine große Bandbreite zur Identifikation liefert. Ich hoffe, die Zuschauer fühlen mit ihr Männer und Frauen.

Frage: Mondscheintarif ist vor allem der Film der Cora Hübsch. Wie gestaltete sich die Zusammenarbeit mit der Hauptdarstellerin Gruschenka Stevens?

Ralf Huettner: Als ich Gruschenka beim Casting sah, hat sie mich schnell überzeugt, vor allem auch im Zusammenspiel mit Tim Bergmann. Es war die richtige Mischung: Sie, quirlig, die um ihn herum tanzt, verspielt, ihn verwirrt, eine Großstadtneurotikerin. Er, eher ruhig, männlich, mit einem guten Humor, etwas langsam, gelassen, ganz Gentleman, der sich verwirren lässt. Als die Arbeit schließlich begann, stellte es sich als großer Vorteil heraus, dass Gruschenka und ich uns bereits kannten. Denn es gab nicht diese Berührungsängste, gerade bei Szenen, die auch weh tun können, bei denen man was von sich zeigen muss. Viele dieser kleinen Geständnisse in die Kamera mussten diesen privaten Touch haben.

Wir hatten eine sehr warme, intime, freundliche Stimmung am Set. Und dann öffnen sich die Leute auch. Wenn man das schafft, dann kommt auch etwas zurück.

Frage: Cora Hübsch spricht in einigen Sequenzen frontal in die Kamera, wendet sich direkt ans Publikum. Wann fiel die Entscheidung für dieses Stilmittel?

Ralf Huettner: Wir haben anfangs alle Szenen doppelt gedreht, aber sehr schnell gemerkt, dass es viel stärker wirkt, wenn sie direkt in die Kamera spricht. Sie konfrontiert den Zuschauer mit sich selber. Das Publikum taucht viel schneller in die Gefühlswelt der Cora Hübsch ein. Es wirkt, wie eine Beichte und ist intim und hat einen fast dokumentarischen Charakter, der mir sehr gefällt. Außerdem mussten wir das richtige Erzähltempo erwischen, damit der Zuschauer auch wirklich an unserer Geschichte dran bleibt.

Frage: Tim Bergmann verkörpert als Dr. Daniel Hoffmann Coras Objekt der Begierde. Wie war die Zusammenarbeit mit ihm?

Ralf Huettner: Ich kannte ihn natürlich als Schauspieler, hatte aber noch nicht mit ihm zusammengearbeitet. Während der Dreharbeiten zu Mondscheintarif habe ich ihn sehr schätzen gelernt. In der Rolle des Dr. Daniel Hoffmann verkörpert er einen Typ Mann, der ein wenig altmodisch, aber zugleich auch unheimlich charmant ist; eine Mischung, die es nicht oft gibt. Er erinnert mich auch an amerikanische Schauspieler und Tim ist sehr schnell. Das war mir besonders wichtig, denn viele seiner Kollegen kommen einfach nicht auf den Punkt. Außerdem sieht er noch gut aus und hat einen knackigen Hintern.

Frage: Und welche Aufgabe kam Jasmin Tabatabai als Coras bester Freundin Jo zu?

Ralf Huettner: Eine sehr wichtige. Denn Gruschenka verkörpert ja mehr das Verdrehte, Überdrehte, auch Schwere und das Melancholische. Da brauchten wir als Gegenentwurf so ein temperamentvolles Energiebündel wie Jasmin. Als Jo passt sie sehr gut. Die beiden sind total gegensätzliche Charaktere und dadurch kommt Bewegung in die Geschichte.

Frage: Stand Berlin als Schauplatz von Anfang an fest?

Ralf Huettner: Ja. Berlin ist Großstadt. Moderne Frauen leben, zumindest im Film, zur Zeit in Berlin. Cora sollte in einer Stadt leben, in der eine Vielfalt an Lebensformen, an Gemeinschaft möglich ist. Mondscheintarif ist ein Großstadtfilm. Jemanden wie Cora gibt es nicht in Kleinstädten. Dort ist man in diesem Alter schon verheiratet, hat Kinder. Das Leben in einer Großstadt ist vielfältiger. Man kann sich nicht entscheiden, ob man alle Energie in den Beruf stecken soll und dafür die Liebe ein bisschen zurückstellt, oder umgekehrt.

Frage: Ohne digitale Technik geht heutzutage gar nichts mehr. Wie gehen Sie, der noch das klassische Handwerk an der Münchner Filmhochschule erlernte, damit um?

Ralf Huettner: Das Filmmaterial von Mondscheintarif ist vollständig digital nachbearbeitet worden. Das ist großartig, man hat einfach viel mehr Möglichkeiten. Nicht nur bei aufwendigen Actionszenen, sondern auch was Farbgebung, Beleuchtung, Tempo des Films angeht. Gerade was Technik betrifft, habe ich in den drei vergangenen Jahren, in denen ich Werbung gemacht habe, sehr viel gelernt. Mittlerweile kommen ganz wichtige Impulse aus der Werbung. Tommy Wildner, unseren Kameramann, habe ich dort kennengelernt, genauso wie den Kostümbildner Frank Wilde. Jetzt geben sie mit Mondscheintarif ihr Spielfilmdebüt. (DJFL)


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